Test: Korg Pa4X, Entertainer Keyboard

13. Januar 2016

Entertainer hoch 4X

Nach rund vier Jahren Wartezeit bringt der Hersteller Korg ein neues Entertainer Keyboard auf den Markt. Zwischenzeitlich brachten die Japaner zwar ein weiteres Entertainer Modell auf den Markt, dabei handelte es sich allerdings um eine abgespeckte Version des Pa-Flaggschiffs und nannte sich daher auch Pa3X LE. Nun steht aber der Nachfolger des Top-Modells in den Startlöchern und wir haben uns das neue Korg Pa4X mal genauer angeschaut.

Korg Pa4X

Korg Pa4X (mit optionalem PaAS-Soundsystem)

Info

Das Korg Pa4X ist ab sofort in vier Versionen erhältlich. Einerseits gibt es das Keyboard sowohl mit 61 wie auch mit 76 Tasten, dazu kommt wieder die Unterteilung in die Musikant- und International-Version. Diese Unterteilung ist weiterhin ein Alleinstellungsmerkmal bei Korg und die Musikant-Version erfreut sich natürlich vor allem im deutschsprachigen Raum großer Beliebtheit. Optisch lassen sich Musikant- und International-Version ganz leicht unterscheiden, die Musikant-Version hat eine silber-graue Bedienoberfläche, die International-Version eine schwarze. Zum Test stand mir die 61er International-Version zur Verfügung

Dass die Zeiten der mausgrauen Entertainer Keyboards schon lange Zeit vorbei sind, ist absolut kein Geheimnis mehr. Somit verwundert es auch nicht, dass das Pa4X rein von der Farbgebung absolut zu überzeugen weiß. Die Bedienoberfläche ist in Schwarz gehalten, die Unterseite des Keyboards vermittelt in seinem schicken Braun etwas Edles. Wie von den Vorgängern bereits bekannt, verfügt das Pa4X über ein einfach zu bedienendes Touch-Display. Dieses lässt sich per Hand nach vorne neigen, eine Motorisierung zum automatischen Aufstellen des Displays wird im Gegensatz zum Vorgänger nicht geboten. Dafür lässt sich der Neigungswinkel jetzt auch bei den 61er Modellen verändern. Obwohl man alles gut ablesen kann und das Display deutlich genauer auf Fingerberührungen reagiert als noch der Vorgänger, bin ich hinsichtlich der Schärfe des Displays etwas enttäuscht. Kürzlich hatte ich nämlich das Yamaha PSR-S970 zum Test bei mir, da sah das alles richtig HD-mäßig aus. Allerdings natürlich ohne die intuitive Touch-Bedienung.

Das Display des Korgs

Das Display des Korgs

Die Aufteilung der Bedienoberfläche ist einfach und klar, gegenüber dem Vorgänger Pa3X gibt es einige leichte Veränderungen. Aber alles kein Problem für geübte Korg User und auch Korg-Neulinge werden hier sicherlich keine Probleme bekommen. Rechts des Displays einige Tasten zum Navigieren im Menü, dazu ein Value-Rad und vier Cursor Tasten. Neben den 12 Soundkategorie-Tasten finden sich auf der rechten Seite die Keyboard-Sound Tasten sowie die Abteilung für den Mikrofon-Eingang und dessen Effektabteilung. Mittig unterhalb des Displays die Bedienelemente des Korg-typischen Doppelsequenzers samt Crossfader und vier Keyboard Set-Tasten. Weiter links dann acht Fader für die Zugriegel-Orgel bzw. Bestimmung der Part-Lautstärken sowie die Elemente zur Auswahl der Styles. Direkt oberhalb der Tastatur wie immer die Steuerungstasten für die Begleitautomatik.

Abgeschlossen wird die Bedienoberfläche mit einem Joystick, der für Pitch Bend- und Modulation herangezogen wird sowie drei Assignable Taster und ein Ribbon-Controller.

Das 61er Modell des Pa4X

Das 61er Modell des Pa4X

Klangbeispiele
Forum
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    wolfmensch

    Jetzt mal im Ernst, was hat sich bei diesem Instrument an den Styles verbessert seit dem Jahr 2000? Ketron setzt seit 2009 auf Audio Drums, Korg leider nicht, Yamaha mittlerweile ein bisschen. Leider sind mir die Hörproben der Styles nach wie vor zu statisch!

    • Profilbild
      Filterpad  AHU

      Das war leider auch mein Gedanke nach dem anhören der Soundbeispiele. Ich meine, ich hab keine Ahnung was hier für eine Samplingtechnik verwendet wird und ich weis nicht wo der Unterschied liegt zwischen Audio-Drums und „nicht“-Audio-Drums. Aber die Styles klangen in der Tat von 15 Jahren nicht viel anders. Das G-Piano, was immer ein wenig die Messlatte darstellt, klingt Megaklasse!

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    Mellotron 400

    Ich würde leibend gerne einen Arranger spielen, allerdings gibt es zum Beispiel einen Punkt, der mich selbst in dieser Preisregion noch stört. Und zwar klingen die Sounds nicht normal organisch aus, sondern wechseln selbst im Ausklingen noch den Akkord mit, wenn man umgreift. Das heißt, ein E-Piano Sound fängt beispielsweise als „C“ an, verändert sich aber beim Ausklingen in „F“ oder was auch immer. Wann wird es endlich so sein, das das Arranger Keyboard diesen Sound dann als „C“ ausklingen lässt, während man auf „F“ weiterspielt ? Solange dies nicht der Fall ist, werde ich nicht so viel Geld dafür ausgeben.
    Die Solo Sounds sind heutzutage schon wirklich richtig gut, aber man kann nicht alles per Hand spielen, man hat ja nur zwei. Und wenn man die Styles einschaltet, kommt eben die Auskling – Problematik zum Tragen und macht das ganze Arrangement unnatürlich. Also mich stört es jedenfalls. Was mir auch zusätzlich immer auffällt : die Bassläufe bzw Bass – Sounds sind nach wie vor nicht authentisch genug, wenn sie in einen Style eingebunden sind. Gleiches gilt für die Gitarren. Schade ! Das muss man wohl noch ein paar Jahre warten, bis es mal eine richtige Weiterentwicklung geben wird.

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