Test: Pioneer RMX-1000

30. August 2012

Effekte speziell für den DJ

Du hast Lust ein wenig mehr über externe Effektgeräte für den DJ-Einsatz zu Lesen? Dieses hier ist nicht das Einzige, es gibt noch viele mehr. Wir haben diese mal zusammengesucht, beschrieben und mit allen Tests versehen. Die besten Effektgeräte für DJs in der Zusammenfassung findest du HIER.

Das erste Mal hatte ich den neuen Pioneer RMX-1000 auf der Musikmesse in Frankfurt zwischen den Fingern, wo es das Highlight am Pioneer Stand war und eifrig angepriesen wurde. Doch wie das so ist auf Messen, sind halt vor dir schon mindestens 200 Leute an dem Gerät gewesen und haben alle möglichen Knöpfchen gedreht bis letztendlich kaum noch ein Sound aus dem Gerät zu holen war.

Um so besser ist es, dass wir den Pioneer RMX-1000 nun ganz in Ruhe testen durften. Was das Gerät nun wirklich drauf hat, lest ihr auf den folgenden Seiten.

Pioneer RMX-1000 Remix Station

Pioneer RMX-1000 Remix Station

Ausgepackt

Der erste Eindruck des neuen Pioneer RMX-1000 ist zwiegespalten. Einerseits fällt einem sofort auf, dass hauptsächlich wieder mal nur Plastik und Gummi verarbeitet wurde, Metall oder gar Aluminium sucht man hier vergeblich. Andererseits kommt man nicht umhin, einen kurzen Augenblick dieses „Wow“ im Kopf zu haben, denn das Gerät macht optisch doch schon Einiges her.

Auch beim ersten Anfassen merkt man, dass Pioneer hier nicht geschlampt, sondern einen guten Job gemacht hat. Die Knöpfe sitzen und die Potis wackeln nicht. Alles in allem macht das Gerät tatsächlich einen grundsoliden und edlen Eindruck und das trotz des ganzen Plastiks. Hinzu kommt noch das angenehme Gewicht von ca. 1,3 kg, welches es erlaubt, das Effektgerät auch mal locker in der Tasche mitzunehmen.

Das erste besondere Merkmal, welches einem an dem Gerät auffällt, sind die überdimensional großen Drehregler. Insgesamt vier Stück hat Pioneer dem Pioneer RMX-1000 spendiert. Obwohl diese Regler natürlich viel Platz wegnehmen, hat sich diese Entscheidung gelohnt, denn von der Haptik her fühlen sie sich sehr gut an. Besonders für schnelle Manöver sind die überproportionierten Regler hervorragend geeignet und dank der starken Mittenrastung schafft man es auch kaum, im Eifer des Gefechts mal über das Ziel hinaus zu schießen.

Des Weiteren ist das Gerät leicht geneigt, was eine angenehmere Bedienung bewerkstelligt und einen besseren Überblick verschafft. Und durch die längliche Form des Geräts findet es auch auf jedem Laptop-Ständer ausreichend Halt. Beim Design hat Pioneer also mal wieder bewiesen, dass sie nicht umsonst zum Clubstandard geworden sind.

Pioneer RMX-1000 – Angeschlossen

Der Pioneer RMX-1000 kann über verschiedene Arten in das Setup integriert werden und ist daher sehr flexibel. Einerseits kann er über Send/Return an das Mischpult angeschlossen werden, vorausgesetzt der Mixer hat so einen Anschluss. Das hat den Vorteil, dass das effektierte Signal nochmals zusätzlich nach Belieben dem Master hinzugemischt werden kann.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Effektgerät zwischen Mischpult und CD-Player, Plattenspieler oder sonstigem Eingabegerät zu schalten. So wird allerdings auch nur das Signal beeinflusst, welches auch von diesem Gerät kommt.

Am meisten verbreitet ist wohl die Möglichkeit, das Gerät direkt als Insert-Effekt zu Nutzen, wie es an einem Pioneer DJM-900NXS2 oder auch schon DJM-900 möglich war.

Außerdem besitzt der RMX-1000 noch einen USB-Anschluss zur Einbindung an einen PC sowie einen SD-Kartenleser, so dass man seine persönlich vorgenommenen Einstellungen einfach auf SD-Karte speichern und in den Club mitnehmen kann.

Ein weiteres Highlight ist mit Sicherheit die ausgefallene Beleuchtung des Geräts. Alles ist farblich logisch angeordnet und gibt beim Bedienen gute Resonanz.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    chain  AHU

    Hallo

    Wer ist denn die Zielgruppe?
    Musiker, welche sich vom Korg Kaospad 3 überhört haben?
    Oder eher DJ’s.

    • Profilbild
      h.weller  RED

      Auf jeden Fall DJ’s.
      Für Live-Musiker sind die Effekte zu wirr und zu schwer unter Kontrolle zu halten. Diese sind mit dem Kaosspad nach wie vor gut bedient.

      Im Studio könnte der RMX1000 allerdings auch seinen Platz finden, allerdings nur wenn man dafür auch das miese Preis-Leistungsverhältnis in Kauf nimmt.

  2. Profilbild
    rio  

    ich habe es als Effektgerät für einige gewählte Hardware im Betrieb.

    Meine Meinung über das Gerät ist schon sehr gespalten. Einerseits bietet es gut gewählte Eingriffe mittels klassischer (und hier sogar überdimensionierter) Dreh-Haptik (+), einen Looper (+), jedoch verfärbt es schon IMHO den originalen Klang ohne was zu bedienen (–) und ich nutze von den SceneFX nur die Filter in Bezug mit Echo. Der Rest ist IMHO unbrauchbar in der Sektion SceneFX (-). Den eigenen Sampler hätte man sich, mit dem Umfang auch sparen können (-), dass X-Pad ist dagegen mit aktivem Roll und eingespeistem Input ein Killer (+). Auch steht das Gerät fest und stabil (+).

    Das Gerät merkt sich aber auch nichts (z.B. BPM) und es gibt kein MIDI-IN Port (-). Die BPM Detektion schalte ich immer aus – funktioniert ja auch nur teils. Der Preis ist schon happig. Dafür kann man, in einem gewissen Grad, eine Konfiguration für die Effekte vornehmen, was wiederum wichtig war/ist (+). Auch das in dem Gerät 6,3mm Klinkenbuchsen für die Ein- und Ausgänge verwendet wurden, ist super (+). Es rauscht auch nichts im Leerlauf.

    Weiter sind die Drehkappen mit einem gummierten Material ummantelt, was sich bei ‚Vielbetrieb‘ ablöst (-). Ersatz kostet auch wieder ordentlich. Wohl gemerkt – Kappen! Ich glaub ein zweites Mal hätte ich mir das Gerät nicht besorgt… aber das Teil bietet schon guten Eingriff auf eine ‚alte Weise‘, was ich wiederum bevorzuge. Trotz all der Kritik leb ich mit dem Teil. Man kann schon ein paar Tricks damit recht schnell tätigen und einer Aufnahme den nötigen Drive geben. Als Allrounder würde ich das Gerät sicher nicht bezeichnen.

    • Profilbild
      rio  

      Naja nach ein paar Jahren Nutzung muss ich wohl meinen ersten Kommentar etwas korrigieren. Es ist schon ein feines Teil was Pioneer damals aus dem Boden gestanzt hat, wenn auch mit ein paar Makel. Denn durch die eigene Konfiguration bekommt man schon eine Menge Rhythmus-Manipulation hin, was seinesgleichen sucht. Klar über all die Effekte und deren Brauchbarkeit lässt sich sicher streiten…aber gerade die BPF, LPF, HPF Echo Effekte bzgl. der konfigurierbaren Taktung ist schon genial durchdacht. Somit finde ich das Teil schon recht brauchbar als „Nicht-DJ“.

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