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Test: Oberheim Two Voice Pro, Analogsynthesizer


Doppelt hält besser

TwoVoice pro

Im neuen goldenen Zeitalter elektronischer Synthesizer wird ein weiterer Klassiker neu aufgelegt. Der ursprünglich von 1975-1979 gebaute und relativ obskure Oberheim Two Voice bereichert seit Kurzem mit dem Zusatz „Pro“ die analoge Oberklasse. Im Prinzip handelt es sich beim Oberheim Two Voice Pro um zwei vollständige SEM Module, die um Tastatur, Sequenzer sowie umfangreiche semi-modulare Fähigkeiten ergänzt wurden.

Im Vergleich zum Vintage-Original wurde einiges verbessert bzw. hinzugefügt, unter anderem:

MIDI

  • anschlagsdynamische und Aftertouch-fähige Tastatur
  • je ein Modulations- und ein Pitch-Rad
  • Patchleiste
  • erweiterter Sequenzer

Zum Test stand uns die weiße Version zur Verfügung. Seit Kurzem gibt es den Two Voice Pro aber auch in schwarz.

TwoVoice Pro Black

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Klangbeispiele

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    a.jungkunst AHU

    Auch hier frage ich wie so oft: Geht es bei den Audiobeispielen nicht ohne externe Effekte? Da wird mir zu viel vom eigentlichen Grundklang des Geräts mit den Eigenschaften der Effekteinheit vermischt.
    Der Artikel ist gut geschrieben und hebt deutlich die Vor- und Nachteile dieses Synthesizers hervor, dafür ein dickes Lob und ein Dankeschön. Bestätigt meine persönlichen Eindrücke eines guten, aber Not-Must-Have-Synthesizers.

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      g.scherer RED

      Hallo Axel,

      danke für Deinen Kommentar.

      Die Klangbeispiele sind zum Teil trocken, grundsätzlich kann ich die Kritik aber nachvollziehen.

      Meine Überlegung bzgl. „nasser“ Klangbeispiele ist eine praxisnähere Einschätzung des Klangs, d.h. man hört den Sound einerseits gleich im richtigen Bezugssystem und andererseits lässt sich einschätzen, wie gut das Signal auf Bearbeitung reagiert. Je hochwertiger das Signal, desto definierter und „fertiger“ klingt auch das bearbeitete Ergebnis.

      Zudem gibt es in diesem Fall von den SEM-Modulen auch schon jede Menge nichtmusikalische und/oder trockene Beispiele.

      VG
      Gregor

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        a.jungkunst AHU

        Hi Gregor,
        Deine Intention ist sicherlich korrekt und nachvollziehbar.
        Ich habe es nur in diesem Leben schon zu oft erlebt, dass ein Synthesizer nach dem Ausschalten der internen/externen Effekte klanglich leblos, dünn und ausgemergelt in sich zusammengebrochen ist. Ich traue keinem Klangbeispiel, dass nicht auch trocken bestehen kann.
        Das macht Deine Beispiele an sich aber nicht schlechter, im Gegenteil, ich mag das, was ich zu hören bekommen habe, als musikalische Ergebnisse, die gut zum ausführlichen Test passen und den TV im möglichen Arrangement präsentieren.
        VG
        Axel

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    pmm AHU

    Möchte mich Axels Worten anschliessen. Ein gut geschriebener Testbericht, der fern einer Unterrichtsstunde und auch keine euphorische Werbeschrift ist. Für mich nachvollziehbare Kritikpunkte werden sachlich angesprochen und denen die Vorteile gegenübergestellt. Unterm Strich schliesse ich mich auch Axels Conclusio an, den muss ich nicht haben.

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    MaikM

    Welche FX Kette wurde genutzt? Ich habe den Telemark, Nyborg24, Semblance und finde das dieser hier in den Basslagen eine Nuance lebendiger wirkt. Kann man vernachlässigen sag ich mal. Beim trockenen Sound des Probanden würden sich diverse Leser erschrecken wie zahm das doch alles ist. :)

    Fange ich an zu vibrieren bei dem Synth? Klares Nein.

    Andere können das auch. Selbst das Doepfer SEM Filter klingt klasse.

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    costello RED

    Von der Optik bis zur – eigentlich nicht mehr zeitgemäßen – Verweigerung der Speicherplätze soll hier eine Legende reanimiert werden. Wenn dann freilich der typisch cremige Oberheimklang sich nicht einstellen will, fällt einem kein rechtes Kaufargument ein. Vielleicht schafft es Moog ja mit dem neuen Mini…

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      patilon

      Bin auch der Meinung, dass ein so gut wie originalgetreuer Klang hier obersten Stellenwert hätte, um das Gesamtpaket für den Preis zu rechtfertigen. Wenn nur die Optik suggeriert, es mit einem Original zu tun zu haben, bringt das ja nix.

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    Atarkid AHU

    Ich finde den TV (leider) geil. Bei dem Preis bleib ich dann doch eher bei pragmatischeren Lösungen :)… Aber ich gönn das Schmuckstück jedem der sich vom Anschaffungspreis nicht abschrecken lässt. (Das gilt auch für den Minimoog)

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    Kyotonic AHU

    Ist schon hart was dafür hingelegt werden muss. Für mich persönlich wäre der OB 1 oder OBI als kompakte Vintage-Neuauflage geil gewesen. Ein echter Hingucker! So nebenbei, die Oberheim VST-Fraktion klingt doch nicht schlecht? ;)

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    Marko Ettlich RED

    Ihr seid verwöhnt. Analoge Hardware in Handarbeit zusammengeschraubt hatte immer und hat auch heute ihren Preis. Der Klang ist über jeden Zweifel erhaben, ganz egal ob er jetzt exakt genauso wie der alte TVS klingt oder nicht. Die neuen SEM Module klingen auch einen Tick sauberer als die alten. Der Two Voice Pro ist kein Massenprodukt wie die billige Roland Boutique Serie. Auch läßt er sich nicht mit dem OB-6 vergleichen.

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      a.jungkunst AHU

      Ist ja gut, Marko! Langsam begreife auch ich, dass Du die Roland-Boutique-Serie nicht magst. Sie aber bei jedem Objekt als billigen Vergleich heranzuziehen, sei er auch noch so weit hergeholt, wirkt langsam auch ein bißchen peinlich. Die Boutiques haben Dir doch nichts getan(?), leben und leben lassen heißt die Devise. Die Oberheim- und SCI/OBI-Vergleiche hätten es schon prima getan. Bleibe einfach mal im angebrachten Rahmen.

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        Marko Ettlich RED

        Das ist aber genau der Punkt, weil heute vieles daran gemessen wird und einige den Unterschied nicht mehr wahrnehmen. Synthesizer ist nicht gleich Synthesizer.

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          a.jungkunst AHU

          Dann rette weiter die Menschheit vor diesem unsäglichen Bereich unterhalb des teuren Handmade-Vintätsch-Bereichs, egal ob alt oder neu.
          Ich für meinen Teil höre oft für mich gute Musik und stelle häufig und mittlerweile ohne Erstaunen fest, mit was für angeblich billigem Equipment gearbeitet wurde.
          Und das Synthesizer nicht gleich Synthesizer ist…hüstel…ich glaube, das ist den Leuten, die sich dafür interessieren, mittlerweile geläufig und damit eigentlich weit verbreitet.

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            Marko Ettlich RED

            Wir reden wie immer aneinander vorbei. ;) Kein Mensch hat je behauptet dass man mit günstigen Instrumenten gute Musik machen kann. peace

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              TobyB RED

              Hallo Marko,

              an der Stelle widerspreche ich. Ich mache nicht automatisch schlechte Musik, weil ich ein System 1m oder 2xJP08 oder ne TR8 ins Setup hieve. Nur weil irgendwo Oberheim klebt, werd ich nicht zum besseren Synthesizer Menschen. Und nur weil ich ein teures Instrument benutze, wird meine Musik nicht automatisch besser. Musikalität und Kreativität sind menschliche Alleinstellungsmerkmale. Und haben nichts mit Maschinen zu tun. Frieden Bruder :-)

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                Marko Ettlich RED

                Ahhh Toby da fehlt KEINE im Text :D „Kein Mensch hat je behauptet dass man mit günstigen Instrumenten KEINE gute Musik machen kann.“ Das weiß ich doch Junge. Und jetzt wird Musik gemacht. Geht auch mit nem Billig Casio super. :)

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                  TobyB RED

                  ahh, so wir ein Sinn daraus Marko, hätte mich jetzt auch gewundert :) Ich mach jetzt den Nordbeat 3 Stehschlagzeuger ;-) Gehen wir die Kuh fliegen lassen.

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                TobyB RED

                Hallo Axel,

                dann muss ich dir widersprechen ;-) Wenn man sein Equipment beherrscht, ist das egal wieviel es dann gekostet hat. Für mich macht den Unterschied, wer den Synth bedient und wie er bedient wird und schlussendlich wie das im Mix umgesetzt wird. Weil Musikalität und Kreativität und Technisches Verständnis sind menschliche Alleinstellungsmerkmale. Und haben nichts mit der Maschine zu tun. Was du meinst ist du Umsetzung am Gerät, da müssen aber die zuvor genannten Punkte erstmal vorhanden sein und dann muss eine Idee zu einem Werk werden.

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                  a.jungkunst AHU

                  Ääähh….meine Bemerkung bezog auf die Freud’sche Fehlleistung von Marko, dass kein Mensch behauptet habe, dass man mit günstigen Instrumenten gute Musik machen könne.
                  Ist halt ein bißchen unübersichtlich hier.
                  Ich bin ganz bei Deiner Antwort.

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                    TobyB RED

                    Hallo Axel,

                    Okay :) Dann ein dickes Sorry. Wenigstens hat Marko mit seiner FF was erreicht ;-)

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    NicGrey

    Ist halt ein Teil für Sammler und Hardcore-Oberheim-Fans mit sehr viel Geduld (extrem lange Lieferzeiten). Der fummelige Sequenzer passt dann aber so gar nicht zum Manufaktur-Konzept. Trotzdem schön, das Tom Oberheim solche Teile auf den Markt bringt. Ein echter Klassiker.

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    iltis30

    Mich würde der Unterschied zu dem Oberheim-Inspirieretn OBX von Dave Smith bzw. dem Pro/2 interessieren.
    Abgesehen vom Preis: das ein Oberliga-Synthesizer keine Speicherplätze hat, finde ich heutzutage ein No-Go. Gerade bei so einem eher komplizierten Synthesizer. Komplett Live-untauglich. Tom Oberheim – nur noch ein großer Name, aber nur noch kalter Kaffee für viel Geld?

  14. Profilbild
    iggy_pop AHU

    Ich gebe lieber 4.000 Euro für einen ladenneuen Two Voice mit Garantie und umfangreichen Sequenzer aus als mittlerweile bis zu 5.000 Euro für einen 40 Jahre alten Two Voice mit primitivstem Acht-Schritt-Sequenzer — von allen Neuauflagen klassischer Geräte aus den 70ern ist der Two Voice der einzige Apparat, der bei mir einen leichten GAS-Anfall auslöst.
    Der Preis ist allerdings heiß für das, was mit einem SEM klanglich möglich ist… gut, daß der Geldbeutel „nein!“ sagt.

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Oberheim Two Voice Pro

Bewertung: 5 Sterne Bewertung des Autors
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