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Test: Kalo Dark Fire & Kalo Dark Flame MIDI-Controller

14. April 2022

Hochwertige kleine MIDI-Controller für den speziellen Anspruch

Kalo Dark Fire Kalo Dark Flame

Kalo Dark Fire & Kalo Dark Flame

Vor einigen Monaten hatten wir schon losgelegt mit dem Thema „Kalo“ und die MIDI-Controller aus der Handfertigung und einem Projekt dreier „Frickler“ zwischen Deutschland und den USA.

Wirklich empfehlen kann man einen Blick in den Test zum Kalo Dark Fader, einem Technics SL-1210 Fader in Form eines MIDI-Controllers wie der hier nun zu findenden Kalo Fark Flame und Kalo Dark Fire. Der Fader ver-MIDI-t mitsamt vier Tasten zur Steuerung einer DJ-Software, Audio- oder auch Video-Produktions-Software oder als Beisteller für digitale Pianos sorgte im Test ohne Frage für Wirbel, nicht nur mit guten Funktionen und Qualität und durchdachter Entwicklung, sondern auch aufgrund eines ambitionierten Preises.

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Anzunehmen, dass alles davon auch auf beide Controller des Test nun zutreffen, denn auch hier stehen Preise auf dem Zettel, die nicht gerade gering sind. Der Kalo Dark Fire kostet 388,- Euro, der Dark Flame 248,- Euro. Doch bevor wir mit dem Preispunkt anfangen, erst einmal ein Blick auf was die Geräte können.

Kalo Dark Fire / Kalo Dark Flame MIDI-Controller

Wie auch schon beim Kalo Dark Fader gibt es auch hier einen Einsatzbereich, für den die beiden MIDI-Controller entwickelt und produziert worden sind. Speziell für die Nutzung mit einer DJ-Software, speziell wiederum mit Traktor DJ. Nicht alleinig, die MIDI-Controller können für jeden MIDI-Einsatz genutzt werden, aber der Entwickler hinter diesen ist nun einmal Traktor User.

So ist es kein Wunder, dass es für beide Controller vom Hersteller sonst ausgeklügelte Traktor Mappings samt Mapping der Shift-Ebene für Traktor DJ gibt. Zudem gibt es welche für DJ Player Pro. Weitere? Können von den Nutzern erstellt werden, denn die Controller sind natürlich MIDI-Class-Compliant.

Und auch wie beim Dark Fader liegt der Grund für Flame und Fire im Wunsch der Erbauers, einen schlanken MIDI-Controller für sich selbst zu haben, für Traktor DJ, der die Kontrolle über die Hot Cues ermöglicht. Wieso hat er nicht einen NI Traktor X1 gekauft? Der kann das doch. Berechtige Frage. Der Erbauer liest sicher mit, vielleicht folgt die Antwort in der Kommentarspalte.
Ich vermute diese wird irgendwie liegen zwischen „zu groß“ und „eigentlich hatte ich Bock einen eigenen Controller zu bauen“. Okay, fine. Absolut legitim und ich finde es super, wenn aus eigenem Wunsch heraus Geräte produziert werden. Wäre das nicht so, gäbe es keinen XONE:92, kein Model 1, nichts von Faderfox und und und.

Zurück zum Thema, Fire und Flame. Der erste Blick erklärt schon so einiges: 5 beziehungsweise 6 Taster, ein oder zwei Push-Encoder, zwei LEDs und 4 oder 8 gummierte und LED-beleuchtete Pads.

Der Flame ein kleiner Fire? In der Tat ist das gar nicht so falsch. Der Fire bietet zwei Push-Encoder (mit 20 Klicks per Umdrehung), 10 LED beleuchtete Pads, 5 beleuchtete Taster und zwei LEDs. Der Flame ist ein wenig kompakter gehalten mit vier Pads, 6 Schaltern und einem Push-Encoder. So ist der Flame entweder ein sehr kleiner und kompakter Controller für viele Einsatzbereiche solo, oder als Zusatz zu zum Beispiel einem Fire.

alo Dark Fire Kalo Dark Flame

Kalo Dark Fire & Kalo Dark Flame

Das ganze verpackt in einem CNC gefrästem Metallgehäuse mit schwarzer Oberfläche aus gebürstetem Aluminium. Die Fronten sind in diesem Fall am Dark Flame mit silbernen Schrauben versehen, verkauft werden die Modelle jedoch mit schwarzen Schrauben.

Rückseitig findet sich ein USB-Anschluss. Dazu direkt erwähnt: Es gibt den Dark Fire auch mit einem integrierten USB-Hub, so dass hier ein weiterer Controller direkt angeschlossen werden kann. Die beiden Controller sind USB-powered, der USB-Hub beim Dark Fire wäre zudem extern mit Stromversorgt, um die Stromversorgung für diesen wie auch einen weiteren Controller / weiterer Controller zu sichern.

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Kalo Dark Fire Kalo Dark Flame

USB-Buchsen an den Rückseiten samt USB-Hub und Power-In am Fire (optional)

Von den Maßen schaut es wie folgt aus: Dark Flame 20,5 x 6,5 x 5 cm, der Dark Flame ist „halb so groß“ und bringt es auf 10,7 x 6,5 x 5 cm (T x B x H).

Mitbringen tun die beiden wie schon erwähnt einiges an Bedienfunktionen, übersichtlich gestaltet jedoch und durch Taster mit LED-Beleuchtung wie auch die Pads auch mit visuelle Rückmeldung.

Die Taster haben einen sehr schönen Druckpunkt, trotz des kleinen Durchmessers, und lassen sich super angenehm Drücken mit schönem Klick und nur minimaler Bewegung zur Seite. Die Pads (ihres Zeichens Sparkfun silicon Pads) haben einen sehr spürbaren Druckpunkt – das mag Geschmackssache sein.

Kalo Dark Fire Kalo Dark Flame

Pads, Pads, Pads

Gewünscht ist es von Seiten des Herstellers, der dazu schreibt, dass diese absichtlich nicht weich aufgehängt sind, also weniger als Pads, sondern eher als Pads mit haptischer Klick-Rückmeldung, da diese wirklich für das Anspielen und Triggern von Cue-Punkten vorgesehen sind, für das „Raufhauen“ statt sanftem Drücken. Ich bin was das anbelangt ganz persönlich der Freund von gummiert und Pad-artig, mir egal ob mit oder ohne Druckpunkt, Hauptsache keine „Tasten“ (Pioneer DJ hatte und hat ja immer noch diese Fails, dass Tasten für Cue-Punkte wirklich Tasten sind – absolut nicht mein Ding). In diesem Fall ist es so, dass man die Tasten auf jeden Fall schön mit dem Finger anspielen kann, auch mit mehr Kraft. Der Druckpunkt selbst fällt dabei weniger stark auf, je stärker man „triggert“, die haptische Rückmeldung aber ist schon geiler als bei einem „unbeweglichem“ Pad. Zudem, egal wo man das Pad trifft, es wird immer ausgelöst, selbst wenn man es mit dem Finger nur noch hab oben / halb seitlich trifft. Da würden viele klassische Pads keinen Befehl weitergeben.

Triggert man nicht, sondern drückt, dann spürt man das Eindrücken des Pads und den knackenden Druckpunkt. Triggern mit leichten Schlägen aber macht mehr Spaß.

Das soweit zum Haptischen, schauen wir uns das technische an, denn hinter den paar Tasten und Pads steckt mehr, als man auf den ersten Blick erwarten würde.

Die MIDI-Controller in der Praxis

Klassisches Verfahren: USB -Kabel her und erst einmal anschließen. Kleines Lauflicht, alle Lampen einmal an. Dunkelheit. Unspannend. Traktor DJ anwerfen, MIDI-Mapping laden. Direkt zum Download verfügbar ist das aus Februar 2021 stammende 4-Deck Mapping vom Hersteller selbst, welches ich mir direkt schnappe und lade. Direkt leuchten die ersten Pads farbig und nun sollte es losgehen.

Das gestaltet sich zunächst gar nicht so einfach, denn erst einmal muss ich durchsteigen, was denn nun wo ist. Ein Blick in das Manual hilft, wie auch die zum Mapping mitgelieferte Erklärung über das Mapping selbst. Was ist wo? Haptisch wie auch als Befehl. Beide Controller bieten nicht nur zwei Bänke, sondern auch eine Shift-Ebene. So lässt sich eine Steuerung von einem bis zu vier Decks realisieren, inklusive dem Durchskippen durch die Decks

Dazu gibt es nicht nur verschiedene MIDI-Befehle in den jeweilig genutzten Softwares, in diesem Fall im vorbereiteten Mapping für Traktor DJ zum Beispiel, sondern auch das sogenannte Power-On-Konfigurations-Setup, welches quasi Hardware-seitig, also im Setting des Controllers, bestimmte Einstellungen ermöglicht.

Beginnen wir mit den Basics. MIDI-Mapping geladen (4 Decks, eine Shift-Ebene und 2 Bänke – das bedeutet 2 x 2 Layer) und einen Blick auf die verschiedenen verfügbaren Befehle, die vorprogrammiert sind. Diese sind vielfältig: Loop-In/Out wie auch Loop-Größe über den rechten Push-Encoder in Bank 1 und An/Aus-Schalten der Effekt-Sektionen in Bank2 wie auch Dry/Wet der Effekte wie auch Effekt-Parameter, Deck Select (Taste oben), Cue-Punkte und Play und Pause via Pads, ebenso wie Nudge +/-, Bank-Wechsel, Master-Tempo und Sync, Key-Lock oder auch Stem-Deck-Ansteuerung wie auch Beat-Jump.

Die Menge der Funktionen auf dem kleinen Controller ist stark, zugleich aber auch verwirrend. Zudem gibt es noch freie Befehle, die genutzt werden können, ein Überblick in Tabellenform:

Kalo Dark Fire MIDI-Mapping Traktor

Kalo Dark Fire MIDI-Mapping Traktor DJ

Auch wenn die Funktionen sinnvoll unterteilt sind, Bank 1 für klassische Traktor-Funktionen, Bank für Effekte oder Stem-Decks, so sind diese Funktionen doch eine erste Hürde, die man nur mit Übung überwinden kann. Man muss definitiv gut wissen, was welche LED bedeutet, was welche Pad-Farbe bedeutet um immer den Überblick zu behalten, in welchem Deck man gerade ist und in welcher Bank. Die Farben der Pads geben dabei eine besondere farbliche Rückmeldung entsprechend der Farbgebungen für Cue-Punkte, Loops, Delete Hot Cues oder oder oder.

Kalo Dark Fire

Pads in voller LED-Ausleuchtung am Dark Fire

Diese können auch auf Wunsch von den Nutzern angepasst werden – natürlich via Mapping oder auch Hardware-seitig.

Auch die Farben der LEDs unter den Pads können von Nutzern angepasst werden. So gibt es RGW LEDs, die separat pro Pad gemappet werden können. Die drei LEDs bieten je 5 Intensitäten, was zu 125 möglichen Farben führt. Dies kann via Power-on Configuration Setup erfolgen (folgt gleich), oder via Teensy Upload Tool TyCommander (nur für erfahrenere Nutzer). Die LED-Helligkeit kann übrigens auch on the fly verändert werden via Shortcut Deck-Select + Push-Encoder und dann via Push-Encoder die Helligkeit zwischen drei Stufen (dimmed / normal / boost) durchschalten.

Kalo Dark Fire Kalo Dark Flame

Kalo Dark Fire bei Helligkeit? Die LEDs sind dimmbar – hier wirkt nur das Foto so, als wären die nicht hell genug.

Alle Funktionen wie in der Grafik gezeigt gemerkt? Wohl kaum. Das ist der genannten Menge der möglichen Befehle geschuldet, die man natürlich nicht ausnutzen muss. Aber möglich ist es.

Etwas unübersichtlicher sieht es da beim Kalo Dark Flame aus. Die geringer Anzahl an Tasten verringert die mögliche Anzahl an Befehlen, aber nur minimal. Wie schaut es hier bei dem vom Hersteller angebotenen Mapping aus? So:

Kalo Dark Flame MIDI-Mapping

Kalo Dark Flame MIDI-Mapping Traktor DJ

Auch das ist natürlich nur eine Momentaufnahme, eine von Millionen Möglichkeiten. Ein Angebot eines Mappings für eine DJ-Software. Am Ende kann in Kombination der Shift-Ebenen und Bänke die Belegung mit mehrfacher Nutzung eines Elements frei gewählt werden in jeder MIDI-steuerbaren Software mit MIDI-Learn-Funktion. Man kann also bei Mapping ordentlich frei drehen wie immer und alles nach eigenen Wünschen programmieren.

Kalo Dark Fire Kalo Dark Flame

Der „Kleine“ – Kalo Dark Flame

Durch die verschiedenen Bänke und Shift-Ebenen kann es jedoch schnell unübersichtlich werden. Ich empfehle daher dringend, wie in den Mappings von Kalo, bestimmte Taster mit LED-Beleuchtung für Bank-Wechsel und Deck-Wechsel zu programmieren und für diese auch entsprechend LED-Farben zu hinterlegen im Mapping – ansonsten hat man keine Chance die Übersicht zu behalten. Dabei helfen auch die Farben der LED-Pads, die man natürlich für bestimmte Funktionen anpassen kann wie in den Mapping-Presets auch erledigt. So kann man Play/Pause und Transportfunktionen aller Art, wie auch Nudge farblich differenzieren von Cue-Punkten und so auch anhand der Pad-Farbe sofort erkennen, in welchem Funktions-Bereich der Controller gerade ist. Unglaublich wichtig, wenn gleiche Tasten schnell mal für bis zu vier Decks und je zwei Bänke plus Shift-Funktion genutzt werden können. Einen falschen Cue-Punkt im laufenden Haupt-Track anzuspielen kann schon einmal ein schlimmer Fauxpas sein.

Also: Zeit aufwenden für das eigene Mapping ist der erste gute Schritt, viel damit spielen sicher der zweite, dann kennt man seinen Controller auch in- und auswendig.

Power on Konfigurations-Setup / Mode-Setup

Es wäre nicht ein MIDI-Controller aus dem Hause Kalo, wenn dieser nur MIDI-Befehle senden und empfangen könnten. Gut, am Ende tut und kann das Gerät dieses, aber mit einigen Funktionen im Hintergrund. Dazu gehört das Power on Configuration Setup. Dieses ermöglicht den MIDI-Controller abseits einer Software in verschiedene Funktions-Modi zu setzen und damit entsprechend bestimmte Befehle vorzukonfigurieren / Nutzer-Einstellungen zu laden. Der Grund dafür, warum dies überhaupt funktioniert findet sich darin, dass die Kalo Dark Controller eine eigene CPU (Teensy 3.2 (72 MHz, 32 Bit ARM Prozessor) besitzen, die eine Vielzahl an Möglichkeiten schon am Gerät selbst bieten.

Zu diesen Möglichkeiten gehören die unterschiedlichen Settings, die beim Einschalten des Gerätes (entsprechend dem „Strom geben“) ausgewählt werden können.

Dazu gehören Settings zum Deck-Mode, ABCD-Mode, Shift-Mode und Bank-Mode. Eine sehr ausführliche Erläuterung dazu gibt es im MIDI Mapping Concept welches für Dark Fire, Dark Flame und Dark Wheel gleichermaßen gilt.

Kurz erläutert: Diese vier Modi erlauben die Konfiguration von drei Tasten geräteseitig. Via Deck Select kann so ausgewählt werden, ob die Taste für Deck Select (oben mittig) zwischen zwei Decks wählen soll (Default-Setting, Mode 2) oder ein normaler MIDI-Tasten-Befehl gesendet werden soll (normale Taste mit LED MIDI In/Out, Mode 1), ob das zweite Deck nur aktiv sein soll, während die Taste gehalten wird (Mode 3) oder ob durch vier Decks durchgeschaltet werden soll (Mode 4).

Soweit so gut, es gibt jedoch noch einen Trick, den sogenannten Advanced Freeze Channel. Möchte man über die Taste normale MIDI-Messages (Mode 1) senden und empfangen jedoch ausschließlich für ein Deck, so kann man im ersten Durchgang des Power-On-Setups Mode 4 auswählen, dann zum gewünschten Deck schalten, dann erneut das Power-On-Setup nutzen und Mode 1 auswählen. Die Taste ist dann offen für alle Mappings nach eigenem Wunsch aber nur auf dem MIDI-Kanal für das ausgewählte Deck.

Selbiges lässt sich auch für die Shift- und Bank-Settings machen.

Im Customize Shift Mode könne drei Modi ausgewählt werden. Mode 1 gewählt bedeutet, die Taste fungiert als sendet und empfängt normal MIDI-Messages, Mode 2 aktiviert die Shift-Ebene, solange die Taste gedrückt wird, Mode 3 ermöglicht ein Umschalten zwischen Normal und Shift als Toggle.

Der Customize Bank Mode erlaubt im Mode 1 selbiges wie oben bereits erwähnt, in Mode 2 die Auswahl der zweiten Bank, solange gedrückt und in Mode 3 der Wechsel der Bänke als Toggle-Funktion (1 und 2) und in Mode 4 ein Durchschalten durch vier Bänke.

Kalo Dark Fire Kalo Dark Flame

Drei Tasten an der Front: Shift / Mid Button / Bank Select

Spannend dazu ist ein Blick auf die Idee vom Hersteller bezüglich Shift und Bank und dem Unterschied zwischen diesen beiden. In Grundform: Funktionell gibt es keine, jedoch hinsichtlich der Bedienung. Shift wird von Nutzern zumeist als Momentary-Funktion gesehen, also als eine Funktion, die nur so lange aktiv ist, wie die Shift-Taste gedrückt wird. Bank hingegen wechselt die gesamten Bedienelemente in eine weitere Ebene, so lange bis zu einer anderen Bank / zurück zur Bank 1 gewechselt wird.

„In our vision there should not be a difference, as long as we pick up the pros from both, making them flexible, then the users can decide what they need on both buttons. SHIFT and BANK buttons follow the same idea at the end; they modify the notes of other control elements.“

Ich denke, jede(r) würde das eh tun, aber: Es empfiehlt sich dringend in diesem Fall auch ein Blick in das MIDI-Concept zu werfen um die genauen Settings zu verstehen und auch zu sehen, wann dort welche LED was anzeigt und welche MIDI-Kanäle gesendet werden.

Qualität uns Haptik der DJ-Controller

Qualitativ machen die MIDI-Controller exakt den hochwertigen Eindruck, den ich erwarte. Die Controller sind perfekt verbaut und schwer von den gewählten Materialien her. Die Gehäuse sind massiv, zugleich schickt, die Oberfläche aus gebürstetem Aluminium sieht super aus und passt sicher perfekt ein. Die Pads sind klasse und auch die kleinen Taster machen einen sehr guten Eindruck. Sie haben alle einen ähnlichen Klick beim Drücken und funktionieren sehr gut mit den LEDs hinter diesen. Übrigens: Auch die Kappen der Push-Encoder sind aus Aluminium!

Kalo Dark Fire Kalo Dark Flame Push Encoder

Die Push Encoder mit Kappen aus Aluminium

Auf der Unterseite gibt es Gummifüße / Pads für den sicheren Stand auch auf rutschigen Flächen.

Kalo Dark Fire Kalo Dark Flame

Gummierte Standfüße auf der Unterseite

Insgesamt top Eindruck, qualitativ wie auch haptisch. Die kleinen Kisten sind super robust und dem Preis entsprechend sehr gut verarbeitet – innen wie außen!

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Fazit

Mein ganz persönliches Fazit: Hochpreisig, jedoch absolut tolle Produkte. Gut entwickelt auf Basis von wirklich überlegten Zielsetzungen und mit Anspruch an Funktionalität – dies zeigt sich gerade im Mapping für die Controller, welches die Bandbreite an Funktionen von wenigen Tasten mit Shift-Ebenen und verschiedenen Bänken darstellt. Zudem, die Controller sind einfach sexy – äußerlich wie haptisch.

Mein etwas subjektiveres Fazit: Die Controller sind sehr gut entwickelt, sehr gut verarbeitet, werden zumeist erst auf Bestellung per Hand gebaut, inklusive Bestücken der Platinen etc. und werden nur in kleiner Stückzahl produziert. Das hat seinen Preis. Der ist, wenn man Lust auf genau diese hochwertige Produkt mit der Funktionalität hat, absolut gerechtfertigt. Dennoch bleibt es eine kostenintensive Anschaffung für einen MIDI-Controller. Das Auge und die Haptik spielen mit, zudem bieten wenige Controller ein vom Gerät aus bereits so starkes Custom-Setting.

Dennoch wird man aktuell für einen Kalo Dark Flame 248,- Euro bezahlen müssen, für einen Kalo Dark Fire 388,- Euro (plus 39,- Euro wenn eine externe Stromversorgung samt USB-Hub)

Im Vergleich zum gefühlten Standard-Preis von rund 180,- Euro für einen Native Instruments Controller für Traktor DJ sind 248,- Euro auf den ersten Blick nicht viel, der Unterschied in den Funktionen jedoch ist natürlich deutlich. Ein X1 ist deutlich einfacher zu bedienen, bietet jedoch zugleich nicht die Menge an Shift-Ebenen und freie Konfigurierbarkeit. Und keine Pads für Hot Cues. Heißt: Die Kalo Controller sind ein Angebot an Kunden, die genau diese Taster, Pads, Potis brauchen oder nutzen wollen und sich im besten Fall nicht vor MIDI-Mappings scheuen – und zugleich bereit sind mehr Geld zu investieren in einen sehr guten DJ-Controller abseits des Massenmarktes.

Plus

  • klein und kompakt, sehr gute Verarbeitung
  • technisch gut entwickelt mit verschiedenen Funktionen
  • kaskadierbar
  • auf Wunsch mit USB-Hub
  • Pads mit 125-Farbgebungen

Minus

  • hoher Preis, wenn auch gerechtfertigt

Preis

  • Kalo Dark Flame: 248,- Euro
  • Kalo Dark Fire: 388,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    mfk

    @Red:
    Bitte gleich am Anfang angeben, dass das Ding über USB-Midi und nicht über (DIN) Midi verfügt.

    • Profilbild
      gaffer AHU

      @mfk Das 3. Bild zeigt es überdeutlich. 😁

      Beim Kauf eines Controllers wäre es mir persönlich ziemlich schnuppe, ob das noch andere besitzen. Dafür (für die Einzigartigkeit) so viel zusätzlich zu zahlen würde mir schon einiges abverlangen.

      • Profilbild
        Garfield Modular

        Hi Gaffer,

        Mwah… ;-) Mein erste Eindruk war auch: „Wo sind dann alle DIN Anschlüsse, an der Rückseite?“ Das kann man ja im ersten Bild oben im Artikel nicht direkt erkennen, also ich mindestens nicht. Klar beim weiter lesen und bei das Bild mit dem USB-MIDI Anschluss wird es dann wohl ganz deutlich das es hier nicht handelt um ein DIN MIDI Gerät, schade eigentlich.

        Was mich übrigens noch interessieren wurde ist… unter dem ersten Bild steht: „einem Projekt dreier „Frickler“ zwischen Deutschland und den USA.“ Okay, kein Problem aber… was wäre dann das dritte Land…?

        Trotzdem ein interessantes Artikel und dafür ein Dankeschön an Johannes. Viele Grüße, Garfield.

    • Profilbild
      Bolle / Johann Boll RED

      Wieso? Weil USB-MIDI ein KO-Kriterium ist? Ernst gemeinte Frage, interessiert mich. Wenn man es sich anschaut, ist die Richtung eher von DIN-MIDI auf USB via externe Interfaces als andersherum..ist DIN-MIDI vielleicht derweil „Out“? Bei Controllern im DJ-Bereich 100%, in anderen Bereichen findet man ja auch derweil eher USB oder beides…oder?

      • Profilbild
        mfk

        Weil es anstrengend ist, den ganzen Artike nach den Specs durchsuchen zu müssen.

        Mit nur einer Schnittstelle ist es ein sehr reduzierter (und schöner) Controller für einen sehr eingeschränkten (aber großen) Einsatzbereich.

        Faderfox geht da beispielsweise einen anderen Weg.

        …Es kommt auch ein bisschen auf die Zielgruppe an.
        Ich freue mich beispielsweise über jede USB-Schnittstelle an einem Gerät, weil das in der Regel die Verwaltung erleichtert.
        Für den Transport von Noten und Steuerinformationen gehe ich aber aus Latenzgründen via DIN-Midi.

        DIN-MIDI wird uns noch eine Weile erhalten bleiben.
        Dieser Industriestandard hält sich seit ~1980 recht stabil.
        Einen Wechsel werden auch nicht die Hersteller von Peripheriegeräten durchsetzen, sondern die Hersteller von Musikgeräten.
        Erst wenn es eine nennenswerte Range von Instrumenten von Elektron, Korg, Roland usw. gibt, die sich ohne DIN-MIDI und ohne zusätzlichen Host einfach vernetzen (lassen), wird sich hier etwas ändern.
        Roland hat mit seinen Playern+Ethernet schon vorgelegt.

  2. Profilbild
    kalo

    Danke Bolle für den Artikel ! .. da hast du dich ja wirklich durch das Setup (und Kleingedruckte) durchgebissen. Mein Respekt :) …

    … Ich bin eine Antwort schuldig stimmt’s ?.. warum nicht gleich ein NI Traktor X1?‘ :
    Gab einige Gründe, aber hier nur der entscheidende (kann nur für uns sprechen): Weil wir einen midi class compliant controller gesucht haben der MIDI ohne Treiber unterstützt (kein HID).. damit er eben auch außerhalb der Traktor Welt funktioniert, besonders auch auf iPad iOS (DJ Player Pro). Und ja klar: RGB & Layer war uns wichtig, damit jeder User seine Aktionen ‚memorizen‘ kann (ohne RGB verliert man sich sonst schnell auf Layern)

    Das (komplexe) Traktor mapping haben wir (als Vorlage) erstellt damit die Traktor User sich nicht zu Tode mappen müssen (falls sie wie wir alle Traktor HC Farben haben möchten). Aber du hast Recht, haben wir inzwischen schon in unseren Beta Test festgestellt: Die meisten User nehmen nutzen die RGB Pads für viel einfacher Dinge: eigene einfache Mappings erstellen (mit ihren Lieblingsfarben um ihre Aktionen zu kennzeichnen), z.B. DVS user die wenige zusätzliche Tasten benötigen (Looping, Cue/Play, Trackbrowser Load etc). Einer mappte die linken Controls für Deck A, die rechten für B, warum auch nicht ;) .. wichtig waren immer RGB Farben, flexible layer und MIDI plug&play ohne Treiber.

    Hoffe die AW hilft einwenig?

    • Profilbild
      Bolle / Johann Boll RED

      Aloha, 1. Vielen Dank und sehr gern. Es hat Spaß gemacht. Und 2. danke für Antworten und hier präsent sein. Ich denke und mag es selbst auch, wenn man viel selbst mappen und customizen kann. Ja es macht Arbeit / hat Arbeit gemacht, damals, als ich es noch gemacht habe, in Traktor oder via Xtreme Mapper….aber es ist halt einfach geiler, weil man alles so bauen kann, wie man mag. Und verändern, verbessern..und das haben die Controller ja erreicht – maximale Freiheit für eigene Mappings :)

      • Profilbild
        kalo

        ja und den Lötkolben nehme ich immer gerne in die Hand, wenn ich weiß dass manche User die Arbeit schätzen. Ja mich hat wirklich beeindruckt über alle die Details in deinem Test ! :)) (und wichtig dass es Dir auch Spaß gemacht hat) .. und zum MIDI mapping: wohl war, Traktor bietet alles aber ohne Tools von anderen wäre auch ich oft verloren, z.B. den cmdr Powermapper hier (von Pedro & team), poste den Link nur für den Fall dass andere das tolle Tool nicht kennen (mit dem habe ich meine Mapping erstellt & verfeinert): https://github.com/pestrela/cmdr

    • Profilbild
      Bolle / Johann Boll RED

      Oh ja…und die Dinger sind geil! Habe meinen DL3 geliebt und er war jeden Cent wert…plus am Ende ein sehr guter Wiederverkaufswert…. ;)

  3. Profilbild
    DJ Ronny

    Danke Johannes, das du auch Geräte außerhalb des Mainstream vorstellst. Den Ansatz der Entwickler kann ich nachvollziehen. Danke das auch der Hersteller sich hier meldet.

    • Profilbild
      kalo

      Danke Ronny ;), und klar melde ich mich bei Fragen & Ideen. User feedback (+/-) ist uns eh das wichtigste!

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