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Test: Vintage V6MRHDX Summer of Love, E-Gitarre

(ID: 136799)

Hals, Griffbrett und Bundierung

Für den Hals wurde ein einteiliges Stück Ahorn verwendet. Auch hier ist das „Aging“ verblüffend gut gelungen, unter der griffigen Satinlackierung der Rückseite wurde das Holz an mehreren Stellen dezent mit dunkler Farbe behandelt, um eine natürliche, über die Jahre entstehende Verschmutzung nachzubilden. Das Profil der Rückseite ist schon recht „fleischig“, also sehr kräftig ausgefallen. Thomas Blug ist ja ausgesprochener Fan seiner 61er Fender Strat – und das merkt man eben auch hier deutlich.

Eine erste Unsauberkeit in der Verarbeitung der Gitarre zeigt sich am Sattel, der auf der Unterseite gut und gerne 2 mm aus seiner Kerbe hervorragt. Seiner Funktion tut dies jedoch keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Denn zusammen mit den sechs Mechaniken an der umgedrehten Kopfplatte („Reversed Headstock“) bildet er ein erstaunlich stimmstabiles Duo, trotz „nur“ eines Vintage Vibratos an Bord der Vintage V6MRHDX Summer of Love.

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sattel

— Kleine, aber eher unbedeutende Macke – der nicht ganz sauber eingesetzte Sattel —

Auch bei der Bundierung wurde nicht ganz sauber gearbeitet. Die Bundstäbchen wurden zwar sauber und gleichmäßig tief in das Palisandergriffbrett eingelassen, an ihren Kanten hätte man aber ruhig noch etwas sorgfältiger vorgehen können. So sind auf der gesamten Halslänge und auf beiden Seiten des Griffbretts scharfe Kanten zu ertasten, die den Spielfluss allerdings nicht weiter stören dürften.

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Werkssetting?

Die sauber eingesetzten Bünde erlauben ein sehr bequemes Setting der Gitarre, darüber scheint man sich aber wohl bei der Auslieferung, zumindest bei unserem Testinstrument, nicht weiter groß Gedanken gemacht zu haben. Eine Saitenlage von rund 5 mm am 12. Bund war auch schon in der Flower-Power-Ära ein „No Go“! Bis unser Testinstrument auf ein vernünftiges Niveau reguliert war, verging schon eine Weile. Denn ein auf der Decke festgeschraubtes Vintage Vibratosystem mit seinen sechs Saitenreitern einzustellen, ist schon eine ganz andere Hausnummer als das simple Absenken eines Floyd Rose Systems mit seinen zwei Stehbolzen beispielsweise. Hier also am besten gleich beim Kauf überprüfen und dann entsprechend erledigen lassen.

Back

— Rückseite mit der Unterschrift von Thomas Blug und ohne Abdeckung für das Vibratofach —

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Markus Musikladen

    Hi Stephan, ich habe die „normale“ Blug Signature seit ein paar Tagen bei mir im Laden, die hat am Tremolo, wenn man es ganz runterdrückt, eine Madenschraube zum Hebelfestklemmen, hat dein Testmodell das nicht? Ansonsten kann ich deine Erfahrung nur bestätigen, ich finde es auch für das Geld eine nette Gitarre – nachdem ich den Sattel nachgearbeitet, den Hals und die Saitenlage und die Tonabnehmer Stratitis-frei eingestellt hatte. Nett finde ich auch die doppelt gebohrten Mechaniken, fast so gut wie Locking-Dinger und so äußerst zuträglich der Stimmstabilität. Für mich war der Griffbrettradius etwas gewöhnungsbedürftig, macht halt die Saitenlage ein bissel hoch, wenn ich am fünfzehnten das g zum c quälen will…

  2. Profilbild
    tantris

    Eigentlich wollte ich meinen 30 Jahre alten VW Käfer – eine Rostlaube – verkaufen. Wenn ich mir es recht überlege, warte ich noch ein bischen und verkaufe den dann als VVW = Vintage VW. Klingt albern, und ist auch so.

    • Profilbild
      Stephan Güte RED

      @changeling Ich bin da echt zwiegespalten … aber für den günstigen Kurs haben die das echt gut hinbekommen. Wirkt bei Weitem nicht so künstlich und aufgesetzt wie bei der Ibanez Semiakustik, die ich ja letztens auch getestet habe.

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