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Test: Behringer Kobol Expander, Analogsynthesizer

Behringer Kobol Expander - einer der großartigsten Mono-Synths am Markt

20. Dezember 2023
Test: Behringer Kobol, Analogsynthesizer Desktop

Test: Behringer Kobol, Analogsynthesizer Desktop

Vor mir steht er nun endlich, der Behringer Kobol Expander Synthesizer. Er sieht auf den ersten Blick identisch aus wie sein historisches Vorbild, der französische RSF Kobol Expander aus dem Jahre 1979, erbaut von den französischen Gebrüdern Ruben und Serge Fernandez (RSF). Typisch für viele Neuauflagen ist dieser monophone Analogsynth nur deutlich kleiner, was der Bedienungsübersicht jedoch keinen Abbruch tut. Und: Er ist für das Gebotene tatsächlich gnadenlos günstig und dabei überraschend schön und wohlklingend – so viel vorweg.

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Die Geschichte des RSF Kobol Expander

Vom ursprünglich kostengünstigen RSF Kobol Expander Synthesizer wurden nur ca. 1000 Stück gefertigt. Der „französische Minimoog“, wie er von einigen liebevoll, aber nicht ganz zutreffend genannt wurde, war durch seinen halbmodularen Aufbau wesentlich flexibler als viele seiner Dual-Oszillator-Zeitgenossen vom Schlage eines Yamaha CS15, Sequential Circuits Pro-One oder Oberheim OB-1. Trotzdem lief ihm der Korg MS20 mit seinen beiden charakterstarken Filtern langfristig den Rang ab und wurde mit über 20.000 Exemplaren eine eigene Instanz unter den klassischsten Synthesizern.

Behringer Kobol Expander seitlich

Im Inneren des historischen Kobol Expanders werkelten SSM Hüllkurvengeneratoren und ein SSM Filter (beide baugleich denen der frühen Sequential Circuits Prophet-5), während die Oszillatoren und Waveshaper aus CA3086 Transistor-Arrays und CA3080 OTAs aufgebaut waren. Der als Ergänzung zum Kobol Expander gedachte Kobol Expander II wurde ab 1981 in noch viel kleinerer Stückzahl (ca. 200 Stück) gebaut und bot einige zusätzliche Baugruppen – vergleichbar etwa mit dem Korg MS50, der den MS20 sinnvoll ergänzte, jedoch nie als eigenständiger Synthesizer verstanden werden wollte. Im Expander II gab es daher einen Voltage Processor mit Lin/Log Lag, einen LFO (mit zusätzlicher Ramp-Schwingungsform), ein Gate Delay, einen AC-/DC-Ring Modulator, einen CV-/Audio-Mixer, einen Hüllkurvengenerator (diesmal wirklich ADSR), S/H, White Noise, einen Envelope-Follower und einen weiteren VCA, jedoch keine weiteren Oszillatoren.

Behringer Kobol Expander
Behringer Kobol Expander
Kundenbewertung:
(30)

Gemeinsam bilden Expander und Expander II ein sehr mächtiges analoges Modularsystem mit sinnvollem Prepatching. Berühmt wurde der Kobol vor allem durch seinen intensiven Einsatz auf Depeche Modes zweitem Album „A Broken Frame“ aus dem Jahr 1982.

RSF Kobol, Kobol Expander und Kobol Expander II zählen heute zu den seltensten Synthesizern auf dem Sammlermarkt. Aktuell werden sie auf den gängigen Online-Börsen zu Rekordpreisen im fünfstelligen Bereich (!) angeboten.

Behringer Kobol Expander Details

Features des Kobol Synthesizers

Die Features des Synthesizer-Exoten lesen sich äußerst lecker. Zwei analoge Oszillatoren mit Sync, deren Schwingungsformen frei überblendbar sind, münden zunächst in zwei eigenständige VCAs, bevor sie gemischt in ein resonanzfähiges 24 dB Tiefpassfilter gelangen. Das Filter verfügt über eine eigene Hüllkurve. Es folgt ein abschließender dritter VCA mit eigener Hüllkurve. Außerdem gibt es einen eigenständigen, in Amplitude und Frequenz regelbaren LFO mit Dreieck- und Rechteck-Schwingungsform. Ein Voltage Processor mit einem einfachen In- und Output-Multiplier sowie einem Inverter vervollständigen die Möglichkeiten. Weißes und rosa Rauschen liegen an einer zusätzlichen Buchse an.

Die Behringer-Reinkarnation des Kobol

Wie es das Behringer-Team mal wieder geschafft hat, einen derart leistungsfähigen vollanalogen Monosynth für so wenig Geld in die Welt zu setzen, bleibt im Dunkeln. Klar finden wir hier keine raren beheizten Doppeltransistoren und auch keine teuren Folienkondensatoren im Filter. Dennoch sind die Oszillatoren des „Bobol“ immerhin diskret aufgebaut und von der Platine winken uns einige SMD OTAs vom Typ V13700M entgegen, die in ihrer Urfassung auch schon im historischen Original verbaut waren. Die Wavefolder und der LFO nutzen gar die originalen Schaltungen, freilich mit aktuellen Bauteilen. Der Behringer Kobol Expander läuft intern mit +/-14,5 V, entsprechende Spannungsregler mit Feintrimmern finden sich auf der Hauptplatine des Synthesizers. Mechanisch ist die Frontplatte mit der Platine mittels 13 Metall-Spacern stabil verschraubt. Sobald die Frontschrauben gelöst sind, können allerdings ihre Kontermuttern im Eurorack-Gehäuse frei von links nach rechts rutschen. Das kennen wir leider auch aus anderen Behringer Eurorack-Gehäusen.

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Behringer Kobol Expander Platine

Besonderheiten des Behringer Kobol

Die aufregendste Besonderheit des kleinen 2-Oszillator-Monosynthesizers sind seine zahlreichen Modulationsein- und Ausgänge. Man kann das Gerät wirklich wie einen vollwertigen Modularsynthesizer einsetzen, denn nahezu jede Funktion verfügt über entsprechende CV-Anschlüsse. Die beiden VCAs verfügen über keine Release-Stage. Dafür kann mit einem Schiebeschalter die eingestellte Decay-Zeit auch auf die Abklingzeit angewendet werden – so kennt man das auch vom altehrwürdigen Minimoog.

Das Gerät ist so klein, dass man es auch direkt als Eurorack Modul verbauen kann. Ein passendes Eurorack Bus-Kabel liegt sogar bei!

Die Anschlüsse des Behringer Kobol

Zum integrierten MIDI-Interface kann man Behringer nur gratulieren, hier gibt es wirklich mal beides: traditionelle 5-polige DIN-Norm-Buchsen (inkl. Thru) und USB-MIDI (class compliant, ohne zusätzliche Treiber-Installation in Windows und MacOS). Keine wilden Adapter von Stereominiklinke auf was auch immer, die man garantiert on tour auch mal verliert. Einfach mal normkonform, danke dafür! Und wer sich fragt, warum der MIDI-In ausgerechnet auf der Frontplatte zu finden ist und nicht wie der Thru auf der Rückseite bei der Power-Buchse und dem USB-Port: Hier wurde an mögliche Eurorack Szenarien gedacht, wo der MIDI-Input zugänglich bleiben sollte, während Firmware-Updates wohl doch eher seltener gemacht werden und man dazu das leichte Gerät auch kurz mal aus dem Rahmen schrauben könnte.

Behringer Kobol Anschlüsse

In Abweichung zum Original wurde sogar noch ein Kopfhöreranschluss auf die Front des Behringer Kobol Expander gepackt, wie praktisch! Er lässt sich freilich auch für kreatives Feedback-Patching missbrauchen.
Eine der Miniklinkenbuchsen weist eine Besonderheit auf, die man als Power-User unbedingt wissen sollte: Der OSC2 Out ist eine Stereo-Trennklinke, die auf dem Tip das OSC2 Signal ausgibt, jedoch auf dem mittleren Ring ein weiteres Signal an das Filter weitergeben kann! Mit einem passenden Adapterkabel Stereo-Miniklinke auf zwei Mono-Miniklinken hat man hier schnell neue Möglichkeiten.

Hinsichtlich der vielen Miniklinkenbuchsen treffen wir auf ein ausgeklügeltes Konzept: Einige Regler ändern bei gesteckter CV-Modulation ihre Funktion. Hier wurden praxisnahe Ideen umgesetzt, wie z. B. bei der CV-Modulation der beiden einzelnen Oszillator-VCAs, wo das Volume-Poti zum Offset wird und damit dem Voltage Processor den Rücken freihält – sehr gut gemacht! Und wenn man sich mal an einer prepatched Modulation stört, genügt ein einseitig eingestecktes Kabel, um den Modulationsfluss aufzuhalten. Dies ist beispielsweise extrem hilfreich bei der VCO-Mod-In-Buchse, um den LFO anderweitig zu nutzen. Die unerwartet unter der Filtersektion angebrachte 1 V/Okt In-Buchse erlaubt die Oszillatortonhöhen und das Filter von eingehenden MIDI-Tonhöheninformationen abzukoppeln. Leider immer für beide VCOs zugleich, was Experimente mit Pitch-statischem Sync verhindert.

Behringer Kobol Expander Midi

Verarbeitung des Behringer Kobol Expander

Der Behringer Kobol Expander hat Echtholzseitenteile, das Gehäuse ist rundum aus Metall und wirkt stabil, die Plastik-Potikappen bilden das historische Vorbild gut nach. Die Potentiometer haben ein angenehm rundes Drehgefühl, während leider die Potiachsen und Miniklinkenbuchsen nach wie vor nicht mit der Frontplatte verschraubt sind. Das souveräne Drehgefühl eines Doepfer, Mutable Instruments oder Random*Source Serge Eurorack Moduls stellt sich hier nicht ein. Außerdem teilt er sich leider mit dem Korg ARP 2600 M die Neigung zu sichtbaren Fingerabdrücken auf der schwarzen Frontplatte.

Die Behringer Synthtribe App

Die Installation auf meinem Studio-PC verlief schnell und problemlos, der Kobol wurde über USB sofort erkannt und ein Firmware-Update empfohlen. Auch dies ging überraschend schnell und ohne Auffälligkeiten. Danach stehen in der App derzeit ein paar zusätzliche Settings zur Verfügung: Neben der Wahl des MIDI-Kanals, kann auch die Pitchbend-Range im Bereich +/-0 bis 12 Halbtönen eingestellt werden. Die Note-Priority ist zwischen Lowest (die klassische Minimoog-Variante), Highest (à la Korg MS20 / ARP2600) und Last-Key wählbar. Der Trigger-Modus der Hüllkurven kann zwischen Single-Trigger (Minimoog Style) oder Multi-Trigger (ARP 2600 Style) gewählt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, den analogen Gate-Eingang zu invertieren, um den unterschiedlichen Standards historischer Synthesizer (v. a. bei Yamaha und Korg) gerecht zu werden. Wirklich spannend angesichts des aufgerufenen Schnäppchenpreises ist die Option, mehrere Behringer Kobol Expander als mehrstimmiges System zu nutzen (Poly-Chaining). Im Stile eines Oberheim Four-Voice einfach mal vier Kobol Expander über USB vernetzt zu einem vierstimmg-polyphonen Analogsynth unter 1.000,- Euro verbinden? Welch großartige Idee!

Behringer Kobol Expander LFO

Was ich vermisst habe

Beide Oszilllatoren des Kobol Expander verfügen zwar über eine tolle PWM-Position, deren Pulsbreite gemeinsam vom LFO des Synthesizers moduliert wird. Leider gibt es dafür aber keinen eigenen CV-Eingang. Hüllkurven-modulierte Pulsbreiten sind dennoch möglich dank eines Schiebeschalters, der zwischen LFO und Hüllkurve als Quelle wählt.

Bei einigen meiner Experimente vermisste ich zudem einen zusätzlichen VCA für CVs. Ein solcher im Voltage Processor hätte dem Ganzen die Krone aufgesetzt, wenngleich freilich ein wenig frevelhaft zum historischen Original.

Am häufigsten vermisste ich jedoch eine Glide-Funktion, gerade für Lead- und 303-artige Sounds. Die gab es zwar auch im Original nur mit Hilfe des Lag-Prozessors aus dem Expander II. Warum aber Behringer diese nicht als Software-Feature in das integrierte MIDI-Interface gepackt hat, ist mir schleierhaft – mein altes Kenton Pro-Solo Interface kann das.

Behringer Kobol Expander und Effekte

Klangvielfalt durch externe Effekte

Tatsächlich schreit der Kobol Expander geradezu nach dem Einsatz von Effektgeräten. Ein Chorus-Pedal, eine Boden-Zerre, ein einfaches Delay oder ein netter Federhall lassen den Klang ungemein aufblühen. Ich finde es gut, dass Behringer hier nicht von der historischen Vorlage abgewichen ist. Zumal man bei Behringer beispielsweise mit dem VP1 einen überzeugenden Phaser unter 50,- Euro bekommen kann. An meinem alten Rockman Stereo Chorus merkt man plötzlich überhaupt nicht mehr, dass man es „nur“ mit einem 199,- Euro Synth zu tun hat. Alles klingt nach großem Kino und schreit nach dem Einsatz in Blockbustern wie bei Hans Zimmer oder Tom „Junkie XL“ Holkenborg. Alles was wir im nachfolgenden Beispiel hören, sind drei nacheinander aufgenommene Spuren vom Behringer Kobol Expander. Das Arpeggiator-Pattern kommt aus dem ASM Hydrasynth via MIDI an den Kobol, bei den beiden Softleads spielt jeweils VCO2 die Quinten, Chorus kommt vom Hardware-Rockman, Delay aus der UAD und Reverb aus dem Savant Audio Labs Quantum Room Simulator, keine EQs im Mix.

Selbstverständlich funktioniert auch der allzeit beliebte Trick, mit Hilfe von Verzerrerpedalen unserer saitenzupfenden Kollegen einem Synth einen gänzlich anderen Grundcharakter aufzuprägen. Mit meinem Rockman Distortion und Xotic RC Booster fängt die unscheinbar schwarze Leichtbau-Schachtel plötzlich an zu schreien und zu kreischen, dass es eine wahre Freude ist! Von klassischem Tekkno, über Hardtrance und Dreamdance bis Dubstep und Jumpstyle – die Kiste rockt und bleibt dabei stets sehr feinfühlig und präzise einstellbar. Mein MS20 ist da weitaus grobschlächtiger, was Hüllkurvenzeiten, Oszillator-Tuning und Wiederauffindbarkeit von Sweetspots anbelangt.
Im nachfolgenden Klangbeispiel kommen alle Spuren als Overdubs vom Behringer Kobol Expander, Effekte: Rockman Distortion und Xotic RC Boost Pedal, Analog Systems RS390 Echo, RS400 Phase Shifter, kein EQ im Mix.

Der Klang des Behringer Kobol Expander

Die Kraft des reinen analogen Klangs zweier Kobol-Oszillatoren mit seinem Filter hat mich wirklich ein einer Art und Weise überzeugt, wie ich es von Behringers Synthesizern bislang nicht kannte. Schon beim allerersten Einschalten stellte sich Freude ein. Die VCOs lassen sich trotz des enormen Regelbereichs von 10 Hz bis 10 kHz wirklich gut stimmen und bleiben auch stabil. Die beiden Hüllkurvengeneratoren packen so richtig gut zu und können auch mal extrem schnelle Decays und das alles mit sehr praxisnahen Regelwegen – hier macht das zielgerichtete Schrauben wirklich Spaß! Also welche Klänge entlockt man einem Franzosen als erstes? Jean-Michel Jarres Laserharp aus dem Elka Synthex kommt mir absurderweise in den Sinn. Warum nicht, das Ding kann Oscillator-Sync und PWM. Mit Hilfe des Voltage Processors ist die Steuerspannung der ADS-2 Hüllkurve schnell herunterskaliert, um die Frequenz von VCO2 direkt zu modulieren. Den eben noch auf PWM und zwei Oktaven hochgestimmt, am LFO die Rate für die PWM (prepatched) auf langsam und LFO-Intensität ganz auf null (damit kein Vibrato entsteht). Jetzt rauen wir den Gesamtsound noch etwas auf durch ein Feedbackpatch: VCO2 Out geht über ein Tiptop Stackable-Kabel sowohl in den VCF Audio In (dieser Patch ist notwendig, da der VCO2 Out eine Trennklinke ist), als auch in die VCO2 Waveform-Modulation und die Resonanz-Modulation. Etwas Feineinstellung der Hüllkurven und fertig ist ein wirklich überzeugender Sync-Sound, der zwar nicht nach Synthex klingt, aber dafür um Welten besser, als alles was ich bisher an Sync-Sounds von Behringer bekommen habe!

Als nächstes schaue ich mir das Filter näher an: Der aufgedruckte Frequenzbereich behauptet, dass die Oszillatoren von 16 Hz bis 16 kHz gehen. Bei meinem Testgerät waren sogar leicht noch Differenzierungen zwischen 20 k und 25 kHz einstellbar! Und wie sieht es mit der Präzision des Filtertrackings aus? Über 3 Oktaven war sie locker gut genug, um das VCF als zusätzlichen dritten Oszillator zu missbrauchen. Im Beispiel: Acht Kobolde, 8 Spuren als Overdubs vom Kobol ohne EQ, VCF als OSC3 im Intro, komplexe FM-Percussions, Synth Brasspad, Brass Lead, Bass; nur das Rhodes und die Drums sind VSTis.

FM der Oszillatoren? Funktioniert und das erstaunlich gut mit der Vielzahl des Schwingungsform-Angebots, wobei man von einem vollanalgogen Monosynth bekanntermaßen trotzdem keine DX-Pianos erwarten kann. Filter-FM? Na klar, zwar vermisse ich hier etwas eine reine Sinusschwingung als Modulator, aber dafür macht sich auch hier die Schwingungsformvielfalt gut.

Bläser-Leads? Dank des Inverters kein Problem: ADS-2-Hüllkurve über den Voltage Processor in den VCO1 (Saw) und den invertierten Ausgang in VCO2 (Saw). Kurz neu stimmen und dann noch den LFO auf den Sustain-CV-In der Filter-Hüllkurve und fertig ist das Patch. Die Waveform-Modulation führt zu wahrnehmbaren Pegelschwankungen der Oszillatoren. Bei den meisten Analogsynthesizern ist dies vollkommen normal, nur fällt es durch die freie Modulierbarkeit beim Behringer Kobol Expander eben mehr auf, vor allem, wenn der Waveform-modulierte VCO selbst als Modulationsquelle eingesetzt wird. Ich habe mir die Mühe gemacht, meinen historischen Korg MS20 mit dem Behringer Kobol Expander zu vergleichen: Setzt man die Rechteckschwingung jeweils als Referenz, so ergeben sich folgende Pegel-Abweichungen (in dBTP) der weiteren Schwingungsformen: Dreieck -5 (MS20: -4.5), Sägezahn +1.5 (MS20: -1), enge Puls +4,3 (MS20: -1). Einzig wirkliche Auffälligkeit ist demnach die doch recht laut tönende enge Pulsschwingung beim Kobol Expander.

Klanglich überzeugt der Behringer Kobol Expander auch im Direktvergleich mit klassischen Analogsynthesizern. Wie mein Klangbeispiel beweist, sind die Oszillatoren massiv und offenbaren bei weit geöffnetem Filter locker mehr Obertöne als mein alter Hardware-MS20. Im Klangbeispiel hören wir eine rohe Bassline aus zwei Sägezähnen im Oktavabstand bei geöffnetem Filter, im viertaktigem Wechsel beginnend mit dem Behringer Kobol Expander und dann vom Korg MS20. Ich habe bewusst dezent Drums mitlaufen lassen, da nach meiner Erfahrung (und entgegen dem landläufigen Vorurteil) kleine Klangunterschiede oft im Mix deutlicher zu Tage treten als solo.

Auch das Filter weiß mit seiner 24 dB Oktavsteilheit wirklich zu gefallen. Naturgegeben packt es deutlich „moogiger“ zu als das 12 dB OTA-Filter in meinem MS20. Seine Resonanz lässt sich sehr feinfühlig dosieren, ein Lob an den Designer dieses Regelbereichs!

Im nachfolgenden Klangbeispiel hören wir eine Lead-Sequenz mit Delay, wiederum zuerst vier Takte vom Kobol und dann vom MS20. Auch der Bass wurde im Overdub-Verfahren auf einer Extraspur mit dem Kobol und dem MS20 realisiert. Flächen, Rhodes und Drums wie immer von VSTs. Beim Bass hört man deutlich das überzeugendere Schließen des 24 dB VCFs beim Kobol, weshalb ich bei der letzten Wiederholung des Beispiels dann mal doch die anderen VSTs stummgeschaltet habe.

Oft überraschten mich simple Sounds mit minimalem zusätzlichem Patching. So gelang mir ein äußert musikalisch spielbarer Soft-Brass-Lead, den ich in dieser Form noch nie aus einem analogen Monosynth gehört hatte. VCO1 (Tri) macht den Grundton, das Filter ist halb geschlossen bei halber Resonanz. VCO2 (Saw, unisono) ist leise gedreht, sein VCA wird aber von der ADS2 Hüllkurve des Kobol moduliert. Bei beiden Hüllkurven stehen alle Regler grob auf 12 Uhr. Den Audioausgang von VCO2 habe ich in den ADS CTRL Eingang des Filters gepatcht. Damit erfolgt eine Audiorate-Modulation des Filterhüllkurven-Amounts, was den Klangcharakter des Filters komplett verändert! Beim Spiel mit der Attack-Zeit ergibt sich ein sehr überzeugenden Bläser-Ansatz.

(Hall: Savant Audio Labs Quantum Room Simulator, Fläche: Roland JD-990)

Auch archetypische Monosynth-Klänge gelingen auf Anhieb. Der alte Minimoog-Trick, den Audioausgang durch ein Patch-Kabel ins Filter rückzukoppeln, funktioniert auch ganz wunderbar beim Behringer Kobol Expander. Moog-ähnliche Bässe (auch wenn die Kobol Oszillatoren etwas weniger brachial röhren als die meines vintage Minimoogs) und Moog Leads im Stil von Jan Hammer oder Steve Winwood sind eine leichte Übung. Aber auch weniger typische Klänge gelingen dank der zwei zusätzlichen VCAs an den VCOs und der Schwingungsformmodulation im Handumdrehen – so etwas kennen wir eben nicht von einem Roland SH oder Minimoog.

In der ersten Woche mit dem Behringer Kobol Expander störte ich mich noch an einem deutlich hörbaren DC-Click, der bei niedrigen VCO-Levels aus dem finalen VCA ertönte. Nachdem ich das Gerät geöffnet hatte und die vielen Trimmer auf der Hauptplatine entdeckte, war ich froh, einen „VCA Rejection Adjust“ vorzufinden. Vorsichtig drehte ich mal ein wenig daran und das Problem war Schnee von gestern. Mein historischer Korg MS20 produziert weitaus mehr störende VCA-Plopps als der Behringer Kobol Expander vor meiner Trim-Aktion. Sicher hat dieses ungewollte Geräusch dennoch keinen Hit mit dem Korg MS20 verhindert. Ab jetzt ist der Kobol König der sauberen VCAs!

Behringer Kobol Expander im Gegenlicht

Eurorack Kompatibilität

Selbstverständlich konnte ich es nicht unterlassen, den Behringer Kobol Expander in mein Doepfer A100 Eurorack-Modularsystem einzubinden. Er lässt sich auch tatsächlich nach dem Abschrauben der Seitenteile und Unterschale seitlich über das mitgelieferte Eurorack Buskabel mit Strom versorgen.
Die erste Erkenntnis beim Patchen: Der Kobol ist derart vollständig, dass es gar nicht leicht fällt, sinnvolle externe Modul-Ergänzungen zu finden. Oft ertappte ich mich dabei, beispielsweise einen Behringer 1004 Oszillator als zusätzlichen LFO zu nutzen. Nur um wenige Minuten später zu bemerken, dass mein Ursprungs-Patch den internen LFO des Kobol noch gar nicht in Gebrauch hatte. Oder der Moment, in dem ich einen Behringer 2600 Oszillator als FM-Quelle für VCO1 nutzte, nur um zu bemerken, dass mein VCO2 im Patch bislang auch noch brachlag. Wo ich jedoch Erfolg und Spaß hatte: Zusätzliche VCAs und Polarizing Mixer für Modulations-Spannungen sind immer sinnvoll. Ebenso Festfilterbänke wie Behringer 914, Waveshaper oder Fuzz-Module wie der Touell Skouarn Strakal Brulu. Auch ein Random*Source Haible TAU Phaser oder das geniale Mutable Instruments Clouds (respektive After Later Monsoon) machen viel Freude. Eine tolle klangliche Ergänzung des Behringer Kobol Expanders bot auch mein Doepfer A199 Springreverb.

(Zwei Spuren Kobol Expander mit Serge Waveshaper und Resonant EQ, Doepfer Spring Reverb, Streicher: Arturia Augmented Strings VST)

Aufpassen sollte man ein wenig mit den modularen Pegeln – der Audioeingang am VCF des Kobol Expanders reagiert verhältnismäßig empfindlich. Es hat sich bewährt, immer den Voltage Processor des Kobol vorgeschaltet zu haben, dann hat man einen Mixer mit passendem Ausgangsregler.
Das Einbinden externer Eurorack Hüllkurvengeneratoren und weiterer Oszillatoren ist nicht ganz so trivial, da der Kobol Expander über keine Pitch-CV und Gate-Ausgänge verfügt, die das am MIDI oder USB-Port empfangene Notensignal an weitere Module weiterleiten könnten. Man braucht also ein weiteres Eurorack MIDI-Interface (z. B. das kostengünstige Behringer CM1A), das auf demselbden Kanal betrieben wird. Wer also schon mit dem Behringer Abacus als Ergänzung zum Kobol Expander liebäugelt, sei hiermit erinnert.

Behringer Kobol Synthesizer Desktop

Spekulationen zu weiteren Kobol Varianten

Was wird wohl noch kommen? Da wage ich jetzt wirklich mal keinerlei Spekulation, zu unberechenbar sind die Behringer Releases in den vergangenen Jahren. Denkbar und höchst sinnvoll wäre ein ergänzender Kobol Expander II nach historischem Vorbild. Und dann wären da noch die Keyboard-Version des Kobol, die im historischen Original über eine extrem mächtige Programmer-Sektion verfügt, die eigene Soundeinstellungen wie einen Sequencer rhythmisch durchschalten konnte! Oder eben der große Polykobol https://www.amazona.de/behringer-polykobol-polyphoner-synthesizer/

Bleibt noch die RSF Blackbox, ein extrem rares 18-Tasten-Keyboard, das durch orgelähnliche Frequenzteiler ein vollpolyphones Spiel ermöglichte. Diesen Klang konnte man dann im Expander paraphon filtern. Wer mit solchen Klängen experimentieren möchte, dem sei der Roland VP70 Voice Processor ans Herz gelegt – ein idealer Kandidat, um dem Behringer Kobol Expander zur interessanter Polyphonie zu verhelfen. Oder man kauft einfach gleich vier davon – bei dem Preis und Formfaktor eigentlich ein Nobrainer, um an eine dem Oberheim Fourvoice ähnliche Syntheseerfahrung zu kommen.

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Fazit

Gibt es nach dem Erscheinen des Behringer Kobol Expanders überhaupt noch einen Grund, teurere Monosynths zu erwerben? Ich habe lange über diese Frage sinniert. Als Eigentümer etlicher monophoner Analogsynths aus den Gründertagen kam ich nach zwei Wochen mit dem Kobol Expander zu einem überraschenden Schluss: Ich bin überzeugt, dass ich jedwede Anfrage als Sounddesigner, Studio-Keyboarder, Producer oder Arrangeur künftig mit dem Behringer Kobol Expander und ein paar Gitarrenpedalen im Gepäck stemmen kann. Ich würde das Gleiche definitiv nicht bei analogen Polysynths behaupten, wo aktuell die Kluft zwischen kultigem Originalsound und bemühter Reissue noch deutlich größer ist. Aber mein Minimoog, Yamaha CS30, Roland SH3A, Korg MS20, Oberheim OB1 und mein ARP Avatar dürfen künftig zu Hause in Sicherheit bleiben, bis sie mal aufgrund ihrer klanglichen Eigenheiten explizit angefordert werden.
Am Ende ist der Behringer Kobol Expander ein Werkzeug, kein Sammlerstück. Dafür ist er aber ein sehr mächtiges Werkzeug. Er ist auch kein Ferrari unter den Synthesizern, eher ein Fiat. Aber wer möchte schon täglich mit dem Ferrari zur Arbeit fahren müssen und dabei die laufenden Betriebskosten und die Instandhaltung stemmen? Das „Fahrvergnügen“ und die Vollständigkeit der Ausstattung des Behringer Kobol Expanders sind in jedem Fall überraschend! Und das bei einem Neupreis, der niedriger ist als der vieler Plugins. Ich kenne aus eigener Erfahrung die weiteren am Markt befindlichen Behringer Synthesizer und nur wenige haben mich bislang überzeugen können. Dieser hier ist die lang ersehnte Ausnahme und es würde mich schon sehr wundern, ihn bald nicht überall auf Studiofotos aus aller Welt zu sehen. Ich ziehe meinen Hut vor Uli Behringer und seinem Team – ein großer Wurf ist hier gelungen!

Plus

  • eigenständiger Klang mit vielseitigen Modulationsmöglichkeiten
  • Poly-Chain zur Vernetzung mehrerer Kobol Synthesizer
  • Kopfhöreranschluss
  • USB und MIDI
  • Eurorack-kompatibles Format
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Preis

  • 199,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    THo65

    … Und die sehr schön arrangierten Klangbeispiele.

    P. S. Die Funktion „Kommentar bearbeiten“ läuft nicht…

  2. Profilbild
    TobyB RED

    , wohlfeiles Teil. Super Test! Mit dem Cat hab ich schon viel Spass, ich denke der Kobol passt gut dazu.

    • Profilbild
      t-hiho RED

      @TobyB Vielen Dank! Ja, der Cat ist auch toll, fand ich. Ich finde es wirklcih klasse von Behringer, dass sie gerade auch diese Not-so-Mainstream-Synths nachbauen! Man muss inzwischen schon gut überlegen, was überhaupt noch fehlt in ihrem Portfolio. Synthacon? ARP Quarda? DK Synergy? Xpander? „Bairlight“?

      • Profilbild
        TobyB RED

        @t-hiho , ich denke das Behringer generell erstmal liefern sollte, bevor die mit der Salesforce Kanone ihr Marketingfeuer auf die Spatzen abschiessen. ;-) Ich glaube mit Bairlight und DK Synergy tut man sich keinen Gefallen. Beim Fairlight ist es der Content und die Bedienung. Die iOS App ist Klasse. Expander und Quadra. Den Expander bitte ohne Hochvolt Display. Wenns unbedingt grün schimmern muss. Bekommen die den so hin wie den UBXa wird’s ein Hit. Das heisst nicht das ich hier meine Propheten und Co verticke. ARP Quadra bitte mit gescheitem Netzteil und Wärmeabführung. Und Flachtaster aus der Medizintechnik, bitte. Vorher bitte den ARP 1601 Sequenzer und alle offenen Projekte abschliessen. Wie beim weihnachtlichen Knödelessen. Immer einen nachdem anderen. 🙂

        • Profilbild
          t-hiho RED

          @TobyB ARP 1601, oh ja, das würd ich abfeiern ohne Ende! Ich such schon lange einen für meinen ARP Avatar, den ich Tyrell abgekauft hatte! Der Avatar ist übrigens der einzige Hardware-Mono, der immer neben mir steht hier in meinem Keller-Lab. Allein schon weil er so unfassbar schön und groß ist. Da fühlt man sich gleich wie John Carpenter und Alan Howarth zusammen…

  3. Profilbild
    Mr.Ketoujin

    Das hört sich doch sehr gut an (auch die Soundbeispiele! selten so gute und aussagekräftige Beispiele gehört).

    • Profilbild
      t-hiho RED

      @Mr.Ketoujin Vielen Dank, hat auch ungemein Spaß gemacht! Es fühlt sich dank der vielen Modulationsbuchsen wirklich an, als hätte man ein ganzes Euroracksystem in der Hand. Und der Sound ist meinem Vintage-MS20 komplett ebenbürtig, darüber war ich ehrlich gesagt am meisten überrascht!

      • Profilbild
        Mr.Ketoujin

        @t-hiho ich hatte früher, vor ca. 15 Jahren auch mal einen MS20 aber so richtig begeistert hat mich der Sound leider nicht und so habe ich ihn auch relativ bald wieder verkauft (übrigens ganz im Gegensatz zum MS10 an dem ich wirklich lange große Freude hatte).
        Wie auch immer, der Kobol oder Bobol hat mich schon von der ersten Ankündigung gereizt und jetzt erst recht.

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          t-hiho RED

          @Mr.Ketoujin Ja, mein MS20 gehört sicher auch dringend neu kalibriert. Ist mir jetzt im Test klar geworden. Vielleicht schaff ich das über Weihnachten mal. Zum Thema „Bobol“ – ich wollte ja ursprünglich in meinem Text ein Wortspiel beginnen mit General Gogol aus „007 – Liebesgrüße aus Moskau“. Erschien mir nur angesichts der aktuellen Lage nicht passend. Und Bobol klingt sprachlich ohnehin irgendwie süß, fand ich. Auch wenn es zugleich das Reggae-Wort für „Bestechung“ ist – diese Anspielung war tatsächlich in keinster Weise beabsichtigt. Auf jeden Fall klang es sweeter als Boog, Bogerheim, Prophetinger, Berve-term oder BS-80… 😅

  4. Profilbild
    dubsetter

    danke für die vielen guten klangbeispiele..

    für den preis (trotz der etwas wackligen verarbeitung),
    eigentlich ein no brainer, bzw. überzeugt, die kiste,

    • Profilbild
      t-hiho RED

      @dubsetter Das sehe ich auch so. Ich hab wirklich genug Hardwaresynths, aber die kleine Kiste ist wirklich unwiderstehlich. Sie passt übrigens von den Maßen her perfekt zu meiner Computertastatur! Steht direkt dahinter. Leider darf ich wie immer das Testgerät nicht behalten. Muss wohl oder übel im neuen Jahr eines privat ordern und dann hoffen, dass es genug davon auf Lager sind. Sehe grade, es ist bei Thomann jetzt schon auf Platz 1 der verkauften Synthesizer-Expander. Kein Wunder bei den gebotenen Features.

  5. Profilbild
    S_Hennig

    Ich hab ihn hier stehen, und das erste Mal bin ich echt geflasht von einem Behringer Monosynth. Einmal angetestet und gleich den Nachmittag verdaddelt.
    Jetzt muss er leider bis zu den Weihnachtsfeiertagen warten, aber ich freue mich schon sehr darauf, mal ein paar ruhige Stunden mit ihm zu verbringen.

    Danke für den tollen Bericht und die inspirierenden Klangbeispiele!

    Das mit dem DC-Klick Abgleich werde ich bei der Gelegenheit auch sofort probieren, denn das ist das einzige, was ich an meinem Exemplar bisher hätte kritisieren können.

    • Profilbild
      t-hiho RED

      @S_Hennig Vielen Dank für die netten Worte! Bitte immer vorsichtig sein beim Rumdrehen im Inneren des Gerätes! Man muss das ja unter Spannung machen, sonst hört man den sweet spot nicht. Die Platine ist wie bei vielen Geräten in keinster Weise auf der Rückseite vor Kurzschlüssen geschützt. Da auch ein digitaler Controllerchip für die USB-/ & Midi-Umsetzung darauf ist, aber auch ein paar SMD-CMOS-Chips, bitte zerstört euch nicht das Gerät durch statische Aufladung beim Anfassen oder versehentlichem Kurzschluss der Leiterbahnen bei versehentlicher Kollission mit dem metallenen Außengehäuse. Zum Drehen des winzigen VCA Rej Adj Trimmers bitte keinen zu großen Schraubendreher nutzen. Am besten einen isolierten. Wenn ich mich richtig erinnere hatte ich nen Wera 0.4/2.0 oder vielleicht sogar den 0.3/1.8 Schlitzschraubendreher genutzt. Ein isoliertes Trimmertool passt leider nicht, da man zuerst mit dem Schaft durch ein Loch in der Platine muss, um den Trimmer zu erreichen.

      • Profilbild
        Synthaesthet

        @t-hiho Wie kommt man denn genau da ran? Müssen dazu vorher die Potikappen abgenommen werden oder geht das auf der Rückseite der Platine?

  6. Profilbild
    SynthNerd AHU

    Eigentlich wollte ich auf die Tastatur-Version des Kobol Klons warten.
    Jetzt bin ich unsicher, ob ich meinen Vorsatz durchhalte.

    Super Test, tolle Klangbeispiele.
    Danke.

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      t-hiho RED

      @SynthNerd Besten Dank! Wer weiß wie lange das noch dauert, so lange halt ich auch nicht durch… Und: zumindest in der Designstudie vom Januar sieht das Keyboard so aus, als müsste man alle Modulations-Patchings über eine digital gesteuerte Schaltmatrix machen. Das schließt die Eurorack-Integration leider aus. Von daher würde ich dem Expander den Vorzug geben, auch wenn er demzufolge den spannenden Sound-Sequencer des RSF Original Kobol Keyboards nicht bieten kann. Spannender Side-Fact: Bei den historischen RSF Kobols war auch die Rackversion beliebter. Das lag damals aber an der Verarbeitung: sie war deutlich robuster gebaut und die frühe Digitaltechnik die den Sequencer ermöglichte war wohl recht Fehleranfällig. Wer übrigens mal eine überraschende Menge echte RSF Kobols sehen und kören möchte, Kurt Ader hat diesen tollen Clip vor ein paar Tagen auf Facebook gepostet: https://www.facebook.com/reel/381575684328437

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        SynthNerd AHU

        @t-hiho Danke für die ergänzenden Infos und den verlinkten clip.
        Das Eurorack Argument ist valide, aber betrifft mich bis jetzt noch nicht (- vermutlich aus Angst vor den Folgen, dass mich das Modular-Virus auch noch befallen könnte ;-)

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    [P]-HEAD AHU

    Heute morgen gleich einen B-Stock für 171 EUR geschossen! Danke für den wirklich tollen Test. Ich habs schon anhand der wirklich guten Youtube Videos erahnen können, das wir hier einen Ausnahmekandidaten haben werden.

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    Dirk E. aka Xsample RED

    Danke für den sehr lesenswerten Testbericht und die tollen Klangbeispiele. Ich hatte meinen Bobol bereits vor einer Woche gekauft, aber er bleibt noch bis zum Auspacken an Weihnachten im Karton. Der Test macht Vorfreude .. schönste Freude. :)

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    Moodsmusik

    Die Sound Demos sind wirklich klasse und toll gespielt, macht richtig Spaß dir zu zu hören und diesen Sound auch zu genießen.
    Interessant ist natürlich der unschlagbare, Behringer typische Preis.
    Bei einem Verkaufspreis von 199 € dürften die Herstellungskosten zwischen 30-40 € liegen wirklich unglaublich.

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      t-hiho RED

      @Moodsmusik Ich bin aber kein Wirtschafts-Spezialist), aber Behringer hat hier etliche Designentscheidungen getroffen, die alles andere als billig sind. Allein die vielen OTAs kosten schon mal im Einkauf über 10.-EUR. Die lackierten Echtholzseitenteile gibts auch sicher nicht umsonst. Ich vermute hier eher eine sehr geringe Händlermarge zugunsten hoher Gesamtverkaufszahlen. Lieber ein paar Tausend mehr verkauft und nur 50.-EUR daran verdient, als nur 500 verkaufen und je 100.-EUR einbehalten…

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        Maffez

        @t-hiho Erstmal danke für den Bericht, die liebevoll aufgenommenen Klangbeispiel und das Bild des Innenlebens. Zur Ökonomie an Bauteilen ein kleines Korrektiv – V13700 kosten 25 Cent ab 1k Abnahme, wobei Coolaudio und Behringer ja unter einem Verband sind. lg

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          t-hiho RED

          @Maffez Ah, danke für den Hinweis! Dass Coolaudio zusammengehört mit Behringer wusste ich, aber ich hab keinen Einblick, was die Dinge dann so kosten… ;-) Aber die Platine sieht für mich nicht ganz unaufwändig aus mit dem Mix aus SMD und TTH Bauteilen. Da steckt schon echt viel drin, finde ich. DIY würd ich mich da nicht rantrauen…

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    Shimanski Beats

    Vielen Dank für den Test. Hier war Amazona ja mal sehr schnell :) Hab in den letzten Tagen schon einige Videos gesehen, wo der Kobol klanglich durchwegs einen sehr guten Eindruck gemacht hat. Deine Klangbeispiele fand ich hilfreich, weil sie zeigen, wie viel man durch geschicktes patchen wegkommt von den analogen Brot-und Butterklängen. Vor allem der Brasssound mit der Dreieckswelle ist wirklich schön geworden.

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      t-hiho RED

      @Shimanski Beats Vielen Dank, Noch hab ich mein Testgerät und bin grade dabei ein paar weitere Patches aufzunehmen und zu fotografieren. Wenn alles gut geht, findet sich das Ganze alsbald auf dieser Plattform, so stay tuned… ;-)

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      martin stimming

      @Shimanski Beats ja, den brass sound fand ich auch am besten, der hat meine augenbrauen richtig hochgezogen! :)

      ich warte noch, erstmal muss was anderes gehen (der dann doch doofe Pro X), aber er ist schon im warenkorb.

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          martin stimming

          @kiro7 irgendwie klingt er dann doch nicht – die sweetspots sind sehr eng und es ist richtig harte arbeit da was benutzbares rauszubekommen. modulationen sind nicht so richtig ausdrucksstark und vor allem sind die oszillatoren voll aufgedreht immer in der saturation und die klingt nicht so richtig gut. ein ähnliches problem wie beim ersten minibrute, da waren auch die oszillatoren leicht angezerrt und die zerre ist halt leider nicht gut so wie bei nem moog, sondern billig.

          liebe grüße

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            t-hiho RED

            @martin stimming Ach jetzt kapier ichs erst: Du sprichst in Sachen unbefriedigender Saturation vom ProX, richtig? Ich hatte das zunächst fälschlich auf den Behringer Kobol Expander bezogen verstanden. Hab mich daher nochmal hingesetzt und die Kobol VCOs durch ein Feedback Modules CP3-Mix Modul gejagt, um zu sehen, wieviel Moog-style Mojo da noch geht. Die Kurzfassung: Ich konnte in diesem Kobol ohne Voltage Processor oder Feedback-Tricks keine nennenswerte Mixer-Sättigung vor dem VCF erzeugen. Mit dem externen CP3 Mixer dann freilich schon und zwar auf die bekannt-wohlklingende Weise.

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    Nik Elektrik

    Toller Test, ebensolche Klangbeispiele und ein Fazit, dass ich von ganzem Herzen unterschreibe. Großartig klingendes Instrument, dass mir persönlich mit Sequenzer (DarkTime) am meisten Spaß bringt. Zuerst dachte ich, nicht noch ein Monosynth, aber mal sehen, egal, bestellt, notfalls Rückgabe. Nach einer Stunde stand fest: he‘s a keeper.

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      t-hiho RED

      @Nik Elektrik Vielen Dank! Das mit dem Sequencer verstehe ich total. Ich hab auch ständig meinen ASM Hydrasynth einfach nur als Arpeggiator für den Kobol an. Der Workflow ist auch dermaßen intuitiv, weil der Hydrasynth auf meine Cubase-Session synct und über USB-MIDI an Cubase übergibt. Die scharfgeschaltene MIDI-Spur empfängt und wieder per USB-MIDI an den Kobol übergibt. Der Clou: Ich kann die Arpeggios nach der Aufnahme noch in einzelnen Noten editieren und erst dann die Kobol-Audiospur im Nachgang recorden, höre aber die ganze Zeit beim Experimentieren schon den Kobol in Echtzeit arpeggieren. Wenn sowas nur schon zu Zeiten von Moog Modular und Co existiert hätte…

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        toneup RED

        @t-hiho Gute Idee , dieses Routing, weil der Arp des Hydrasynth ist schon sehr fein.

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        Aljen AHU

        @t-hiho Jo! Seq und Behrobol ergeben zusammen eine gute Idee. Hier als die Poco-Loco-motive schlechthin: Black Sequencer von Erica, natürlich hybrid via MIDI und analog. Pitch auf einem Kanal, Modulation auf aller Vierer ™ – flying into outer space for Xmas. :-)

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    Atarikid AHU

    Dass der Kleine was kann wusste ich schon… Aber hey, was sind das denn für extrem geile Klangbeispiele. Herrlich das Teil in verschiedenen Kontexten (ist das der Plural? ^^) zu hören. Schön musikalisch das Ganze! Toller Testbericht!!!

  13. Profilbild
    diggs

    Wow, toller Test mit sehr guten Klangbeispielen! Insbesondere dass auch die Patch-Beschreibung dabei ist finde ich gut.
    Ich liebäugle ja schon länger mit einem der Behringer VCO-Monos als Ergänzung zu meiner BS2. Bisher lag der Cat vorne, aber der Kobol wäre sicher auch eine gute Ergänzung.
    Wie sehr vermisst du denn einen 2. LFO mit anderen Wellenformen?

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      t-hiho RED

      @diggs Gute Frage. Ich vermisse ihn überhaupt nicht, denn Du kannst einen der VCOs als LFO missbrauchen und hast dann ULTRA viele und sogar modulierbare Wellenformen! Wer nun fürchtet, die aufgedruckten 10Hz Minimalfrequenz des VCO seien das Limit: ENTWARNUNG! Man kann auch beim Kobol erfolgreich den alten Moog-Modular-Trick anwenden, ich habs grade ausprobiert! Negative Konstant-CV in den VCO-Freq-In und schon wird der VCO ultra-langsam! Danke Behringer! (P.S.: Ich schreib grad an einem Workshop zu kreativen Kobol-Hacks und Tipps. Da geht noch Einiges!)

  14. Profilbild
    pytrel

    Der synth klingt super. Die Versuchung ist groß. Aber…
    Jeder darf machen was er möchte. Bei mir kommt nie wieder ein gerät dieser marke in mein haus
    bevor sie tiefgründig und überzeugend in der Zukunft was in ihrer Politik ändern.
    Brauch keiner als angriff interpretieren. Nur als Meinungsfreiheit
    Last uns nicht darüber streiten.

  15. Profilbild
    PiQuadrat

    Super Test! Da steckt viel Arbeit und fundiertes Wissen drin! Danke!

    Ich finde auch, dass der „Bobol“ 🙂 eine absolut großartige kleine Spaßkiste ist. Der Sound, der da rauskommt ist wirklich enorm! Ich habe ihn im Studio mittlerweile als Drumsound-Synthi im Einsatz, wo er absolut überzeugt. Macht noch fettere Kicks und Bässe als ein 2600!

    Hier ne kleine Session:
    https://youtu.be/caD9NPnSdPQ?si=1yFvrWNnn9SeMQky

  16. Profilbild
    NimraX Audio

    Den Kobol halte ich für den interessantesten kleinen Behringer-Synth, noch vor dem K-2. Ein aufgebohrter Polykobol als nächsten Full-Size-Synth nach dem UB-Xa würde ich mir wünschen :)
    Der Kobol Expander wäre doch was fürs nächste Gewinnspiel 😉

  17. Profilbild
    Findus

    WOW: Bei Thomann gibt es gerade den XILS Labs PolyKobol III für schlappe 49€ zu ergattern…😈

  18. Profilbild
    bluebell AHU

    Dieses Schnäppchen klingt alles andere als billig. Super Test von Toni, der nicht nur Aufwand sondern auch Liebe zum Gerät hineingesteckt hat!

  19. Profilbild
    chardt

    Danke für den tollen Test und die vielen praktischen Beispiele! Dafür verzeihe ich Dir auch das Sakrileg, den Kobol mit einem schnöden MS 20 zu vergleichen ;)
    Also richtig dicke Sounds à la Moog oder Oberheim habe ich jetzt nicht gehört, dafür viele „feine“ / filigrane Klänge und vor allem tolle Bläser – wow!

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      t-hiho RED

      @chardt Da geb ich Dir als Minimoog Eigentümer schon ein wenig recht. Den Direktvergleich mit dem Mini überlebt der Oszillator des Kobol nicht. Aber krass wie gut er dem alten MS20 Paroli bietet, finde ich. Der MS20 ist als Bass-Synth unterschätzt finde ich. Gerade sein etwas mittigerer Grundklang hilft enorm, ihn innerhalb von Arrangements bzw. Mixes nach Vorne zu drücken. In einem Drittel meiner Studiojobs war ein Minimoog das Richtige, in einem weiteren mein CS30 und im letzten der MS20. Der Kobol positioniert sich für mich grob in der MS20-Ecke. Klare Hochmitten, aber auch gesunde wenngleich nie übertriebene Bässe. Meine Beispiele sind ja alle ohne jedweden EQ! Dafür ballert das Dings untenrum echt ganz gut, finde ich. Z.B. die Bassdrum im Distortion-Clip. Das ist ohne EQ! Ich sehe beim viel zitierten „Moog-Sound“ auch ganz klar die Epochen als sehr unterschiedlich. Ein alter Mini, Source, Memory oder gar Modular ist das eine. Ein Grandmother, Phatty oder One ist etwas klanglich komplett anderes. Der Kobol ist eigenständig, eher mittigerer Natur, aber im Vergleich zu Yamaha CS30, Roland SH101, Oberheim OB1, Arp Odyssey oder eben Korg MS20 ist er für mich eher auf der Moog’schen Seite einzuordnen. Typisch alter Mono halt. Einen tollen Polyphonen würd ich mir aber schon danebenstellen. Selbst wenns ein SY99 ist.

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        AMAZONA Archiv

        @t-hiho Eine Frage muss ich trotzdem stellen:
        Wenn Sammlerwert, Klang (für Fledermäuse), Moral (am Ende des Tages), Liebhaberei, usw. keine Rolle mehr spielen…. Sind es dann Haptik und der lächerliche Preis, die ein solches Produkt interessant erscheinen lassen gegenüber einem Plugin?

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          chardt

          Aus meiner Sicht: Ja, Haptik ist wichtig. An den Knöpfen eines HW-Synth rumdrehen ermöglicht mir einfach ein ganz anderes „Klangschrauben“ als mit der Maus an virtuellen Knöpfen, und ich spare mir die Anpassung eines Controllers an meinen SW-Synth. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob die verfügbaren VSTs wirklich den Klang bringen, den ich möchte.

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            Aljen AHU

            @chardt sehe ich ähnlich. Zudem bist Du bei so einem Analogen nun mal prinzipbedingt gezwungen, Dir die Sounds erst einmal zu „erschrauben“ und ggf. auch noch zu patchen). Das ist für mich viel inspirierender als das schnöde Abrufen von Werkspresets.

            Zweitens habe ich gar nicht so viele Mäuse, an wie vielen Knöpfen ich gleichzeitig manchmal schraube.

            Nicht zuletzt überlebt die Hardware normalerweise Wechsel an Prozessorarchitekturen, Betriebssystemen, DAWs usw. ohne Probleme, muss nicht bei Big Data zur Freischaltung erst registriert werden, telefoniert nicht nach Hause und sieht cool oder wenigstens interessant aus.

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    Anjin Sun

    Danke für den Test und dessen detallierte Klangbeispiele. Interessieren würde mich die B-Top 5 des Autors! Den Kobol kenne ich aus befreundeten Studio, selbiger löst immer G.A.S. aus. Folgend war die Vorbestellung zu genannten Preis, und bisher gelieferten, bedenkenlos gebucht.

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      t-hiho RED

      @Anjin Sun Da muss ich nicht lange nachdenken:
      1.) Behringer Kobol Expander
      2.) Behringer ARP2500 Modular
      3.) Behringer System 100 Modular
      4.) Behringer System 55 Modular
      5.) Behringer Cat
      Wobei Platz 2-4 ungefähr gleich und ohne beabsichtigtes Ranking zu sehen wären.
      Was Behringer in Sachen Modular geschafft hat, beeindruckt mich wirklich nachhaltig. Ich habe einige Module privat und nutze sie eigentlich andauernd. Hab die Teile sogar live dabei. Die ARP-style 1004- und 2600-Oszillatoren sind der Hammer, finde ich. Sie sind ästhetisch schön und klingen hervorragend. Ich hoffe wirklich Behringer bringt die modulierbaren Dual-Hüllkurve des Kobol als Eurorack-Modul! Würde ich sofort kaufen! Filter hab ich anderswo schon schönere gehört, da ist noch etwas Luft nach oben für die Entwicklungsabteilung…

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        Unimoog

        @t-hiho Auch von mir herzlichen Dank für den Test!
        Deine B-Top 5 hätte mich auch interessiert, weil ich deine Testberichte außerordentlich schätze. Der 2600 taucht als OSC-Modul auf, aber nicht der B2600. Hat das Gründe? Oder gibt es eine B-Top 10?

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          t-hiho RED

          @Unimoog Vielen Dank! Wegen dem B2600 – hm. Ich bin da zwiegespalten. Einerseits hatte ich ja den Karp 2600 ausführlich getestet hier und habe ihn sehr gemocht und war traurig als ich ihn zurück zur Post trug. Tatsächlich war er mir etwas zu teuer und brachte mir kaum neues, da ich ja einen ARP Avatar mit allen New-England-Mods habe, d.h. der ist auch halbmodular und mit ein paar wenigen Eurorackmodulen zusätzlich geht eigentlich so ziemlich Alles…
          Den B2600 fand ich mit seinen bunten LEDs tatsächlich sehr hübsch und praktisch. Ist freilich Geschmackssache, aber ich mochte ihn. Audioseitig überzeugte er mich nur bedingt. Ich fand das VCF nicht gut getroffen und er erschien mir auch subjektiv noisier als der Karp, ich habe es aber nie nachgemessen. Nachdem ich schon mal nen alten 2600 im Einsatz hatte (leider nicht meiner), fand ich beide Reissues zwar nah dran aber doch daneben. Das lag v.a. am Preamp und Springreverb, die weder bei Behringer noch bei Korg „richtig“ nach 2600 klingen. Anthony Marinelli zeigt das sehr gut, finde ich: https://youtu.be/mSdNJv_cm3s?si=BrUpDLKCPJDWZMt8
          Eine B-Top10 von mir gibt es nicht, ich finde alle weiteren B-Synths toll für die allgemeine Demokratisierung von Hardware! Aber für mich ist das leider nicht so spannend, wie meine Sehnsucht nach den Originalen. Das hat sicher etwas mit Sammelleidenschaft zu tun. Im Produktionen nutze ich oft Arturia VSTs.

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            TobyB RED

            @t-hiho Generell und das ist meine subjektive Erfahrung benötigen die B2600 ein wenig Finetuning in Form von Nachkalibrierung. Ich habe den schwarzen und den Blauen. Und setze sie gerne ein. Was mich an beiden störte waren die Abstimmungen der VCOs und die Kalibrierung einzelner Sektionen. Ggü dem Servicemanual reden wir teilweise nicht von Cents. Besonders fiel mir das beim blauen auf, der kam ab Werk mit 7 Halbtönen Verstimmung zwischen VCO1 – VCO3 an. Musikalisch sicher interessant aber eher unpraktisch in der Handhabung. Den Springreverb hab ich mir dann mit einem Intellijel Designs Springray Medium Tank und einer kleinen Butterbrot Schaltung selber gebaut und in ein 19 Koffer verbaut. Allerdings sollte man nicht die Erwartungshaltung haben, dass nach dieser Prozedur der BARP sein B verliert. Das gilt auch für den KARP. Aber die Unterschiede fallen für mich nicht ins Gewicht.

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              t-hiho RED

              @TobyB Danke für den Tip. Dann geb ich ihnen vlt. nochmal ne Chance. Ich hab eben diese zwei Behringer 2600 VCOs als Eurorackmodule, die ich sehr mag. Und soeben brachte das Christkind noch von Feedback-Modules deren 2600er VCF und VCA, sowie einen gebrauchten Studio Electronics 4075 VCF – mein diesjähriges Geschenk an mich selbst. ;-) Jetzt fehlt mir nur noch der 2600er Preamp, aber den löt ich mir lieber selber…
              Ein wenig off-topic: Gab es eigentlich vom 2600er Preamp verschiedene Revs? Alle Schaltpläne zeigen den extrem raren Teledyne Philbrick 133901 Opamp, Fotos aber oft nur den schöden LM301AM. Weiß jemand zufällig Hintergründe dazu?

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                TobyB RED

                @t-hiho , es gab 9 Revision vom Original ARP 2600/2601. Die Teledyne Komponenten wurden ab Version 2600P v2.0(1971) ausgetauscht. Da die nicht zuverlässig waren. Die wurden gegen National Semiconductor getauscht. Die Preamps wurden mW nur angepasst. Frohe Weihnachten. 🎅🎄🎅

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    Sensimood

    Bzgl Vergleich mit Fiat: Also mein Fiat Panda, Baujahr 88 hatte 30PS, ist kaum die Rampe aus der Tiefgarage rausgekommen, bei Regen in Linkskurven ausgegangen und hat gerostet wie Sau. Mag sein, dass du andere Erfahrungen mit Fiat gemacht hast. Nix für Ungut, is nix für mich!

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      t-hiho RED

      @Sensimood 😂 Ich hatte nur nen Platzhalter gesucht, eine Marke, bei der nicht alle gleich losschreien, weil sie sich von ihrem schwer erspartem gerade das neue Topmodell gekauft haben, weil der Tesla noch in zu weiter Ferne ist… Ich fahr nen kleinen Toyota Hybrid.

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    tone traveler

    Mich hätte ja mal wirklich interessiert, wie der Behringer-Kobol im Vergleich zu seinem Vintage-Vorbild direkt abschneidet. Ein Vergleich mit dem MS-20 ist ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen, finde ich. Ich habe eine String Solina als Original und eine Behringer Solina. Es gibt hörbare Unterschiede – das macht den Klang der Behringer-Solina nicht „schlechter“, Klang lässt sich nur subjektiv bewerten, aber ein Vergleich macht an sich nur Sinn im direkten Vergleich mit dem Original oder vielleicht noch mit einem aktuellen Mono-Synth gleicher Preisklasse.

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      t-hiho RED

      @tone traveler Verstehe ich. Ich hatte hier zur Auswahl: Oberheim OB1, Yamaha CS30, Korg MS20, Arp Avatar, Moog Minimoog, Roland SH3A. Ich wählte den MS20, da 1.) ihn jeder kennt im Gegensatz zu vielen der anderen genannten, 2.) er auch zwei Oszillatoren hat, 3.) er auch semimodular ist. Ein Vergleich mit einem nicht-modularen Monosynth macht für mich hier keinen Sinn, da die Größte Stärke des Bobol seine Modulationsmöglichkeiten und die Einbindung in Setups mit anderen Synths ist. Ich hab mich umgehört ob in meinem Bekanntenkreis jemand ein Original hat, konnte aber keines finden, sorry. Vor 25 Jahren hat mir mal jemand einen für unter 1000 angeboten. Da hätte man halt ja sagen sollen… Ich fürchte Behringer hat alle Originale aufgekauft. Das ist doch im Behringer HQ, wo Kurt Ader das Video gepostet hat, oder? Muss ihn mal fragen.
      Was die Features anbelangt und das Filterdesign – ja, das ist in der Tag ein Apfel-/Birnen-Vergleich. Aber in meinem Hörbeispiel „24dB Filter“, wie ist das da? Alle vier Takte schalten Bass und Lead wirklich um zwischen Bobol und MS20. Ist der Unterschied wirklich sooo groß, dass ein Vergleich auszuschließen ist? Ich hörs, aber ich würde den Klangunterschied auf nicht mehr als gefühlte 1-2% einschätzen, also weit entfernt von bspw. „der eine tierisch und der andere unbrauchbar“…

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        TobyB RED

        @t-hiho , was meiner Meinung bei diesen Äpfelbirnenmus immer vergessen wird. Die weitere Verarbeitung des Signals. Ich kann hier wählen zwischen Tascam DM 4800, SSL Big Six, Motus mit und ohne ESS sowie Roland MX-1. Nebst den üblichen FX die man so hat. Je nach dem wie ich das Signal route kommt am Ende eine subtile oder drastische Veränderung raus. Will ich einen cleanen Sound gehe über das MX-1. Solls wie anno 1985 klingen, gehe ich ein anderes Routing.

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          t-hiho RED

          @TobyB …absolut richtig! Gerade analoge Synths mit ihren teils unberechenbaren Ausgangspegeln reagieren meiner Erfahrung nach sehr unterschiedlich auf die Technologie am anderen Ende des Kabels. Verschiedene DI-Boxen, Preamps, Interfaces, ja, da macht man ein Fass auf. Ich mache alle meine Tests immer über eine Avedis Audio KP6 6-fach DI-Box mit eingebautem Preamp und einem simplen Pegelmetering. Da sehe ich gleich, falls mal was clippt. Und ich habe eine feste Vergleichsreferenz, egal ob ich einen MS20 von 1978 anstecke oder eine topaktuelles Testgerät. Dahinter steckt direkt ein Lynx Aurora 16 Wandler, den finde ich nach wie vor sehr neutral. In meinem „großen“ Tonstudio habe ich DAD AX32 Wandler, das ist in puncto Neutralität nochmal ne Hausnummer mehr, aber vielleicht auch etwas übertrieben für unsere Anwendungen hier. Wenn ich dort Synths teste, gehe ich über unser API1608 Mischpult in den Wandler. Ich denke wichtig ist nur eine gewisse Mindestqualität (die ich beispielsweise bei RME schon absolut erreicht finde) und Konsistenz im Vorgehen, sprich nicht am einen Tag mit einem Behringer Uphoria und am Tag danach mit einem Merging Horus aufzunehmen…

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    Woody

    Danke für den Test und die Hörbeispiele.
    Es ist schon faszinierend, was man heute für das Geld bekommt.

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    Tomtom AHU

    Vielen Dank für den ausführlichen und sehr aufschlussreichen Test! Der Bobol klingt wirklich fantastisch!

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    AntonAmazona

    Super Artikel,super Klangbeispiele, ist aber nichts für mich, da nicht speicherbar….
    Ich wünsche denjenigen, die sich das Ding bestellt haben, das es auch wirklich (in absehbarer Zeit) geliefert werden kann…(nicht so wie bei meinem VS-mini) 😉

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      t-hiho RED

      @AntonAmazona …man kann ihn speichern: mit dem Smartphone-Foto! ;-)
      Spaß beiseite: Es gibt auf der Hauptplatine zwei nicht näher beschriftete unangeschlossene Anschlussleisten. Wer weiß, was B da noch plant. Ich sehe aber auch keine Armada von DA-Wandlern auf dem Board, also vermutlich doch keine Speicherbarkeit der Reglerstellungen…

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        Monolith2063

        @t-hiho Könnte mir vorstellen, dass er sich die Platine mit dem Kobol teilt, denn der wird ja Speicherbarkeit haben und braucht entsprechend eine Schnittstelle zu dem Board, auf dem die Speicherfunktion sitzt.

        Andere mögliche Erklärung: RSF bot damals neben dem Kobol Expander auch den RSF Programmer an, den man über ein Kabel mit dem Expander (beide hatten eine proprietäre Schnittstelle auf der Gehäuserückseite) verbinden konnte. Der Programmer bot eine batteriegepufferte Speicherfunktion und somit konnte man Einstellungen abspeichern. Nicht mit besonders viel Komfort, so konnte man z.B. nicht einzelne Parameter nachträglich verändern. Aber grundsätzlich konnte man was speichern.
        Falls Behringer darüber mal nachgedacht hatte, bräuchte man natürlich eine Schnittstelle auf dem Board. Ich denke nicht, dass sie den Programmer wie beim Original anbieten werden, dann hätten sie beim Kobol Expander schon eine passende Buchse gleich im Gehäuse einbauen müssen. Aber vielleicht stammt die Schnittstelle noch aus der Planungsphase.

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          t-hiho RED

          @Monolith2063 Das waren auch meine Gedanken. Aber: Die zusätzlichen Anschlüsse würden nicht mal ansatzweise reichen, um die möglichen Parameterspeicher zu ermöglichen. Da eben keine DA-Wandler auf der Platine sind. D.h. jeder Versuch, das nachzurüsten müsste mit analogen CVs am Board anliegen. Und dafür haben diese Verbinder zu wenig Pins, denke ich… Daher glaube ich auch, dass Behringer ein eigenständiges Board für den Keyboard-Kobol entwickeln müsste. Und da es ein Foto von einem Prototypen gibt, vermute ich auch, dass sie eines in der Tasche hätten… Die Frage ist nur – lohnt das. Für MICH ist die wahre Stärke des Bobol die Integration in ein Eurorack-Setup. Er ist beinahe die ideale Einstiegsdroge. Beinahe, da wie erwähnt keine Pitch-CV- und Gate-Outs des USB-Midi-Interfaces. Aber ein zusätzliches Behringer MIDI-to-CV Interface im Eurorack ist ja extrem kostengünstig. Ein Behringer System 15 oder System 100 Bundle und ein Kobol Expander ergeben zusammen eine klanglich überraschend leistungsfähige modulare Umgebung. Noch günstiger und nicht minder spannend wären einfach zwei Bobols. Das wären dann 4 VCOs, 2 LFOs, 2 Filter, 4 ENVs und 6 VCAs für unter 400.-EUR!

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      harrymudd AHU

      @AntonAmazona die nicht Speicherbarkeit macht doch den Reiz aus – Individualität und Einfallsreichtum sind hier gefragt😁
      Ich arbeite zwar zu 80% ITB, aber benutze Presets dort (fast) nie.

  26. Profilbild
    electricat

    Toller Artikel. Besonders gefallen haben mir die nuancierten Klangbeispiele, und die Vergleiche zum Original Kobol sowie dessen Zeitgenossen.

  27. Profilbild
    RalfT

    Ja, vielen Dank für den richtig tollen Testbericht inkl. super Soundbeispielen, jetzt hab ich doch noch GAS, bin aber vor allem gespannt ob auch der Polykobol am Ende tatsächlich umgesetzt wird.

  28. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Toller Test mit super Klangbeispielen. Das Ding wird weggehen wie warme Semmel.

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    Bibbo

    Einige der Klangbeispiele erinnern mich an Telex, wobei ich jetzt gar nicht sagen kann, woher das genau kommt und ob die jemals einen Kobol verwendet haben. Nun ja, mal sacken lassen und schauen, ob es nach Weihnachten noch juckt. Wenn ja, dann wird er halt bestellt. Danke für den Test.

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      t-hiho RED

      @Bibbo LOL, Telex kannte ich wirklich noch nicht, aber deren Video-Kuriositäten im Netz haben mir soeben den Vorweihnachtsabend versüßt, bevor ich morgen Abend Kirchenorgel spiele! Wirklich erstaunlich, welch musikalische Absurditäten es alles so gab früher… Bitte verzeiht mir meine potenzielle Blasphemie, liebe Telex-Fans! Die Herren haben ja auch respektable Entwicklungen gemacht von ihren ersten Anfängen mit Moog’schen Beeps und Blips bei Heimorgel-Rhythmen über Fairlight-lastigen Synthpop bis zu den Remixes. Danke für den Tipp! :-)

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        Bibbo

        @t-hiho Ja, die waren echt witzig drauf. Das war ja damals die Blütezeit des frankobelgischen Comics und in ihren Videos und Artworks findet man ganz oft diese Einflüsse. Für mich eine der besten Bands, wenn man etwas für den Elektropop der 80er übrig hat. Besonders hervorzuheben ist der Titel „Raised by Snakes“ und bei „En Route Vers De Nouvelles Aventures“ fällt mir gerade ein, weshalb ich deine Klangbeispiele, insbesondere Acht Kobolde, wahrscheinlich mit dem Track von Telex in Verbindung gebracht habe. Dort hörst du nämlich am Ende einen Brass Sound, der ganz ähnlich klingt.

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    Findus

    Der UNO Synth Pro X ist ein weiterer „grossartiger Mono-Synth am Markt“. Er scheint zwar mit aktuell 495€ bei Thomann deutlich teurer, aber er ist auch eine um ein Vielfaches nachhaltigere Investition als der B-Kobol: 3 stufenlos blendbare Osc, komplexes Filterdesign, 2 ADSR, FX, 64 Step Seq, Arp, voll programmierbar etc. Testbericht amazona.de lesen und YT von loopop sehen und hören. 😈

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    Findus

    Der UNO Synth Pro X ist ein weiterer „grossartiger Mono-Synth am Markt“. Er scheint zwar mit aktuell 495€ bei Thomann deutlich teurer, aber er ist auch eine um ein Vielfaches nachhaltigere Investition als der B-Kobol: 3 stufenlos blendbare Osc, komplexes Filterdesign, 2 ADSR, 10 Stereo FX, Analog Drive, Arp, voll programmierbar etc. Testbericht amazona.de lesen und YT von loopop hören. 😈

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      SynthNerd AHU

      @Findus Nix gegen den Pro X – ein sehr interessantes Gerät, aber die Länge der Feature Liste ist imho kein Indikator für Nachhhaltigkeit einer Investition. Wer ein Gerät sucht, dass er/sie ggf. in einem (semi-)modularem Kontext einbinden will, wird beim Pro X vielleicht einige Klinkenbuchsen vermissen. Es hängt halt auch davon ab, was man damit machen will.

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      chardt

      @Findus Dank packst Du Dir neben den Bobol noch den Neutron und ein Keystep. Wer hat jetzt den längeren … äh … die längere Feature-Liste? Und vor allem die größere Flexibilität für die Zukunft?

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      t-hiho RED

      @Findus Der UnoX ist ein guter Synth, zweifelsohne. Hat auch einige Features, die ihn deutlich absetzen (integrierte FX, Keyboardtaster) hat aber auch Nachteile (Mehrfachbelegungen der Regler, Bugs). Ich fand am Behringer Kobol Expander einfach den Value-for-Money so beeindruckend. Die Oszillatoren klingen echt gut. Das Filter klingt echt gut. Die Hüllkurven sind snappy as hell. Alles hat Patchbuchsen. Und das zu dem Preis. Ich trau mir gar nicht mehr sagen, wie gefühlt völlig übertrieben unendlich viel ich im Vergleich für meine historische Roland System 100M Hüllkurve allein hingelegt hab! Soll ich ein Geheimnis flüstern? Die Kobol-Hüllkurve gefällt mir besser! Wenn jemand sie haben will, gegen 5 Bobols tausche ich sie sofort!

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    AMAZONA Archiv

    Ich habe nicht erwartet jemals Bock auf einen B-Klasse-Synth zu bekommen. Respekt Herr Hinterholzinger. Der Vergleich Ferrari / Fiat ist allerdings kein guter. Der Ferrari ist für 90% der Amazona Leser finanziell nicht realisierbar. Ein MS20, CS30, Moog Prodigy oder SH101 schon.

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      t-hiho RED

      Danke. Der Vergleich ist freilich nicht ganz ernst gemeint. Aber so ganz falsch erscheint er mir dann doch nicht. Ein Ferrari kostet derzeit 200.000.-EUR. Das ist weit entfernt von meiner Gehaltsklasse, aber ein Nachbar fünf Häuser weiter hat einen vor der Tür stehen und da geh ich mit meiner Tochter jeden Morgen auf dem Weg zum Kindergarten dran vorbei, daher die „Inspiration“ für den Vergleich. Mein teuerster Synth ist ein Moog One 16. In genau der Preisklasse ist auch der Moog Model 10: Er bietet 2 Oszillatoren, 1 Filter, 2 Hüllkurven, 1 VCA und 1 LFO – also unterm Strich deutlich weniger Features als der Kobol. Und hier liegt genau mein Vergleich. Ein Fiat 600e kostet aktuell 1/5 des Ferrari, der Behringer Kobol Expander 1/45 des Moog. Er hat also eher Kettler-Cargo-Line Lastenrad vs. Ferrari-Preisgefüge! Beide fahren von A nach B und befördern Menschen, das Lastenrad dazu noch umweltfreundlicher…

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        AMAZONA Archiv

        @t-hiho Nochmals Respekt gezollt. Das Aufschlüsseln gefällt mir. An einen Fiat für knapp 40.000€ habe ich tatsächlich nicht gedacht.
        Eher an einen alten Fiat Panda….
        Schwamm drüber.
        Sollte ich jemals den Kobol kaufen kommt ein t-hiho Tag mit weissem Edding drauf. An prominenter Stelle. Frohes Fest!

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    Aljen AHU

    Fiat hatte auch schon mal aparte Autos im Programm gehabt; gegen einen X1/9 hätte ich wirklich nichts. Was am Fiat-Vergleich passt: 1) etwas kapriziöse Technik, 2) Spielzeugblech.

    Danke für den Text; es ist erfreulich, zu lesen, was ein Profi aus dieser Maschine offensichtlich herausholen kann, während ich Amateur bislang bei der Zwischenkonklusion „ein einziger Creepspot“ angekommen bin. Was ich durchaus positiv meine! :-)

    Was ich an meinem Behrobol Expander doch gewöhnungsbedürftig finde, sind die seltsam logarithmischen (um nicht zu sagen „zerhackten“), unerkündbaren Wege einiger Regler. So scheinen die Attack-Potis erst mal nur einen Sprung von „Knack“ auf „…hääää?“ zu machen, danach lange gar nix und erst ab NNO wieder irgendwie zu greifen. LFO macht wiederum gleich den fast Vollausschlag und im weiteren Wege, hm. Irgendwas. Natürlich schließe ich nicht aus, dass es an der Lernkurve, sprich: am Lehrling, liegt. ;)

    Sonst aber ist der Kobol eine echte Überraschungskiste. Und ja, mit ein paar Modulen kann er auch generativ. Hier hat sich besonders Code Source von Erica in der Rolle beliebt gemacht.

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      t-hiho RED

      @Aljen Danke für Deine netten Worte! Und für den Tipp mit dem Erica Modul, das ist wirklich eine tolle Kombi wegen der Zweikanal-Anlage des Cord Source und den 2 VCOs des Bobol.
      Kurz zum Thema ungewohntes Potiverhalten: Ich hab über die Jahre viele Synths angesammelt und viele teilen sich solche „seltsamen“ Regelwege. Vielleicht muss man sich deshalb einarbeiten und vielleicht hat man deshalb bestimmte „Lieblinge“. Die Slider bei ARP oder dem Roland System 100M machen mich regelmäßig wahnsinnig, ihren Sound liebe ich hingegen. Das Regelverhalten vom alten Roland System 700 ist hingegen „so genau mein Ding“ – aber leider unerschwinglich. Den Minimoog kennt und liebt jeder, die Hüllkurven des MS20 gehen für mich hingegen wieder gar nicht. Ich bin froh, dass Behringer und einfach nur Potis mit analogen Baugruppen verbunden haben. Kein Schnickschnack, keine Digitalisierung, einfach „rohe“ Verbindungen – manche Schaltungsbestandteile reagieren mehr logarithmisch, andere exponentiell, andere linear. Das war auch schon zu Zeiten vom Moog Modular so. Manchmal würd ich mir am Kobol langsamere Zeiten wünschen. Aber hey, was soll’s, ist eben kein EMS Synthi 100. Ich finde es gut, dass jedes Instrument seine ökologische Nische einnimmt. Kobol = knackiges Modularmonster. Passt.

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    djroman@amazona

    Danke für den tollen Bericht und den Tipp mit dem DC-Klick.
    Das mit der Decay – und Release – Stage ist nicht ganz richtig.
    Decay und Release werden immer gleichzeitig mit dem Decay Regler eingestellt.
    Mit dem Decay off – Schalter kann man die Zeit für beide auf Null setzen.

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      t-hiho RED

      @djroman@amazona Danke für den wichtigen Hinweis! Das war mir tatsächlich nicht klar, da ich den Schalter einfach NIE sinnvoll umgelegt hatte. Aber das ergibt dann auch total Sinn, was soll schließlich eine reine AS-Hüllkurve? AD oder AR (wie beim ARP 2600 oder Korg MS20) würde ja noch Brauchbares liefern, aber AS? Ein langsamer Attack springt dann wohl abrupt ins S-Level? Oder endet die Attackphase hinsichtlich ihres Modulationsmaximums beim tatsächlichen Sustain-Level? Zu schade, dass ich mein Testgerät heute morgen zurückschicken musste. Aber ich denke, ich bestell mir eh einen im neuen Jahr, dann probiere ich es aus. Angesichts der Modulierbarkeit aller Hüllkurnvezeiten via CV macht der Schalter dann für mich erst Recht keinen Sinn.
      Zu meiner Fehlannahme kam ich, indem ich mich vorschnell an das seltsame Hüllkurven-Verhalten früher Prophets erinnert fühlte. Dort kann man ja (kaum sinnigerweise) die Release-Phase ausschalten und eine reine ADS-Hüllkurve erhalten. Ja, ich weiß dass das irgendwie als Notlösung für das Haltepedal gedacht war. Aber es hat für mich nie so richtig sinnvoll funktioniert, sobald man sich vor Augen hält, dass die Stärke eines Synthesizers eben genau darin liegt, beliebige Hüllurvenverläufe zu ermöglichen…

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    Sammyjenkins

    Danke für die wunderbare Rezension! Die Patch-Ideen sind interessant.

    Eine Frage noch wegen dem VCA click:
    Ich habe deinen Vorschlag mit dem „VCA rejection adjust“ trimmer der Behringer Gear FB Gruppe geteilt, und wurde prompt gewarnt, dass damit ein DVC offset erzeugt wird und der Synth davon Schaden nehmen kann. Kann das stimmen?

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      t-hiho RED

      @Sammyjenkins Vielen Dank fürs Lob! Wegen DC Offsets: Wenn man diesen Trimmer „wild“ in die Extrempositionen schubst, könnte das vermutlich tatsächlich Schäden hervorrufen. Ich hab das aber genau so gemacht, wie ich es von vielen Service-Technikern kenne und wie ich es bei zahlreichen Tonstudiobearbeitungsgeräten auch schon erfolgreich gemacht habe: Wir gehen ja davon aus, dass die Kalibrierung ab Werk nicht vollkommen falsch ist. VCOs auf Minimal-Volume, Attack und Decay auf Minimum, Sustain in die Mitte. Nun lassen wir einen Arpeggiator oder Sequenzer schnelle 8tel Noten abfeuern und hören auf das besagte Knacken. Wenn wir nun behutsam am VCA rej adj jetzt in eine Richtung drehen (nicht mehr als z.B. eine viertel Umdrehung maximal), hören wir, wie das Knacken entweder zunimmt oder dezenter wird. Daraus schließen wir auf die richtige Drehrichtung, denn wir wollen es ja leiser bekommen. Nun drehen wir in ebendiese Richtung bis es verschwunden ist. Der Punkt des (fast vollständigen) Verschwindens ist relativ schmal. Um den Punkt herum können wir nun durch noch behutsameres Hin- und Herdrehen im Millimeterbereich noch etwas „feinstimmen“, bis wir das Minimum an hörbarem Knacken erreicht haben. Wenn man so vorgeht, kann man meiner Meinung nach sicher nichts kaputt machen. Man korrigiere mich bitte, falls ich irre – ich bin kein Elektroingenieur.

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      t-hiho RED

      @Sammyjenkins Zum Thema Patchideen: Da kommt in den nächsten Tagen ein Workshop hier auf Amazona.de von mir mit 13 weiteren, neuen Patches und detaillierten Beschreibungen plus Hörbeispielen! Bitte einfach immer mal reinschauen…

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    Brad

    Hallo erstmal und ein schönes neues Jahr 2024.

    Hätte da mal eine Frage bezüglich des Tunings und der Kalibrierung.
    Bin da relativ unbewandert und hab nur das Model D von Behringer, wo ich mich mal mit der Kalibrierung auseinandergesetzt hab.

    Hatte bei meinem Kobol festgestellt, dass der VCO2 ziemlich weit „off“ war im Vergleich zum VCO1. Wenn ich „Tune“ und „VCO 2 Beat“ auf 0, die Frequenz jeweils auf die 440Hz-Markierung gestellt und dann ein A getriggert hab, war VCO2 zu hoch und lag etwa bei einem C# – VCO1 hat gepasst. Ich musste quasi die VCO2-Frequenz auf Mittelstellung stellen, damit er ein A gespielt hat.
    Hab den VCO2 dann über den internen Trimmer auf ein A runtergetrimmt, so dass es in etwa gleich mit VCO1 ist – also immer auf der 440Hz-Markierung.
    War das so korrekt und was genau bedeutet die 440Hz-Markierung?
    Bin nämlich auch verwirrt bezüglich der Midi-Noten. Wenn ich auf meinem Keystep ein A3 trigger (zumindest laut Midi-Konsole), dann kommt da ein A4 mit 440Hz heraus – also quasi immer eine Oktave höher. 🤔

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      t-hiho RED

      @Brad Hi und ebenso ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Neues zurück!
      Ich muss gestehen, ich hab da nicht groß drauf geachtet – wer wie ich mehrere Eurorack-Oszillatoren daneben stehen hat, die ebensolche „Weitbereichs-Stimmpotis“ haben, weiß aus eigener Erfahrung, dass das mit den Markierungen auf der Frotnplatte oft wenig zu tun hat. Eine große Terz Offest erscheint mir angesichts einer Reglerbahn von 20-20000Hz verschmerzbar. Anders kenn ichs z.B. vom ARP2600 oder meinem Avatar auch nicht. Nur dass die eben noch Fine-Tune-Regler zusätzlich pro Oszillator haben. Ich empfand die präzise Einstellung der Oszillatorfrequenzen beim Kobol nie schwierig. Tatsächlich habe ich in der Praxis häufig den die Tonhöhe von VCO1 auf +/- einen Viertelton genau am Frequency Poti gestellt, um dann am globalen Tune Regler die genaueste Abstimmung zu machen. Danach habe ich VCO2 gestimmt und am Ende mit dem Beat Regler das Finetuning übernommen. Hat immer auf Anhieb funktioniert. Und wie ich im Test vermerkt hatte: Auch ausschließlich mit den VCO-Frequency-Potis ließ sich das aufs Cent genau einstellen. Das können nur wenige Analogsynths. Die Potis meines MS20 laufen im Vergleich nicht so präzise. Die von meinen Analog Systems RS90 VCOs auch nicht. Aber wenn man da gern eine nähere visuelle Referenz hätte, empfehle ich, das mit dem entsprechenden Trimmer vorsichtig auszubalancieren.

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        Brad

        @t-hiho prima, Danke, dann sollte das ja so passen
        ich taste mich da gerade erst heran bezüglich analoger Synthesizer und will die Geräte auch etwas besser verstehen lernen und da ich ihn eh offen hatte, um mal wegen dem „VCA rejection adjust“ zu schauen, hab ich auch gleich mal den VCO2-Trimmer benutzt

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      t-hiho RED

      @Brad Das mit der MIDI-Oktavlage ist auch so ne Sache. Mich stört das im Alltag nicht weiter. Allein schon weil es so viele akustische Instrumente gibt, die hinsichtlich Oktavlage anders notiert werden als sie klingen (was mich als Tontechniker oft ein wenig wahnsinnig macht). Und dann weil es so viele verschiedene Nomenklaturen (z.B. Subkontra-C, großes C, C0, C-1, eingestrichenes C, Middle-C, Schloß-C) gibt. Und dann noch die vielen Hardwarefabrikanten, die seit Jahren den GM-Standart zur MIDI-Tonhöhe ignorieren (AKAI und Steinberg sind da beispielsweise ganz gut)… Further reading: https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/midi-noten-mehrere-standards.125743/
      Am Ende des Tages zählt nur, dass mein Bass nicht genug Schub hat, also versuch ichs mal ne Oktav tiefer. Da ich mein fröhlich erschraubtes Patch am Kobol aber nicht kompromittieren möchte, stimme ich einfach die triggernde MIDI-Spur um. In Cubase (und sicher auch vielen andere DAWs) geht das auch ohne weiteres mit Spuren, die nur auf Record-ready geschalten sind und noch keine aufgezeichneten Parts enthalten – die Daten werden dann durch einen MIDI-Insert auch transponiert an den Kobol weitergegeben.

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        Brad

        @t-hiho das Problem hatte sich dann erübrigt, konnte nur nicht auf einen noch nicht freigeschalteten Kommentar antworten
        hatte immer SPAN als Analyzer verwendet und der hat bei 440Hz A4 angezeigt
        nachdem ich dann mal den „Signalizer“ genommen hatte, passte alles – über Midi-KB und Ableton war A3 immer A3 und im Analyzer von WaveLab6 auch

        aber ich seh schon, darüber wurde auch schon zuhauf debattiert bezüglich den Standards

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    PossumVla

    Funktionsweise is der Klon schon sehr interessant, Semimodular geht immer. Nur irgendwie sind die Beispiele die ich in jedem Test gehört habe (auch auf anderen Seiten) wirklich nicht mein Geschmack.
    Irgendwie hört sich alles zu sehr nach käsigen frühe 80iger Synth Pop an, egal welcher Patch ausprobiert wird.

    Wenn man genau den Sound will ist das wahrscheinlich aber ein No-Brainer.

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      t-hiho RED

      @PossumVla De gustibus non es disputandum.
      Der Vorlagensynth ist nunmal ein kassischer 2-OSC 24dB-VCF Mono-Synth. Dass der jetzt weder wie ein Waldorf Quantum noch wie Serum oder Pigments klingt, versteht sich ja von selbst, dachte ich? Wer sich für einen klassisch subtraktiven Synth entscheidet, der sucht mit ziemlicher Sicherheit nach Klangfarben, die man vielleicht sogar hier oder dort schon mal gehört hatte. Ich war jedenfalls eher überrascht, wie weit dieser hier von diesem klassischen Korsett weg kann. Als Beispiel nenne ich nur mal die Snare im „Distort-It“ Hörbeispiel.
      Ob der frühe 80er Synth Pop nun „käsig“ empfunden wird, liegt glücklicherweise im Auge des Betrachters. Jean-Michel Jarre hatte bei seinem Neujahrs-Konzert in Versailles jedenfalls immer noch über eine viertel Million views. Anscheinend finden doch noch genug Menschen solche Musik als ansprechend. Leben und leben lassen…

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    mister lobo

    hallo,
    hab mir wegen den vielen positiven berichten und spannenden klangbeispielen auch den kobol gegönnt.
    bei mir stellt sich aber eine kreischend laute filterresonanz ein, so ab 7 oder 8, die gar nicht musikalisch ist und auch viel zu laut. ist das ein defekt oder soll das so sein? wäre für mich ein grosses minus…

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      t-hiho RED

      @mister lobo Bitte mach mal ein Hörbeispiel mit Downloadlink, damit wir das beurteilen können. Es könnte u.U. schon sein, dass Dein Gerät hinsichtlich Kalibrierung ein Montagsgerät ist und eine etwas übertriebene Resonanz zeigt. Das kann man dann aber in der Regel leicht selbst korrigieren. Ist vermutlich nur ein Trimmer auf dem Mainboard. Das ist ja das Gute bei analoger Technik… Kanns aber auch nicht verprechen, da ich mein Testgerät zurückgeben musste und daher grade nicht selbst nachsehen kann.
      „Kreischend“ sollte sie auf keinen Fall sein. Aber das ist halt auch sehr subjektiv. Fakt ist, der Kobol ist in der Lage, eine sehr ausgeprägte Filtereigenschwingung zu erzeugen. Bei meinem war sie etwas so laut wie ein vollaufgedrehter Oszillator. Daher auch mein Patch, wo ich das Filter als dritten VCO missbrauche. „Kreischend“ klingt für mich aber vom Wording her auch nahc Verzerrungen. Zerrt es? Bei meinem war die Selbstoszillation des VCF bei Potistellung 7 relativ sinusartig. Erst bei knaoo unter Maximum ging es in eine (für mich ästhetisch angenehme) Verzerrung über. Mein MS20 zerrt weit früher und weit mehr. Mein Minimoog und mein ARP Avatar weniger. Mein Oberheim OB1 mehr… Ist also auch nur schwer vergleichbar.

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          t-hiho RED

          @mister lobo Ich halte das Verhalten des Kobol Filters in diesem Video nicht für defekt oder unästhetisch. Aber letzteres ist freilich subjektiv. Das kreischende Schreien machen viele, aber nicht alle analoge Synths im obersten Resonanzbereich. Ich hab mal auf die Schnelle drei meiner mit der gleichen Note aufgenommen.

          https://www.dropbox.com/scl/fi/ztg2g5i95rjshmqk3m850/MKS80_K3_MS20.mp3?rlkey=flw0l5ympj3ck5uehl4z7p5ug&dl=0

          Beim Roland MKS80 sinkt die gemessene und gehörte Lautsärke bei hoher Resonanz stark ab! Beim Kawai K3 (vollanaloge Filter mit digitaler Kontrolle und Wavetable-Osc) fällt die Ausgangslautstärke des Synths bei zunehmender Resonanz ähnlich wie beim Roland, fängt dann aber beim Maximalwert schlagartig an zu kreischen und zu zerren. Beim Korg MS20 ist der „gehörte“ Pegelunterschied am größten, gemessen aber gar nicht mal so stark. Es lohnt sich vielleicht, beim Kobol auch mal den Oszillator-Ausgang vor dem Filter (VCA1 Volume) auf weniger als Maximum zu probieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das die Art der Verzerrungszumahme im Filter verändern würde. Zumindest ist das bei meinem Minimoog deutlich hörbar. Ob dies Einfluß auf den gemessenen Pegel hat, kann ich nicht vorhersagen.

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            t-hiho RED

            @t-hiho Noch etwas allerdings zum Messen generell: Synthesizerwellenformen jenseits von Sinus und Rechteck zeigen nach meiner Erfahrung oft Pegelmesswerte an, die schwer nachzuvollziehen sind. Wir wissen nichts genaues über die technischen Ausführung und Kalibrierung dieser Mixer-LED-Anzeige. Bei meinem Hörbeispiel habe ich in Cubase versucht, die drei Synths vor Einsatz der Resonanz gleich laut zu bekommen. Das ist schier unmöglich, da mein subjektiver Eindruck und die Messwerte dieses Sägezahns mit einem Waves VU Plugin vs. Cubase-interner Statistikanalyse in Truepeak vs. Waves WLM Short Term LUFS Metering total unterschiedlich ausfallen.
            Ich empfehle daher, den Vergleich mit dem Kobol-Phänomen rein ästhetisch zu beurteilen.

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              mister lobo

              @t-hiho hallo, toni,
              vielen dank für die ausführliche antwort. im vergleich zu meinen anderen analogen synths fällt die sprunghafte dissonanz halt auf. bei meinem micromoog gibt es ja tatsächlich auch ein poti auf der rückseite, wo man den amount der selbstoszillation einstellen kann. wahrscheinlich ist mein modell wirklich nicht richtig kalibriert.

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