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Blue Box: Oberheim Four Voice, Analogsynthesizer

26. Mai 2018

Sound from Outer Space

Vorwort zum Oberheim Four Voice

Nachdem im Januar 2011 Oberheim himself unter dem Namen SO4V – SON OF 4 VOICE (siehe Top-News) eine Neuauflage seines Klassiker „Oberheim Four Voice“ ankündigte, daraufhin 2015 aber nur der Oberheim Two Voice Pro als Neuauflage im Handel erschien, möchten wir heute nochmals den Klassiker von 1975 vorstellen. Dank „Sound of Music Stuttgart“ konnten wir unser Four Voice-Bilder nochmals durch Fotos von Kilian Thöns erneuern.

Gerade da in den letzten 12 Monaten so manche Software-Schmieden wie U-He, aber auch Roland, nochmals eindrucksvoll den Beweis gebracht haben, dass Software-Emulationen von Vintage-Synthesizern eben doch zu 99% das Original zu imitieren wissen (und über das fehlende Prozent darf man gerne streiten), steht der Oberheim Four Voice wie der Fels in der Brandung. Warum er das tut? Die Antwort: Weil er unberechenbar ist. Es ist quasi unmöglich, 4 vollkommen identische Klänge mit den vier SEM-Modulen zu stricken. Vor allem mit den Original-Vintage-SEMs. „Expect the unexpected“ wird hier zum Kreativ-Tool voll analoger Klangsynthese und zur bislang unüberwindbaren Herausforderung für Plug-in-Konstrukteure. Gegen den Oberheim Four Voice erscheint die digitale Umsetzung eines Prophet-5 geradezu banal.

Ich selbst besitze den originalen Oberheim Two Voice und hatte ausgiebig Gelegenheit, diesen mit einem Oberheim Two Voice Pro und einem Arturia SEM V zu vergleichen. Letzterer ist quasi die Software-Umsetzung eines Oberheim Eight Voice.

Bereits die Hardware-Neuauflage von Tom Oberheim selbst hat nicht mehr diesen ungezähmten Klang. Eben diese Unberechenbarkeit. Selbst vollkommen identische Einstellungen führen nicht zum selben Ergebnis. Steuert man dann aber beide OB-TV über die integrierten Sequencer an, ändert sich am Klang der neuen Version kaum etwas, während hingegen das Original deutlich abweicht, ob man es per externem CV/Gate oder internem Sequencer antriggert. Merkwürdig, aber wahr. Vergleicht man beide dann wiederum mit ARTURIAs SEM V, ist die Überraschung groß. Denn hat man keinen A/B-Vergleich, klingt die digitale Variante durchaus überzeugend. Hat man aber das Original im Ohr, möchte sich der kleine SEM V am liebsten verstecken. Zur Verteidigung des SEM V muss man allerdings dazu sagen, dass SEM V nun auch schon wieder 7 Jahre alt ist. Eine Ewigkeit, gemessen an der rasanten Entwicklung in diesem Bereich.

Der Four Voice, den ich leider persönlich noch nie persönlich anspielen durfte, dürfte dann aber nochmals dank seiner vier Module eine potenzierte Lebendigkeit (oder wollen wir es einfach „Ungenauigkeit“ nennen) mit sich bringen, die zumindest bis heute einzigartig sein dürfte.

Viel Spaß nun beim Testbericht von Theo Bloderer.

 

Drehmoment & Gewaltausbruch

Es gibt Synthesizer, deren räumliche Positionsveränderung nur mit Hilfe von geschicktem Einsatz des Drehmoments (stückchenweises Wuchten um die eigene Körperachse) und unauffälligen Gewaltausbrüchen möglich ist. Der Oberheim Four Voice gehört in jene Kategorie, ebenso wie der Yamaha CS-80 und Korg PS-3300. Auch ein Yamaha DX1 wäre hier zu nennen, doch lassen wir die allzu raren Edelteile mal beiseite und nähern uns dem hoffentlich endlich an seinem richtigen Platz befindlichen Four Voice.

SEM – vom Modul zum Monster

Das SEM als solches ist ja eine nette Sache. Ein kompakter Synthesizer in cremefarbenem Design – quadratisch, praktisch, gut! Klanglich nebenbei auch zur “Crème de la Crème” gehörend, spielen diese Instrumente in der Oberliga mit. Ganz oben, dort wo sich diverse Moogs und ARPs tummeln. Als standalone Variante ist das SEM ja ganz ok. Auch als Two Voice, denn schließlich kommt hier gleich der feine 8-Step-Sequencer mit dazu. Als Four Voice nimmt das Paket langsam elephantöse Dimensionen an und von einem Eight Voice wagen wir gar nicht zu sprechen – für dessen Besitz wäre im Grunde ein Waffenschein nötig. Tom Oberheim hat jedenfalls eine hervorragende Produktlinie geschaffen, die bis heute zu den edelsten Errungenschaften der Synthesizergeschichte gehört. Das zeigt sich auch am Gebrauchtmarkt, wo SEMs jeglicher Art mittlerweile Mangelware geworden sind. Wenn es überhaupt etwas im Angebot gibt, dann hat dies meist einen stolzen Preis. 1800,- Euro für ein einzelnes SEM sind keine Seltenheit.

Oberheim Four Voice

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    balpirol  

    Monster ja, aber wenig transportabel ?
    Da gibt es wohl andere Polysynths, die weniger/gar nicht transportabel sind CS80,Memorymoog).
    Ein 2/4/8-Voice (der sein Case ja bereits mitbringt) ist aufgrund seines diskreten Aufbaus wesentlich geringer anfälllig.
    Mein modifizierter O4V (ext. Breakout-Box,Cross-Mod pro SEM u.a.) hat keine Transportprobleme.
    Mein Memorymoog war erst dann transportfähig, nachdem er das LAMM-Upgrade erhielt.
    Mein CS80,nun ja… 120 kg….

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    Marko Ettlich  AHU

    Oberheim – was soll man hierzu weiter sagen als ein Traum in klanglicher wie auch optischer Hinsicht. Ein prähistorisches Urvieh aus längst vergangenen Tagen. Rumschleppen würde ich den sowieso nicht. Einfach Hinstellen und nie mehr vom Platz bewegen. ;) Danke für den Bericht Theo!

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    AMAZONA Archiv

    Zum Thema "Zeitbombe":

    Im SEM sind einige CA3080 OTAs verbaut, die dank RoHS abgekündigt wurden, d.h. nicht mehr hergestellt werden und mittlerweile schon relativ hoch gehandelt werden.

    Diese machen anscheinend einiges vom Klang des SEM aus, können also nicht einfach so mit neueren Chips ausgetauscht werden. Zumal es ausser dem LM13700 eh keine OTAs mehr gibt, soweit ich weiss.

    Im SEMTEX sind jedenfalls auch CA3080 enthalten.

    Der etwas andere Klangcharakter kommt wahrscheinlich durch die nicht 1:1 geklonte Platine, die waren damals ja auch noch von Hand gezeichnet mit schönen Rundungen, statt den heutzutage üblichen eckigen und daher oft parallel laufenden Bahnen.

    Da das bei der heute dominierenden Digitaltechnik egal ist, interessiert sich wohl auch kein Software-Hersteller für die Unterstützung solch "runder" Lötbahnen.

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      microbug  

      achja, wo Du gerade CA3080 sagst, die steckten auch als Filter im Polysynth von Powertran (Elrad-Bauprojekt polyphoner Synth), waren da als 12dB geschaltet.

      Den Vourvoice hab ich bei Supertramp mehrfach gesehen (Breakfast in America Tour, ganz vorne auf der Bühne), die haben das Ding mit einem Eigenbau Pitch-to-Voltage-Converter von Heliwells Saxofon aus angesteuert.

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      swissdoc  RED

      Man findet CA3080 aber noch für ein paar Euro ganz leicht im Handel, sogar die uA726 Transistorarrays, die gerne in VCO Designs als temperatur-stabiler Exponentiator verwendet wurden (Formant, Roland, Minimoog, etc.) bekommt man immer noch NOS ohne grosse Probleme. Anders ist es z.B. mit einem SSM 2047, der nur im EMAX verwendet wurde.

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    microbug  

    „Seiner Unbeweglichkeit zum Dank wird der Four Voice selten das Studio verlassen.“

    Nun, das hat sowohl Supertramp als auch Styx (Dennis DeYoung) scheinbar nicht davon abgehalten, dieses Monster mit auf die Bühne zu nehmen. Man kann ihn bei alten Videos auf youtube jedenfalls sehr deutlich erkennen (zB Supertramp 83 München).

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      Soundreverend  

      Moin. Die werden den aber nicht selber getragen haben sondern irgendwelche armen Roadies… Und die hat nicht jeder… :-)

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    mdesign  

    das wort ’schnappig‘ sehen wir nach. ansonsten ein toller artikel: informativ und trotzdem kompakt, mit aussagekräftigen klang-beispielen. danke!

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    Cocoman

    „Das“ legendäre OB 4-Voice Solo….

    auf Youtube ist ausgerechnet dieser Teil des Rockpalast-Konzertes von 1978 leider gesperrt, daher nur Audio: (Solo ab 1:45)

    https://www.youtube.com/watch?v=aC7_LAklaHo

    One of the greatest tragedies in the history of 20th century American popular music was not seeing this unbelievably talented band blow up they way they should have during their prime. Virtually every headliner they opened up for in the late 70s/early 80s was utterly wiped out due to MF’s relentlessly heavy funk-rock assault. They should’ve been at least as commercially successful as the Eagles and Journey on the rock front or Earth Wind & Fire and the Commodores on the R&B/Funk side. They really had all their bases covered back then. Unfortunately, their natural crossover sound was something the record industry just wasn’t ready to roll with so they were relegated to being primarily a regional act here in the States. It was not until they showed up in Germany for the prestigious Rockpalast gig that they finally blew the doors wide open and became an overnight success on that side of the world. Really nice to see their historic performance here on Youtube in its entirety. MF may not have achieved the kind of success they so truly deserved, but their influence on most rock acts that came after them is considerable.

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      Hectorpascal  

      Danke für den Anspieltip. Ich kannte nur die Songs oder Samples die im HipHop verwendet wurden, nicht aber das es MF ist. Danke auch an T.B. für einen weiteren geilen Beitrag zu einem Traumsynth.
      Die Soundbeispiele bei Greatsynthesizers http://gre.....more-27883 hauen mich regelmäßig um.

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        iggy_pop  AHU

        Erschreckend, wie breit da das Spektrum zwischen „grausam“ und „grandios“ ist… Eberhard Schoener bekam das auch immer sehr gut mit dem Four Voice hin, daß das Ding wie eine Flasche Leitungswasser klang.
        .
        Ich müßte jetzt wirklich angestrengt nachdenken, welche Four Voice Leistung bemerkenswert ist außer der flächigen Passage im Titelstück von „As falls Wichita, so falls Wichita Falls“ von Mays/Metheny. Im jazz fand ich ihn nie so doll eingesetzt, im Funk nicht, in Fusion nicht, im Rock nicht…
        .
        Für meine Ansprüche würde mir wahrscheinlich auch der Two Voice reichen, aber was weiß ich schon? Ich finde ja auch die neuen SEMs überaus gelungen.

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        TobyB  RED

        Hallo Dilux,

        das ist ja fast schon Freefusionjazz. Für mich sieht das nach dem von Cocoman erwähnten Rockpalast Auftritt aus. Der Minimoog klingt gegen den OB, mit Verlaub wie auf Schmusekurs. Mothers Finest ist schon okay aber ich finde das hier der OB als „SODA“ eingesetzt wurde, weil er eben so da stand. Musikalisch waren die ihrer Zeit definitiv 20 Jahre voraus, wenn ich so meine Cross Over Scheiben von Living Colour, Infectious Grooves, Faith No More raushole, höre ich da Mothers Finest raus.

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          iggy_pop  AHU

          SODA, hähä — gut beobachtet :).
          .
          Faith No More, Living Colour oder Infectious Grooves… die Frontleute können der Dame bei MF schon rein visuell nicht das Wasser reichen…

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      psv-ddv  AHU

      Einfach nur irgendwas posten ohne selber vorher reinzuhören ist doch Mumpitz. Wo spielt er denn da bitte den 4VS?
      Immerhin hört man das Synclavier.

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    costello  RED

    Wer es gerne etwas kompakter mag, kann auch den OB-1 wählen. Der ist klanglich noch sehr nahe bei den alten SEM-Modulen. Da klingen OB-Xa und OB-8 dagegen wie verschmuste Katzen, vom Matrix/Xpander mal ganz zu schweigen.

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    Wellenstrom  AHU

    „Hat man aber das Original im Ohr, möchte sich der kleine SEM V am liebsten verstecken. Zur Verteidigung des SEM V muss man allerdings dazu sagen, dass SEM V nun auch schon wieder 7 Jahre alt ist. Eine Ewigkeit, gemessen an der rasanten Entwicklung in diesem Bereich.“

    Denke, da hat sich mittlerweile einiges getan. Habe den virtuellen auch gerade wieder im Einsatz. Klingt nicht sooo weit weg. Tue mich allerdings schwer mit dessen Einsetzbarkeit. So wirklich einzigartig ist er im Gesamtkontext meines Erachtens nur im Bereich Arpeggios, die sich durch das Arrangement aggressiv fräsen müssen. Vielleicht muss ich aber einfach noch tiefer darin eintauchen. Für Weiches und Zartes habe ich da bis jetzt eher andere Präferenzen.

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    costello  RED

    Der Größenvergleich mit dem Sofa ist nett. Bei Instrumenten von diesem Kaliber muss man echt in Alternativen denken: Lieber die heimelige Sitzecke oder doch einen Oberheim Four Voice?

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    Dirk Matten  RED

    Ich hatte den Four Voice und den Eight Voice als feste Kundenbestellungen bei mir, konnte dem Klang jedoch nichts abgewinnen. Die Klangbeispiele hier ändern das meiner Meinung auch nicht im Nachhinein.

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      psv-ddv  AHU

      Es kommt halt immer darauf an, was der Mensch sucht, ne war.
      Wie ein Buchla oder EMS klingen die Dinger nun einmal nicht.
      Mir gefällt’s besser.

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          psv-ddv  AHU

          Ja. Siehe auch mein Kommentar weiter unten. Zuerst ein SEM. Lange ist es her. Ich war eigentlich immer eher ein Fan ausgefallener Digital/Hybridsynth Konzepte. Aber der Klang des SEM hat mich damals so dermassen umgehauen, dass sich zwischenzeitlich auch noch ein 2- und 4-Voice agglomeriert hatten.
          Den 2-Voice habe ich dann aber an einen guten Freund verkauft. War einfach Overkill.
          Meinen 4Vs ist zugegebener Weise stark modifiziert (externe CV Patchpunkte, Rauschgenerator. Einzelausgänge, etc.) um ihm etwas mehr experimentales Wesen einzuhauchen… Insofern ist es mit dem SEM zusammen eigentlich ein 5-Voice.

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      TobyB  RED

      Ich kann es verstehen, ich find die Kiste hört sich an wie ein unbequemes Sofa älteren Jahrgangs. Muss man mögen.

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    Martin Andersson  RED

    Vor 25 Jahren bekam ich ‚mal einen Six-Voice angeboten, zum Preis von damals 2000 Schweizerfranken. Naja, ich Depp hab‘ ihn nicht gekauft…
    Was mich mal interessieren würde: wie klingt denn der neue OB-6 im Vergleich zum SEM / Four Voice? von den konzeptuellen Unterschieden ‚mal abgesehen, kann man dem neuen Oberheim einen „Original SEM-Sound“ attestieren? Falls das ‚mal jemand direkt verglichen hat, wäre ich um eine Einschätzung sehr dankbar.
    SEM ist für mich nebst Moog und ARP so etwas wie der heilige Gral der 70er Synthesizer. Schon lange denke ich darüber nach, mir entweder einen neuen SEM oder den OB-6 zuzulegen.

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      psv-ddv  AHU

      Ich habe einen direkten Vergleich mit dem OB-6 gemacht.
      Bei mir standen zu dieser Zeit ein SEM, ein 2-Voice und ein 4-Voice, (70ger Originale, gut gewartet) im Studio. Fazit: Ganz andere Baustelle.
      Der klangliche Unterschied ist nochmal ganz erheblich größer als der zwischen SEM und SEM Neuauflage. Während man zwischen den SEMs alt/neu durchaus noch klangliche Ähnlichkeiten verzeichnen kann, konnte ich das dem OB-6 nicht mehr attestieren.
      Eher noch eine Verwandschaft zu den späteren Oberheim Polys.
      Gräme Dich nicht wegen des 6-Voice, ich habe mal einen JP8 für lau abgelehnt :..-(

  12. Profilbild
    Max Van Allen

    Bei Ebay gibts grad einen im Sonderangebot – mit Zubehör für schlanke 17.000.- €:

    (Link durch Red. gelöscht. Bitte Link-Shortener verwenden)

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      iggy_pop  AHU

      Halte ich für Spinnerei — ganz realistisch betrachtet, was kostet ein altes SEM? Zwischen 1.250 und 1.500 Euro pro Stück, Pi mal Daumen. Vier Stück davon sind also 6.000 Euro, Pi mal Daumen. Was soll man für den selten funktionstüchtigen Programmer anlegen? 1.500 Euro (eher weniger, wegen Anfälligkeit)? Sind wir bei 7.500 Euro, Pi mal Daumen. Dann noch das Gehäuse mit der Klappertastatur? 500 Euro, weil der Schreiner auch von irgendwas leben muß? Also alles in allem 8.000 Euro, Pi mal Daumen.
      .
      Womit soll man dann mehr als das Doppelte rechtfertigen? Dem Extra-SEM? Dem nutzlosen DS-2? Oder nur der Seltenheit? Und selbst, wenn das Ding wie aus dem Ei gepellt ist: Wahrscheinlich muß es nochmal komplett durchgesehen werden, weil es jahrelang nur dumm (SODA) in der Gegend rumstand. Da hole ich mir lieber vier SEMs, einen kleinen Mixer und eine MPU-101, und fertig.
      .
      Aber man kann’s ja mal probieren, denn schließlich steht jeden Tag irgendwo ein Depp auf, und die Mutter der Dummen ist ständig schwanger.

      • Profilbild
        psv-ddv  AHU

        Technisch ist das Ding wohl angeblich durchgecheckt. Klar ist der Preis ist ballaballa.
        Aber wenn es wirklich der letzte unbenutzte 4VS ist, wird er halt zum Spekulationsobjekt.
        Irgendein Chinesischer Internetmilliardär, der an einem Abend mehr Geld für Wein ausgibt, kauft das Teil dann als Spielzeug für seinen Hund.
        Wie auch immer, der Programmer wird unterschätzt. Erstens funktioniert er, wenn er vernünftig gewartet wurde dauerhaft einwandfrei. Zweitens macht er den 4VS , dank zentraler Hüllkurven und Klangformungspotis für alle SEMs, erst performance fähig. Ein 4VS ohne Programmer ist meiner Meinung nach kein 4VS.

  13. Profilbild
    fritz808  

    wunderbarer synth. leider nach jahren des intensiven gebrauchs, regelmäßig beim service meines vertrauens. hatte zwischendurch auch einen jupiter 8, der meines erachtens aber deutlich überschätzt wird. der j8 musste deshalb wieder gehen, der ob4v blieb. eine alternative – die auch sehr viel günstiger ist, gibt es aber schon – für mich wäre dies eindeutig der jupiter 4.

  14. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Mit dem Döpfer A-106-5 SEM (in beige!) habe ich mir den Klang des Filters nach Hause geholt. Mehr geht aktuell nicht. Und selbst dieses kleine Nachbau-Modul lässt den edlen Oberheim-Klang schon lieblich durch die Lüfte schweben …

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