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Test: SPL Analog Code Ranger, Twin Tube, Transient Designer, Vitalizer MK2-T

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Transient Designer

Zu diesem Klassiker muss ich wohl kaum ein Wort verlieren. Mit dem Transient Designer können Attack- und Sustainphasen von jeglichem Audiomaterial in Echtzeit manipuliert werden. Obendrein ist das Ganze noch pegelunabhängig und funktioniert somit auch auf sehr dynamischem Material.
Die digitale Emulation des Transient Designers betrat zum ersten mal unter der Creamware (Sonic Core) Plattform Scope die Bühne, wurde anschließend auf die UAD portiert, um nun endlich auch nativ erhältlich zu sein.
Man ist also in der Lage, Drums mehr Punch zu verleihen oder allzu punchige Drums zu bändigen. Außerdem kann man mit dem Sustain-Parameter Raumanteile absenken oder anheben, so wie man es früher nach langer mühsamer Einstellung auch mit Expandern und Kompressoren tun konnte. Mit dem Transient Designer geht das alles im Handumdrehen! Was ich mir schon immer gewünscht habe ist ein Attack-Time-Regler, mit der die Automatik bei problematischem Audiomaterial angepasst werden kann. Denn irgendwann kommt selbst die beste Automatik nicht mehr mit. Vielleicht kann SPL einen solchen ja in einem Update integrieren?

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Vitalizer MK2-T

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Der Klassiker „SPL Vitalizer“ ist in den frühen 90ern auf Basis des SPL SX2 entwickelt worden, als die Worte „Psychoakustik“ und „Mastering“ hoch im Kurs standen. Dank des Erfolges dieses Produktes wurde er ständig weiterentwickelt. Oft wird der Vitalizer auch im PA- oder im Broadcastbereich verwendet, um eine bestimmte angenehme Klangcharakteristik zu erzeugen. Keinesfalls aber ist er ein Allheilmittel, sondern eher ein Abrunder oder Aufwerter. Der Vitalizer hat mehrere Filterschaltkreise unter der Haube, die genau das tun, was sie sollen, wenn man an besseren Klang im Allgemeinen denkt. Er kann die Bässe dicker machen, die Höhen auffrischen und sogar die Stereowirkung verbreitern. Darüber hinaus hat der MK2-T einen Kompressor für den Bass-EQ integriert, der übermäßige Pegel abfangen kann.

Die Filterbänder für Bass- und Mittenband sind miteinander so verknüpft, dass sich stets ein stimmiges Klangbild ergibt. Voraussetzung dafür ist natürlich ein bereits ordentlich aufgenommenes „normales“ Signal. Eine Aufnahme mit total verbogenem Frequenzgang kann der Vitalizer nicht interpretieren. Mit dem Bassregler kann der Bass im Tiefbassbereich das nötig Pfund bekommen, oder wenn man in die anderen Richtung dreht, knackiger und trockener klingen. Für mein Empfinden spielt dabei vor allem die Einsatzfrequenz des Bassfilters, die im Vitalizer automatisch geregelt wird, eine besonders wichtige Rolle. Das Höhenfilter ist getrennt von Bass und Mitten regelbar und basiert auf einem emulierten Spulen-Kondensatorfilter.

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Zusätzlich arbeitet der Vitalizer nach dem so genannten Demaskierungs-Effekt. Maskierung bedeutet, dass eine Frequenz mit einem hohen Pegel eine andere Frequenz mit niedrigem Pegel unterdrücken kann. Der Mensch nimmt die leisere Frequenz nicht in einem solchen Fall nicht wahr. Nach diesem Prinzip arbeiten auch die verlustbehafteten Kompressionsverfahren wie MP3, OGG, WMF und weitere. Der Vitalizer hat jedoch den umgekehrten Effekt, er kann durch seine Schaltungsautomatik die leisen Frequenzen hörbar machen. Jedoch funktioniert dies natürlich nicht mit MP3s, denn dort sind die Frequenzen ja eingespart worden und damit unwiederbringlich verloren. Dennoch kann durch den Vitalizer auch bei bereits komprimiertem Material eine hörbare Verbesserung des Klangs erreicht werden.

Es ist müßig zu beschreiben, was da klanglich passiert, wenn man es nicht hören kann, also habe ich ein paar Klangbeispiele angefertigt.

Der Vitalizer ist übrigens als erstes SPL Plug-in im neuen VST3 Format verfügbar, die anderen Plug-ins werden wahrscheinlich nach und nach angepasst. Somit kann er auch in Mehrkanalproduktionen direkt eingesetzt werden.

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