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Test: PLAYdifferently Model 1, DJ-Mixer

17. August 2017

Das Nonplusultra an Mixer-Technik?

Es ist nun schon über ein Jahr her, dass ein DJ-Mixer vorgestellt wurde, der, im Gegensatz zu vielen neuen Modellen aktuell, wirkliche Neuerungen versprach.
Zunächst nur auf der Messe nur persönlich präsentiert mit Verschwiegenheitserklärung und Foto-Verbot, später dann in Berlin vorgestellt für geladene Gäste vor und im Rahmen eines Boiler Room-Events. Die „Erbauer“, Richie Hawtin und Andy-Rigby-Jones, der Vater der Allen&Heath Xone-Serie, waren anwesend und stellten den PLAYdifferently Model 1 mit viel Geduld den Gästen, primär Acts der Techno-Szene vor. Danach endete alles in einem Boiler Room mit Hawtin, Dubfire, Ellen Allien, Fabio Florida und Joseph Capriati. Den Bericht dazu gibt es HIER.

Richie Hawtin b2b Dubfire / Boiler Room & Model 1 Presentation 2016, Arena Club, Berlin

Kurz reinlesen dürfte nicht schaden, ich verkneife mir große Wiederholungen und baue auf ein wenig Grundwissen auf, ansonsten artet dieser Bericht unweigerlich im Umfang aus.

Im Kurzen zur Erinnerung: Das PLAYdifferently Model 1 ist konsequent und kompromisslos der Mixer, den Richie Hawtin für genau sein Setup hätte. Das heißt auch, dass er genau auf seine Arbeitsweise ausgelegt ist. Im Umkehrschluss heißt es aber auch: Nicht jedem wird die Funktionsweise gefallen. Mir auch nicht an einigen Punkten, um ehrlich zu sein, aber spezielle Produkte sind halt speziell. An anderen Punkten setzt dieser Mixer Maßstäbe auf einer Höhe, die für andere Hersteller nur von unten zu betrachten ist.

Also, ein kurzer Rundumschlag: Das Model 1 ist ein analoger 6-Kanal-Mixer mit zwei Send- und Return-Wegen, keinem klassischen 3-Band-EQ, zwei Kopfhörerwegen und ein paar netten Features, die ansonsten kein anderen Mixer bietet, kompromisslos in Funktion aber auch Klang.

Das PLAYdifferently Model 1

Fangen wir aber vorne an. Volle 6 Kanäle bietet das Model 1. Volle 6 heißt schon, es ist kein 4+1 Mixer oder ähnliches, kein „+“ durch ein Mikrofonkanal oder Aux-In. 6 heißt 6, volle Kanal-Züge nebeneinander, mit allem. Wer das Setup von Hawtin kennt weiß, die braucht er auch. Beim Xone:92 passte dies, da er die beiden Return-Wege ebenso voll nutzte, so gesehen ist der Xone:92 auch ein 6-Kanal-Mixer. So wiederum gesehen ist das Model 1 aber doch ein 6+2-Mixer, denn zu den 6 Kanälen gibt es noch 2-Return-Wege, die aber nicht als Kanalzug, sondern minimalisiert oben links zu finden. Dafür aber kein Mikrofonkanal. Ich bin mal gespannt, wann der erste darüber meckert. Meine Meinung dazu: Das darf niemand außer Carl Cox. Es gibt übrigens auch keinen Crossfader. Platz zum Meckern hier _ .

Volle 6 Kanäle heißt aber auch, es gibt eine richtig volle Rückseite? Spoiler: Dem ist nicht so.

Rein, raus und Strom

Die Rückseite wirkt sehr aufgeräumt, gerade mit Hinblick auf das, was man erwarten könnte.
Auffallend zunächst: Pro Kanalzug gibt es nur einen Input in Form von zwei Cinch-Buchsen. Paralleler Anschluss von zwei Zuspielern ist nicht vorgesehen, bei sechs Kanälen nicht notwendig.

Immer wichtig: die Rückseite

Line-Inputs finden sich an allen sechs Kanälen, ein Phono-Preamp findet sich in den Kanälen 3 bis 5. Unter den großen Erdungsschrauben in jedem der Inputs findet sich dazu ein kleiner roter Druckschalter, der den Phono-Preamp aktiviert. Es sind vermutlich die längsten Erdungsschrauben, die ich je gesehen habe. Das ist auch gut so, denn sie sind nicht gekontert von der Rückseite. Unschön, denn in meinem Paket lag eine der Schrauben bereits lose unter dem Mixer.

Der Master-Ausgang ist selbstverständlich als XLR (Master1) vorhanden, ebenso aber auch als 6,3 mm Klinke (Master2). Der Monitorausgang findet sich ebenso als 6,3 mm Klinke. In identischer Form finden sich auch die bereits erwähnten Send- und Return-Wege.

Soweit so gut, nun wird es interessant. Neben den Sends (als Aux bezeichnet) finden sich zwei Link-Buchsen, D-Sub, 9 Pin. Ein In, ein Out. Mit Hilfe dieser Buchsen lassen sich mehrere Model 1-Mixer kombinieren. So lässt sich die Anzahl der Kanäle erhöhen oder aber es bietet sich die Möglichkeit zu einem breiteren Setup, wenn mehrere Performer spielen wollen.
Dabei gibt es einen Master-Mix an einem der Geräte für den Master-Out wie den Booth-Out, weiterhin können beide Cue-Wege auf allen Mixern gemeinsam genutzt werden. Ich erinnere daran, dass es ähnliche Überlegungen hinsichtlich des Xone:DB4 einmal gab, aber nicht so ganz offiziell, also ist es auch nie etwas geworden. Wichtig: Die Mixer müssen zugewiesen werden, könnte man es nennen, eine Art Master und Slave. Ein Mixer bleibt Main-Mixer, der zweite wird eine Art Slave. Dazu gibt es auf der Unterseite an der Rückseite unter einem der Gummifüße eine kleine Öffnung, in der ein kleiner Druckschalter versteckt ist.

Damit ist das Ende der unerwarteten Steckverbindungen aber noch nicht erreicht. D-Sub-Anschlüsse in Form des Tascam DB25-Standards. Zwei Eingänge, ein Ausgang finden sich hier. Über die D-Sub-Eingänge lassen sich alle acht Stereokanäle des Mixers anspielen – 6 Kanäle des Mixers wie die beiden Stereo-Returns, sofern in den Klinkeneingängen nichts steckt. Hier zeigt sich die volle Durchsetzung des Anspruchs von Richie Hawtin. Dieser nutzt aktuell ein Antelope Interface, Orion32, mit D-Sub-Ausgängen natürlich. So wird das Model 1 perfekt ins eigene Setup eingebunden. Der D-Sub-Ausgang des Model 1 wiederum ist ein pre-Mix1-Regler-Signal des Masters, Aux 1 und 2 und Cue-B. Warum Cue-B? Dazu später mehr!

Schön ist die Lösung der Stromversorgung. Nicht finden wird man das klassische Kaltgerätekabel, dafür aber zwei Buchsen, PSU1 und PSU2. Klare Ansage also: Das Netzteil ist extern und es können zwei davon parallel angeschlossen werden.

Zwei Netzteile – hier ist man sehr vorsichtig und schützt den Mixer vor dem Ausfall, sollte ein Netzteil einmal die Funktion einstellen. Das finde ich in der Tat sehr bemerkenswert, sind Mixer meiner Erfahrung eher selten der Grund für Sound-Ausfälle. Da fallen mir eher viele andere Dinge ein. USB-Kabel, wackelige Buchsen, Interfaces, Laptops.
Wackelige Buchsen sind ein gutes Stichwort, gibt es hier auf keinen Fall. Eine Arretierung am Stecker schützt das Kabel vor dem versehentlichen Rausrutschen oder Rausziehen. Tatsächlich eine sehr gute Idee. Ich kenne es zumindest von Umbauten im Live-Bereich, dass man bei den klassischen Kaltgerätesteckern gerade bei Mixern sehr aufpassen muss, dass sie nicht rausrutschen bei Umkabelaktionen oder beim Bewegen des Mixers. Gerade bei unterschiedlichen Setups wird ein Mixer gern mal um ein paar Zentimeter verschoben – häufig zu viel. Aufgepasst und ein Problem ausgeschlossen. Guter Job.

Der Record-Out wäre dann wiederum ein Punkt, an dem man das mit dem „guter Job“ wieder zurücknehmen könnte. Dieser findet sich nicht an der Rückseite, sondern an der Oberseite und das auch nicht in Form von 6,3 mm Klinke oder Cinch, sondern in Form einer 3,5 mm Stereoklinke. Der Punkt, an dem man nun Kritik üben könnte, entpuppt sich in meinen Augen als gar keine schlechte Idee. Wer professionell sein Set mitschneiden möchte, der wird im Einsatz des Model 1 sicher seine Möglichkeiten finden. Abnahme am FoH zum Beispiel. Alternativ gäbe es ja auch noch den Master 2 Ausgang. Die kleine Buchse an der Oberfläche ist eher für das spontane Aufnehmen mit dem handlichen Recorder gedacht, die in den günstigen Versionen häufig nur eine 3,5 mm Klinkenbuchse als Eingang besitzen, höherwertig natürlich XLR/Klinke-Kombibuchsen. 3,5 mm als Buchse wie als Stecker ist natürlich keine besonders belastbare Verbindung und von uns allen nicht gern gesehen, aber sie funktioniert. Für das schnelle Anschließen finde ich die Buchse oben sogar sehr viel angenehmer als „hinten unten“. Wenn ich sehe, wie einige Leute am Mixer im laufenden Betrieb rumfummeln, idealerweise wenn der vorherige Act noch spielt, um die Cinch-Kabel in den Rec-Out, der ja zumeist unter allen anderen angeordnet ist, hineinzu“stopfen“, wird mir manchmal wirklich schlecht. So gesehen, keine schlechte Idee, einen solchen Ausgang in greifbarer Nähe zu platzieren. Kurze Info dazu: Post Master-EQ, aber Pre-Master-Regler.

Oberfläche des PLAYdifferently Model 1

Jetzt sind wir schon an die Oberfläche gerutscht thematisch, bleiben wir doch direkt hier. Diese präsentiert sich mattgrau, Beschriftungen wie Markierungen sind weiß, ebenso die runden LED-beleuchteten Tasten. Die Tasten selbst sind von der Art her wirklich neu. Kunststoff, rund, LED-beleuchtet. Bei den größeren Tasten der Cues sieht man die LEDs sogar unter / in der Taste, fancy (im positiven Sinne). Je nach gewähltem Eingang ändert die LED im Wahlschalter des Eingangs die Farbe. Leuchtet sie nicht, ist der Line-Eingang gewählt. Rot steht für den Phono-Input, weiß (und gedrückter Schalter) für den D-Sub-In.

Schönes Feature: Die Helligkeit der LEDs der Schalter wie auch parallel des Meterings lässt sich stufenlos verändern. Dazu findet sich neben dem sechsten Aux 1 ein kleiner Regler.

Filter- und Cue-Tasten, rote und weiße LEDs

Rechts finden sich wie gewohnt Master- und Booth-Regler. In diesem Fall gibt es dank zweier Ausgänge auch zwei Mix-Regler, dazu einen für den Monitor.

Sehr stark finde ich, dass es für alle Wege raus einen zusätzlichen EQ gibt. So gibt es für den Booth Out einen 2-Band-EQ mit Höhen und Tiefen – Flat bei 1000 Hz, eine mögliche Anhebung von 10 dB zwischen 20 und 50 Hz bei einer möglichen Absenkung von 10 dB oder mehr ab circa 50 Hz. Im hohen Frequenzbereich erreichen wir eine Abhebung und Absenkung von 10 dB bei 20 kHz.

Master und Booth, samt EQ für beide Ausgänge

Ein Blick auf das Frequenzdiagramm verdeutlicht es.
So ist die Möglichkeit gegeben, das eigene Monitoring selbst zu steuern, nicht nur in Lautstärke, sondern auch im Klang. Eine unfassbar gute Funktion, denn häufig ist das Monitoring bedeutend schlechter als die Main-PA. Hier selbst für ein wenig Luft sorgen zu können, kann Gold wert sein.

Frequenzgang Booth-EQ

Ähnlich verhält es sich bei dem EQ auf dem Master-Out. Dieser asymmetrische EQ bietet drei Bänder, Low, Mid und High. Er wirkt sich, wichtig, aus auf beide Master-Wege, Record-Out und auch auf den Booth-Out. Der EQ bietet einen An/Aus-Schalter, Nulldurchgang-geschaltet. Das heißt im Klartext: Es knackt nicht beim Ein- oder Abschalten. So kann dieser EQ einerseits genutzt werden, um Schwächen der PA auszugleichen. Das kommt mir häufig unter, dass ich merke, dass die PA in den hohen Frequenzen zu bissig klingt. Anstatt in allen Kanälen dann die Höhen ein wenig abzuschwächen, bietet sich hier die Möglichkeit, generell bestimmte Bereiche zu bearbeiten.
Andererseits bietet der Master-EQ die Möglichkeit, gerade auf Grund des Schalters, als Performance-Tool genutzt zu werden, ähnlich eines Master-Isolators, häufig zu finden an Rotary-Mixern.

Frequenzgang Master-EQ

Und so klingt der Master EQ, alle Bänder durch von Minimum bis Maximum.

Während die Potis des Master-EQs mit großen Kappen versehen sind und die jeweiligen Mix-Regler mit kleinen etwas versenkten Kappen, verhält es sich bei dem Booth-Out anders herum. Level groß, EQ klein. Verständlich hinsichtlich der Nutzungsweise des Master-EQs als Performance-Tool.

Ein wenig versenkt ist auch bei der Sektion für den Cue A der Cue-/Mix-Regler, der Level-Regler ist auf normaler Höhe. Hierfür gibt es leider einen Abzugspunkt, denn der Cue-/Mix-Regler wird doch von vielen DJs häufiger genutzt, als offenbar bei der Entwicklung gedacht wurde. So wie aktuell produziert, ist es leider ein wenig fummelig. Weiterhin führt es offensichtlich dazu, dass der Druck um diesen Regler schneller abkratzt, wie sich an meinem Testmodell zeigt, welches bereits mit den ersten Anzeichen dazu geliefert wurde. Das sollte bei einem Gerät dieser Preisklasse nicht passieren.

Was der Trim am Eingang bewirkt, lässt sich in jedem Kanalzug an einer 10-gliedrigen LED-Kette ablesen, ebenso findet sich dieses als Master-Meter. Umgedreht sind die Farben bei diesem. Von -25 bis 0 sind die LEDs rot, danach folgt orange bis +9, die Peak-LED ist weiß. Endlich einmal ein Mixer, den man im roten Bereich spielen kann.

Eine Empfehlung des Hersteller dazu: Nominal scale ist bei -6 dBu. Das Model 1 hat 28 dB Headroom, es ist also kein Problem, über dem Null-Wert des Meterings zu spielen. Es wird aber empfohlen, maximal +6 zu erreichen, im Peak maximal +9. In jedem Fall ist es quasi nicht möglich, das Model 1 ins Clipping zu fahren – außer es ist gewollt. Dazu später mehr.

Die Send-Wege finden sich wie vom Xone:92 über den Kanalzügen. Zwei Sends, einer davon Pre-Fader schaltbar. Die Returns finden sich links mit je einem Trim-Regler, der sich ebenfalls in einen Drive-Bereich fahren lässt.

Oben die Sends, links die Returns samt Metering, Trim und Level

Eine viergliedrige LED-Kette von -15 bis Peak erlaubt ein Einpegeln des Eingangssignals. Ein Level-Regler wiederum erlaubt die Lautstärkeanpassung hinsichtlich des Mixes. Jeder Return-Weg kann auf dem ersten Kopfhörerweg abgehört werden, beide Return-Wege können per Knopfdruck auf das Master-Filter geroutet werden. Nicht vorhanden, wie z. B. bei einem Xone:92, ist ein EQ für den Return-Weg. Ich weiß nicht, wie ihr den nutzt beim Anschluss von Effektgeräten, ich kann darauf verzichten. Bei mir läuft ein Eventide Time-Factor mit, der lässt eine Filterung des Delays mit einem High-Pass-Filter dazu, daher ist dies am Mixer nicht mehr notwendig. Nutzt man jedoch ein anderes Delay und möchte eigentlich nur die Mitten und Höhen zurück erhalten, hilft das Model 1 glücklicherweise dennoch. Ein Knopfdruck und für beide Return-Wege ist ein Low Cut Filter gesetzt. Perfekt! Schnell die Daten dazu: Die Flankensteilheit beträgt 6 dB pro Oktave, angesetzt ist das Filter bei 320 Hz.

Die Send- und Return-Wege lassen sich so perfekt für externe Effektgeräte nutzen, gerade das LED-Metering finde ich dabei eine gute Idee. Natürlich muss man sich dabei ein wenig am Riemen reißen, denn perfekt eingepegelt bedeutet hier, dass nur eine LED, maximal im Peak mal die zweite der vier LEDs, leuchten.

Die unterschiedlichen Funktionen der Regler lassen sich anhand der unterschiedlichen Potikappen sehr gut überblicken. Diese sind nicht nur in Form, sondern auch in der Farbgestaltung differenziert. So sind die Kappen der Filter besonders groß, besitzen einen weißen Ring an der Spitze und einen großen weißen Streifen, der den Wert anzeigt. Die Trims/Gains besitzen einen roten Streifen, die Sends einen weißen. Die Kappen des EQs sind dünner, besitzen einen weißen Streifen und eine weiße Oberseite. Andere Potis wiederum sind etwas versenkter platziert. Intuitives Hingreifen und Erkennen der Potis an Farbe und Form gestaltet sich sich an keinem DJ-Mixer so perfekt wie hier.

Klangbeispiele
Forum
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    dilux  AHU

    also 3400,- € sind ja schon ein pfund und ich frage mich, womit denn der hohe preis gerechtfertigt wird? im recording-bereich bekommt man bei den mischpulten für das geld schon richtig was geboten. wie ist denn z.b. der klang der phono-preamps? und auch wenn ich mich im dj-bereich nicht ganz so gut auskenne, so sind doch die direkten konkurrenten für den model 1 wohl rane und ecler und die sind, glaube ich, schon günstiger. ich hab mal was über einen mixer von formula gelesen, der noch teurer war, der anscheinend aber auch klanglich sehr weit vorne lag.
    kurz gesagt, ich finde den preis für das gebotene vielleicht doch zu hoch…

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    Bolle  RED

    Rane MP2015, damals, als es ihn noch gab, rund 3300,- €, als digitaler Rotary.
    Ecler ist raus, andere Liga.
    Pioneer DJM-900NXS2 als das Massenprodukt 2300,- €.
    Die Preise sind gestiegen.
    Hier schlagen Entwicklung und geringe Stückzahl natürlich aber umso bedeutender zu – gerade da es ein neuer Mixer ist, der nicht auf Vormodelle zurückgreifen kann.

    Formula Sound ist Liga wie Rodec, sicherlich sehr gute Qualität aber hinsichtlich der Entwicklung doch nur ein Mixer klassischer Bauart.

    Hier liegt das Model 1 hinsichtlich Innovation und Entwicklung definitiv über allem, was der DJ-Mixer-Markt aktuell bietet.

    Und deswegen darf da, in meinen Augen und nach meinem Empfinden mit Blick auf die Marktsituation, auch der Preis draufstehen. Er muss es sogar.

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      xhanibalx  

      Gibts Ecler überhaupt noch so richtig? Ich wünsche mir sehr das die mal wieder so ein richtiges Schlachtschiff bringen. Nutze den Nou 4.0 der ist super aber kann nicht so viel als voll Analoger. Hoffe ja das Ecler in seiner winzigen Nische gut überlebt.

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    AMAZONA Archiv

    Ein DJ mit einem Mischer für 3400 Euro? Dieser DJ muss ehrlich gesagt schon sehr wichtig sein, es soll ja solche Leute geben die für das zurechtmischen von bereits fertiger Musik so ein extravagantes Teil benötigen. Okay ich hab mich gerade sehr unbeliebt gemacht, aber ich werde es nie verstehen, ausserdem sieht das Ding gar nicht teuer oder schön oder interessant aus, eher wie ein Behringer Mischer. Einzig diese ungehaltene Flut an Anschlüssen könnte beeindruckend wirken. Sollte ich mich irren dann kann sich ja derjenige melden.
    Okay es gibt ja auch Gitarren für 10000 Euro…. Das ist zwar verrückt aber wenn es sein muss dann her damit.

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      swellkoerper  AHU

      Sehe ich nicht ganz so. Wieviele Performance-orientierte Mixer mit symmetrischen Anschlüssen, Stereo-Sends und sweep-fähigen Filtern gibt es denn sonst noch? Gerade im Studio/Liveact-Kontext macht der Model1 extrem viel her, ein Mixer mit 2 Octatracks, einem kleinen Modularsystem und 2 Edel-Stompboxen von Strymon oder Eventide ist ein verdammt potentes Setup. Trotzdem, preislich für mich jenseits von Gut und Böse. Ein Xone92 ist auch sehr sexy und viel günstiger zu haben.

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      Kutscher  

      Hallo Amazonamann,

      hier geht’s eher nicht um klaschisches DJing mit Zwei Tracks, sondern eher um Live Performance in dem mehrere Suquenzer parallel Abgespielt werde, und man auch diese gegenseitig mit Sidechain versorgen kann. Ist halt auf Hast in und seine Spielwiese angepasst. D.h. Ableton Machine und Hardware Paralel. Ungefähr als ob man im Club einen Roughmix abliefern will, und das auch zu zweit.

      Mich Stört das fehlende USB Interface um Software direkt einzubinden. Ansonsten ist ne Menge an dem Ding Geschmackssache. Ist auch eher als Instrument denn als Mixer zu Verstehen.

      Gruß Kutscher.

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        Bolle  RED

        Ich sehe Contra gab es schon, good job! :)
        Zum Thema Soundkarte: Ja wäre fein. Aber ein Interface auf Antelope Qualität noch zu verbauen, hätte den Preisrahmen dann doch sicherlich komplett gesprengt. + in der Liga schwören viele ja dann doch auf die Soundkarte der eigenen Wahl – andere brauchen sie gar nicht. Ich finde, hier wurde konsequent und sinnvoll dieses Feature nicht verbaut.

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    DJ Ronny  

    Danke erstmal für den ausführlichen Bericht. An der Preis Diskussion beteilige ich mich nicht, denn es gibt auch ander Hobbys die sehr viel Geld kosten. Das Teil ist wie es ist. Ich hatte noch nicht die Gelegenheit es aus zu probieren, kommt vielleicht auch nie.
    Toll finde ich aber das es immer mal wieder Mixer gibt die anders sind als die Masse.

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    MC

    Bolle,

    Denkst du, der Denon SC5000 wäre ein gutes Paar für den Model 1?
    oder denkst du nehme an, dass der Model 1 am besten für Controller geeignet ist?

    Danke

    • Profilbild
      Bolle  RED

      Klar, tendenziell ist jeder Zuspieler gut an einem Model 1 :) Das einzig, was das Model 1 nicht liefern kann, ist ein Pre EQ Kopfhörer Weg, was ich persönlich vermisse, da viel höre und lange mixe.
      Das hat ein DJM aber z.B. auch nicht. Wenn man mit den parametischen Mitten klar kommt, ist das Ding eine Macht…

      • Profilbild
        MC

        Der Grund, warum ich frage, ist, weil ich Denon bekommen kann, oder digital mit Controllern gehen und den DSI Tempest bekommen kann. Schwierige Wahl.

        Was würden Sie tun?

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