width=

Test: MasterSounds Radius 4, Rotary Mixer

22. März 2018

Der Rotary-Mixer-Traum aller DJs?

Master Sounds Radius 4

Großbritannien ist bekannt für verschiedene Dinge: Die Queen, fish and chips, feuchtes Wetter und trockenen Humor. Auch aber für Produkte aus dem Pro-Audio Segment mit hoher Qualität. Allen&Heath ist hier sicher eines der Zugpferde, hat aber mit dem aktuellen Testprodukt nichts zu tun. Eine Verbindung gibt es trotzdem, die dem informierten Leser schnell auffallen wird. Ein Mixer-Test zu zwei Modellen, Master Sound Radius 2 und MasterSounds Radius 4.

MasterSounds, das ist eigentlich eine One-Man-Show aus Manchester, Ryan Shaw, der seit einigen Jahren schon Technics Plattenspieler umbaut und zum Beispiel mit Rega-Tonarmen versieht. Offenbar aber bestand auch der Wunsch nach einem Rotary-Mixer, den eigenen Ansprüchen genügend und es fand sich auch jemand, der das Innenleben hierfür konstruieren würde. Und an diesem Punkt schließt sich der Kreis zu Allen&Heath, oder besser gesagt, einem ehemaligen Mitarbeiter von Allen&Heath – in letzter Zeit sicher eher durch das PLAYdifferently Model 1 aufgefallen.

„Each Radius DJ Mixer is hand-built by Andy Rigby-Jones, ensuring the finest attention to detail“.

Es klingelt? Andy Rigby-Jones? Der Vater der Allen&Heath Xone-Serie, der sich nach über 15 Jahren im Hause A&H und Entwickler unter anderem des Xone:92 mit Richie Hawtin zusammentat um Richies Wunschmixer, das Model 1, zu bauen. Genau dieser steckt auch hinter dem Innenleben der Master Sounds Radius 4 und Radius 2. Union Audio ist die von ARJ im Jahr 2014 gegründete Firma, die neben der Entwicklung und dem Bau der Radius-Modelle wie schon genannt auch maßgeblich für die Entwicklung des Model 1 verantwortlich ist, auch wenn dieses bei A&H gebaut wird.

Noch ein weiterer Rotary könnte man jetzt fragen? Ja, noch ein weiterer und damit nicht der letzte. Die Radius-Modelle allerdings gibt es bereits seit dem letzten Jahr und funktionell unterscheiden sich diese von einigen anderen Konkurrenten, so wie allerdings die meisten Rotary-Mixer Unterschiede zueinander aufweisen.

MasterSounds Radius 4 – ein erster Blick

2 oder 4? Was wird benötigt? Was gibt der Geldbeutel her? Das Gute ist, den Master Sound Radius 4 gibt es auch als 2-Kanal-Version – oder anders herum. Unterschiede dabei? Eigentlich nur, dass dem einen zwei Kanäle fehlen, ansonsten sind die Geräte von innen wie auch außen gleich.

Da hier ein Radius 4 in Schwarz gelandet ist, wird dieser Test entsprechend auf diesen Bezug nehmen.

Geliefert kommt der Radius 4 unauffällig im Karton, verpackt mit ein wenig Styropor, dazu ein Netzteil und Bedienungsanleitung / Datenblatt als kleines Heft. Klassiker Andy Rigby-Jones aktuell: Der Mixer wird mit einem externen Netzteil betrieben. Das schirmt den internen Signalfluss von Einstrahlungen vom Netzteil ab und hält die Wärme draußen.

Der Radius 4, einmal ausgepackt, wirkt bereits auf den ersten Blick sehr solide und erinnert ohne Frage durch die aufgeschraubte Faceplate mit harter Kante an einen Xone:92, Xone:62 oder ähnlich.

Master Sounds Radius 4

Ein erster Blick…

Auf den ersten Blick wird aber auch klar, dass der Radius 4 zumindest an einem Punkt einen großen Schwung Purismus mitbekommen hat. Dabei wirkt der Mixer zunächst sehr kraftvoll und funktionell. Das ist er auch, Minimalismus fällt nur an einer Stelle auf.

Der Radius 4 ist breiter als hoch, die Maße betragen 35 x 19 x 8 cm bei knapp über 3 Kg Gewicht.

Rückseitig befinden sich wie zu erwarten alle Ausgänge bis auf den Kopfhörer-Out. Dieser befindet sich in Form einer 6,3 mm Klinkenbuchse an der Front.

Rein geht es in den Mixer per Cinch, Phono wie auch Line auf für jeden Kanal und XLR für die beiden Mikrofon-Inputs. Einen Master 2 gibt es nicht, dafür einen Rec-Out, Cinch. Raus geht es für den Master natürlich per XLR, für das Monitoring über 6,3 mm Klinkenbuchsen. Ebensolche finden sich für den Aux-Out und den Aux-Return / Master-Insert.

Master Sounds Radius 4

Rein und Raus auf der Rückseite

Mit Strom versorgt wird der MasterSounds Radius 4 wie schon genannt anhand eines externen Netzteils, 18- 19 Volt Wechselspannung. An- / Aus-Schalter und zwei Erdungsschrauben – damit ist die Rückseite vollständig beschrieben.

Die vier Kanalzüge sind vertikal angeordnet und nehmen dabei den gesamten Platz von oben bis unten ein. Rechtsseitig finden sich demnach der Master-Level wie auch Booth-Level, ein wenig für die Kopfhörer-Sektion, ein Metering und ebenfalls vertikal angeordnet ein Master-Isolator.
Jeder Kanalzug verfügt über einen Gain mit Mittenstellung (ohne Rasterung) für den Unity Gain mit einer Range von -∞ bis + 10 dB und einen kleinen Kippschalter für die Auswahl der Eingangsquelle. Darüber befindet sich in jedem Kanalzug ein Poti für den Aux-Out, nennen wir ihn lieber Send, inklusive einem kleinen Druckschalter für die Auswahl-Möglichkeit zwischen Pre- und Post-Fader.

Minimalistisch präsentiert sich der einzelne Kanalzug dahingehend, dass es keinen EQ im Kanalzug gibt, lediglich ein High-Pass-Filter. Das kommt einem zumindest vom Xone:S6 und Xone:V6 bekannt vor (Ich höre euch googlen! Es ist keine Schande, dass die Modelle nicht jeder sofort vor Augen hat), ist aber auch bei vielen anderen Rotary-Mixern in der Geschichte eine gängige Praxis.

Master Sounds Radius 4

Die Kanalzüge mit dem großen Level-Poti

Zwischen dem HPF mit großer Potikappe und dem Level-Poti mit noch größerer Kappe am unteren Ende des Mixers liegt pro Kanalzug eine kleine Cue-Taste. Diese sind gummiert mit schwarzer Oberfläche und rotem LED-Ring und hinsichtlich von Tasten so etwas das Geilste, was ich je an einem Mixer gesehen habe. Schaltet man den Mixer ein leuchten alle vier, bis man sie abschaltet – ein kleiner schöner Effekt.

Das Level-Poti als einer der wichtigsten Dreher besitzt die größte Faderkappe, verbaut sind ALPS RK27, der Klassiker.

Ein kleiner Blick nach rechts. Hier wie schon erwähnt Master- und Booth-Level, wie aber auch ein Regler für den Kopfhörer-Ausgang, ein Level-Regler. Einen Cue-/ Mix-Regler gibt es nicht, dafür einen Split-Cue Schalter.

Master Sounds Radius 4

Der Split Cue am Kopfhörer-Ausgang ist auch für das Metering relevant

An der Spitze sitzt das analoge VU-Metering, welches immer wieder ein Hingucker ist. In diesem Fall im inneren verbaut und nur leicht über die Gehäuseplatte hinausschauend, nicht verschraubt, wie bei einigen anderen Modellen.

Der MasterSounds Radius 4 in der Praxis

Irgendwie kribbelt es schon die ganze Zeit in den Fingern und es wird Zeit, den Radius Dreher mal zu Bespielen. An- und Abschluss aka Eingänge und Ausgänge belegen ist kein großes Problem und so gestaltet sich der Start einfach. Wie zu erwarten.

Einpegeln, Sound herausbekommen, generell gilt: Erst einmal alles aufdrehen. Den Gain natürlich nur bis zu der 12 Uhr Stellung, denn dort könnte man eigentlich erst einmal enden.
Liegt ein Signal an und hat man mal eines der Level-Potis bewegt, zeigt das VU-Metering auch einen leichten Ausschlag an. Leicht, denn sofort merkt man, dass der Radius 4 eine Menge Luft nach oben hat. In Bezug auf mein Monitoring lasse ich lieber die Finger davon hier den Mixer mal in Richtung der 0 dB zu fahren. Das würden meine Lautsprecher ohne vorheriges herunter Regeln nicht überstehen.

So steht mein Gain bei Null, mein Level-Poti bei ca. 1 Uhr. Tatsächlich reicht der „Faderweg“ hier von 7 bis 5 Uhr. Dass ich diesen nicht vollkommen nutze ist im Prinzip genau die Erfahrung, die man als DJ an einem Rotary schnell macht oder machen sollte: Lautstärken werden nach dem Gefühl und dem Hören ermittelt und eingestellt, nicht danach, dass der Fader oben gegen die Metallkante drückt, nicht weiter geschoben werden kann und demnach der Pegel richtig sein muss.

Tatsächlich muss ich also den Master ein wenig herunter drehen um den Level am Kanal voll aufdrehen zu können.
Mit Blick auf das VU-Metering zeigt sich hier zu auch eine Besonderheit. Ohne angewähltes Cue-Signal zeigt das Metering den Mix-Pegel an, pre Master-Regler wohlgemerkt. Das ist dann der Unterschied zwischen Mix-Level und Master-Level!

Master Sounds Radius 4

Das analoge VU-Metering

Wird auf einem Kanal die Cue-Taste gedrückt, wechselt die Anzeige des Metering L und R vom Mix-Level zum Level des Cue-Kanals. Wie schon erwähnt gibt es für den Kopfhörer eine Split-Taste. In diesem Fall hört man den Master rechts, das Cue-Signal links. Ebenso verhält es sich dann auch auf dem VU-Metering. Links wird der Pegel des Cue-Kanals gezeigt, rechts der Pegel des Mix-Signals.

Eine Besonderheit gibt es zudem noch. Wird der Pegel eines Kanal am VU-Metering angezeigt, in dem die Cue-Taste im Kanalzug gedrückt ist und übersteuert das Eingangssignal aufgrund zu hohem Eingangspegel oder Übersteuerung am Gain, dann wechselt die Hintergrundbeleuchtung des Meterings von der Farbe Weiß auf Rot immer dann, wenn der Input übersteuert wird. Ein schönes Feature.

Ein Gain am Mixer, mehr noch an der Oberseite, für einige Leute ist das nicht puristisch genug. Der Kritik muss man sich stellen. Einige Rotary-Mixer verzichten vollkommen auf diesen, andere verlegen den Gain an die Rückseite. Warum das Ganze? Nun, der Sinn eines Rotary-Mixers und der Art und Weise diesen zu bespielen beinhaltet für viele, dass eine Pegel-Kontrolle komplett über das Level-Poti erledigt wird, wie auch über das Gehör. Ein vorheriger Gain stört dies theoretisch, jedoch nur theoretisch. Natürlich kann man die Signale sauber einpegeln, hier hilft auch das VU-Metering, danach wird man das Level-Poti zumeist auf die selbe Position drehen, denn das Signal ist ja bereits gepegelt, Abweichungen nur noch minimal. Wer dies nun kritisiert hat natürlich Recht, vergisst aber, dass er ja alle Gains auf 0 setzen kann. Somit werden alle Eingangssignale gleich verstärkt, das Levelling kann komplett über die Level-Potis geregelt werden.
Theoretisch kann man diese auch nur bis zu der 1 Uhr- oder 2 Uhr-Position spielen und den Rest, bis 5 Uhr, als Headroom nutzen für leisere Platten. Möglich ist es also, niemand ist gezwungen, den Gain vorher zu benutzen. Headroom bietet der Mixer eh genügend, aber bei dieser Art und Weise würde dieser nicht einmal benötigt werden.

So viel zunächst zum Thema Gain und Level. Ach, der Gain heißt hier übrigens Trim, völlig egal.
Schauen wir einmal in den üppigen Kanalzug. Das ist etwas ironisch, ich weiß, schließlich sitzt hier nur ein HPF.

Versehen mit einer mittelgroßen Kappe im selben Stil wie die restlichen reicht der Drehbereich auch hier von 7 bis 5 Uhr. Ein großer Bereich für einen Filter, der häufig bei anderen Mixern als bipolares Filter gerade einmal mit einem Bereich von 12 bis 5 Uhr bedacht wird. Arbeiten tut dieses HPF in einem Bereich von 15 Hz bis 2 kHz mit eine Flankensteilheit von 12 dB/ Oktave. Das ist verhältnismäßig wenig, besser gesagt sanft, denn so klingt der Sweep mit dem Filter durch das Frequenzband. Sanft und sehr weich. Bei 2 kHz endet die Reise, was bedeutet, dass das HPF nicht zu völliger Stille führt. Im Mix sollte dies berücksichtig werden, sonst bleibt noch etwas im Hintergrund, was man eigentlich gar nicht mehr Richtung Master schicken möchte.

Selbstverständlich ist die Reduktion auf nur noch ein Filter pro Kanalzug eine sehr drastische, nicht aber das Maximum. Mehr noch gibt es Mixer, die nur über ein Level-Poti verfügen. Alles eine Frage des Workflows und der Art zu mixen. Zugegeben, ein High-Pass-Filter im Kanalzug ist etwas sehr luxuriöses, da viel gebraucht. So sanft wie hier arbeitend ist er wirklich eine Bereicherung und ersetzt problemlos einen Bass- und Mitten-EQ. Ich persönlich würde mich über einen EQ für die hohen Frequenzen freuen oder einen Low-Cut, aber ganz ehrlich betrachtet sind diese Frequenzen dann auch schlicht und einfach über den Pegel aus dem Mix zu entnehmen. So kann der HPF als einzige Option zur Klangregelung auf dem Kanalzug für einen sauberen Mix absolut ausreichend sein.

Master Sounds Radius 4

Level-Metering, Master EQ/Isolator und Master/Booth/HP

Was nun im Kanalzug zu sehr minimalem Eingreifen zwingt, lässt sich auf dem Master über den Master-Isolator ein wenig ausgleichen. Dieser ist positioniert wie ein Master EQ und wird von Master Sounds / Union Audi als Master EQ/Isolator beschrieben. Hier gibt es drei Bänder, High, Mid und Low. Getrennt sind diese bei 350 Hz zwischen Low und Mid, sowie 3,5 kHz zwischen Mid und High. Die Flankensteilheit beträgt auch hier 12 dB / Oktave, ist also sanft. Dagegen ist die Range umfassend, über das gesamte Frequenzband des Mixers. Diese hat es übrigens in sich. Bei einer Range von 25 Hz bis 50 kHz beträgt die maximale Abweichung + 0 / – 0,5 dB, 15 Hz bis 10 kHz + 0 / – 3 dB. Ziemlich geringe Abweichungen, wenn man ein Frequenzspektrum in der Breite von 15 Hz bis 100 kHz liefert.

Der Master EQ/Isolator agiert über das gesamte Frequenzspektrum, von Full Kill bis 12 dB Anhebung. Gerade mit dem Mittenbereich lässt sich ein wenig Wärme in Tracks zaubern, die hier ein wenig schwach sind. Der tieffrequente Bereich lässt sich über den Master-Isolator natürlich anders bearbeiten als mit dem HPF im Kanalzug. Klanglich sauber, weich und dennoch völlig killend kann so der Bassbereich „gezogen“ werden auf der Master-Summe.

Die Anordnung in vertikaler Form, eher einem EQ ähnlich, ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, ist man doch bei einem Master-Isolator eine horizontale Anordnung gewöhnt, aber ehrlich gesagt stellt das absolut kein Problem dar.

Master Sounds Radius 4

Ungewöhnlich: Die Kombination von EQ und Isolator als Master EQ/Isolater in vertikaler Form

Nach dem Master EQ/Isolator geht es nur noch raus und auch da gibt es einiges zu beachten. Für den Master- und den Booth-Out gilt folgendes: Bei Positionierung bei circa 1 Uhr hat man den Unity Gain / 0 dB erreicht. Darüber hinaus bieten beide Regler einen Headroom bis + 10 dB.

Zeit für einen Blick auf ein paar technische Daten des Master Sounds Radius 4. Viel kann man erwarten mit Hinblick auf den Entwickler und Erbauer, Andy Rigby-Jones und beide Modelle der Radius enttäuschen nicht. Der Dynamikumfang beträgt laut Erbauer mindestens 116 dB, die total harmonic distortion THD+N liegt bei 0,000026 % Line-In zu Master-Out bei 0 dBu, unity gain. Lange nicht mehr einen so verdammt niedrigen Wert gesehen. Im Vergleich, das PLAYdifferently Model 1 hat 0,008 % THD+N Line to Mix 1. Und dabei ist nicht gemein, dass das Model 1 hier eine Schwäche hat – die Radius Modelle sind einfach noch besser als sehr gut in diesem Punkt.

Der Headroom des Radius 4 beträgt, gleich des Radius 2, 27 dBu. Gern kann man hierzu erneut das Model 1 heranziehen als sicher einer der Mixer, die aktuell mit den besten technischen Werten aufwarten kann. 28 dBu (symmetrischer Output) Headroom und mehr als 112 dB Dynamikumfang.

Ist es demnach möglich, den MasterSounds Radius 4 ins Clipping zu fahren? Laut Anzeige ja, laut technischen Daten nicht. Der Headroom lässt genügen Platz um auch bei voller Nutzung des Gains und vollem Master EQ/Isolator kein Clipping zu erzeugen. Überfährt man natürlich bereits den Inputs, ist für danach nichts garantiert, aber das ist bei klassischen Zuspielern nicht realistisch. Klangliche Verzerrungen sind demnach am Radius 4 nicht zu Hören, auch wenn das Metering am Limit steht und die roten Lampen provoziert werden. Wer es also drauf ankommen lassen will, kann auch noch in dem Bereich mit einem sauberen Pegel arbeiten, zugegeben, ich weiß keine Situation, in der dies jedoch Sinn machen könnte. Wer einen solchen Mixer hinstellt, wird natürlich auch das Amping danach entsprechend Pegeln.

Klanglich kann der MasterSounds Radius 4 nicht nur durch den Headroom überzeugen, sondern vor allem durch einen sehr klaren und sauberen Klang, sauber getrennte Frequenz ohne Mittenloch, ein klarer und voluminöser Bassbereich und präzise jedoch nicht spitze Töne im hohen Frequenzbereich. Klanglich präsentiert der Mixer das Gefühl, dass er mehr kann, als man beim normalen Spielen nutzen wird und so fährt man den Mixer ohne Frage eher untertourig, statt das Maximum ausreizend.

Der Phono-Preamp leistet einen sehr guten Job und bietet genügend Verstärkung plus Headroom um mit den Line-Eingängen mithalten zu können.
Die 10 dB Extra-Headroom am Gain können, müssen aber nicht unbedingt genutzt werden.

Kleiner Exkurs noch zu den beiden Mikrofon-Eingängen. Braucht die jemand? Ja vielleicht möchte jemand kurz „oh yes, oh yes“ rufen oder eine kleine Ansprache zu seinem Set halten. Ob man sie braucht oder nicht, da sind sie in jedem Fall. Zwei Stück gibt es, nicht ohne Grund angeordnet unter den Inputs für die Kanäle 1 und 2. Auch wenn nicht sofort erkennbar sind diese hier eingebunden. Rückseitig gibt es jeweils einen Mic On Button, der Gain gilt auch hier für den Mikrofon-Eingang. Auch hier gelte die plus 10 dB Verstärkung. Zu wenig für das Mikrofon? Dann findet man unter einem der Füße auf der Unterseite eine Schraube zum Einstellen des Mic-Gains – und hier kann man eben diesen verstärken!

Forum
  1. Profilbild
    ricorose

    Bis auf den den Versuch, das externe Netzteil mit Argumenten, die im 21ten Jahrhundert eigentlich keine Rolle mehr spielen sollten, schönzureden, ein sehr guter Test/Bericht.

    • Profilbild
      Bolle  RED

      Vielen Dank! :)

      Warum ARJ diesen Weg gewählt hat, weiß ich nicht. Erkennbar aber ist, dass es offenbar geplant war, denn auch das Model 1 hat ein solches externes Netzteil. Es mag verschiedene Gründe haben – es mag auch Argumente geben, dass es Netzteile gibt, die Störungs-frei im inneren funktionieren. Kosten- und Nutzen sind dann natürlich auch zu beachten. Die technischen Daten vom Radius 4 zeigen ja, dass man hier schon bei der normalen Version sehr sehr gute Werte hat.
      Ich hab mit ARJ einmal über das externe Netzteil am Model 1 gesprochen bez. dieses Punktes und seine Ausführung war eindeutig, wobei ich gestehen muss, dass seine Erklärung für mich einfach zu hoch war. Verständlich, mit dem Know-How von ARJ können sich wohl wenige Menschen messen.
      Es mag auch Möglichkeiten der ausreichenden Wärmeabfuhr geben, die einen analogen Mixer nun definitiv beeinflusst, siehe Xone:92. Auch da wieder die Frage nach Kosten und Nutzen. Wenn ich ARJ das nächste Mal treffe, werde ich ihn noch einmal genau befragen.

  2. Profilbild
    Nis  

    Hatte damals den Xone 62 und benutze irgendwann nur noch den highpassfilter zum Mixen. Das tolle an dem Mixer war das man den EQ komplett rausnehmen konnte aus dem Signalweg. Hatte deswegen auch lange gehardert ob ich mir den Radius hole, da das Prinzip super ist und in verbindung mit der Masterklangregelung was das Mixen angeht für mich keine Wünsche offen läst. Plus Trimmregelung und Fx send pro Kanal.
    Nach dem Xone 62 kam dann auch die Rotaryzeit für mich.
    Der A&H V6 (eigentlich der große Bruder des Radius nur mit Röhre und etwas teureren Teilen) war mir viel zu teuer und so landete ich beim Resteverkauf des Urei 1620Le auf ebay, den ich immer noch besitze (999€ damals:)). Top Sound aber Mega am rauschen wenn man ihn aufdreht ohne Audiosignal. Habe mir dann als Zweitmixer (wegen der Werterhaltung) den E&S Djr 400 zugelegt der auch gut war aber im Vergleich zu meinem Bozak ar-4 nicht mehr mithalten konnte.
    Inzwischen auch verkauft.
    Ich mag einfach die Rackmixer lieber, kann gut auf die EQs verzichten und deswegen kommt heute auch mein neuer….. Der Alpha Recording System ars 4100 Rotary. Jetzt aber genug rumgeprollt!

    • Profilbild
      Bolle  RED

      Den V6 hätte ich auch gern…und den ARS4100 zum Testen :) Du wohnst nicht zufällig nähe Hamburg? :)

      • Profilbild
        Nis  

        Moin, auf Sylt:) ist nicht so weit würd ich sagen. Aber ich bin ehrlich gesagt noch nicht so richtig begeistert für das Geld. Schicke ihn wahrscheinlich wieder zurück. Hab ihn von Juno.uk.
        Der Sound ist gut, aber im Vergleich zu meinem Urei nur etwas transparenter. Bei einer Platte konnte man das Reverb und den Echo Effekt besser, klarer und etwas länger hören. Der Grundsound finde ich ist eher gleich. Auch bei den Übergängen, die Stücke werden zusammen geschweißt wie beim Urei. Das fehlte mir, so zum Beispiel für mein Empfinden, beim Ar-4.
        Der Mixer ars 4100 ist sehr leicht und schön schmal aber mich stört das Blech an der Rückseite. Zu dünn für mein Geschmack und man kann es an der Oberseite leicht Eindrücken. Nicht mein Ding für die Kohle.

        • Profilbild
          Bolle  RED

          Das ist mal eine Ansage!
          Nicht so einfach das perfekte Gerät für sich zu finden, leider muss man immer hier und da Abstriche machen…zumindest, bis man vielleicht eines Tages DAS Gerät findet….

          • Profilbild
            Nis  

            Ist auch eher subjektiv, habe ja keine Messgeräte. Vielleicht hab ich ja auch was mit den Ohren haha wer weiß. Werd mir dann doch den Radius zum testen holen. Ich will auch einfach testen und haben.
            Oder nen Iso-x von Bozak zur Erweiterung des Urei.
            Wer die Wahl hat sag ich nur….

  3. Profilbild
    zukei

    Your review is very helpful,
    I can trust.
    I really want you to answer.
    I am not a DJ.
    I would like to enjoy music with line source.
    I do not use phono of DJ mixer.
    I have a phono equalizer.
    Place the source of the phono equalizer in the dj mixer.
    Put the source of cd player in dj mixer.
    With such usage, the best sound quality is
    Which mixer?
    model 1
    FF 4.2 L
    radius 2
    I want to enjoy line sources with the best sound.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.