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Test: Quad Cortex, Multieffektgerät

26. September 2021

Quad Cortex - das Neural DSP Modeling Monster

Hype ist so eine Sache in der Welt des Gitarren-Equipments. Skepsis ist immer angebracht und als Tester muss man hier und da darauf achten, bestimmte Erwartungshaltungen außen vor zu lassen. Nichtsdestotrotz – als jemand, der das Thema Homerecording sehr spannend findet, ist es auffällig, wie oft in den letzten Monaten ein Name gefallen ist: Neural DSP. Die Firma hat mit dem Gojira Plug-in, dem Nolly Plug-in und auch der Abasi Software dafür gesorgt, dass viele ihr Amplitube oder Guitar Rig deinstalliert haben. Gehör ich dazu.

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Wenn eine Firma, die also einen bestimmten Bereich als Spezialität entwickelt, Neuland betritt, geht das manchmal gut, manchmal nicht. Kleine Brötchen backen ist besser, vor allem zu Anfang. Und sich auf Dinge zu konzentrieren, die dem eigenen Know-how zuarbeiten. War also so eine Sache – als Neural DSP ihren Quad Cortex ankündigte als einen Frontalangriff auf Kemper, Fractal Audio und Line6, war niemand überrascht. Das liegt genau im „Ballpark“ der Firma. Und im Vorfeld zeichnete sich auch ab, dass wirklich alles dabei war: hochauflösender Touchscreen, 2 GHz Quad Core Sharc Prozessor, ein massives, aber einfaches Panel sowie eine Capture-Funktion in bester Kemper-Tradition, die eine Art Snapshot eures Amps festhält. Von dem Inhalt ganz zu schweigen. Es ist also keine Übertreibung, wenn man sagt: Der Quad Cortex ist in der Schnittstelle zwischen digitaler und echter Klangkunst das vielleicht am heißesten ersehnte Stück Equipment für 2021 – zumindest für Gitarristen.

Quad Cortex Test – Neural DSP Multieffektgerät Facts

Wir wollen also herausfinden, ob der Quad Cortex unseres Erachtens mit den Größen der Szene mithalten kann. Kemper ist über weite Teile gut gealtert, Headrush hält sich wacker und auch die Helix-Algorithmen machen einiges her, nach wie vor. Da ist es für uns interessant rauszufinden, ob das Quad Cortex wirklich das Multieffektgerät der neuen Generation ist. Erst mal zu den Specs:

Test Quad Cortex Neural DSP Review

Es sieht besser aus als der Rest – soviel lässt sich meines Erachtens schon sagen. Mit dem Verweis auf subjektive Wahrnehmung kann ich an dieser Stelle gestehen: Kemper empfinde ich seit jeher als unansehnlich. Da kommt das Design des Quad Cortex schon bedeutend zeitloser daher. Sieben Zoll Display, 290 x 191 x 56 von den Maßen her und gar nicht mal so schwer mit seinen 2 kg. Wie alle anderen Multieffektgerät besteht auch der Neural DSP Quad Cortex aus eloxiertem Aluminium, ist aber auch meines Erachtens wesentlich übersichtlicher: Die elf Fußschalter des Geräts und der Volume-Regler links neben dem Display sind alles, was der Quad Cortex aufbietet – ohne ein grafisch überladenes Panel. Sehr sympathisch schon mal, das erspart die Redundanz, wenn am Display sowieso alles Notwendige angezeigt wird. Das Fantastische und, soweit ich weiß auch Einzigartige an den elf Fußschaltern: Sie agieren auch als eingerastete Regler. Eine äußerst clevere Design-Idee, so naheliegend, dass man sich durchaus fragt, warum da niemand vorher drauf gekommen ist. Ob sich das schnell abnutzt, lässt sich natürlich noch nicht sagen.

Test Quad Cortex Neural DSP Review

In Sachen Anschlüsse geht hier erwartungsgemäß so ziemlich alles. Zwei Kombiklinken-Inputs, zwei Sends, zwei Returns – also zwei separate FX-Loops – zwei Outputs, Capture-Out, Kopfhörerausgang, zwei XLR-Anschlüsse, zwei Anschlüsse für externe Expression-Pedale, MIDI-In, MIDI-Thru sowie USB, was die Verwendung des Quad Cortex als Audiointerface ebenfalls möglich macht. Die Anschlüsse für die FX-Loops sind übrigens in Stereo – eine viel zu selten anzutreffende Angelegenheit, da es durchaus sinnig sein kann, sein Stereo-Delay oder Stereo-Reverb einzuspeisen. Nun ist der Quad Cortex selbstredend mit ziemlich vielen internen Amps und Cabs ausgestattet, was ihn für die Verwendung von Full-Range-Boxen und die P.A. naheliegend macht. Ist die Verwendung des Quad Cortex mit Amp sinnvoll? Dazu vor allem im Praxisteil mehr. Fakt ist – ähnlich wie Kemper, Fractal Audio oder Line6 hatten Neural DSP mit dem Quad Cortex ein Komplettpaket im Sinn, dass es euch im Grunde erlauben soll, euer Setup auf Gitarre + Quad Cortex zu reduzieren. Musiker wie beispielsweise Plini arbeiten auf diese Weise.

Neural DSP Quad Cortex – Amps, Cabs & Effekte

Neural DSP haben es sich nehmen lassen und eine breite Palette an digitalen Amps, Cabs, Verzerrungen und Effekten in den Quad Cortex gepackt. Gleich vorweg – nicht ganz so viele wie manch anderer. Klar ist – eine Anschaffung des Quad Cortex ist auch eine Investition in die Zukunft, da damit zu rechnen ist, dass in den nächsten Jahren mehr und mehr Amps und Cabs ihren Weg in das Gehäuse finden werden. Aber in der aktuellen Variante sieht es wie folgt aus:

  • 53 Gitarren-Amps
  • 13 Bass-Amps
  • 39 Cab-Simulationen
  • 16 Gitarre Overdrives und Distortions
  • 4 Bass-Overdrives
  • 5 Kompressoren
  • 8 Modulationen
  • 4 Delays
  • 6 Reverbs
  • 4 EQs
  • 3 Wahs
  • 4 Utilities wie Noisegates

Test Quad Cortex Neural DSP Review

Natürlich werden hier vor allem Klassiker bedient, vor allem auf Amp- und Cab-Ebene. Boogie, Fender, Vox, Marshall – die größten Namen, auf authentische Weise digital reproduziert. Wer sich seinen Account bei Neural DSP zulegt, hat auch freien Zugriff auf sämtliche Presets und wer das WLAN-fähige Gerät in seinen Router lässt, erlaubt es dem Gerät, in Echtzeit Updates durchzuführen oder Fehlermeldungen zum Support durchzureichen. Das macht auch Kemper nicht. Darüber hinaus ist das Gerät im Prinzip aber so aufgestellt wie die meisten Multieffektgeräte – why change a running system?

Was heißt das im Konkreten? Speicherplätze pro Fußschalter – acht Stück, organisiert in insgesamt 32 Banks je acht Speicherplätze (Fußschalter A bis H), organisiert in sogenannte Setlists, von denen zehn Stück auf dem Quad Cortex gespeichert werden können. 10x 256 Presets – das ist eine ganze Menge und selbstredend lässt sich mehr davon in der Neural DSP Cloud ablegen. Auch was die Bedienung in Echtzeit angeht, orientiert sich der Quad Cortex an Geräten wie den Line6 Helix. Drei Modi sind hier am Start: Preset-Modus, bei dem mit den Up- und Down-Schaltern durchgeswitcht werden kann durch ein Set von acht Speicherplätzen, Stomp-Modus behandelt euer Board wie ein Pedalboard, dessen Signalkette ihr an acht Stellen ein- und ausschalten könnt. Scene-Mode lässt euch innerhalb von vier Presets vier Variationen aufrufen. Was das Einstellen und Editieren eurer Presets angeht – das Display macht einiges her und ist extrem variabel. Die Signalkette in vier Strängen, Effektmodule, die angetippt und verändert werden können sowie frei zuweisbare Ein- und Ausgänge für sämtliche Effektmodule. Maximale Flexibilität und maximal komfortabel.

Ein großer Punkt, der der Quad Cortex dem Kemper voraus hat: Der Quad Cortex ist in der Lage, Stereo-Rigs zu fahren. Ganz recht – zwei Amps können hier gleichzeitig in Stereo gefahren und rausgegeben werden.

Neural DSP Quad Cortex – Neural Capture

Da wären wir wieder angekommen beim ultimativen Reizthema der Gitarrenwelt, dem Profiling oder in der Neural-Nomenklatur Capturing von Amp-Sounds. Oder Diebstahl von geistigem Eigentum? Wir haben das Problem bereits ausführlich diskutiert – mit euch. An dieser Stelle wieder das Ganze breitzutreten, ist nicht in unserem Sinn. Der Quad Cortex kann das also: Amps, Cabs und auch Verzerrerpedalen „knipsen“ und als Profile speichern. Der Vorgang hierbei ist wie folgt:

Test Quad Cortex Neural DSP Review

Ihr steckt eure Gitarre in das RETURN-In eures Quad Cortex und den Capture-Out in den Input eures Amps. Anschließend wird das Cab-Mikrofon in euren Quad Cortex XLR Anschluss gesteckt. Das praktische hierbei: Der Quad Cortex führt euch durch das Kabelrouting Schritt für Schritt, wenn ihr ein neues Capture-Profil erschafft. Startet man den Prozess, dauert das Ganze so ca. fünf Minuten und am Ende steht ein digitales Amp-Profil, das ihr über einen dreibandigen EQ, einen Gain- und einen Volume-Regler frei einstellen könnt. Ist das Neural Capture der ultimative Kaufgrund für ein Gerät wie den Quad Cortex? Ich bin mir nicht sicher, bin aber geneigt, nein zu sagen – viele suchen beeindruckende Komplettpakete und die Capture-Funktion ist so etwas wie die Kirsche auf dem Eis. Am Ende entscheidet der Klang. Und den schauen wir uns jetzt an.

Neural DSP Quad Cortex Sounds in der Praxis E-Gitarre

Gleich vorweg: Was ihr hört, sind nicht nur Captures, die Neural DSP in die Werkseinheiten als Ausgangspunkte reingeladen hat, die sind im zweiten Block entsprechend benannt. Die Presets im ersten Block sind ein Ergebnis von digitalem Modeling.

Nachdem die erste Phase des Stöberns und der Beschäftigung durch ist, folgt der erste Punkt meiner Ernüchterung. Und die hat tatsächlich wenig mit der Klangqualität als solche zu tun. Auch was die Auswahl angeht, kann man darüber streiten, ob für diesen Preis einfach nicht zu wenig im Cortex steckt – rein quantitativ. Nein, mein Problem ist, dass ich mit falschen Erwartungen an den Quad Cortex ran ging. Wer unsere Redaktion kennt und stöbert, weiß, dass wir große Fans der DSP Plug-ins sind. Sie klingen bisweilen beeindruckend. Neural DSP agiert in der Hinsicht als Pionier meines Erachtens, was Design, Entschlackung und Einfallsreichtum angeht. Aber das ist hier tatsächlich ernüchternd bodenständig: Neural DSP wagt hier nichts Neues. Klar, die unmittelbaren Konkurrenten Kemper, Helix, Headrush und Fractal Audio wollen auch mit den gleichen, allseits bekannten Modellen angegangen werden. Das Ding ist nur: Ich habe beim Stöbern ein Stück weit erweitert, neue Freunde kennenzulernen, anstatt ausschließlich die alten, bekannten Verdächtigen zu treffen: Marshall, Fender, Vox etc. Wer also die Neural DSP Plug-in-Magie erwartet, wird enttäuscht sein. Die Amp-Vielfalt, -Individualität und -Finesse der Plug-ins sucht man beim Neural DSP Quad Cortex vergebens. Aber ist das schlimm?

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Gewiss nicht. Also, sagen wir, wie es ist: Der Hype ist gerechtfertigt – bis zu einem gewissen Grad. Die unteren Klangbeispiele gehören zu digitalen Amp-Modellen. Sie sind keine Neural Captures – und somit in einer eigenen Liga und eigentlich nicht vergleichbar mit Kemper, zumindest konzeptuell nicht. Was die Qualität der digitalen Amps angeht: Das Line6 Helix und alles aus dem Hause Headrush und Mooer wird hier meilenweit im Staub zurückgelassen. Response, Attack, Klangtiefe, das ist hier alles schlichtweg eine Liga drüber, auch die Spielgeräusche, all die reaktiven Momente, die ein Amp produziert – die Natürlichkeit im Sound ist über weite Teile da. Im letzten Beispiel zeigen wir, dass die Klarheit ein Twin Vibratos auch – zwar immer noch dem analogen Vorbild hinterhinkend – sehr schön durchkommt. Die Boogie-Emulationen lässt mich als Nutzer eines Triple Crown 50 durchaus staunen, das Spielgefühl der britischen Emulation ist sensationell und das High-Gain nach dem EVH-Vorbild zieht locker mit Fractal Audio mit. Und das ist der eigentliche Vergleich, der meines Erachtens sinnvoll ist. Natürlich müsste man hierfür einen ausführlichen Praxisvergleich durchführen, aber im Prinzip gilt: Für den europäischen Markt schließt der Quad Cortex die Lücke, die der Axe FX hinterlässt, anstatt einen Frontalangriff auf Kemper darzustellen. Er ist, wenn man so will, ein Hybrid aus den beiden. Fractal Audio besitzt mit seinem umfangreichen Menü noch mal ein weitaus diffizileres Editierungs- und EQ-System, das aber meines Erachtens zu viel des Guten ist. Der Quad Cortex ist da einfach zugänglicher und erlaubt die Einstellungen an Panels, die sich direkt am analogen Vorbild orientieren.

Nun zu den Neural Capture Modellen. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was der Quad Cortex mit sich bringt. Ist das Gefühl eines echten Amps gegeben? Bisweilen ja – ich habe den Rockerverb MKII jahrelang gespielt und bin von den Captures mehr als beeindruckt. Nun gilt hier das Gleiche wie bei den Kemper Profiles. Sie sind – im wahrsten Sinne des Wortes – Snapshots, Momentaufnahmen eines Amps und seiner jeweiligen Einstellungen. Und genau wie beim Kemper gilt hier, wenn man dann anfängt, am Snapshot rumzuwerkeln, Gain und EQ nachzujustieren: Je mehr man rumprobiert, desto seltsamer beginnt es zu klingen. Das ist meine Erfahrung mit vielen Kemper Profiles und ähnliches gilt hier. Auch deshalb besitzt der Quad Cortex eine breite Bibliothek von Captures, die für jeweilige Amps jeweilige Einstellungen als separate Auswahl zur Verfügung stellt. Der britische Mittenbiss der Sound City kommt genauso durch wie die leicht muffige Brillanz des Clean-Kanals des Marshall JMTs. Ein laut aufgerissener Bogner mit voller Schlagseite müsste im Proberaum mal mithilfe einer FRFR-Box oder PA aufs Äußerste mit dem stark verzerrten Gain-Kanal Bogner Captures verglichen werden. Was ist die Technik des Capturing oder Profiling angeht, empfiehlt sich ein Feature – es wäre durchaus spannend, dieser Technologie mal konkret auf den Grund zu gehen und das separat zu beleuchten.

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Kommen wir zur einzigen wirklich nennenswerten Schwäche des Quad Cortex: den Effekten. Nicht die Klangqualität, die ist großartig. Tatsächlich ist der Shimmer zurückhaltend und reaktiv, der Phaser und vor allem der Flanger sehr warm und viel natürlicher und reaktiver als viele digitale Einzelpedale, die nichts Weiteres bieten. So klingen die Modulationen besser als bei Digitech oder der 200er Serie von Boss, meines Erachtens. Nein – das Problem ist die Auswahl. Man muss sich klarmachen: Der Quad Cortex kostet fast 2000,- Euro. Das ist stattlich und wer diese Investition tätigt, sollte davon ausgehen, dass wirklich alles drinsteckt, was man gebrauchen würde. Und da wird beim Effektthema wirklich nur das Rudimentäre abgedeckt. Fractal Audio gehen hier viel weiter. Für 2000,- Euro sollten experimentelle und einfallsreiche Delays meines Erachtens drin sein, anstatt ein Tape-, ein Digital- und ein Ping-Pong-Delay. Viel mehr ist da nicht und das Gleiche gilt bei Reverb. Für viele dürfte das Korinthenkackerei darstellen, aber diese Kritik nimmt in erster Linie auf den Preis Bezug und stellt die Frage: Liebe Neural DSP Jungs, hätte hier nicht ein bisschen mehr Quantität drin sein müssen? Auch wenn der Klang, wie gesagt, stimmt.

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Fazit

Der totale Gamechanger? Nicht ganz. Das beste „Multieffektgerät“ auf dem europäischen Markt? Rein qualitativ: wahrscheinlich ja. Das Quad Cortex macht so vieles richtig, dass man einfach den Hut ziehen mag und besitzt eine absolut sensationelle Bedienung, die alles von der Konkurrenz übertrifft. Der Touchscreen und der innere Aufbau, die Einfachheit und die Zugänglichkeit sowie die Klangdynamik der digitalen Amps kriegt in der Kombination sonst niemand hin. Doch Vorsicht: Wer erwartet, die Plug-ins der Firma in Hardware-Paket abzustauben, wird enttäuscht sein. Und Klangpuristen werden auch hier den Kopf unbeirrt schütteln und sagen: Das ist immer noch meilenweit am analogen Vorbild vorbei.

Die einzigen Kritikpunkte sind das etwas billig anmutende Netzteil und die spärliche Ausbeute klanglich hervorragender Effekte – da hätte einfach ein bisschen mehr drin sein müssen. Mit dem Quad Cortex, der Gitarre und sonst nichts auftreten und touren? Locker drin. Wenn man sich klarmacht, dass Neural DSP hier erst am Anfang ist und sich dann vorstellt, wo der Quad Cortex in zehn Jahren stehen könnte – meine Güte. Das Gerät wird wachsen, die Community auch. The Quad Cortex has come to stay.

Plus

  • klanglich über der Konkurrenz erhaben
  • sensationelles Design und Bedienung
  • Capture-Funktion
  • Entwicklerteam

Minus

  • zu wenige Effekte
  • Netzteil nicht hochwertig

Preis

  • 1849,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    griottier  

    Ich verstehe die Diskussion über die Verfügbarkeit von AxeFX in Europa nicht. Ich hab einen, war kein Problem.

    • Profilbild
      uelef  

      Ja, verstehe ich auch nicht – auf neue Modelle muss man oft warten, aber irgendwann geht es. Ich habe mein Axe FX-III jedenfalls innerhalb von 2 Tagen bekommen …

    • Profilbild
      zm33  

      Das aktuelle Floorboard FM9 wird zZt nur in den USA/Kanada ausgeliefert. Liefertermin für Europa 2022. Auch das FM3 war nicht mehr erhältlich. Also ich verstehe die Diskussion schon.

      • Profilbild
        uelef  

        Ja, bei neuen Modellen ist das ein Problem – und das FM9 ist brandaktuell … Und selbst in den USA werden gerade nach Warteliste die ersten Modelle ausgeliefert. Da kriegt es auch nicht jeder, der es jetzt bestellt.

  2. Profilbild
    Django07  

    Sieht sehr interessant aus. Und vielleicht ist das Gerät als Plattform für weitere „Plug Ins“ usw. zu sehen. Beim Helix gab wurden über die Jahre auch weitere Modelle hinzugefügt. Ist halt die Frage, ob man das Vertrauen in den Anbieter hat, dieses Gerät über mindestens 5 – 10 Jahre zu pflegen…

    Diese speziellen Dreh-/Druckschalter machen mich etwas nervös: Auf der Explosionszeichnung kann man gut sehen, dass die Achsen direkt auf kleine PCB-Actoren gehen. Das sieht nach einem ziemlich „speziellen“ Teil aus – nicht zu vergleichen mit einem Push-Pull-Poti in der Gitarre, bei der ich einfach ein Ersatzteil bekomme.

    Keine Kritik, aber eine Frage: Gibt es irgendwelche Infos zum IP-Rating? Die Schalter und die Bauform implizieren, dass es als Fußpedal benutzt wird. Da ist die Resistenz gegenüber eindringenden Staub (oder Bier) natürlich relevant. Mir ist klar, dass ich das bei wenigen Pedalen habe – bei MIDI-Floorboards sind die verschiedenen Hersteller für die Haltbarkeit unterschiedlich „berühmt“.

    Das Capturing ist auf jeden Fall spannend, wenn man seinen Sound transportabel haben möchte.

    Eine Marktlücke ist definitiv eine vernünftige Lösung zur Integration ins Rack. Bei dem Tour-Rack von Kiko (Megadeth) sieht man zwei mit Velcro auf Auszügen befestigte NeuralDSP. Eine 19-Zoll-„Formschublade“ wäre der Knaller – nun Los, ihr Start-Ups ;-)

  3. Profilbild
    RainerJ45  

    In diesem Review steckt sehr viel Arbeit …. danke fafür.
    Und es ist aus meiner Sicht sehr ehrlich und informativ ….. meine Meinung.
    Das möchte ich einfach mal honorieren.

    Allerdings wird auch meine bisherige Entscheidung bestätigt, nicht mehr auf digitale „Behelfslösungen“ zu setzen.

    KEINERLEI Kaufanreiz bei mir.
    Marketing, künstliche Verknappung und Influencer-Anpreisung sind nicht alles.

    Ich vermag hier leider nicht zu erkennen, worin denn nun der Unique selling point dieser „Design-Box“ besteht.

    Vielleicht waren aber auch die Soundbeispiele zu Metal-Lastig bzw. mit Effektalgorithmen aufgeladen, die sich nach meinem Geschmack garnicht von anderen unterscheiden.

    Was mir persönlich etwas gefehlt hat sind die puren Amps im leicht angezerrten Bereich.
    Man könnte fast meinen, dass auch dieser Modeller diese Praxis genauso gut oder schlecht beherrscht wie die anderen üblichen Verdächtigen

  4. Profilbild
    bluebell  AHU

    Ich denke, diese ganzen Modeler sind keine Geräte zum Liebhaben, mit denen man seinen eigenen Sound schafft, um sich von anderen abzuheben.

    Es sind vielmehr Werkzeuge, Arbeitstiere, um schnell verschiedene bekannte Sounds abzurufen: als Studioinventar, als Studio-Gepäck für den Session-Gitarristen, auf der Bühne für den Coverband-Gitarristen.

    • Profilbild
      griottier  

      Werkzeug zu sein ist sicher eine der Stärken eines Modelers. Aber zu sagen ein Modeler taugt nicht für einen einzigartigen Sound ist wie zu sagen ein Eventide, eine Synthesizerworkstation oder ein Laptop eignen sich nicht dazu. Ist eher eine Frage des Willens, finde ich.

  5. Profilbild
    RainerJ45  

    Das Teil gibt es sogar schon bei EbayKleinanzeigen.
    Der Anbieter hat angeblich zwei davon.
    Also wer Interesse hat, kann ggf. 200 Euronen sparen ,….

  6. Profilbild
    zm33  

    Grösse und Gewicht kommen mir sehr entgegen, nicht jeder ist mit einem Tour-Bus unterwegs. Design, ganz einfach, das ist alles gut. Die Soundbeispiele sind hier, über das Netz, klanglich tatsächlich etwas „hohl“, waren sie beim Kemper aber auch. Ich war dann aber überrascht wie gut der auf der Bühne klang.
    Für mich alles in allem ein interessantes Gerät.

  7. Profilbild
    uelef  

    Was ich mich schon lange frage und was der Artikel, der mir sonst gut gefällt, nicht beantwortet, wäre die Frage, wie es sich zwischen dem Quad Cortex und den Neural-DSP-Plugins verhält. Kann ich damit die Sound der Plugins (wie Archetype Plini oder Tim Henson) abrufen? Das wäre natürlich schon cool und ein großer Kaufanreiz …
    Ansonsten hätte mich natürlich schon noch interessiert, wie sich das Quad Cortex im Vergleich zum Axe-FX III in Bezug auf die Dynamik des Gitarrentons schlägt. Bei der Konkurrenz von Bonedo kam Heiko Heinz jedenfalls zum Schluss, dass Fractal Audio unterm Strich die Nase noch etwas vorne hat.

    • Profilbild
      tenderboy  

      Hab das Teil noch nicht unter den Fingern gehabt… aber laut anderen Tests und Forumsbeiträgen gibt es die Plugins nur als Captures. Und einige der unabhängigeren Blogs meinen, das die mitgelieferten Modelle nicht die Qualität der Plugins erreichen.

      • Profilbild
        uelef  

        Hm, das wäre irgendwie schwach … Und irgendwie auch unverständlich, denn wäre es anders, würde das potenzielle Käufer überzeugen. Aber gut, wahrscheinlich will man den Plugins nicht das Wasser abgraben.

  8. Profilbild
    Jan Steiger  RED

    Schöner Test, bestätigt voll und ganz mein Bild. Ich hab ihn übrigens erst nach meinem Vergleich mit dem Kemper gelesen, weil ich schlicht keine Ahnung hatte, dass er schon online ist… :D

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