Test: Music Man St. Vincent, E-Gitarre

25. Juli 2017

Avantgarde meets Rock 'n' Roll

Bereits in meinem Review über die Music Man Valentine hatte ich mich verwundert darüber geäußert, dass die Eingangsvoraussetzungen für einen Endorsement-Deal bei Music Man wohl drastisch geschrumpft sind. Mittlerweile geht es nicht mehr ganz so elitär zu und zwischen den Megastars wie Steve Morse, John Petrucci, Steve Lukather oder Albert Lee tummeln sich zunehmend Musiker, die nicht gerade durch ihre besonders virtuosen Fähigkeiten in den Fokus des Gitarrenuniversums bzw. dem von Ernie Ball bzw. Music Man gerückt sind. Die Firma beschreitet also in diesem Sektor neue Wege und nachdem der Gitarrist der Band Maroon 5, James Valentine mit seinem Signaturemodell in den erlesenen Zirkel aufgenommen wurde, rückt nun eine Multi-Performance-Künstlerin nach. Ihr Name: St. Vincent. Und so lautet auch der Name ihres Instruments – Music Man St. Vincent.

Facts & Features

Ich höre schon, wie sich die zwei Lager bereits versammeln! Klar, die Meinungen über die Optik der Music Man St. Vincent reichen von „geht ja mal gar nicht“ bis „wunderschön und avantgardistisch“. Mir persönlich gefällt dieses Design sehr gut und wenn man die famose Fertigungsqualität der Gitarre hinzuzieht, dann kann man den Ingenieuren und vor allem der Künstlerin St. Vincent zu diesem mutigen Schritt nur gratulieren. Doch alles der Reihe nach.

Der Korpus der Music Man St. Vincent

So überraschend ausgefallen ist das Korpusdesign für den Hersteller Music Man eigentlich gar nicht. Schon mit dem Albert Lee Modell oder der Armada hat die Firma Mut beim Kreieren neuer Formen und Farben bewiesen. Ein wenig von der Form der Armada scheint auch die St. Vincent abbekommen zu haben, die schmale Taille in der Mitte des Korpus und die konturierte Fräsung auf der Decke zeigen hier eindeutige Parallelen zum erfolgreichen Schwestermodell. Der Korpus unserer St. Vincent besteht aus afrikanischem Mahagoni, das wohl zu einer sehr leichten Gattung zählt. Denn trotz drei Pickups und einem Vibratosystem mit Toplock-Mechaniken an Bord wiegt die Music Man St. Vincent nur knapp über 3 kg. Und ist damit so schlank und rank, wie auch die Künstlerin selbst.

Unser Testinstrument besitzt eine deckend blaue Lackierung in Music Man typischer Premiumqualität. Erhältlich ist die Music Man St. Vincent übrigens noch in mattem Stealth Black, Tobacco Burst, Heritage Red oder in hochglänzendem Schwarz.

Der Hals der Music Man St. Vincent

Eigentlich würde man ja vermuten, dass Music Man, wie bei vielen anderen Modellen aus deren Premiumliga, auch bei der St. Vincent auf die neuen und heiß begehrten „Roasted Maple“ Hälse setzt. Dem ist leider nicht so, denn der Hals der St. Vincent besteht aus einem Stück handselektiertem Palisander mit separat aufgeleimtem Palisandergriffbrett. Das sieht zwar fast so gut wie das „geröstete Ahorn“ aus, aber eben nur fast. Überraschend ist vor allem die Tatsache, dass der Hals inklusive des Griffbretts nicht aus dem Vollen gefräst wurde, sondern aus zwei zusammengeleimten Teilen besteht. Das ist eher ungewöhnlich für die Preisklasse, in der sich die St. Vincent bewegt. Sein Profil hingegen ist typisch Music Man – schmal, kräftig konturiert und mit einer wunderbar natürlichen Oberfläche, die ein müheloses Gleiten der Greifhand ermöglicht. Lob gibt es auch für die vorbildliche Verarbeitung von Bünden und dem Sattel, der auch hier für eine bessere Intonation längenkompensiert wurde.

So avantgardistisch und exklusiv die Gitarre wirkt, so „altbacken“ wirkt die Kopfplatte im Kontrast dazu. Sicher, der zierliche Headstock mit seiner 4-2 Anordnung der Mechaniken ist ein Markenzeichen der Gitarren von Music Man, hier hätte man aber von einer Künstlerin und einem erfahrenen Team von Gitarrenbauern doch etwas mehr Kreativität erwarten können. Zumindest ein „Matched Headstock“, also die Kopfplatte ebenfalls in diesem herrlichen Tiefblau lackiert, würde die Optik insgesamt deutlich aufwerten.

Bei den übrigen Modellen mit ihren eher dunkleren Lackierungen ist das zwar ebenfalls nicht besonders schön anzuschauen, fällt aber dort eher weniger auf. Letzten Endes bleibt das natürlich auch immer eine Frage des (guten) Geschmacks.

Pickups & Elektronik der Music Man St. Vincent

Gut ein Drittel der Decke wird von einem weißen Pickguard bedeckt, in dem sich zwei der insgesamt drei Custom Mini-Humbucker von DiMarzio befinden. Es sind reine Doppelspuler, die ausschließlich als solche funktionieren, d.h. eine Singlecoil-Schaltung ist nicht vorhanden. Dafür aber recht interessante Schaltungsvarianten, wie die folgende Grafik zeigt:

— Schaltungsdiagramm der Music Man St. Vincent —

Ein satt rastender Fünfwegeschalter sowie je ein Regler für Volume und Tone komplettieren die Elektrik der Music Man St. Vincent. An der Qualität der elektrischen Bauteile gibt es nichts auszusetzen, allerdings hätte man die zwei Regler und den Schalter besser ein Stück weiter vorne in Richtung Pickguard auf der Decke angebracht. So ist es speziell bei eingestecktem Vibratohebel ziemlich umständlich, den Pickup-Schalter zuverlässig zu erreichen.

Ähnlich verhält es sich mit den beiden Potis, hier geht ohne Abnehmen der rechten Hand vom Steg bzw. Vibrato gar nichts, will man denn Korrekturen an Lautstärke oder Klangfarbe der Gitarre vornehmen. Hat man sie aber erst einmal erreicht, so erweisen sich deren dreieckig geformte Potiknöpfe aus weißem Kunststoff als sehr griffige Gesellen.

— Die Anordnung der Potis und des Schalters auf der Decke ist nicht ganz optimal gelöst —

Die Hardware der Music Man St. Vincent

Die besteht aus dem auf zwei Bolzen gelagerten Music Man Vintage Vibrato und den Schaller Klemmmechaniken mit ihren Perlmuttknöpfen an der Kopfplatte. Zur bequemen Ablage der rechten Hand dient eine verchromte Abdeckung über den Saiternreitern, die natürlich aus Stahl bestehen und mit dem Rest des Vibratoblocks um die Wette strahlen. Abgesehen vom praktischen Nutzen dieser Abdeckung, die man ja so gut wie an allen Gitarren von Music Man Vibrato findet, sieht dieses System auch noch verdammt gut aus. Und es ist sogar weitestgehend stimmstabil, wie sich später noch herausstellen wird.

Schweben oder nicht schweben?

Ab Werk liegt der Vibratoblock fest auf der Decke auf. Ein echtes „Schweben“ des Systems wäre auch kaum möglich, denn in der Decke findet sich unterhalb des Blocks keinerlei Fräsung im Holz, mit der dann auch „Upbendings“ möglich wären. Aus eigener Erfahrung und als langjähriger Spieler von Music Man Gitarren weiß ich aber, dass man ein solches Vibratosystem (in gewissen Grenzen) auch zum Schweben bringen kann. Ein Ganzton nach oben sollte durchaus möglich sein. Wer sich da nicht ran traut, der kann es entweder so belassen oder sollte einen Fachmann diese Arbeit ausführen lassen. Denn mit einfachem Anheben des Vibratoblocks durch Drehen an den zwei Bolzen ist es leider nicht getan.

Der zugehörige Vibratohebel wird eingesteckt und verschwindet nach Benutzung aus dem Aktionsradius der rechten Hand. Zudem ist kein Spiel in seinem Sitz spürbar. Dafür gibt es einen riesengroßen Pluspunkt!

— Form follows function – das Music Man Vintage Vibrato mit „Aschenbecherabdeckung“ —

Zur guten Stimmstabilität des Systems tragen natürlich auch die Klemmmechaniken bei, die in Music Man typischer 4-2 Anordnung an der Kopfplatte sitzen. Es sind Tuner des Typs M6-IND von Schaller in Chromausführung, die mit Perlmuttknöpfen ausgestattet sind und erwartungsgemäß ein sehr solides Bild abgeben. Sie drehen sich linear und somit ohne größere Überraschungen auf ihren Achsen, zudem erlauben die groben Randierungen der sechs Rändelschrauben stets einen zuverlässigen Griff zur Arretierung der Saiten. Auf dem folgenden Bild kann man nicht nur die Mechaniken gut erkennen, sondern auch die matt lackierte Rückseite der Kopfplatte.

Zwischenzeugnis

Wie zu erwarten, präsentiert sich die Music Man St. Vincent als ein absolut perfekt verarbeitetes Instrument aus den heiligen Hallen von San Luis/Obispo. Kritikpunkte könnte man höchstens in Sachen Ergonomie vergeben, damit ist die Anordnung der Potis und des Schalters gemeint, die sich nicht so locker und so lässig mit der rechten Hand erreichen lassen. Vor allem dann nicht, wenn der Vibratohebel eingesteckt wird. Das war dann aber auch schon alles und somit ab zum Soundcheck!

Sound & Praxis mit der Music Man St. Vincent

Die Bespielbarkeit ab Werk geht bei unserem Testinstrument in Ordnung. Luft nach oben bzw. in diesem Falle nach unten für eine angenehmere Saitenlage wäre aber noch drin gewesen. Der Grundsound der Music Man St. Vincent ist von einem kräftigen Mittenbild geprägt, dagegen fallen die Werte in puncto Sustain etwas enttäuschend aus. Hätte man so gar nicht erwartet bei der Konstruktion des Korpus aus (afrikanischem) Mahagoni. Aber so ein „Mittenpunch“ hilft ja schon mal ungemein, um sich im Bandgefüge Respekt zu verschaffen und das kann die St. Vincent ganz prima! Das zeigt der Sound der Gitarre am Amp schon nach wenigen Minuten und ein paar locker gespielten Licks und Akkorden.

Dabei gibt es aber auch Licht und Schatten bei den Pickup-Konfigurationen zu vermelden. Grundsätzlich klingen die Pickups schon sehr nach Humbucker. Kein Wunder, sind ja auch welche! Damit ist aber eher gemeint, dass der ohnehin schon sehr mittige Grundsound der St. Vincent von den Tonabnehmern noch einmal verstärkt wird. Das erzeugt überwiegend interessante Kombinationen, die sich bestens für Stile zwischen Blues und Rock einsetzen lassen.

Ein Ausrutscher befindet allerdings darunter und der ist auf der Position 4 des Pickup-Wahlschalters zu finden. In dieser Position sind alle drei DiMarzios parallel geschaltet – und scheinen sich dabei gegenseitig im Weg zu stehen. Der Klang ist spürbar dumpf und ohne Dynamik, vielleicht braucht die Künstlerin St. Vincent ja diesen Klang? Ein Großteil von uns bestimmt nicht, da lege ich mich mal fest.

Hören wir rein in die Music Man St. Vincent. Für die nun folgenden Klangbeispiele wurde ein Orange Micro Dark als Verstärker verwendet, dazu eine H&K Box mit 1×12″ Celestion Vintage 30 Lautsprecher. Abgenommen wurde das Signal von einem AKG C3000 Mikrofon.

In Klangbeispiel 1 hören wir die St. Vincent mit der Schalterposition 5, damit sind Hals- und Steghumbucker aktiviert.

In Klangbeispiel 2 nun der „Ausrutscher“. Nein, das Tonepoti wurde nicht runtergeregelt, es klingt einfach so dumpf und schlapp. Schalterposition 4.

Klangbeispiel 3 zeigt ein Akkordpicking, hier kann die St. Vincent mit einem glockigen und strahlenden Ton begeistern. Schalterposition 3, hier ist nur der Halspickup aktiv.

Klangbeispiel 4 zeigt den Klang der Music Man St. Vincent mit Schalterposition 2. Die aktiviert ausschließlich den mittleren DiMarzio Minihumbucker.

Abschließend Position 1 des Schalters. Und damit der Klang des Steghumbuckers, hier mit einem verzerrten Sound und erneut einem ordentlichen Pfund an Mitten.

Fazit

Die Music Man St. Vincent ist eine sehr spezielle Gitarre – und das betrifft nicht nur ihre Optik. Die Verarbeitung und die Ausstattung entsprechen den gewohnt hohen Standards von Music Man, der Klang ist allerdings sehr speziell, um nicht zu sagen sehr eingeschränkt. Ein drückendes Mittenbild ist natürlich immer gut für einen durchsetzungsfähigen Sound und davon besitzt die St. Vincent eine ganze Menge. Dafür aber mangelt es an Höhen und Brillanzen insgesamt, insbesondere die Schaltungsvariante Nummer 2, in der alle drei Pickups aktiviert werden, ist weder für verzerrte noch für Cleansounds m.M.n. geeignet. Bei diesem Preis sollte einfach mehr drin sein, von Music Man ist man ja in aller Regel auch nichts anderes gewohnt.

Plus

  • sehr spezieller Klang
  • gewohnt hochwertige Verarbeitung und Hardware
  • außergewöhnliche oder zumindest auffällige Optik
  • edles Case im Lieferumfang

Minus

  • Sounds nicht sehr flexibel
  • schwaches Sustain
  • Positionierung der Potis und des Schalters

Preis

  • Ladenpreis: 2629,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Wellenstrom  AHU

    Ah, das is ’se ja, die Gitarre, die mich derzeit optisch am meisten antörnt…. hat er ’se doch getestet. Schön!

    Guter Test in Klartext. So muss dat. Hatte bis dato angenommen, dass da klanglich mehr drin ist…. nun ja, als Zweitgitarre doch ’nen Tacken zu teuer…andererseits für meine Zwecke wäre die fehlende Brillanz gar nicht so dramatisch, weil in dem Bereich da eher Synths rumzwitschern täten. Fast mehr stören tut mich in dem Fall das schwache Sustain.

    Ach Mensch, wenn die Gitte mich nur nicht so anmachen würde – optisch….

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      AMAZONA Archiv

      Hallo Herr Wellenstrom! Ich habe deine Musik gehört, und ja erstaunlich gut! Du hast auch schon deinen eigenen Stil. Weiter so!

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        Wellenstrom  AHU

        Hey, dank Dir amazonaman! Nett, dass du dich da durch’n Paar Songs gequält hast. So’n Feedback tut echt gut.
        Der „eigene Stil“, hehehe, ja, das ist, wenn man keine Instrumente wirklich beherrscht und sie trotzdem spielt. Gott sei Dank kann man ja einiges in der DAW richten, sonst wäre es, ähmmm, äh „Avanti Dilettanti Avant-Garde“ ;-)

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    Wellenstrom  AHU

    Übrigens:

    „Mittlerweile geht es nicht mehr ganz so elitär zu und zwischen den Megastars wie Steve Morse, John Petrucci, Steve Lukather oder Albert Lee tummeln sich zunehmend Musiker, die nicht gerade durch ihre besonders virtuosen Fähigkeiten in den Fokus des Gitarrenuniversums bzw. dem von Ernie Ball bzw. Music Man gerückt sind.“

    Und das ist gut so. Aus vielen Gründen.

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      Everpure  

      Allerdings! Da möchte ich gern hinzufügen: Diese Aussage hat meiner Meinung nach in einem Testbericht überhaupt nichts zu suchen. Die Arroganz und die Ignoranz, die da gegenüber den nicht-„Megastars“ impliziert wird ist einfach ausgesprochen schlechter Stil. Das kann amazona.de besser!

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        Stephan Güte  RED

        Hey, jetzt übertreib mal nicht so … ich habe es einfach so beschrieben, wie es ist und finde es ja selbst positiv (!). Wo Du da jetzt besondere Arroganz oder Ähnliches raus ziehst, kann ich nicht nachvollziehen …

        Grüße,
        Stephan

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          Everpure  

          So beschrieben, wie es ist?

          „tummeln sich zunehmend Musiker, die nicht gerade durch ihre besonders virtuosen Fähigkeiten in den Fokus des Gitarrenuniversums bzw. dem von Ernie Ball bzw. Music Man gerückt sind“

          St. Vincent zählt für dich ganz offensichtlich nicht zu den besonders virtuosen Gitarristen. Und genau diese Art von subjektiver, nicht zum Produktreview gehörender Formulierung ist meiner Meinung nach arrogant und unpassend. Es geht mir nicht um Meinungsfreiheit. Aber um ordentlichen Journalismus. Was du in deiner Freizeit mit deinen Kumpels besprichst, ist mir dabei egal. Und nein, das spaßige kann ich in deiner Formulierung nicht sehen. Daher meine Kritik.

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            Wellenstrom  AHU

            Mensch, wenn du dich schon an Begriffen festklammerst, dann auch richtig.
            „Virtuos“ kennzeichnet meisterhaftes, technisch vollkommenes Spiel. Und dafür stehen die Gitarrenkünste der Dame eben nicht. Das ist okay, aber nicht gerade ein Feuerwerk der Spielkunst. Im Gegensatz zu dem, was die anderen o.g. Gitarristen auszeichnet. Das ist keine Stammtischlaberei, sondern ein Fakt. Nochmal: in der Regel wird mit virtuosen Gitarristen geworben, manchmal auch nur mit besonders populären Gitarristen…. schon mal ’ne Gitarrenwerbung mit David Bowie gesehen? Es ist durchaus richtig, dass man diese Beobachtung in einem Testbericht mitteilt.

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            Tyrell  RED 11

            Unsere Testberichte sind absolut subjektiv. Wenn der Autor hier etwas mitschwingen lassen möchte, auch auf die Gefahr dass es dir nicht gefällt, so ist das für uns vollkommen in Ordnung. Natürlich hast du dann aber auch das Recht seine Sicht der Dinge zu kritisieren oder zu korrigieren.

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        Wellenstrom  AHU

        Jo, einfach mal locker durch die Hose atmen…. es ist ja generell so, dass für Gitarren im hochpreisigen Segment mit „Guitarheroes“ geworben wird. Ein Musikerin wie Annie Clark passt nicht in dieses Schema. Da hat ja niemand ihre Musikalität per se angezweifelt. Aber sie ist nun mal nicht das klassische Role Model für Gitarreneinsteiger und zukünftige „Gitarrenvirtuosen“.

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          Wellenstrom  AHU

          Kann auch mal ausführen, warum ich glaube, dass man, gitarristisch betrachtet, derzeit und vermutlich auch häufiger in der Zukunft, mit Gitarristen aus dem „zweiten“ oder „dritten“ Glied wirbt.
          Hab‘ mal vor einigen Wochen ein Interview mit dem CEO von Fender gesehen. Das Problem ist derzeit wohl nicht der Gitarrenabsatz an sich, aber, dass es ’nen Trend gibt, dass Einsteiger nicht mehr so lange bei dem Instrument bleiben wie früher und dementsprechend aufhören oder umsatteln. Die althergebrachten „Gitarrenrecken“ sprechen die Jugend einfach nicht mehr an. Denke, das Ziel junger Musiker ist nicht mehr, der absolute Nerd am Instrument zu sein, sondern die Jugend betrachtet Musik etwas ganzheitlicher, ohne den Tunnelblick vergangener Tage. Und da bieten sich Songwriter und Multiinstrumentalisten, die eingängigen Pop z.B. produzieren können vielleicht mehr für Werbezwecke an.
          Ich halte es für ’ne positive Entwicklung, so bringt man die Gitarre auch besser aus der Nische der Nerds raus.

  3. Profilbild
    uelef  

    Haha, ich finde die Gitarre optisch nicht an-, sondern abtörnend. Irgendwie als hätte ein 2-jähriges Kind versucht einen Weihnachtsstern freihand auszuschneiden – und der wurde dann als Schablone für den Body verwendet … ;-)
    Und dann auch noch das Weiß-Blau – ich weiß ja nicht. Da muss man wohl in den 70ern stecken geblieben sein … ;-))

  4. Profilbild
    swissdoc  RED

    Ich sehe gerade, dass die Gitarre vor ca. 2 Jahren vorgestellt wurde. Ernie Ball schreibt:
    Pictured L-R: Taylor Swift and St. Vincent, performing at L.A.’s Staples Center on Tuesday, August 25, 2015. St. Vincent debuted the Ernie Ball Music Man Signature Guitar at this performance.

    Gibt es sie erst jetzt regulär zu kaufen?

    Die Form hat in meinen Augen eine stolze Prise 80er, Tailie und Schulterpolster. Nicht schlecht.

  5. Profilbild
    Wellenstrom  AHU

    Sodele, die Sterling Variante ist jetzt auch auf’m Markt… zum Teil hier deutlich unter 900 Euro erhältlich… in Amiland liegt der Preis derzeit irgendwo bei 555 amerikanischen Talers.

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