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Die besten externen Effektgeräte für DJs Teil 1

6. Januar 2022

Die besten Effektgeräte für DJs - Teil 1

Die besten externen Effektgeräte für DJs Teil 1

Die besten externen Effektgeräte für DJs Teil 1

Externe Effektgeräte für DJs sind nicht mehr so häufig gesehen, dennoch eigentlich jedem DJ als Möglichkeit bekannt. Wir haben deshalb für Euch die besten externen Effektgeräte für DJs gesucht und gefunden:

Die besten externen Effektgeräte für DJs

Man mag meinen, früher, zu Zeiten in denen viele DJs noch Vinyl gespielt haben und DJ-Mixer noch nicht so ausgereift waren mit Effekten, hätten mehr DJs externe Effekte genutzt. Wenn mich aber meine Erinnerung nicht täuscht, war dem nicht so. Meine erste Berührung mit externen Effekten in Setups anderer Acts müsste von Pan Pot oder auch Richie Hawtin vor vielen Jahren stammen. Die Erinnerung mag täuschen, ich weiß auch nicht mehr, welche Geräte ich dort gesehen haben. Ich glaube Boss und Eventide. Einige Acts wie Len Faki nutzen nach wie vor durchgehend ein externes Effektgerät, allerdings eines, das speziell für DJs entwickelt worden ist (Pioneer RMX).

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Derweil hat sich viel gewandelt. Zum einen gab es die Zeit, in der viele Acts auf eine DJ-Software umgestiegen sind, die Effekte bietet, zum anderen bieten digitale DJ-Mixer heute eine Vielzahl an Effekten, die teilweise auch nicht schlecht klingen. Eine Notwendigkeit für Outboard-Effekte also gibt es eigentlich weniger als vorher, dennoch habe ich das Gefühl, dass heute wieder mehr Acts auf Effekte zurückgreifen, die nicht im Mixer zu finden sind.

Dazu mag es verschiedene Gründe geben. Der eine mag vielleicht sein, dass die Hochzeit von Laptops in Clubs definitiv vorüber ist und mehr und mehr DJs auf die Media-Player von Pioneer DJ setzen. Somit verschwindet auch die Möglichkeit der Nutzung von den Software-Effekten.

Ein anderer Grund mag vielleicht sein, dass mehr und mehr Acts auf Qualität, Haptik und Klang setzen und da Effekte von Mixern häufig klanglich nicht die Oberliga darstellen, wird dann auf Outboard-Equipment ausgewichen.

Dazu ein kleiner Ausflug in (m)eine subjektive (wenn jemand die Zeit findet, sicher auch objektiv belegbare) Ansicht: Viele Hersteller von DJ-Mixern rühmen sich mit „studio quality effects“. Unterschreiben möchte ich das bisher nur bei drei Modellen, alle aus dem Hause Allen&Heath, Xone:DB2 und DB4 so wie der Xone:PX5. Warum? Weil die Effekt-Sektionen der DB-Serie tatsächlich von denjenigen entwickelt wurden, die auch für die großen digitalen Live- und Studio-Pulte zuständig sind. Daher, ja, die Effekt-Sektionen waren umfangreich und für viele, die zum ersten Mal (oder die ersten Male) vor einem Xone:DB standen nicht zu durchschauen. Aber ebenso waren diese Effekte nicht nur ausgestattet mit einigen, wenn man sie beherrscht, sehr wirkungsvollen Parameter, sondern dazu auch noch wirklich gut klingend.

Für mich sind bisher alle Effekte von andere Mixern nicht mehr als ein Mittel zum Zweck, nicht überraschend gut, nicht überzeugend. Meistens sogar gemieden, da ein schlecht klingender Effekt, selbst gering eingesetzt, mehr zerstört als verbessert.

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Logische Konsequenz für mich daher: Ich spiele mit einem externen Effektgeräte für DJs – auch wenn die eigentlich gar nicht für DJs gedacht worden sind. Logische Konsequenz aber auch: Es wird mehr Geld investiert, es gibt mehr zu tragen und mehr zum Anschließen.

Beschäftigt man sich jedoch ein wenig mit den Effektgeräten für DJs, die genutzt werden von anderen Acts fällt schnell auf: Es gibt da mehr als das eine oder die zwei Geräte, mehr noch, auch die Preise unterscheiden sich enorm. Da war es gar nicht so einfach sich auf die besten externen Effektgeräte für DJs festzulegen. Die Bandbreite reicht dabei vom Effektgerät eines DJ-Herstellers bis hin zu richtigen Gitarren-Bodentretern, die eigentlich gar nichts für den DJ gemacht worden sind. Aber das war der Technics SL-1200 damals ja auch nicht und wir alle wissen, wo es hingeführt hat.

Ein paar der gern genutzten Effektgeräten für DJs möchte ich einmal in Kürze vorstellen, vielleicht mit dem ein oder anderen Wort zu Vor- und Nachteilen der Nutzung im DJ-Setup. Nicht zu allen gibt es Tests, nicht zu allen gibt es erst Recht einen Test im DJ-Bereich. Ein Blick in die Tests dürfte jedoch sicher auch nicht schaden, wenn sie zum Beispiel aus der Gitarre/Bass-Redaktion kommen.

Teile Elektronik Teil1 – das Keinedelay

Teile Elektronik Teil 1 Keinedelay

Teile Elektronik Teil1 Keinedelay

Zum Delay aus dem Hause Teile Elektronik gab es dieses Jahr nicht nur einen ausführlichen Test, sondern auch einen Report über die Jungs dahinter. Seitdem gehört dieses Tool für uns definitiv zu den besten externen Effektgeräten für DJs. Einer der „Jungs dahinter“ ist nämlich Gregor Sütterlin aka Rampa, einer der Gründer des Keinemusik-Labels und der Keinemusik-Truppe neben Adam Port, &me, Rampa, Reznik sowie Monja Gentschow. Dieser hat sich eine kleine Auszeit genommen, um das Boss RV-6, das von den Keinemusik-Jungs gern eingesetzt wird, zu verbessern. Das Keinedelay, das KD-1, das Produkt der Verbesserungen, kam so gut an, dass mehr davon gebaut werden mussten. Hohe Kosten für die Boss Reverbs als Basis sowie viel Umbau führte dann dazu, dass man ein Delay komplett von Grund auf entwickelte. Die Idee zum Teil1 war geboren und wurde umgesetzt. So kann man die Geschichte wohl in Kürze zusammenfassen.
Besonderheit des Teil1 gegenüber einem Boss Reverb: Es basiert auf einem Tape-Delay-Algorithmus – das sollte jeder im Kopf behalten mit Blick auf den Klang. Veränderungen der Delay-Zeit werden nicht sofort umgesetzt, sondern mit dem leichten Wabern eines Tape-Delays. Dazu kommen eine Tap-Taste, die, sofern genutzt, die Einstellung der Delay-Zeit über den Drehregler außer Kraft setzt, eine Zeit-Einstellung in bestimmten Ranges (genauer als eine Gesamt-Range), eine Loop-Funktion, eine Momentary-Funktion (siehe Test für die ausführliche Erklärung, was da ist. In Kurzform: Delay nur auf kurze Zeit, die eine Taste gedrückt wird, geil für Snares etc.) sowie die Wahl zwischen „analog“ oder „digital“. Digital ist das saubere Signal, das analoge Signal wird durch ein High-Cut-Filter und eine Modulation einer Feedback-Schleife ein wenig verändert – um nicht zu sagen, ein wenig „angedreckt“.

Weitere Errungenschaft des digitalen Delays: Es gibt einen Dry/Wet-Regler samt Mit- oder Wet-Schalter. Es kann also das entweder das Originalsignal plus Delay oder nur das Delay-Signal ausgegeben werden. Knaller. Mehr Knaller gibt es im Test zum Teil1 zu Lesen.

Für den Knaller muss man aber auch ein wenig tiefer in die Tasche greifen als für ein Boss RV-6. Rund 330,- Euro werden fällig für das Teile Elektronik Teil1.

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Forum
  1. Profilbild
    Hans Süly

    Wie binde ich denn ein Mono-Effektgerät wie das Valeton Coral Mod16 in ein DJ-Setup ein, wenn der Mixer klassischerweise Send/Return in Stereo besitzt?

    • Profilbild
      Johannes Bollmann  RED

      Nun, da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wie beschrieben z.b. hinter einem Zuspieler wie Sampler / Step-Sequenzer. Da kann, wenn du es möchtest, egal sein, ob du da ein Stereo- / oder ein Mono-Signal an den Mixer gibst. Wie du danach von Mono auf Stereo kommst, muss ich nicht erklären, oder?

      Alternativ hast du einen Return-Weg wie beim 92er, der L = Mono….und los ;)

  2. Profilbild
    midilation  

    Nicht zu vergessen und ich nutze ihn schon seit über 12 Jahren und aktuell immer noch in meinen DJ-Set´s (übrigens Chris Liebing auch noch) …
    den REDSOUND Soundbite Pro.
    Einfach nur eine Wahnsinns Setup Erweiterung in jedem DJ Mix.
    Nur schade das die Produktion bei Redsound eingestellt wurde.

  3. Profilbild
    SynthUndMetal  

    Von Pioneer finde ich eigentlich das alte EFX-500 am Besten. Das kann zwar deutlich weniger als die RMX, ist aber viel intuitiver zu benutzen. Auch die Alesis ModFX Serie sollte man zumindest noch erwähnen.

  4. Profilbild
    Klang X  

    Bei der Firma TEILE steht bei allen Effektgeräten „sold out“… und können auch nicht mehr in den Warenkorb gelegt werden…dürfte sich also erledigt haben.

  5. Profilbild
    Mr.Ketoujin  

    Ich lege ja schon eine Weile nicht mehr regelmäßig auf, weshalb ich die aktuelle Entwicklung nicht so auf dem Schirm habe.
    In der Vergangenheit hatte ich oft das Korg Minikaosspad und/oder Alesis AirFX mit dabei. Gerade bei letztrem mußte man mit sehr viel Fingerspitzengefühl arbeiten, sonst hat man sich schnell den Mix zugewalzt.
    Da ich meist sehr intuitiv aufgelegt habe und meine Set immer viele Stunden lang waren habe ich mich meist im Kopf damut beschäftig wie es weiter gehen könnte und nicht so Ruhe gehabt für das „Sahnehäubchen“, Obwohl es schon schön sein kann ein bisschen mehr und tiefer eingreifen zu können. Wie auch immer.

  6. Profilbild
    rio  AHU

    Das bei den RMXsen die wandler das Klangbild verändern, kann ich bestätigen. Das mit der fälschlichen send/return Bezeichnung ist mir noch gar nicht aufgefallen. Ich muss aber dazu sagen, dass ich nur ein paar Geräte über den RMX jage – sozusagen als Sub-Bus. Und das war bisher ok. Daher hab ich das mit der Latenz gar nicht auf dem Schirm. Ist denn die Latenz für den RMX 1000 im parallelbetrieb im hörbaren Bereich vernehmbar? Ansonsten ist das RMX 1000 ein gutes – an die Bedürfnisse anpassbares – Arbeitstier.

  7. Profilbild
    Herr von W.  

    Was gibt es denn im Bereich iOS? Man könnte sich da ja vielleicht sein eigenes Effektgerät konfigurieren, oder? Beispielsweise mit einem Looper wie Quantiloop und/oder AUM plus Plugins…

  8. Profilbild
    Wolfgang

    Hi! Viele Effektgeräte hab ich noch nicht ausprobiert, wie RMX-1000 oder Kaoss Pad, brauch eigentlich gar nicht viel. Das Teil 1 ist schon sehr gut, benutze die Looper Funktion andauernd. Auch wenn es nur 12 s sind. Manchmal wünsche ich mir 3 Sekunden mehr, aber es macht schon viel Spaß. Find z.B. auch den Freeze von Electro Harmonix interessant, oder so Chillswitch Routing Optionen. Gibt’s aber leider nicht in Stereo, so weit ich weiß, und wenn man es sich bauen lässt wahrscheinlich auch über 200 €. Oder ein einfacher Bitcrusher, ohne viel Schnickschnack ist ja auch nicht zu finden, gut vielleicht im SP 404, warte noch drauf… Sind eigentlich viele kleine Dinge die ich nützlich finde.

  9. Profilbild
    Patzig

    Danke Bolle für den Überblick!

    Hätte gern auch eine Meinung zu folgenden Geräten:
    – Erica Synths ZenDelay
    – Mod Duo X
    – Mastersounds FX

    gerade der FX von Mastersounds lächelt mich als Xone 96er Nutzer an: Kompakt, zusätzlich noch ein Filter drin und verschiedenste Effekte. Taugen die Geräte aktuell etwas? Sind sie das Geld Wert?
    Grüße

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