Die besten externen Effektgeräte für DJs, Teil 1

27. September 2018

Die besten Effektgeräte für DJs - Teil 1

Die besten externen Effektgeräte für DJs

Die besten externen Effektgeräte für DJs

Externe Effektgeräte für DJs sind nicht mehr so häufig gesehen, dennoch eigentlich jedem DJ als Möglichkeit bekannt. Wir haben deshalb für Euch die besten externen Effektgeräte für DJs gesucht und gefunden:

Die besten externen Effektgeräte für DJs

Man mag meinen, früher, zu Zeiten in denen viele DJs noch Vinyl gespielt haben und DJ-Mixer noch nicht so ausgereift waren mit Effekten, hätten mehr DJs externe Effekte genutzt. Wenn mich aber meine Erinnerung nicht täuscht, war dem nicht so. Meine erste Berührung mit externen Effekten in Setups anderer Acts müsste von Pan Pot oder auch Richie Hawtin vor vielen Jahren stammen. Die Erinnerung mag täuschen, ich weiß auch nicht mehr, welche Geräte ich dort gesehen haben. Ich glaube Boss und Eventide. Einige Acts wie Len Faki nutzen nach wie vor durchgehend ein externes Effektgerät, allerdings eines, das speziell für DJs entwickelt worden ist (Pioneer RMX).

Derweil hat sich viel gewandelt. Zum einen gab es die Zeit, in der viele Acts auf eine DJ-Software umgestiegen sind, die Effekte bietet, zum anderen bieten digitale DJ-Mixer heute eine Vielzahl an Effekten, die teilweise auch nicht schlecht klingen. Eine Notwendigkeit für Outboard-Effekte also gibt es eigentlich weniger als vorher, dennoch habe ich das Gefühl, dass heute wieder mehr Acts auf Effekte zurückgreifen, die nicht im Mixer zu finden sind.

Dazu mag es verschiedene Gründe geben. Der eine mag vielleicht sein, dass die Hochzeit von Laptops in Clubs definitiv vorüber ist und mehr und mehr DJs auf die Media-Player von Pioneer DJ setzen. Somit verschwindet auch die Möglichkeit der Nutzung von den Software-Effekten.

Ein anderer Grund mag vielleicht sein, dass mehr und mehr Acts auf Qualität, Haptik und Klang setzen und da Effekte von Mixern häufig klanglich nicht die Oberliga darstellen, wird dann auf Outboard-Equipment ausgewichen.

Dazu ein kleiner Ausflug in (m)eine subjektive (wenn jemand die Zeit findet, sicher auch objektiv belegbare) Ansicht: Viele Hersteller von DJ-Mixern rühmen sich mit „studio quality effects“. Unterschreiben möchte ich das bisher nur bei drei Modellen, alle aus dem Hause Allen&Heath, Xone:DB2 und DB4 so wie der Xone:PX5. Warum? Weil die Effekt-Sektionen der DB-Serie tatsächlich von denjenigen entwickelt wurden, die auch für die großen digitalen Live- und Studio-Pulte zuständig sind. Daher, ja, die Effekt-Sektionen waren umfangreich und für viele, die zum ersten Mal (oder die ersten Male) vor einem Xone:DB standen nicht zu durchschauen. Aber ebenso waren diese Effekte nicht nur ausgestattet mit einigen, wenn man sie beherrscht, sehr wirkungsvollen Parameter, sondern dazu auch noch wirklich gut klingend.

Für mich sind bisher alle Effekte von andere Mixern nicht mehr als ein Mittel zum Zweck, nicht überraschend gut, nicht überzeugend. Meistens sogar gemieden, da ein schlecht klingender Effekt, selbst gering eingesetzt, mehr zerstört als verbessert.

Logische Konsequenz für mich daher: Ich spiele mit einem externen Effektgeräte für DJs – auch wenn die eigentlich gar nicht für DJs gedacht worden sind. Logische Konsequenz aber auch: Es wird mehr Geld investiert, es gibt mehr zu tragen und mehr zum Anschließen.

Beschäftigt man sich jedoch ein wenig mit den Effektgeräten für DJs, die genutzt werden von anderen Acts fällt schnell auf: Es gibt da mehr als das eine oder die zwei Geräte, mehr noch, auch die Preise unterscheiden sich enorm. Da war es gar nciht so einfach sich auf Die besten externen Effektgeräte für DJs  festzulegen. Die Bandbreite reicht dabei vom Effektgerät eines DJ-Herstellers bis hin zu richtigen Gitarren-Bodentretern, die eigentlich gar nichts für den DJ gemacht worden sind. Aber das war der Technics SL-1200 damals ja auch nicht und wir alle wissen, wo es hingeführt hat.

Ein paar der gern genutzten Effektgeräten für DJs möchte ich einmal in Kürze vorstellen, vielleicht mit dem ein oder anderen Wort zu Vor- und Nachteilen der Nutzung im DJ-Setup. Nicht zu allen gibt es Tests, nicht zu allen gibt es erst Recht einen Test im DJ-Bereich. Ein Blick in die Tests dürfte jedoch sicher auch nicht schaden, wenn sie zum Beispiel aus der Gitarre/Bass-Redaktion kommen.

Teile Elektronik Teil1 – das Keinedelay

Die besten externen Effektgeräte für DJs

Teile Elektronik Teil1

Zum Delay aus dem Hause Teile Elektronik gab es dieses Jahr nicht nur einen ausführlichen Test, sondern auch einen Report über die Jungs dahinter. Seitdem gehört dieses Tool für uns definitiv zu den besten externen Effektgeräten für DJs. Einer der „Jungs dahinter“ ist nämlich Gregor Sütterlin aka Rampa, einer der Gründer des Keinemusik-Labels und der Keinemusik-Truppe neben Adam Port, &me, Rampa, Reznik sowie Monja Gentschow. Dieser hat sich eine kleine Auszeit genommen, um das Boss RV-6, das von den Keinemusik-Jungs gern eingesetzt wird, zu verbessern. Das Keinedelay, das KD-1, das Produkt der Verbesserungen, kam so gut an, dass mehr davon gebaut werden mussten. Hohe Kosten für die Boss Reverbs als Basis sowie viel Umbau führte dann dazu, dass man ein Delay komplett von Grund auf entwickelte. Die Idee zum Teil1 war geboren und wurde umgesetzt. So kann man die Geschichte wohl in Kürze zusammenfassen.
Besonderheit des Teil1 gegenüber einem Boss Reverb: Es basiert auf einem Tape-Delay-Algorithmus – das sollte jeder im Kopf behalten mit Blick auf den Klang. Veränderungen der Delay-Zeit werden nicht sofort umgesetzt, sondern mit dem leichten Wabern eines Tape-Delays. Dazu kommen eine Tap-Taste, die, sofern genutzt, die Einstellung der Delay-Zeit über den Drehregler außer Kraft setzt, eine Zeit-Einstellung in bestimmten Ranges (genauer als eine Gesamt-Range), eine Loop-Funktion, eine Momentary-Funktion (siehe Test für die ausführliche Erklärung, was da ist. In Kurzform: Delay nur auf kurze Zeit, die eine Taste gedrückt wird, geil für Snares etc.) sowie die Wahl zwischen „analog“ oder „digital“. Digital ist das saubere Signal, das analoge Signal wird durch ein High-Cut-Filter und eine Modulation einer Feedback-Schleife ein wenig verändert – um nicht zu sagen, ein wenig „angedreckt“.

Weitere Errungenschaft des digitalen Delays: Es gibt einen Dry/Wet-Regler samt Mit- oder Wet-Schalter. Es kann also das entweder das Originalsignal plus Delay oder nur das Delay-Signal ausgegeben werden. Knaller. Mehr Knaller gibt es im Test zum Teil1 zu Lesen.

Für den Knaller muss man aber auch ein wenig tiefer in die Tasche greifen als für ein Boss RV-6. Rund 330,- Euro werden fällig für das Teile Elektronik Teil1.

Forum
  1. Profilbild
    Hans Süly

    Wie binde ich denn ein Mono-Effektgerät wie das Valeton Coral Mod16 in ein DJ-Setup ein, wenn der Mixer klassischerweise Send/Return in Stereo besitzt?

    • Profilbild
      Bolle  RED

      Nun, da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wie beschrieben z.b. hinter einem Zuspieler wie Sampler / Step-Sequenzer. Da kann, wenn du es möchtest, egal sein, ob du da ein Stereo- / oder ein Mono-Signal an den Mixer gibst. Wie du danach von Mono auf Stereo kommst, muss ich nicht erklären, oder?

      Alternativ hast du einen Return-Weg wie beim 92er, der L = Mono….und los ;)

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