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Test: Native Instruments Maschine Mikro, Controller und Groovebox

Praxis

Sounds in der Software auszuwählen und in die Pads zu laden ist einfach und größtenteils selbsterklärend. Sämtliche Funktionsebenen sind streng hierarchisch aufgebaut. Die Pattern-Ansicht ist ungewöhnlicherweise spiegelbildlich zu den Pads von oben nach unten aufgebaut, was aber in der Praxis keinen Nachteil darstellt.

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Patterns lassen sich leicht in der Größe verändern, die Aufnahme (mit oder ohne Metronom) locker über die Hardware starten und steuern, auf Wunsch auch mit Count-In. Die Pads leuchten beim Spielen orange auf und gehören klar zum Besten, was es in diesem Bereich gibt. Die Empfindlichkeit lässt sich in kleinen Schritten in der Software einstellen und zwischen weich, linear und hart skalieren. Verschiedene Hintergrundfarben erleichtern bei Sekundärfunktionen die Orientierung – und das Ganze sieht auch sehr gut aus.

Für die Gruppenauswahl leuchten die Pads in blau

Für die Gruppenauswahl leuchten die Pads in blau

Also los: Unter gelegentlicher Zuhilfenahme des Handbuchs ist der erste Beat schnell gebaut, arrangiert, exportiert – cool! Das Arbeiten mit Maschine geht größtenteils schnell von der Hand und macht Spaß, man merkt, dass man es mit einem weitgehend ausgereiften und gut durchdachten Produkt zu tun hat. Die Voreinstellungen und gut sortierten Library-Sounds ermöglichen es, sehr schnell zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen.

Die beiden Demosongs sind in relativ kurzer Zeit und komplett mit Klängen aus der Maschine-Library ohne externe Plug-ins erstellt worden.

Nahezu alle Funktionen lassen sich über die Hardware steuern, wer also wirklich Loops im LC-Display schneiden möchte, kann dies tun. Vor allem unter Live-Bedingungen, wo ein ständiges Hin- und Herwechseln zwischen Laptop und Gerät besonders unpraktikabel wäre, ist diese Bedienmöglichkeit aber wirklich von Vorteil.

Kritik

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Vom Standpunkt der Bedienfreundlichkeit aus betrachtet wären in der Software weniger Untermenüs angenehmer, vor allem bei den Sampler-Einstellungen gähnt oft einige Leere in Gestalt grauer Flächen, statt derer man lieber mehr Parameter auf einmal im Blick und unter Kontrolle hätte. Das ist natürlich der Kompatibilität zur Hardware geschuldet, weil das kleine Display schon mit der Darstellung dieser Parameter überfordert ist. Am Gerät muss man sich teilweise über Tastenkombinationen von Untermenü zu Untermenü hangeln. Mit einiger Übung geht das auch ganz gut, und die vorbildlich reagierenden Tasten machen es einem leichter, trotzdem ist diese Arbeitsweise nicht die Bequemste und Schnellste. Hier zeigen sich die Zugeständnisse, die man wegen der verkleinerten Hardware machen musste am deutlichsten.

Ärgerlich ist die fummelige Bedienung der virtuellen Drehregler mit der Maus, einen bestimmten Transpositionswert einzustellen, gelingt z.B. selten beim ersten Versuch. Der erste Parameter in einem Untermenü wird zwar automatisch dem Endlosregler an der Hardware zugewiesen, möchte man aber einen anderen zuweisen, so muss man dies ebenfalls über die Hardware mittels Tastenkombinationen tun. Eine schnelle Zuweisung, etwa durch Anklicken mit der Maus, wäre hier schön. Die Außenränder der Drehregler in der Software sind für die Automation gedacht, leider passiert es nur zu oft, dass man aus Versehen diese erwischt, wenn man eigentlich statische Veränderungen in der Mitte vornehmen wollte.

Der Software-Browser reagiert vor allem auf das Mausrad sehr träge, da ist es – insbesondere bei Samples, die nicht in der Library gespeichert sind – einfacher, den Windows Explorer (Mac: Finder) zu bemühen, auch weil der Maschine-Browser weitere Informationen über die Dateien nicht anzeigt und auch das Sortieren anhand derer (etwa Namen, Datum, Größe) nicht beherrscht.

Trotz der weitgehenden internen Routing-Möglichkeiten kommt man um eine externe Abmischlösung nicht herum, dafür sind die kleinen Regler einfach zu ungenau und unkomfortabel. Die Effekte sind brauchbar, aber oft beschränkt (so bieten die Hall-Effekte z.B. kein Predelay) und ersetzen keine wirklich hochwertigen Lösungen.

Natürlich kann man das von einem Sampler und Beatkonstruktionswerkzeug aber auch nicht verlangen.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    kritik  

    Das meiste was ich bisher gehört habe von maschine groovt überhaupt nicht.
    die swing einstellungen sind statisch
    und sample genau .
    das kann gar nicht grooven .
    groovendes microtiming gibt es aber nur
    mit musikalischen verschiebungen.
    das kann mann nicht bewusst hören, sondern nur spüren .und beim kontrolieren geht die wahrnehmung nach 5 minuten weg.
    deshalb ist rumschieben von einzelnen noten sinnlos und nicht effektiv .
    viel besser und schneller geht es mit groove quantize .
    nur die teuerste groovebox hatt das aber nicht in den swing einstellungen drin.
    und die entwickler interresiert das nicht.
    schade für die die ihre musik nicht grooven lassen können deswegen .

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