Test: Schoeps CMC-64 Stereo Set mit MK4, CMC-6, CMC-1, Kleinmembranmikrofon

11. September 2020

Die alte und neue Referenz

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Schoeps CMC-64 Stereo Set mit MK4, CMC-6, CMC-1, Kleinmembranmikrofon

Mit dem Test des Schoeps CMC-64 Stereo Sets und dem neuen CMC-1 Verstärker widmen wir uns heute einem Klassiker der Mikrofongeschichte. Denkt man bei legendären Großmembranmikrofonen zwangsläufig an Neumann und AKG, so hat sich bei dem Kleinmembranern vor allem eine Firma diesen Status erarbeitet: die Firma Schoeps aus Karlsruhe. Die Colette-Serie mit ihrem flexiblen Modularsystem erfreut sich seit vielen Jahrzehnten einer ungebrochenen Beliebtheit und hat viele Nachahmer gefunden. Kürzlich wurde mit dem Schoeps CMC-1 ein Colette Vorverstärker vorgestellt, bei dem die Abmessungen des CMC-6 auf ein Minimum reduziert wurden. Da wir bei AMAZONA.de zum ersten Mal die Ehre haben, ein Schoeps Mikrofon testen zu dürfen, sehen wir uns das Stereo-Set wie auch den neuen Vorverstärker an.

Schoeps CMC-64 CMC-1 MK4

Die Firma Schoeps aus Karlsruhe

Schoeps kann bereits auf eine über 70-jährige Geschichte zurückblicken. 1948 wurde die Firma von Karl Schoeps in Durlach bei Karlsruhe gegründet. Der Fokus lag anfangs auf Kino-Beschallung, aber schon im Gründungsjahr wurde das erste Röhrenmikrofon vorgestellt. Wie beispielsweise auch bei AKG in Wien, hatte man in den 50er-Jahren bei Schoeps das Ziel gefasst, möglichst kleine Mikrofone zu produzieren. Bereits 1954 wurde mit dem M221 der Vorgänger der Colette Serie veröffentlicht, die nachfolgende, röhrenbasierte CM 60 Serie wurde ein Verkaufsschlager. Da Schoeps gute Kontakte zum französischen Rundfunk besaß und es keinen französischen Mikrofonhersteller gab, der diese hohe Qualität liefern konnte, konnte man sich am französischen Markt sehr gut etablieren. 1964 wurde mit dem CMT 20 das erste phantomgespeiste Mikrofon der Welt vorgestellt. Seit 1973 schließlich gibt es die transistorisierte Version der Colette Serie, wie wir sie heute kennen. Die Anzahl der erhältlichen Kapseln ist seitdem stark gestiegen, es gibt diverse Revisionen der Vorverstärker und auch das Zubehör wurde im Laufe der Jahre immer umfangreicher. Die Kompatibilität innerhalb der Serie ist bis heute gegeben. Wer also eine Kapsel aus den 70ern sein Eigen nennt, kann sie durchaus mit dem neuen CMC-1 betreiben. 2014 hat sich Schoeps dazu hinreißen lassen, mit dem V4 einen Klassiker wieder aufleben zu lassen. Das Design orientiert sich an dem CM51/3 von 1951, allerdings wurde die Kapsel und Schaltung modernen Erfordernissen angepasst.

Technische Neuerungen sind es auch, die die CMC-1 Serie ermöglichen. Durch fortschreitende Miniaturisierung konnte die Größe des Colette Vorverstärkers um 60 % verkleinert und sein Gewicht um 40 % reduziert werden.

Vor allem im Klassik-Bereich und überall dort, wo höchster Anspruch an die Klangqualität bei der Aufnahme akustischer Instrumente gestellt wird, kommen Schoeps Mikrofone zum Einsatz. Aber auch im Film- und Theaterbereich sind die Mikros des Herstellers aus Karlsruhe eine feste Größe.

Schoeps CMC-64 CMC-1 MK4

Das Schoeps CMC-64

Widmen wir uns zunächst dem Stereo Set CM-64, denn dieses Set wird auch nach Einführung des kleinen CMC-1 weiterhin erhältlich sein. Geliefert wird das Set in einem schicken Holzetui und einem sehr ausführlichen und fundierten Handbuch, das viel Hintergrundwissen enthält. Auch ein Zertifikat über die Stereo-Messung liegt bei. Das sehr informative Handbuch liegt auch hier in digitaler Form vor und interessierte Käufer sollten bereits im Vorfeld einen Blick darauf werfen, um die richtige Kombination aus Vorverstärker und Kapsel auszuwählen. Denn hier gibt es bei Schoeps eine Menge Optionen: Beispielsweise ist das CMC-6 Speiseteil in einer “+5 dB” Variante erhältlich, die etwas empfindlicher ist als das normale CMC-6, dafür aber einen um 5 dB reduzierten Grenzschalldruckpegel aufweist. Nimmt man also häufig leisere Signale auf und erreicht ohnehin keine 125 dB, könnte das eine sinnvolle Option sein, um den externen Mikrofon-Preamp zu entlasten.

Zusätzlich befinden sich in der Holzbox neben den beiden Mikrofonen (bestehend aus CMC-6 und MK4), zwei SG-20 Mikrofonklemmen und ein B 5 D Windschutz für jedes Mikrofon. Die Qualität ist über jeden Zweifel erhaben, denn verarbeitungstechnisch gibt es absolut gar nichts auszusetzen – ganz im Gegenteil. Dass Schoeps in der absoluten Top-Liga spielt, ist sofort klar. Da verwundert es auch nicht, dass viele Schoeps Mikrofone seit Jahrzehnten ihren Dienst erfüllen.

Beschichtet sind die Mikrofone mit einer speziellen Nextel-Lackierung, die durch ihre matte Oberfläche Licht kaum reflektiert. Daher lassen sich die Mikros bei Film- oder Live-Anwendungen sehr unauffällig positionieren. Das ist schon richtiges Understatement. Da hat man sich diese teuren Mikros geleistet und niemand sieht es? Wer etwas mehr posen will, für den bietet Schoeps auch eine vernickelte Version an. Allerdings ist das unscheinbare Nextel über die Jahre auch eine Art Markenzeichen für die Firma geworden ist – eine vernickelte Version würde aus der Ferne eher an ein Rode NT-5 erinnern, was fast wieder kontraproduktiv wäre.

Die Schriftzüge und die Seriennummer in Gold wurden im Korpus eingraviert. Schraubt man die Mikrofonkapsel ab, findet man im Inneren die Modellbezeichnung und die Seriennummer der Kapsel.

Schoeps CMC-6 + CMC 4 Kapsel – technische Daten

Die MK4 Kapsel ist eine reine Nierenkapsel mit einem über weite Strecken sehr geradlinigem Frequenzverlauf. Im Bassbereich beginnt sich die Kurve ab ca. 120 Hz leicht zu senken, bei 50 Hz werden -2,5 dB erreicht. Durch ein eingebautes Hochpassfilter in der Standardversion des Speiseteils (mit 12dB/Oktave bei 20 Hz) werden tiefste, kaum hörbare Frequenzen entschärft. Am oberen Frequenzspektrum gibt es eine minimale Anhebung von ca. 1 dB im Bereich zwischen 9 und 15 kHz.

Schoeps CMC-64 CMC-1 MK4

Das Polardiagramm zeugt von einer hohen Stabilität der Niere selbst in den hohen Frequenzen. Dadurch wird ein sehr konsistentes Klangbild über ein weites Frequenzspektrum gewährleistet und Schallereignisse aus dem Off-Axis-Bereich nicht unnatürlich verfärbt. In diesem Punkt fallen viele billigere Konkurrenzprodukte qualitativ ab und verfärben den seitlich auf die Kapsel treffenden Hall. Bei Aufnahmen mit hohem Raumanteil und gleichzeitiger Verwendung mehrerer Mikrofone können solche Verfärbungen schwer ins Gewicht fallen.

Schoeps CMC 64

Schoeps CMC 64

Der Verstärker CMC-6 hat einen Durchmesser von 20 mm und ist 116 mm lang. Mit rund 65 g ist er ein Fliegengewicht. Für den Betrieb werden 48 V Phantomspannung benötigt, wobei er auch bereits mit 12 V seine Dienste verrichtet.

Die Stromaufnahme de CMC-6 liegt mit 4 mA weit unter der Norm, 10 mA sollte jeder gute Mikrofonvorverstärker zur Verfügung stellen können. Ich hatte schon einige Testobjekte bei mir im Studio, die gerade mal etwas mehr als die Hälfte lieferten, das Schoeps CMC-6 wird das locker wegstecken. Im Zusammenspiel mit der MK4 Kapsel ergibt sich eine Empfindlichkeit von 13 mV/Pa und einem Eigenrauschen von 15 dB (A) laut Datenblatt, wobei das zum Test vorliegende Set sogar 13 dB erreicht. Der Grenzschalldruck liegt bei 132 dB (0,5 % THD) und kann im Bedarfsfall durch ein optional erhältliches Pad um 10 dB erhöht werden.
Die Impedanz des CMC-6 liegt bei 35 Ohm, der kleinste empfohlene Lastwiderstand bei 600 Ohm.
Seit der CMC-6 Version sind Schoeps Verstärker dank des RFI-Shields auch weitestgehend immun gegen HF-Einstreuungen.

Schoeps CMC-64 CMC-1 MK4

Der neue Schoeps CMC-1 Verstärkerteil

Das CMC-1 wird ebenfalls in einer Holzbox geliefert, zum Lieferumfang gehört eine SG-20 Mikrofonklemme, ein Schoeps Kabelbinder sowie eine Infokarte mit den technischen Spezifikationen. Beim ersten Anblick traut man seinen Augen kaum, wie klein dieser Vorverstärker ist. Die Länge schrumpfte auf sage und schreibe 36 mm, mit 36 g hat sich das Gewicht im Vergleich zum großen Bruder um knapp die Hälfte reduziert. Der CMC-1 ist zu allen MK Kapseln und weiterem Colette Zubehör wie etwa dem Hochpassfilter CUT 60 kompatibel.

Schoeps CMC-64 CMC-1 MK4

Bei den technischen Daten macht der Winzling übrigens keine Abstriche, sondern legt in manchen Punkten noch “eine Schippe drauf”. So konnte die ohnehin schon sehr gute HF-Abschirmung weiter verbessert werden und der Grenzschalldruckpegel wurde von 131 dB auf 135 dB erhöht. Auch der Stromverbrauch wurde optimiert. Der CMC-1 benötigt nur noch 2 mA im Betrieb – das dürfte vor allem für mobile Einsatzbereiche interessant sein, da Batterien/Akkus dadurch länger durchhalten. Optional lässt sich der CMC-1 auch mit 12 V Phantomspannung betreiben – hierbei reduziert sich der Grenzschalldruckpegel etwa bei Verwendung der MK4 Kapsel um 4 dB auf 131 dB (0,5 % THD) und die Stromaufnahme steigt auf 3 mA an.

In der Praxis

Zweifelsohne sind die Mikros aus Karlsruhe Audiowerkzeuge erster Güte. Rein haptisch strahlen sie eine Qualität aus, die die Konkurrenz kaum erreicht. Als Produzent bzw. Toningenieur ist es eine Freude, sie zu benutzen und mit ihnen zu arbeiten. Auch die Klemme und der Windschutz sind Teil dieser Profiliga. Heutzutage gibt es ein fast unüberschaubares Angebot von Kleinmembranmikros für jeden Geldbeutel. Als Vergleichsmikrofone benutze ich das Oktava MK-012 eines der meistverkauften Stereosets der Welt und ein Set des neuen Rode TF-5, das letztes Jahr vorgestellt wurde.
Was rechtfertigt heutzutage den relativ hohen Ladenpreis der Schoeps Mikrofone?
Eine Schallquelle, die von vorne auf die Kapsel trifft, lässt sich mit vielen Mikrofonen in relativ guter Qualität aufzeichnen. Aber im Studio und auf der Bühne gibt es noch viele weitere Gesichtspunkte, die man beachten sollte. Wie verhält es sich mit rückseitig einfallendem Schall? Wie hoch ist das Rauschen des Mikrofons? Wie konstant ist die Richtwirkung? Welchen Einfluss hat elektromagnetische Strahlung, Wetter, Luftfeuchtigkeit etc.? Wie langlebig und verlässlich ist die Schaltung? Wie sieht es im Bedarfsfall mit dem Service aus?

Schoeps CMC-64 CMC-1 MK4

Beispielsweise finde ich die Oktava MK-012 klanglich für viele Anwendungen recht sympathisch abgestimmt. Sie liefern keine absolute Präzision, aber das ist auch nicht in allen Fällen erforderlich. Sie haben durchaus ihre Berechtigung in der Mikrofonsammlung, können aber bei Themen wie dem Schutz vor Handy-Strahlungen mit Schoeps bei Weitem nicht mithalten.

Das Schoeps „RFI-Shield“ im CMC-6 und CMC-1

Nach vielen Tests, die ich im Berliner Mikrofonverleih Echoschall mit unterschiedlichen Mikrofonen, Kabeln, Kabellängen, Preamps und Aufnahmeumgebungen durchgeführt habe, wurde deutlich, dass das Schoeps CMC-1 in diesem Bezug die neue Referenz ist. Dicht gefolgt vom ebenfalls sehr guten CMC-6 und dem Rode TF-5, bei denen sich nur bei maximaler Verstärkung, minimale und kaum hörbare Emissionen zeigen, die in der Praxis keinerlei Auswirkungen haben (siehe Klangbeispiel). Platz 3 belegten Neumann KM 184 bzw. Sennheiser MKH-40, beide mit hörbaren Artefakten, wenn sich das Handy in unmittelbarer Nähe befindet. Mikrofone der Einsteigerklasse sind in diesem Bezug meist nicht gut gerüstet und können auch bei größeren Abständen Strahlungen auffangen. Hier ein Vergleich zwischen CMC-1, CMC-6 und Oktava MK-012:

Ein weiterer wichtiger Punkt ist beispielsweise der tatsächliche Grenzschalldruckpegel. Bei einem Tamburin, das ich auf kurzer Distanz mit dem Rode TF-5 und dem Schoeps CMC-64 aufgenommen habe, trennt sich hier etwa die Spreu vom Weizen. Die starken akustischen Impulse verlangen dem Mikrofon einiges ab. Ein Nahbesprechungseffekt ist bei beiden Mikros vorhanden, das Rode TF-5 verzerrt das Signal aber hörbar und kann den hohen Schalldruck nicht verarbeiten. Die Transienten klingen “zerfetzt”. (Bei Markteinführung wurde der maximale Grenzschalldruck des TF 5 mit 120 dB bei 1 % (!) THD angegeben – mittlerweile wird es mit 135 dB bei 1 % THD beworben, die sich im Test nicht bestätigen lassen.)

Auch in puncto Rauschen kann das Rode TF-5 nicht mit dem Schoeps CMC-64 mithalten, das in der Praxis 5 dB weniger rauscht als der Neuling aus Australien. Der Stromverbrauch ist mit 2 mA beim CMC-1 bzw. 4 mA beim CMC-6 ebenfalls deutlich geringer als beim Rode TF-5 mit 7 mA, was bei mobilen Anwendungen oder am Filmset ins Gewicht fällt.

Doch widmen wir uns nun einigen Instrumenten. Weder das Rode TF-5, noch das Oktava klingen per se schlecht oder schlechter, aber beide haben die Tendenz, den Klang weichzufärben.
Das Schoeps steht dazu im Kontrast und liefert absolut präzise Abbildung der Transienten und der Räumlichkeit. Das ist mit ein Grund, warum das Signal plastischer und dreidimensionaler – vereinfacht gesagt „echter“ klingt als bei vielen Mikrofonen der Konkurrenz. Als Vorverstärker diente für meine Samples der Sound Devices MixPre II:

Hier ein ORTF-Stereo-Vergleich am Piano zwischen dem Schoeps CMC-64 und dem Oktava MK012 Stereo Set.  (Praktischer Helfer für diese ORTF und X/Y Anwendung sind übrigens die Mikrofon-Clips von Peters Audio – siehe Link unten- die ich sehr empfehlen kann.)

Schoeps CMC-64 CMC-1 MK4

Weiter geht’s an die Drums, diesmal in X/Y-Position über dem Set. Mein Schlagzeug Proberaum ist recht klein – das decken die Schoeps Mikros noch etwas schonungsloser auf als die Oktavas. Hier wird der Raum der Qualität der Mikrofone nicht ganz gerecht und auch der Schlagzeuger hat noch Potential :-) Vielleicht ist das Klangbeispiel ja trotzdem für den einen oder anderen von euch hilfreich:

Zum Abschluss noch ein Vergleich zwischen dem CMC-6 und dem CMC-1. Hier konnte ich während des Testzeitraums keine klanglichen Unterschiede ausmachen. Sine-Sweep-Messung zeigen einen identischen Frequenzgang, insofern dürften eventuelle Unterschiede rein aus der Verwendung zweier Kapseln bzw. deren leicht unterschiedliche Position zurückzuführen sein:

Schoeps CMC-64 CMC-1 MK4

Fazit

Keine FrageSchoeps gehört nach wie vor zur Crème de la Crème der Mikrofontechnik. Daran rüttelt auch nicht, dass sich mit billigeren Mikrofonen klanglich sehr gute Ergebnisse erzielen lassen. Eine Investition in ein Paar wie das Schoeps CMC-64 werden Profis tätigen, bei denen auch der Rest der Aufnahmekette (Raum, Preamps, Wandler, Abhöre) ähnlich hochwertig ist. Dafür bekommt man das Beste vom Besten und muss sich um viele Punkte wie etwa HF-Emissionen keine Gedanken mehr machen.

Gerade das CMC-1 ist in diesem Bezug die neue Referenz! Durch eine äußerst präzise Transientenabbildung und die Konstanz der Richtcharakteristik erlangt das Signal der Schoeps Mikrofone eine beeindruckende Räumlichkeit und stellt das jeweiligen Instrument sehr authentisch, fast dreidimensional dar. Niedriges Rauschen, hoher Grenzschalldruck, Langlebigkeit und verlässliche Wertstabilität sind weitere Punkte, die für den Klassiker sprechen. Auch durch die geringe Stromaufnahme von 4 mA beim CMC-6 und sogar nur 2 mA beim neuen CMC-1 können die Schoeps Mikrofone punkten. Da es in vielerlei Hinsicht einfach nicht mehr besser geht und die Mikros eine fehlerfreie Vorstellung abliefern, ist hier durchaus ein Best Buy gerechtfertigt!

Plus

  • fast dreidimensional wirkender Klang
  • sehr gute räumliche Abbildung
  • exzellente HF-Abschirmung
  • vorbildliche Verarbeitung, Wertigkeit
  • Qualität des Zubehörs
  • Dokumentation

Preis

  • Mk4: 2.829,- Euro
  • CMC 1U: 798,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Franz Walsch  AHU

    Es geht bei Schoeps noch kleiner – mit den CCM 4 Kompaktmikrofonen, die abgehängt an den Decken der besseren Konzertsäle (z. Bsp. in der Philharmonie Berlin) zu finden sind.
    Auch gibt es für die beiden „größeren Verstärker“ ein aktives Colette Kabel, das es ermöglicht das Mikrofon abgesetzt vom Verstärker zu verstecken. Durch die sehr gute Qualität und kleine Größe sind sie auch am Filmset zu finden und entlasten den Boomoperator. Ferner sind aufgrund der kleinen Bauform auch größere Ambisonic Konfigurationen möglich.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Danke für den ausführlichen und spannenden Bericht. Grossartige Mikrophone, da läuft einem schon das Wasser im Mund zusammen. Aber man hört dann auch wirklich alles. Gutklingende Aufnahmeräume sind mit solchen Preziosen unverzichtbar.

    • Profilbild
      Hans

      Das sind eben Werkzeuge für das professionelle Umfeld. Der Fakt mit der „Off-Axis-Response“ kann kaum hoch genug bewertet werden. Sobald man sich dessen bewusst ist weiß man eben auch wie aussagekräftig „Tests“ sind, bei denen eine Quelle in jeweils ein Mikrofon „On Axis“ spielt. Das gilt abstrahiert auch für derlei Vergleiche von Vorverstärkern, Kompressoren und Entzerrern. Gern auch in der „Gerät gegen PlugIn“-Spielart :-D

  3. Profilbild
    acuriousdan

    Danke für den schönen Bericht und die Beispiele. Nach diesen Höreindrücken und weiteren Vergleichsvideos im Netz muss jetzt wohl ein Extra-Sparschwein her für das Schoeps. Einmal diesen Klang gehört, gibt nun leider keinen Weg zurück…

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      Hans

      Absolut! Das kauft man einmal und dann ist die Suche beendet und die Freude beginnt.

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    Hans

    Schöner Test, solide geschrieben. Die Beschriftung ist allerdings nicht graviert, sondern gelasert. Ferner ist der Korpus natürlich nicht aus Gold, sondern eher Messing und beim Lasern sieht man dann eben diese Beschriftung in der Farbe. Farblich macht Schoeps eigentlich auch alle Wünsche möglich, CI-Firmenfarbe usw.

    Auf dem Instagram-Kanal finden sich da einige Beispiele.

    Was mich dazu bringt, dass du das in meinen Augen/Ohren revolutionäre CMIT nebst seiner miniaturisierten Variante MiniCMIT ausgelassen hast! Das ist Schoeps‘ Richtrohr, hier werden Mechanik, Elektronik und DSP-Leistung dermaßen gut angewandt, dass es mMn super funktioniert. Ich mochte bis zum CMIT überhaupt nicht! Dieser phasige Sound, üäh. Wenn man unbedingt die Richtwirkung benötigt, MUSS man halt eins hernehmen. Aber bislang konnte ich das immer mit anderen Mitteln umgehen. Das CMIT hat diesen unangenehmen Sound einfach nicht.

    Das ist für mich auch ein gutes Beispiel, was eben Schoeps auszeichnet. Man findet im Portfolio kein Produkt was den unheimlich hohen Ansprüchen nicht genügt.

    Obendrein wird in Durlach auch kein Vintage-Hype zelebriert, stattdessen wird unaufgeregt entwickelt und verbessert.

    Im Grunde ist das mit derlei Konsistenz über Jahrzehnte hinweg einzigartig. Mir ist jedenfalls keine andere Firma bekannt. Man bekommt viel Leistung für einen angemessenen Preis.

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      AMAZONA Archiv

      Zu Deinen letzten drei Absätzen fielen mir höchstens noch die Firmen Sanken und DPA ein.

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    Franz Walsch  AHU

    Vom Schoeps CMIT gibt es unterschiedliche Modelle.
    Das »MiniCMIT« ist die verkürzte Bauform eines CMIT ohne die drei Modi des CMIT 5U. Das CMIT 5U und das SuperCMIT 2 U verfügen über einen schaltbaren Low Cut,
    High Shelf Proximity Filter (+5dB bei 10kHz/300Hz, 6dB/Okt./80Hz, 18dB/Okt).
    Das Super CMIT 5 U hat drei aktive Filter zur Höhenanhebung, Tiefenfilter und Tiefenabsenkung. Genau dieses Mikrofon findet man häufig am Filmset, ist aber auch gut bei Musikaufnahmen.
    Des weiteren gibt es die zweikanaligen Digitalmikrofone SuperCMIT 2U und SuperCMIT PSD 2 U. Beiden gemein ist die Wandlung 48 KHz/24 Bit.

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