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Test: Source Audio Ventris Dual Reverb, Effektgerät


Hall doppelt gemoppelt

Source Audio Ventris Dual Reverb title

Die Firma Source Audio steht für innovative Produkte. Auch der heutige Testkandidat, das Ventris Dual Reverb, scheint wieder einmal eine Lücke zu schließen, da ein Hall-Pedal mit solch umfangreichen Möglichkeiten bis zum Status quo noch nicht auf dem Markt erhältlich war. Die gleichzeitige Nutzung von zwei Reverb Engines in einem Fußtreter ist mir bis heute unbekannt. Sie wird durch die Existenz zweier kraftvoller identischer 56 Bit Signalprozessoren ermöglicht. Satte zwölf verschiede Reverb-Modi werden angeboten, wobei die Hallprogramme teilweise auch andere Funktionen, wie Filtereffekte, Swell, Tremolo oder auch Delay übernehmen.

Bei der großen Anzahl der Effektkombinationen ist es natürlich gleichfalls sinnvoll, die Klänge auch im Gerät selbst speichern und natürlich auch abrufen zu können, ohne unbedingt von der MIDI-Funktion Gebrauch zu machen. Deshalb wurden hier vier (acht) Presets über das Regler-Interface zugänglich gemacht. Möchte man das Source Audio Ventris Dual Reverb auch in ein MIDI-Setup integrieren, sind weitere 120 Presets über MIDI abrufbar.

Source Audio Ventris Dual Reverb top

— Das Ventris Dual Reverb von Source Audio —

Ventris Dual Reverb – Facts & Features

Die Maße des Ventris Dual Reverb von 114 x 114 x 51 mm sind geringfügig breiter als beispielsweise ein typisches MXR-Pedal, es müssen ja auch zwei Fußtaster und viele Knöpfe untergebracht werden. Das Pedal macht einen sehr wertigen Eindruck und wurde hervorragend verarbeitet. Das Gehäuse aus Aluminium würde sicherlich den nächsten Atomkrieg mühelos überstehen, so kann man es als wirklich roadtauglich bezeichnen. Auch das Gewicht von 450 g lässt vermuten, dass hier einiges an Elektronik drinsteckt. Die Stromaufnahme ist mit 280 mA relativ hoch, da hier gleich zwei Reverb-Engines bei Bedarf parallel arbeiten. Ein passendes Netzteil befindet sich im Lieferumfang, das sollte bei dem doch recht hohen Preis auch drin sein.

Die Regler des Ventris Dual Reverb

Das Ventris Dual Reverb ist trotz seiner vielen Regler gerade noch als übersichtlich zu bezeichnen. Mehr regelbare Optionen wären hier sicherlich kontraproduktiv gewesen. Schauen wir uns diese einmal genauer an:

Der Regler für TIME justiert erwartungsgemäß die Hallzeit. PRE-DELAY bestimmt die Verzögerungszeit, bevor der Effekt wirksam wird. Mit dem TREBLE-Regler lässt sich der Effektanteil in den hohen Frequenzen beschneiden und MIX bestimmt die Lautstärke des Effekts im Verhältnis zum unbearbeiteten Originalsignal. Die Regler CONTROL 1 bzw. CONTROL 2 übernehmen unterschiedliche Aufgaben (Delay Feedback, Bass-EQ, Verzerrung etc.), die abhängig vom gerade ausgewählten Effekt sind. Mit dem 12-Positionen-Endlosdrehschalter in der Mitte der oberen Reihe werden die Typen für die erste oder auch zweite Reverb Engine ausgewählt.

Der kleine Kippschalter (A / A + B / B) unterhalb des CONTROL 2-Reglers dient zum Editieren der gerade aktiven Engine und bestimmt, ob im jeweiligen Preset nur eine der beiden oder beide Engines parallel arbeiten.

Die Fußschalter dienen einerseits natürlich zum Aktivieren der Effekte, aber auch gleichermaßen zum Speichern oder Umschalten der Presets. Dazu später mehr.

Mit dem rechten Fußschalter kann auch spontan zwischen beiden Reverb-Engines umgeschaltet werden, das Tempo getappt und sogar der Reverbsound „eingefroren“ werden. Hier sehen wir die Default-Einstellungen des rechten Fußschalters:

— Infos bezüglich der Werkseinstellung des rechten Fußschalters —

Somit lassen sich die Klänge auch auf der Bühne spontan beeinflussen. Die Funktion, die vom rechten Fußschalter übernommen werden soll, lässt sich natürlich auch den persönlichen Vorlieben anpassen.

Ein frontseitiger Control-Input-Select-Schalter bestimmt, ob ein Expression-Pedal oder ein Schalter zur Steuerung eingesetzt werden soll.

Eine grüne Leuchtdiode gibt stets Auskunft über den Status des Effekts, der mit dem linken Fußschalter aktiviert bzw. deaktiviert werden kann.

Hier sehen wir ein Bild aus der Anleitung (dem Pedal liegt lediglich eine englischsprachige Anleitung bei, aber eine deutsche Anleitung kann leicht aus dem Netz heruntergeladen werden), die uns auch optisch einen kurzen Überblick über die Bedienungselemente verschafft:

 

— Beeindruckende Möglichkeiten —

Ein- und Ausgänge des Source Audio Ventris Dual Reverb

Auch an den Seiten des Pedals wurde kein Platz verschwendet, so finden wir einige Buchsen, die bei Bedarf die Kommunikation mit anderen Pedalen bzw. Systemen übernehmen können:

  • zwei 6,3 mm Stereoeingänge, zwei 6,3 mm Stereoausgänge
  • Über die MIDI IN und MIDI THRU Anschlüsse sind wir auch ggf. in der Lage, das Pedal über MIDI fernzusteuern, auch dies ist nicht selbstverständlich.
  • Über einen Mini-USB-Port können wir eine Verbindung mit unserem PC (Windows und Mac kompatibel) herstellen. Das benötigte Kabel  (3,5 mm auf 6,3 mm TRS-Kabel zum Verbinden mit einem mobilen Gerät) befindet sich im Lieferumfang.

— Absolut roadtauglich gebaut —

Das (optional erhältliche) Source Audio Neuro Hub verbindet bei Bedarf bis zu fünf Source Audio Pedale und speichert die Einstellungen in sogenannten „Multipedal Scenes“. Bis zu 128 Szenen können mithilfe des Neuro Hubs abgespeichert bzw. abgerufen werden. Das Fernsteuern erfolgt dann bei Bedarf über die an der Stirnseite angebrachte 3,5 mm Kontrollbuchse. Für diese Anwendung ist im Ventris Pedal ein Eingang für die Verbindung mit kompatiblen Source Audio Geräten integriert.

Nützlich ist die PEDAL-IN-Klinkenbuchse, die es erlaubt, über ein externes Expression-Pedal jeden gewünschten Parameter eines Presets fernzusteuern. Auch die Beeinflussung mehrerer Parameter gleichzeitig ist erfreulicherweise problemlos zu bewerkstelligen. Der (die) jeweilige(n) Parameter kann (können) selbstverständlich für jedes Preset individuell gewählt werden.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    aszent

    Schönes Teil. Interessant fände ich ein Vergleich mit dem Bluesky und/oder dem Space von Eventide, da diese beiden eine Art Referenz in diesem Bereich darstellen.

    • Profilbild
      Stephan Güte RED

      Poh, da kenne ich aber noch ein paar mehr Referenzen, z.B. das unglaublich geile Empress Reverb oder die Reverbs von Neunaber ;)

      • Profilbild
        Johannes Krayer RED

        In dieser doch gehobenen Preisklasse tummeln sich in der Tat noch weitere ausgezeichnete Kandidaten. Konkurrenz belebt das Geschäft. Vielleicht dürfen wir daher auf fallende Preise hoffen. Welches für Euch passt, müsst ihr jedoch selbst herausfinden.

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Source Audio Ventris Dual Reverb

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