Test: JBL EON 615, Multifunktions-Lautsprecher

Die inneren Werte

habe ich der Website des deutschen Vertriebs Audio Pro in Heilbronn entnommen:

Lautsprecher: 15″ Tieftöner, 1“ Neodym-Hochtöner
Übertragungsbereich: 39 Hz – 20 kHz (-10 dB)
Max. Schalldruck: 127 dB (Peak)
Leistung: 1.000 (700 + 300) Watt
Abstrahlwinkel: 90° x 60°
Abmessungen: 707 x 439 x 365 mm (HxBxT)
Gewicht: 17,7 kg

Der angegebene Frequenzbereich von 39 Hz bis 20 kHz ist im groben -10 dB-Raster angegeben, bei dem strengeren +/-3 dB-Raster in der Bedienungsanleitung sind es aber immer noch 50 Hz bis 20 kHz, ein wirklich guter Wert.

 

Die Bedienungsanleitung

ist leider nicht beigelegt und muss aus dem Netz geladen werden. Sehr schön: Sie liegt auch in deutscher Sprache vor und ist sehr gut geschrieben, zudem sinnvoll bebildert. Auch dem Laien dürfte es damit rasch gelingen, einen vernünftigen Aufbau zu realisieren. Zumindest befindet sich ein „Quickstart Guide“ im Karton, löblicherweise ebenso auf Deutsch. Das Grundlegendste wird hier in in knapper Form erklärt.

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Wie wurde getestet?

Die beiden JBL EON 615 wollte ich aufgrund ihrer Größe nicht in meinem Gautinger Aufnahmeraum testen und bin damit in meine Außenstelle nach Haag gedüst. Dort betreibe ich einen wunderbaren Aufnahmeraum mit 40 qm und einer Deckenhöhe zwischen 2,8 und 4 Meter. Viel Luft also, um einen voluminösen Lautsprecher gut austesten zu können.

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Als Klangmaterial verwendete ich diverse Musikmischungen von mir, die ich gut kenne. Zusätzlich lief auch wieder mein bewährtes Testprogramm:

Sigi Schwab & Percussion Academia: LIVE
Diese Aufnahme ist exzellent zur Beurteilung von dynamischen Feinheiten geeignet, da erstens Spitzenmusiker an bestem Instrumentarium aufspielen und zweitens der Scheibe (entgegen dem derzeitigen Blödsinn der Totkomprimierung) auch eine wohltuende Portion Dynamik gelassen wurde.

Status Quo: BLUE FOR YOU
Knackiger Blues-Rock zum Lautstärketest und wie es so mit dem Druck einer Box aussieht. Besonders der “Mystery Song” eignet sich dazu besonders gut, da er sich langsam aufbaut, zudem sollte der starke Choruseffekt auf der Gitarre am Anfang des Songs auch bei monophoner Wiedergabe einer Box noch angenehm klingen.

Yello: FLAG
Wundervoll gemischtes Meisterwerk mit edlem Synthsound und vielen musikalischen/tontechnischen Gimmicks. Gibt Aufschluss darüber, wie “edel” diese Mischung wiedergegeben werden kann.

Dolcenera: UN MONDO PERFETTO
Eine emotionelle und sensationelle Frauenstimme vom Allerfeinsten mit einer erstklassigen Band im Hintergrund. Dolceneras Stimme erscheint vor guten Studiomonitoren wie plastisch davorstehend. Hier zeigt sich, wie “in sich stimmig” und räumlich ein PA-Lautsprecher arbeitet.

Golden Earring: MOONTAN
Besonders der Welthit “Radar Love” ist von der akustischen sowie spieltechnischen Umsetzung ein kleines Meisterwerk: Dynamische Bläserparts, tolles Schlagzeug, ein grooviger, warmer Bass, der rotzige Sänger gepaart mit ausdrucksstarken Gitarren gibt Aufschluss darüber, ob die Klangcharakteristik der Lautsprecher sich bei unterschiedlicher Dynamik verändert.

Heißer Tipp zum Testen der Basspräzision: MY BABY DOES ME von Queen.
Auf dem Album “The Miracle” befindet sich dieser Titel, mit dem jeder Lautsprecher auf seine Basstauglichkeit überprüft werden kann. Gleich zu Beginn des Songs groovt ein herrlich runder Bass ins Geschehen, der zuerst recht harmlos wirkt, aber eine ungeheure Energie beinhaltet. Je besser ein Lautsprecher konstruiert ist, um so lauter schafft er diesen Bass ohne Verzerrung.

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