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Test: Keeley Moon Op Amp Fuzz, Fuzzpedal

All you need is (this) Fuzz, Fuzz is all you need

29. Januar 2023

Test: Keeley Moon OP - Amp Fuzz, Fuzzpedal

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Wer meine Artikel kennt, der/die weiß: Wenige Pedalarten machen mir so viel Spaß, wie alles was Verzerrung erzeugt. Warum? Nun, Verzerrung bietet – in meinen Augen oder besser meinen Ohren – so viele verschiedene Facetten, wie keine andere Pedalgattung und je nach Instrument und Amp klingen diese Pedale auch anders und fühlen sich unterschiedlich an beim Spielen. Man kann also viel ausprobieren, individuell anpassen und herum-nerden (Ist das herrlich, oder?). Drum hat man, wie ich finde, nie genug Zerrpedale im Arsenal (Achtung: GAS Alarm!!!). Die unterschiedlichen Arten von Verzerrung (Overdrive, Distortion, Fuzz etc.) und deren Voicings erzeugen einen gewissen Style, lassen sich kombinieren/stacken (oder auch nicht) und erlauben einen vielfältigen Ausdruck auf dem Instrument. Wir schmeißen heute mal ein weiteres Pedal dieser Art in den Ring … mögen die Spiele beginnen: Bin gespannt auf eure Meinungen (in den Kommentaren), let’s unbox the Keeley Moon Op Amp Fuzz Pedal. Uuuhh yeah …

Keeley Moon Op-Amp Fuzz
Keeley Moon Op-Amp Fuzz
Kundenbewertung:
(2)

UNBOXING – Keeley Moon Op Amp Fuzz, Effektgerät

Mit dem Keeley Fuzz-Pedal liefert der Hersteller im Karton ein paar weitere Dinge mit. So findet man neben dem Moon Op Amp Fuzz noch eine Garantiekarte, einen obligatorischen Firmenaufkleber für die Sammlung auf dem Pedalboard-Case, eine Übersicht mit Gefahrenhinweisen sowie je eine kurze Gebrauchsanleitung in englischer und deutscher Sprache. Diese ist auch online als PDF verfügbar. Ein schönes weiteres Gimmick ist der beigelegte Jute-Beutel. Meistens transportiert man den Effekt ja verbaut auf einem Board, doch sollte man ihn einmal im Gitarrenkoffer oder sonstiger Tasche „verpacken“, so nimmt er im Beutel selbst keinen Schaden und zerkratzt auch sonst nichts. Schönes AddOn.

Test: Keeley Moon OP - Amp Fuzz, Fuzzpedal

Keeley Moon Op Amp Fuzz

Was ist da denn nun so verbaut drinnen? Let’s check the Facts & Specs of the Keeley Moon Op Amp Fuzz …

FACTS & SPECS – Keeley Moon OP Amp Fuzz, Effektgerät

Das „Made in the USA“ Moon Op Amp Fuzz ist in ein 113 x 56 x 73 mm (LxBxH) messendes Gehäuse verbaut, das aus Metall gefertigt wurde und 268 g auf die Waage bringt. Auf der Frontseite befindet sich der True-Bypass-Fußschalter zum Ein- und Ausschalten des Fuzz-Effektes, eine kleine Status-LED, die diesen On/Off-Zustand anzeigt, ein kleiner 3-Wege DIP-Schalter zum Auswählen des EQ-Typs (Flat, Full oder Scooped) und drei Drehpotis, mit denen sich folgende Parameter regeln lassen:

  • Level
  • Filter
  • Fuzz

Spartanische Ausstattung, aber manchmal braucht es auch nicht mehr! Mit „Level“ regelt man den Ausgangspegel des Fuzz-Pedals, also dem Output, der dann an das nächste Gerät oder direkt an den Amp weitergegeben wird. „Filter“ regelt den Anteil des Filters am Sound. So lässt sich der Sound beschneiden oder um Frequenzen „erweitern“. „Fuzz“ steuert die Intensität der Verzerrung des Effekts.

Test: Keeley Moon OP - Amp Fuzz, Fuzzpedal

Keeley Fuzz_left

Der Hersteller Keeley gibt drei Settings auf seiner Website preis. Betitelt mit „Classic Slice“, „Megaton“ und „Fuzz Pusher“:

Keeley Fuzz Setting Vorschläge des Herstellers

An den Seiten des Pedals befinden sich die Anschlüsse für die „outside world“. Hier findet man einen Input (standardmäßig rechts) und einen Output (standardmäßig auf der linken Seite; beides als Standard-Mono 6,3 mm Klinkenbuchse ausgeführt) sowie den 9 V DC-Input zur Stromversorgung des Pedals. Letzterer ist ein 2,1 x 5,5 mm Hohlstecker, Polarität minus innen. Dieser zieht 10 mA und es ist kein passendes Netzteil im Lieferumfang enthalten. Das Pedal wird allerdings inklusive einer Batterie geliefert und kann auch via dieser mit Strom versorgt werden.

Keeley Fuzz_right

Praktischer und wichtiger Hinweise: Das Pedal kann durch eine Registrierung auf der Website ww.w-distribution.de/Warranty auf vier Jahre Garantie verlängert werden.

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PRAXISTEST 1: Handling – Keeley Moon Op Amp Fuzz, Effektgerät

Das Pedal trumpft mit Übersichtlichkeit im Handling. Drei Potis lassen sich einfach überblicken, der 3-Wege DIP-Schalter bietet mit seinen drei Grafiken ein einfach Verständnis dafür, was er tut. Fußschalter und Status-LED sind sowieso selbsterklärend. Die Futschalter und Drehpotis haben einen sehr angenehmen Drehwiderstand, sodass man ein sehr „wertiges“ Gefühl beim Einstellen der Parameter hat und keine Angst bekommt, die Werte verstellten sich direkt von selbst wieder. Auch das Gewicht des Pedals und die Verarbeitung des Gehäuses lassen es hochwertig wirken. Dieses Gefühl bestätigt sich auch. Die Range des Level-Reglers ist relativ groß, der Regelweg jedoch etwas nach links verschoben nach meinem Empfinden beim Einstellen (es kommt recht schnell sehr viel und dann weniger). Pusht den Amp aber gut. Die beiden anderen Potis wirken ausgeglichener.

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PRAXISTEST 2: Sounds – Keeley Moon Op Amp Fuzz, Effektgerät

Das Keeley Moon Op Amp Fuzz bringt, dank des vierfachen OpAmps, einen tiefen und massiven Fuzz-Sound auf die Waage.

Alles auf 12 Uhr und LOS!

Der massive Ton schmatzt schön, ist für ein derart hochgainiges Fuzz noch recht kalt und drückt ohne Ende. Der Spaßfaktor ist wirklich hoch.

Die Filter-Sektion

Mit dieser lassen sich viele unterschiedliche Sounds einstellen. Die wahre Schatztruhe des Pedals. Beim Ausprobieren habe ich mehr mit den EQ-Settings und dem Filter gespielt, als mit Level und Fuzz. Viele Nuancen lassen sich so aus dem Pedal kitzeln.

Gain-Settings (Rhythm und Lead)

Die Gain-Reserven des KEELEY Moon Op Amp Fuzz sind schier endlos: Wie viel Fuzz willst du haben? – „JA!“ Im Rhythm-Bereich hält der Spaßfaktor mit dicken Riffs kontinuierlich an. Egal ob es um „leichtere“ (ja auch das kann das Pedal im Minimum-Modus) Fuzz-izerrung (haha^^) geht oder ab 9 Uhr dann schon (mit Humbucker-Gitarren) direkt losdrückt, das Fuzz liefert Sound en mass(iv). Mit Humbucker schmatzt das Pedal und das Amp dann auf Maximaleinstellung richtig schön. Hört man super am Ende von Klangbeispiel 05.

Verrückt is auch, wie klar das Pedal bleibt und auch Nebengeräusche „wegdrückt“. Im Klangbeispiel 07 hört man Ende (ab 00:15) super, wie im Wechsel zwischen hohem Bending und tiefer Bassnote gewechselt wird und das Pedal immer das „betont“, was gerade im Vordergrund liegt. Und wir sprechen hier von MAXIMUM Gain-Setting. Voll geil! Schreibt mal eure Meinung in die Kommentare und probiert das Pedal echt mal aus. Ich hatte eine Menge Freude beim Testen.

Photo: Simon Keeley Fuzz

Alle Klangbeispiele wurden mit folgender Signalkette erzeugt: Ernie Ball Music Man L3 Neptune Blue Limited Edition -> Keeley Moon Op Amp Fuzz  -> Universal Audio Apollo Twin X -> Steinberg Cubase 12 PRO. Clean Basic Sound: NeuralDSP Tone King Imperial MKII Plug-in.

Es wurden keine weiteren Plug-ins, wie EQs, Kompressoren etc. verwendet.

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Fazit

Mit dem KEELEY Moon Op Amp Fuzz bekommt man ein Pedal, das eines sehr gut kann: massive, tiefe, drückende Fuzz-Sounds. Diese lassen sich mit dem Filter und dessen drei Modi super feinjustieren und verändern. So hat trotz nur eines Effekts viele Nuancen und jede Menge Sound und Spaß! Check it out …

Plus

  • massive und drückende Fuzzsounds
  • tolle Verarbeitung
  • endlos Fuzz-Gain
  • drei EQ-Modi und weitere Regelwege

Minus

  • Level-Regelweg etwas nach links verschoben

Preis

  • 179,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    mofateam

    Bassiger und fetter als andere Fuzzpedale…trotzdem verliere ich langsam den Überblick über die Pedalwelt.
    Unfassbar, was da alles rauskommt.

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