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Test: Music Man St. Vincent, E-Gitarre


Avantgarde meets Rock 'n' Roll

Bereits in meinem Review über die Music Man Valentine hatte ich mich verwundert darüber geäußert, dass die Eingangsvoraussetzungen für einen Endorsement-Deal bei Music Man wohl drastisch geschrumpft sind. Mittlerweile geht es nicht mehr ganz so elitär zu und zwischen den Megastars wie Steve Morse, John Petrucci, Steve Lukather oder Albert Lee tummeln sich zunehmend Musiker, die nicht gerade durch ihre besonders virtuosen Fähigkeiten in den Fokus des Gitarrenuniversums bzw. dem von Ernie Ball bzw. Music Man gerückt sind. Die Firma beschreitet also in diesem Sektor neue Wege und nachdem der Gitarrist der Band Maroon 5, James Valentine mit seinem Signaturemodell in den erlesenen Zirkel aufgenommen wurde, rückt nun eine Multi-Performance-Künstlerin nach. Ihr Name: St. Vincent. Und so lautet auch der Name ihres Instruments – Music Man St. Vincent.

Facts & Features

Ich höre schon, wie sich die zwei Lager bereits versammeln! Klar, die Meinungen über die Optik der Music Man St. Vincent reichen von „geht ja mal gar nicht“ bis „wunderschön und avantgardistisch“. Mir persönlich gefällt dieses Design sehr gut und wenn man die famose Fertigungsqualität der Gitarre hinzuzieht, dann kann man den Ingenieuren und vor allem der Künstlerin St. Vincent zu diesem mutigen Schritt nur gratulieren. Doch alles der Reihe nach.

Der Korpus der Music Man St. Vincent

So überraschend ausgefallen ist das Korpusdesign für den Hersteller Music Man eigentlich gar nicht. Schon mit dem Albert Lee Modell oder der Armada hat die Firma Mut beim Kreieren neuer Formen und Farben bewiesen. Ein wenig von der Form der Armada scheint auch die St. Vincent abbekommen zu haben, die schmale Taille in der Mitte des Korpus und die konturierte Fräsung auf der Decke zeigen hier eindeutige Parallelen zum erfolgreichen Schwestermodell. Der Korpus unserer St. Vincent besteht aus afrikanischem Mahagoni, das wohl zu einer sehr leichten Gattung zählt. Denn trotz drei Pickups und einem Vibratosystem mit Toplock-Mechaniken an Bord wiegt die Music Man St. Vincent nur knapp über 3 kg. Und ist damit so schlank und rank, wie auch die Künstlerin selbst.

Unser Testinstrument besitzt eine deckend blaue Lackierung in Music Man typischer Premiumqualität. Erhältlich ist die Music Man St. Vincent übrigens noch in mattem Stealth Black, Tobacco Burst, Heritage Red oder in hochglänzendem Schwarz.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Wellenstrom AHU

    Ah, das is ’se ja, die Gitarre, die mich derzeit optisch am meisten antörnt…. hat er ’se doch getestet. Schön!

    Guter Test in Klartext. So muss dat. Hatte bis dato angenommen, dass da klanglich mehr drin ist…. nun ja, als Zweitgitarre doch ’nen Tacken zu teuer…andererseits für meine Zwecke wäre die fehlende Brillanz gar nicht so dramatisch, weil in dem Bereich da eher Synths rumzwitschern täten. Fast mehr stören tut mich in dem Fall das schwache Sustain.

    Ach Mensch, wenn die Gitte mich nur nicht so anmachen würde – optisch….

    • Profilbild
      amazonaman AHU

      Hallo Herr Wellenstrom! Ich habe deine Musik gehört, und ja erstaunlich gut! Du hast auch schon deinen eigenen Stil. Weiter so!

      • Profilbild
        Wellenstrom AHU

        Hey, dank Dir amazonaman! Nett, dass du dich da durch’n Paar Songs gequält hast. So’n Feedback tut echt gut.
        Der „eigene Stil“, hehehe, ja, das ist, wenn man keine Instrumente wirklich beherrscht und sie trotzdem spielt. Gott sei Dank kann man ja einiges in der DAW richten, sonst wäre es, ähmmm, äh „Avanti Dilettanti Avant-Garde“ ;-)

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    Wellenstrom AHU

    Übrigens:

    „Mittlerweile geht es nicht mehr ganz so elitär zu und zwischen den Megastars wie Steve Morse, John Petrucci, Steve Lukather oder Albert Lee tummeln sich zunehmend Musiker, die nicht gerade durch ihre besonders virtuosen Fähigkeiten in den Fokus des Gitarrenuniversums bzw. dem von Ernie Ball bzw. Music Man gerückt sind.“

    Und das ist gut so. Aus vielen Gründen.

  4. Profilbild
    uelef

    Haha, ich finde die Gitarre optisch nicht an-, sondern abtörnend. Irgendwie als hätte ein 2-jähriges Kind versucht einen Weihnachtsstern freihand auszuschneiden – und der wurde dann als Schablone für den Body verwendet … ;-)
    Und dann auch noch das Weiß-Blau – ich weiß ja nicht. Da muss man wohl in den 70ern stecken geblieben sein … ;-))

  5. Profilbild
    swissdoc RED

    Ich sehe gerade, dass die Gitarre vor ca. 2 Jahren vorgestellt wurde. Ernie Ball schreibt:
    Pictured L-R: Taylor Swift and St. Vincent, performing at L.A.’s Staples Center on Tuesday, August 25, 2015. St. Vincent debuted the Ernie Ball Music Man Signature Guitar at this performance.

    Gibt es sie erst jetzt regulär zu kaufen?

    Die Form hat in meinen Augen eine stolze Prise 80er, Tailie und Schulterpolster. Nicht schlecht.

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Music Man St. Vincent

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