Empfehlung: DJ Delay, DJ Reverb, DJ Effekte

27. September 2018

Die besten Effektgeräte für DJs - Teil 2

Der erste Teil von zwei Berichten über DJ Effektgeräte ist schon online und zeigt einige starke Geräte wie das Teile Elektronik Teil1, die Pioneer RMX-500 und RMX-1000 FX-Units oder das eher unbekannte Valeton CoralMod 16. Wer ihn noch nicht gelesen hat, ihr findet ihn HIER. Weiter geht es mit dem zweiten Teil…

Empfehlung: DJ Delay, DJ Reverb, DJ Effektgeräte

In dieser Übersicht: Hardware DJ Delay, DJ Reverb, DJ Effekte wird es noch umfangreicher mit einem Blick auf die Reverbs von Boss, die Effektgeräte von Eventide oder das hochpreisige Strymon Big Sky.

Übersicht: Hardware DJ Delay, DJ Reverb, DJ Effekte

Übersicht: Hardware DJ Delay, DJ Reverb, DJ Effekte

Boss RV-5 und Boss RV-6

Ein Klassiker unter den  Reverbs, nicht nur bei DJs. Mit einem Preis von unter 150,- Euro ist ein Boss RV-6 absolut erschwinglich und ein Reverb ein gern genutzter Effekt – sofern richtig eingesetzt. Das Boss RV-6 als aktuelle Version ist ein klassischer Bodentreter, Stomp-Box. Eigentlich ein Effekt-Pedal für Gitarristen oder Bassisten eignet es sich auch hervorragend für den Einsatz im DJ-Set. Unter anderem, da es nicht nur in Mono, sondern auch in Stereo nutzbar ist.

Boss RV-6

Boss RV-6

8 verschiedene Hall-Algorithmen bietet das RV-6, darunter Modulate, Spring, Room, Plate, Hall, Dynamic, Shimmer und +Delay.

Alle Effekte davon sind einstellbar in Time und Tone, wobei gerade der Time-Regler entsprechend Reverb-Länge für DJs ein sehr gutes Spielzeug sein kann. Auch dabei, vermutlich eher wenig genutzt, ein Dry/Wet-Regler. Nicht so verkehrt jedoch, wenn man das Reverb mal auslaufen lassen möchte – wobei es dazu am DJ-Mischpult ja normalerweise den Send-Regler zum Runterdrehen gibt.
Gibt es den nicht und das Reverb hängt aus welchem Grund auch immer auf einem Master-Insert oder als ein Effekt in der Kette von mehreren, dann ergibt der Dry/Wet-Regler natürlich einen wichtigen Sinn.

Meine Lieblinge beim RV-6 sind Hall und Room für einen deutlich hörbaren, kraftvollen Einsatz eines Reverbs auf eine Snare, Hat oder sonstiges Perkussives. Hier kann man schön mit der Länge des Reverbs als weiteren Parameter spielen.

+Delay ist ebenso ein schöner Algorithmus für ein länger laufendes Reverb, das deutlich hörbar ist, aber doch eine gewisse Modulation mit sich bringen soll. Das Delay auf dem Reverb sorgt dann für „Bewegung“ im laufenden Sound.

Wichtig: Das RV-6 wird ohne Netzteil geliefert, dafür mit einem 9 Volt Block. Der hält allerdings nicht sehr lange. Entweder man bleibt beim Batteriebetrieb, was gerade im Club einfach ist, da man keinen weiteren Stecker braucht, oder man kauft ein passendes Netzteil für ca. 10,- Euro.

Forum
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    swellkoerper  AHU

    Gute Idee, diese Übersicht. Die Stereo-Bodentreter drängen sich ja förmlich für den Einsatz als Desktop-Performance Box auf. Die Eventides arbeiten übrigens mit variabler Samplerate, je nach Algorithmus auch mit 96kHz. Viele Presets sind keine reinen Delays, Reverbs, etc. , sondern Multieffekt-Verkettungen. Mit etwas Geduld und Jagdinstinkt kann man die Factor-Peale auch recht günstig schiessen. Es hat eine ganze Weile gebraucht, aber ich konnte TimeFactor, Pitchfactor, Space und Powerfactor-Netzteil für insgesamt weniger als 1000€ erlegen. Eine Frage für die Experten: wie sieht es eigentlich bei Pedalen ohne Inputgain-Regler mit Line-Pegeln und Impedanzen aus? Braucht man für den optimalen Sound nicht ein DI/Re-Amping-Set?

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      Bolle  RED

      Absolut ja, die Eventide Dinger haben eine Tiefe hinsichtlich von Funktionen, die echt enorm ist. Ich hab mein Factor damals defekt gekauft, sehr günstig, gehofft, dass ich es hinbekomme und es geschafft :)
      Aber ich würde heute auch den vollen Preis bezahlen, ich habe es wirklich schon lange.
      Thema Pegel: Eventide hat ja die kleinen Kippschalter für Line / Gitarre Pegel. Bei denen ohne Wahlmöglichkeit, z.b. Boss oder Eventide, birgt das aber keine Probleme. Du meinst DI/Re-Amping im Sinne von DI Pegel runter ins FX rein und danach Re-Amping? Ja streng genommen wäre das wohl richtig, ich hab aber noch kein FX-Gerät selbst gehabt, welches mit dem Line-Pegel nicht umgehen konnte. Der ist ja über den Send regelbar (normalerweise) und zumeist ja nicht full-scale. Damit passt das bisher immer. Klar ist, fahr ich den Send voll auf und hab beim Eventide Guitar-Level beim Input eingestellt, clipped das Ding schneller, als auf Line-Level. Der Unterschied ist ja, wenn ich das richtig erinnere „nur“ 10 dB. Bei allen, die diesen Wahlschalter nicht haben, klar, hast du Recht, müsste man dämpfen und anbheben. Oder die 10 dB Headroom minimum haben ;)

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        swellkoerper  AHU

        Was Du beschreibst, entspricht auch ungefähr meinem Kenntnisstand. DI/Reamping macht eben nicht nur Pegel- sondern auch Impedanzanpassung. Inwieweit man das hört – who knows. Bei den „reinen“ Tretminen, die ich bis jetzt austesten konnte, hatte ich immer das Gefühl, dass da beim Sound noch Luft nach oben ist. Irgendwann werde ich mich in diese Re-Amping Geschichte vertiefen, einfach weil ich unbedingt wissen möchte, wie meine Synths klingen, nachdem sie Luft und Mikrophon-Membranen bewegt haben :-) Ich kann dann ja berichten.

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          Bolle  RED

          Sehr guter Plan, lass mich davon wissen!! :) Spannendes Thema, zu dem mir aktuell aber klar die Zeit fehlt. Und auch ein wenig die Motivation, denn es funktioniert ja…

  2. Profilbild
    swellkoerper  AHU

    Ich habe übrigens auch sehr gute Erfahrungen mit älteren Lexicon-Rackunits im Live-Kontext mit Modularen gemacht. Bypass-Switch und Tap-Tempo per Gate-Input, CV-Signale per VCA moduliert und auf Expressionpedal-Niveau gebracht – funktioniert ganz wunderbar. Die Teile kann man so konfigurieren, dass bei aktiviertem Bypass Ein- oder Ausgänge einfach stummgeschaltet werden – so können sie prinzipiell immer mitlaufen und der Effekt kann per Gate hinzugeschaltet werden, ohne die im Artikel beschriebenen Phasenauslöschungen. So ein VCA-modulierter Effekt einer 90er Rackmaschine klingt dann ganz schön modern.
    Apropos Neunziger: der Augenöffner damals für effektlastige DJ-Sets – noch vor der Minimal-Welle – war für uns Richie Hawtins Mix Mag Live 20 von `95. Höre ich heute noch gern.

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    TobyB  RED

    Moin Bolle,

    für ein hybrides Set mit Loops und Stems würde ich den Roland MX-1 noch mit anführen, der kann auch pro Steps FX, kann Hall, Flangen, Filtern, Delay, MFX, BFX etc.

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