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Test: Keith McMillen QuNexus, MIDI/CV Keyboard-Controller

(ID: 61525)

Software-Editor

Der Editor läuft ab OS X 10.5 (Intel) und Windows XP, 7 und 8.

Die Editor-Aufbau unterteilt sich in drei Bereiche: Keyboard, Controller, CV und reflektieren damit die auch exakt die verschiedenen Ebenen des QuNexus. Auch die Preset-Verwaltung und globale Einstellungen, die im Menüs „Hardware‟ zu finden sind.

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Dass jeder Mensch ein anderes Spielverhalten hat, wurde von McMillen schon von Haus aus berücksichtigt. So stehen im Editor an aller erster Stelle die globalen Parameter „Sensitiviy‟, für die Skalierung der Sensormessung, „On Threshold‟, der Angibt ab welchen Anpressdruck der QuNexus überhaupt erst anfängt Daten zu senden und „Off Tresh‟, wann er damit aufhört. Da die Aktivierung der Tilt-Sensoren ein nochmaliges drücken derselben Taste erfordert, kann über „Tilt Sens‟ eingestellt werden, ab welchen Anpressdruck Tilt reagieren soll. Je höher der Wert, desto leichter lässt sich Tilt aktivieren Doch damit nicht genug.

QuNexus_Hardware-PerKeySensitivity
Zusätzlich kann im Menüpunkt „Hardware/ Per Key Sensitivities‟ für jede Taste einzeln die grundlegende Feinfühligkeit eingestellt werden. Die Einstellungen werden ohne weitere Bestätigung in den Kontroller übernommen und bleiben auch erhalten wenn er ausgeschaltet wird.

So kann man schnell ausprobieren welche Einstellungen einem am besten passen. Das dies ohne Werteangabe erfolgt, mag vielleicht manchen stören, aber so wird man beim Erforschen seines Spielempfindens auch nicht von abstrakten Zahlen abgelenkt. Die Sensormessungen können zusätzlich noch skaliert werden um so ein noch besseres Spielgefühl zu vermitteln, dazu in Kürze mehr.

Die weiteren spezifischen Funktionen werden sind auf den Seiten „Keyboard‟-, „Controller‟- und „CV‟-Ebene zu finden. Der QuNexus ist in erster Linie ein Keyboard, deswegen sollte man den Begriff „Controller-Ebene‟ nicht so eng sehen, zumindest nicht mit der derzeitigen Firmware. Die Controller-Ebene ist bisher eher eine Erweiterung des Keyboard-Layers und kein par se eigenständiger Modus. Was das genau bedeutet und welche Möglichkeiten sich dahinter (nicht) verbergen wird im weiteren erläutert.

Keyboard-Layer

QuNexus_Keyboard-Layer

In der Keyboard-Ansicht werden den Eingabetypen Note, Pitchbend (derzeit nur 7 Bit), Channel Pressure, Poly Aftertouch und 3 frei wählbaren MIDI-Controllern diverse Parameter zugeordnet. Als Wertequellen können hier nur Afterouch/Nachpressdruck (Pressure), Druckpositionsänderung (Tilt) und der Expression-Pedal-Eingang, ausgewählt werden. Die Anschlagsstärke Velocity ist fest mit dem Typ „Noten‟ verbunden und steht für die anderen Typen nicht zur Verfügung.

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Der Gain-Parameter ist ein Multiplikationsfaktor. D.h. ein Wert von 0.5 liefert z.B. nur Werte von 0-63, wobei aber immer noch die volle Sensorempfindlichkeit erhalten bleibt. Offset addiert schlicht den eingestellten Wert zum Eingabewert hinzu. Mit „Curve“ lässt sich das Skalierungsverhältnis zwischen Eingabe und Ausgabe fest legen. Neben den bekannten mathematischen Funktionen Linear, Logarithmisch und Exponentiell und Sinusoid gibt es noch zwei benutzerdefinierbare Wertekurven die sich freihand einzeichnen lassen. Beim „normalen‟ Spielen war die lineare Einstellungen immer ein wenig zu wobbelig und schlingerte etwas, mit der logarithmischen Einstellungen hörte sich das Ergebnis schon gleich sehr viel natürlicher an. Wie gesagt sind die Sensoren sehr feinfühlig.

QuNexus_Custom-Curve

 

Zuletzt gibt es noch die Bandbreitenbegrenzung der erzeugten MIDI-Werte. Wobei man auch immer überlegen kann ob sich diese Begrenzung nicht auch mit den dem Gain-Faktor bewerkstelligen lässt, da so die Sensorempfindlichkeit immer voll ausgenutzt werden kann. Als Ausgang stehen USB, MIDI-Expander einzeln oder gemeinsam auf jeweils beliebigen MIDI-Kanälen zur Verfügung. Die Ausgabe der Keyboard-Ebene an die CV-Ausgänge wird auf der CV-Ebene festgelegt.

Die Option Channel Rotation, schaltet mit jeder nachfolgend gedrückten Taste die Ausgabe einen MIDI-Kanal weiter, bis alle Tasten wieder losgelassen werden, dementsprechend korreliert der Maximalwert der Polyphonie des QuNexus mit 16 Stimmen. Im Toggle-Modus kann ausgewählt werden ob die Tasten beim Loslassen automatisch einen Note-Off Befehl senden oder erst beim zweiten Betätigen. Es gibt auch den Legato-Modus der Note-Off-Befehl erste beim Spielen einer anderen Taste gesendet. Über den „Togl A‟-Taster am Kontroller kann das im Preset festgelegte Verhalten von Toggle oder Legato live an- und abgeschaltet, nicht jedoch vom einen zum anderen umgeschaltet werden. Transpose legt die permanente Verschiebung der Tastenbelegung in Semitönen fest und kann im Live-Edit Modus des QuNexus auch am Kontroller geändert werden.

Das LED-Panel legt das Verhalten der optischen Rückmeldung des QuNexus fest. Es kann sogar ein separater MIDI-Kanal gewählt werden, auf dem die Tasten bei Noteneingang leuchten. Das unscheinbar anmutende Feature kann nicht nur zum Üben genutzt werden, sondern könnte z.B. auch dazu benutzt werden Zustandsänderungen oder -bestätigungen von externer Software oder Hardware weiterzugeben. Es versteckt sich tiefgehendes Potential hier.
Weiterhin besteht die Möglichkeit ein Preset fest mit einem Program-Change-Befehl zu verbinden, der dann bei Aufruf des Presets ausgelöst wird. Mit Bend-Range wird die Reichweite des Pitch-Bends in Semitönen festgesetzt und kann ebenfalls direkt am Gerät editiert werden werden. Die Transponierung der Keyboard-Ebene folgt auch den Oktavenwahltasten, im Gegensatz zur Controller-Ebene.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Findus

    Ich halte den Qunexus für unbrauchbar. Die Anschlagdynamik der einzelnen Pads lässt sich auch mit der Kalibrierfunktion nicht konsistent einstellen. Auf allen 3 Qunexus, die ich für ein Musikprojekt angeschafft habe, klingen einzelne Pads deutlich lauter resp leiser als der Rest. Auf diversen Internet Foren wird dieser Fehler bestätigt. Schade und ärgerlich!

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