Test: Koch Superlead, Guitar Preamp

24. Februar 2015

Cremiger Ton in lila Verpackung

Unglaublich, was ein paar Kilometer und eine Landesgrenze so alles in Sachen Popularität ausmachen. Während in unserem Nachbarland, den Niederlanden, die Firma Koch Amps nahezu eine feste Institution in Sachen Blues- und Rockszene darstellt, rangiert das Unternehmen trotz hervorragender Produkte, wie zum Beispiel dem Schlachtschiff Supernova oder aber der Studiotone Combo Serie, immer noch ein wenig als Geheimtipp in deutschen Breitengraden. Am Fußball kann es nicht liegen, vielmehr haben wir Deutsche wohl doch eine sehr starke Affinität zu den angloamerikanischen Urvätern, wenn es um das persönliche Glücksgefühl in Sachen Verstärkerkunde geht.

Das Ganze hält jedoch nur so lange, bis man zufällig in einem Musikgeschäft, einem Proberaum oder auf einer Musikmesse über ein Koch Produkt stolpert und ihm ein Ohr leiht. Dann ist der „Oho- und Aha-Faktor“ gleich Logarithmus-artig exponiert und man fragt sich, warum man diese Firma bis jetzt nicht auf dem persönlichen Radar hatte. Dem kann abgeholfen werden, zumal Koch mit dem Koch Superlead Preamp ein ganz heißes Eisen im Feuer hat, welches sich einmal mehr anschickt, den persönlichen Horizont um einen Herstellernamen zu erweitern.

Koch Superlead Top 2

— Koch Superlead —

Konstruktion

Wer sich ein wenig in der Firmengeschichte um Mastermind Dolf Koch auskennt weiß, dass das Konzept des Koch Superlead nicht von heute auf morgen aus dem Ärmel geschüttelt wurde. Bereits vor fast einer Dekade sorgte das Unternehmen mit dem Pedaltone, einem vierkanaligen Preamp in Stompbox-Bauweise, für ein mächtiges Echo im Musikerwald. Das Produkt klang hervorragend, gestaltete sich sehr flexibel in der Verwendung, kämpfte allerdings ein wenig mit den Abmessungen und dem Gewicht. Hier setzt der Koch Superlead Preamp an, welcher sich anschickt, die Flexibilität des Pedaltone zu übernehmen, jedoch als eine Art Schweizer-Preamp-Armeemesser in nahezu jeder Performance-Situation mit den nötigen Anschlüssen und Sounds aufwarten zu können. Der persönliche Röhrenamp für den Gigbag sozusagen!

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Dahausa

    Danke für den Test! :)
    Das Ding kannte ich noch nicht, macht aber wirklich Appetit auf mehr. V.a. die Flexibiltät durch die vielen Anschlußmöglichkeiten finde ich klasse.

    Ist die Speakersimulation für Homerecording brauchbar?

    • Profilbild
      Axel Ritt  RED

      für Homerecording reicht die Simulation auf jeden Fall aus. Man muss ein wenig mit dem EQ nacharbeiten, aber für Demo ist die Simulation auf jeden Fall zu gebrauchen.

  2. Profilbild
    MatthiasH  

    „Logarithmus-artig exponiert“

    Der Logarithmus macht für gewöhnlich alles eher mittelmäßig, egal wie groß oder klein es mal war. Vielleicht nicht unbedingt das beste Sinnbild für überbordende Begeisterung ;)

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