Test: Takamine GD11MNS, Akustik-Gitarre

Aus echtem Mahagoni besteht der Hals. Allerdings auch nicht aus einem massiven Stück, sondern aus einem Mittelstück, an dem der Halsfuß und die Kopfplatte separat angeleimt wurden. Und auch der Halsfuß wurde eher in „Sandwich-Bauweise“ zusammengeleimt, er besteht sogar aus drei Teilen. Ganz schön viel Flickschusterei könnte man meinen, denn auch in diesem Preisbereich gibt es bereits Hersteller, die ihren Instrumenten zumindest eine massive Decke spendieren. Na ja, immerhin besitzt der gerade gescholtene Halsfuß als kleinen Trost bereits einen Gurtendknopf.

Dennoch kann die Verarbeitung hier am Hals-Korpus-Übergang überzeugen, genau wie die gute Verarbeitung des Palisander-Griffbretts mit seinen 21 eingesetzten Bünden. Die Kanten der Bundstäbchen sind unfühlbar abgerichtet, nichts hakelt oder schneidet hier. Das nur schwach ausgeprägte C-Shape Profil der Halsrückseite sorgt zudem für eine angenehme Bespielbarkeit, zumindest nachdem die eher maue Einstellung ab Werk durch das Anziehen der Halseinstellschraube korrigiert wurde. Der dafür benötigte Inbusschlüssel befindet sich im Lieferumfang der Gitarre.

Body Back

— Auch die Rückseite ist durchaus hübsch anzusehen —

Der obligatorische Blick durch das Schallloch zeigt keinerlei Auffälligkeiten. Sicher, hier und dort sieht man mal ein Holzspänchen schüchtern aus einer der Streben hervorstehen, aber für ein Instrument diese Preisklasse hält sich das in einem absolut vertretbaren Rahmen.

Bliebe abschließend bei der Begutachtung noch die Kopfplatte übrig, an der die sechs gekapselten No-Name-Mechaniken angeschraubt sind, üblicherweise ein Schwachpunkt bei Instrumenten in diesen niedrigen Preisregionen. Doch die Takamine GD11MNS macht da mit ihren verchromten Tunern eine erfreuliche Ausnahme, denn nicht nur das Stimmung Halten bekommen die Mechaniken gut hin, auch das Stimmen selbst läuft dank eines sauber geführten Mechanismus ohne große Sprünge oder „Leerlauf“ ab. Mit für diesen reibungslosen Ablauf verantwortlich ist auch sicher die Tatsache, dass die Saiten ohne Berührungspunkte sauber vom Sattel zu ihrem Platz auf der Achse der Mechanik geführt werden.

HS

— Berührungsängste: die sauber zu den Mechaniken geführten Saiten —

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