Test: WMD Metron, Eurorack Sequencer

11. Oktober 2019

Arbeitstier für Komposition und Live-Betrieb

wmd metron

WMD Metron, Eurorack Sequencer

Mit dem WMD Metron haben wir einen weiteren Trigger- und Gate-Sequencer für Eurorack-Modularsysteme im Test. Wir wollen sehen, ob sich die großzügig belegten 36 HE Platz in einer ergonomischen und zugänglichen Arbeitsfläche niederschlagen, wo sich das Konzept des Sequencers in seiner Funktionalität von den Mitbewerbern abhebt und natürlich ob der angesetzte Preis gerechtfertigt ist.

Das Firmenkürzel WMD steht für William Mathewson Devices. Die Firma aus Denver, Colorado, war eine der ersten Hersteller für das Eurorack-Format, die mit interessanten Modulen auf sich aufmerksam gemacht hat. Mittlerweile umfasst die Produktpalette des Hauses WMD viele interessante Module für das Eurorack und einige kultige Gitarreneffektgeräte. Ein Blick auf die schön gestaltete Webpräsenz der Firma WMD lohnt sich definitiv.

Was ist der WMD Metron?

Auf der WMD-Website zum Modul wird der Metron folgendermaßen beschrieben: „Metron ist ein 16-Kanal-Trigger- und Gate-Sequencer für das modulare Eurorack-System mit zahlreichen intuitiven Funktionen, Erweiterungsmöglichkeiten und den Tools, die Sie benötigen, um längere Sequenzen mit einer Vielzahl von Variationen zu erstellen.“

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST USERBILD VERPACKUNG

Schöne Kiste! Vorfreude, schönste Freude …

Auspacken und Inbetriebnahme des Sequencers

Der WMD Metron wird in einer schicken weißen Pappschachtel mit dem WMD-Logo geliefert. In ihr befinden sich das wertig aussehende Modul (hier mit schwarzer Frontplatte), Schrauben und Washer, Stromversorgungskabel sowie die 50-seitige ausführliche englische Bedienungsanleitung. Ach und noch ein Aufkleber liegt bei, ich liebe solche netten Beigaben einfach. Alles, was man zum Start benötigt, wird also mitgeliefert: sehr lobenswert!

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST USERBILD AUSGEPACKT

Alles dabei für den Anfang

Auffällig ist, dass das Modul zwar ordentlich breit ist, aber selbst mit aufgestecktem Stromversorgungskabel nur flache 31 mm in der Höhe erreicht. Das prädestiniert das Modul als Schaltzentrale auch für flache und mobile Cases. Für die Installation des Stromkabels drehe ich das Modul um und stutze als erfahrener DIY-Löter, denn für die ellenlange Feature-Liste sieht die hübsche rote Leiterplatte auf der Rückseite des Moduls erstaunlich aufgeräumt aus. Da hätte ich jetzt mehrere Leiterplatten mit ordentlich dichter Bauteilbestückung erwartet.

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST USERBILD MODUL RÜCKSEITE

Aufgeräumte Rückansicht

In das Case geschraubt, natürlich mit Washer, erstrahlt das Modul beim Anschalten in voller Pracht. Die vier Knopfreihen im Trigger-Bereich leuchten dezent rot. Hier hat man mitgedacht, denn in einem dunklen Club wären ausgeschaltete Knöpfe wohl nicht zu sehen gewesen. Hier zeigt sich gleich, dass das Modul auch für den Live-Betrieb gedacht ist.

Als erstes beginne ich die 16 Trigger-Ausgänge mit Kabeln zu belegen und merke ziemlich schnell, dass das im Chaos enden wird. Von den LED-Anzeigen und der halben Trigger-Knopf-Leiste ist durch den Kabelvorhang nichts mehr zu sehen. Das wird auch beim Arbeiten problematisch, denn ständig einen 16er Kabelbaum hochzuhalten, um an die Bedienelemente zu gelangen, erweist sich mit der Zeit als Ideenkiller. Hier muss eine andere Anordnung her!

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST USERBILD KABELVORHANG

Kabelvorhang? So funktioniert das nicht!

Es bietet sich als Tipp auf jeden Fall an, den WMD Metron in die unterste Case-Leiste zu schrauben und dann die anzusteuernden Module darüber anzuordnen. Die Kabel kann man ja dann nach oben fixieren. Das habe ich dann auch so gemacht und schon war der Blick frei auf die aufgeräumte und optisch clever in logische Arbeitsbereiche unterteilte Frontplatte des hübschen Moduls.

Wie ist der WMD Metron aufgebaut?

Wie immer beginne ich nach der Einführung erst einmal mit der Beschreibung der Frontplatte und deren Bedienelemente. Das kann hier ausufern, denn gezählte 22 Buchsen und satte 93 Taster zieren die Front des WMD Metron. Dazu kommen zwei Potis, die drei LED-Anzeigen und der SD-Karteneinschub.

Die Beschreibung aller Funktionen zu ihren Bedienelementen würde den Rahmen dieses Tests ultimativ sprengen, deshalb gehe ich an relevanter Stelle nur auf Besonderheiten ein. Die Oberfläche des WMD Metron ist ansonsten fast selbsterklärend, erfahrene Modularisten werden sich sofort zurechtfinden.

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST HERSTELLERBILD HANDBUCH MANUAL

Aus dem Handbuch: Die strukturierten Bereiche des WMD Metron

Beginnen wir also den Rundgang über die Frontplatte links oben mit dem abgesetzten Buchsensextett, bestehend aus CLOCK IN, CLOCK OUT, RESET IN, RESET OUT und zwei mit ASSIGN 1 und ASSIGN 2 beschrifteten Eingängen. Mit diesen beiden Eingängen kann der Sequencer von außen durch Steuerspannungen in 16 Funktionen manipuliert werden. Diese Funktionen sind für jeden Eingang in den Global-Settings einstellbar.

Auf der rechten Seite des Moduls sind dann die 16 Trigger-Ausgänge platziert. Eine zugehörige Status-LED zeigt dabei für jeden Kanal die ausgehenden Events an. Das mündet im Zusammenspiel mit den LEDs der MATRIX dann in einem tollen roten Statusgeblinke im eingegebenen Rhythmus. Sehr schön anzusehen, denn Auge hört bekanntlich mit!

Unter den Ausgangsbuchsen befinden sich von links nach rechts das COUNTER DISPLAY, der Taster MEMORY, das STEP DISPLAY, das Push-Poti ENCR1, das PAGE DISPLAY und das Push-Poti ENCR2. Die Displays zeigen aktuelle Position, Zeiten, Steps und Trackpages an, können aber in verschiedenen Modi auch einfachen Text darstellen. Der Taster MEMORY löst die Speicherfunktionen für den rechts oben angeordneten SD-Karteneinschub aus. Die SD-Card ist nicht für Hot Plug ’n‘ Play ausgelegt. Die SD-Card sollte also vom Anschalten bis zum Ausschalten im Karteneinschub bleiben, so warnt das Handbuch vor dem eventuellen Datenverlust. Der Metron kann auch ohne Speicherkarte betrieben werden, aber dann kann man eben logischerweise nichts speichern und würde das tolle Konzept des WMD Metron auch ad absurdum führen.

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST HERSTELLERBILD HANDBUCH MANUAL STRUCTURE STRUKTUR

Aus dem Handbuch: Struktur des WMD Metron

Die beiden Push-Potis dienen der direkten Anfahrt von Werten bei den unterschiedlichen Funktionen und sind je nach aktuell gewähltem Modus unterschiedlich belegt.

Nun machen wir einen kleinen Sprung auf der Frontplatte nach ganz unten. Dort ist omnipräsent das Herz des WMD Metron und vermutlich der kreative Hauptarbeitsplatz für den geneigten Nutzer zu finden. Vier untereinander angeordnete 16er Tasterleisten als TRACKS bezeichnet zieren die gesamte Breite des Moduls und dienen der bekannten Lauflichtprogrammierung und in einigen Fällen auch zur Eingabe und Anzeige von Werten. Wie schon erwähnt, sind die LEDs bei angeschaltetem Modul dezent rot gedimmt.

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST HERSTELLERBILD HANDBUCH MANUAL STATUS LEDS

Aus dem Handbuch: Die Statuszustände der LEDs liebevoll beschrieben

Daneben gibt es noch drei weitere Betriebszustände: hell, blinkend und langsam pulsierend. Letzteres wird im Handbuch als atmend beschrieben und das trifft es tatsächlich. Die Betriebszustände der LEDs sind klar voneinander unterscheidbar. Die Taster lassen sich auch leicht durch Darüberstreichen aktivieren. Das funktioniert sehr flüssig in alle Richtungen.

Links neben den TRACKS sind noch vier Taster untereinander angeordnet, sie nennen sich TRACK SELECT, das dürfte selbsterklärend sein. Wann immer man eine Funktion auf einen gesamten Track in der Matrix anwenden möchte, kommen diese Taster ins Spiel.

Darüber befinden sich noch einmal vier Taster, TRACK GROUP genannt. Da Metron trotz großer Oberfläche in der MATRIX nur 4 Tracks zu je 16 Steps darstellt, kann man über diese Taster die anderen drei Track-Gruppen anwählen. Der eine oder andere kennt diese Funktion sicher von seinem Digitalmischpult.

Wenn ich vorhin von Herz sprach, kommen wir nun zum Gehirn: Rechts neben den TRACK GROUP Tastern befinden sich sechs weitere Taster. Unten die fünf VARIATION-Knöpfe: A, B, C, D und E sowie die links darüber angeordnete COMPOSE-Taste. Diese sechs Tasten verwendet man, um im COMPOSE MODE Variationen auszuwählen oder zwischen diesen zu navigieren. Die Variationen sind der eigentliche Clou des WMD Metron und sicher ein Alleinstellungsmerkmal, weswegen ich hier doch ein paar Worte mehr dazu sagen möchte. Variationen sind im Prinzip der Schlüssel zu abwechslungsreichen Performances im Live-Betrieb. Man kann auf den Tastern A – E Variationen des ursprünglichen Patterns oder komplett neue Pattern für alle Tracks anlegen, während der Sequencer läuft. Wenn man mit der Bearbeitung fertig ist, wählt man eine Variation aus und diese startet dann nach dem letzten Step des aktuellen Durchgangs. Alternativ kann die Variation auch direkt gestartet werden. Dabei hat man über die Status-LEDs immer den Überblick, welche Variation gerade abgespielt wird, editiert oder im Anschluss abgespielt wird. So kann man in Verbindung mit den vielfältigen Bearbeitungsfunktionen ganz schnell Abwechslung in die Tracks bringen.

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST HERSTELLERBILD HANDBUCH MANUAL VARIATIONS

Aus dem Handbuch: Status der LEDs im COMPOSE MODE

Unter dem Bereich VARIATION beginnt eine Tastenreihe mit 14 Tastern für Bearbeitungsfunktionen, im Handbuch FUNCTION BUTTONS genannt, die sich über der Matrix bis an den rechten Rand zieht. Auch diese Taster sind wieder in kleine logische Gruppen unterteilt. Die erste Vierergruppe an Tastern umfasst DUPL, CLEAR, NUDGE und PTN LENGTH. Die letzten drei Taster dieser Gruppe sind für Kopierfunktionen im DUPL MODE noch einmal mit Spezialfunktionen doppelt belegt und entsprechend beschriftet. HOLD / DUPL + CONTR, EXPND, PL.DUP löst die entsprechende Funktion auf ausgewähltes Material aus.

Dann folgt ein einzelner Taster RANDOM. Wenn einmal die Ideen ausgehen, könnte sich dieser Taster als goldrichtig erweisen. Anwendbar im ersten Schritt auf Variationen und selektierte Tracks. Die Events werden dabei laut Handbuch durch einen echten analogen Zufallsgenerator generiert. Der RANDOM Mode hat aber noch ein paar weitere Schmankerl für uns. So kann für die generierten Events noch die Wahrscheinlichkeit für die Auslösung des Steps über ENCR1 oder ein alternatives Event über ENCR2 gesetzt werden. Auch hier wird in der Matrix der aktuelle Status durch die LEDs übersichtlich angezeigt.

Die beiden Taster BURST und GATE arbeiten nach dem gleichen Prinzip und versetzen den Metron in den gleichnamigen Modus. Im BURST MODE geht es um das beliebte Ratcheting. Die Matrix schaltet bei Aktivierung um und zeigt entsprechende Events auf den Tastern über die LEDs visuell an. Per Tastendruck kann man einzelne Steps nun auswählen. Der Wert wird auf dem STEP DISPLAY angezeigt und über den ENCR1 Pushbutton eingestellt und festgelegt. Möglich sind 2, 3 oder 4 Bursts per Step. Im GATE MODE werden auf gleiche Weise unterschiedliche Gate-Längen für die Steps vergeben. Werte sind hier 15 %, 25 %, 50 %, 75 % und 100 %.

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST HERSTELLERBILD HANDBUCH MANUAL GATE MODE

Aus dem Handbuch: Der GATE MODE

Im MICROTIMING MODE (BURST + GATE) kann man bei Bedarf auf eine Auflösung von 48 ppm zugreifen. Entsprechend ändert sich auch die Ansicht der Matrix.

Hinter dem Taster TEMPO verstecken sich die internen Einstellungen zur CLOCK im WMD Metron. Mit dem Pushbutton ENCR1 ändert man das Tempo und mit ENCR2 kann der SHUFFLE eingestellt werden. Über den Taster GLOBAL kann man verschiedene Systemeinstellungen ändern, z. B. Internal Clock/External Clock, Character-Format für die Anzeige, Trigger-Length für die Microsteps, S-Bus Setting, Init-Settings für das Zurücksetzen, Reset Input/Output, Firmware-Version anzeigen und Force-Update zum Updaten der Firmware. Der Taster S-BUS aktiviert den S-BUS MODE, in welchem der Metron mit kompatiblen Modulen direkt auf der Busplatine kommuniziert. Mit dem Taster TRIPLET stellt man die MATRIX in der Rasterung um. Nun ist es möglich, Triple-Noten einzugeben.

Der Taster Fill FX-MODE ermöglicht den Zugriff auf die Performance-Tools für das Erzeugen von Fill-ins und neuen Mustern im laufenden Betrieb. Die vier Reihen der MATRIX stellen nun jeweils ein anderes Werkzeug dar. Zeile 1 ist mit Mute belegt, Zeile 2 für die Rolls, mit Zeile 3 erzeugt man Loops und Zeile 4 dient der Erzeugung von manuellen Gates.

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST HERSTELLERBILD HANDBUCH MANUAL FILL FX MODE

Aus dem Handbuch: Der FILL FX MODE

Durch Drücken der Taste RESET werden sofort alle Abspielköpfe zurückgesetzt. Die RESET-Funktion ist in allen Modi in Metron verfügbar, außer wenn die RECORD -Taste gedrückt gehalten wird. RECORD gedrückt halten und RESET drücken hält den Sequencer an und schaltet die Ausgänge stumm. Wiederholen dieser Tastenkombination hebt die Pause wieder auf. Mit der Taste RECORD nimmt man schnell manuelle Trigger und Gates auf einer Spur auf. Einfach Taste RECORD und dann die entsprechende TRACK SELECT-Taste antippen.

Auf der Rückseite des Moduls findet man noch diverse Anschlüsse und Buchsen. Als erstes fällt die um 90 Grad abgewinkelte standardmäßige 16-polige vom Eurorack-System bekannte Stromversorgung auf. Diese zieht aus dem Case maximal 240 mA Strom und das auch nur auf der +12 V Leitung. Vom +5 V oder -12 V Bus wird kein Strom verbraucht. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei gutmütigen 180 mA. Dann sieht man den SYNCBUS-Anschluss, der die Integration mit Modulen und Hardware ermöglicht, die das SyncBus-Start/Stopp-Protokoll verwendet. Des Weiteren gibt es auf der Rückseite noch zwei EXP-Anschlüsse zur Anbindung weiterer Metron-Einheiten. Einer der beiden Anschlüsse verfügt über einen Abschlusswiderstand mit der Bezeichnung EXP TERM. Der Abschlusswiderstand sollte jederzeit vorhanden sein. Ein USB-Anschluss komplettiert die Aufzählung. Dieser ist nur für Entwicklungszwecke gedacht, also nicht weiter darüber nachdenken. Der Schalter BOOT SWITCH aktiviert den USB-Anschluss. Im Normalbetrieb muss dieser Schalter auf „NORM“ gestellt sein, sonst kann man den Metron nicht betreiben.

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST USERBILD FRONTPLATTE LEDS MATRIX

Lichtspiel in der Matrix

Bedienung des WMD Metron Eurorack Sequencers

Wie man an der Beschreibung der Bedienoberfläche schon sieht, bekommt man hier richtig was an Features geboten. Es ist fast nicht möglich, alle Funktionen hier im Detail aufzuzählen und die Wertelisten und Einstellmöglichkeiten dazu zu nennen. Das soll auch nicht der Sinn dieses Testes sein. Vielmehr möchte ich die Neugier wecken und den Spaß mit dem Modul vermitteln. Es gibt tatsächlich eine riesige Menge an Funktionen, aber man sollte sich davon einfach nicht abschrecken lassen. Für die tiefergreifenden Arbeitsschritte, Systemeinstellungen oder Tastenkombinationen für die Schnellbearbeitung sollte am Anfang des Lernprozesses das Handbuch bereitliegen.

Das 50-seitige Handbuch ist zwar in Englisch, aber sehr gut strukturiert und durch viele anschauliche Beispiele und Abbildungen hilfreich garniert. Für Handbuchmuffel gibt es auf der Website des WMD Metron noch eine interaktive Website zum Einstieg, sowie eine ganze Reihe von Lernvideos, die alle Bereiche und die Bedienung des Sequencers abdecken und erklären. Das ist alles wirklich vorbildlich und hilft beim Einstieg enorm.

Durch die aufgeräumte, große und strukturierte Arbeitsoberfläche, die gelungenen Statusanzeigen und durch die gleichbleibend logisch durchgezogene Arbeitsweise gehen die Schritte in der Bearbeitung und die Funktionen nach einer kurzen Weile der Einarbeitung in Fleisch und Blut über.

Wer die dunkle Frontplatte nicht mag, hat die Option, das hübsche Modul auch mit silberner Frontplatte erwerben zu können. Geschmackssache!

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST HERSTELLERBILD

Herstellerbild: Der WMD Metron mit silberner Frontplatte

Neues Firmware Update 1.2

Der WMD Metron wird ständig verbessert und mit neuen Features versorgt. Auf der firmeneigenen Website des Modules findet man gut platziert immer die neueste Firmware. Der Update-Vorgang gestaltet sich durch die SD-Card sehr einfach. Das Update-File wird auf die SD-Card kopiert. Karte in den Schacht gesteckt, Modul an und Update läuft. Sehr gute Produktpflege!

Erweiterung mit WMD Voltera

Mit dem WMD Voltera steht bald ein Expandermodul für den WMD Metron bereit. Auf 4 HP Breite lernt der WMD Metron durch das Modul die Verarbeitung von Control Voltage auf 4 Tracks. Mit bis zu 16 Volteras kann man den WMD Metron so zu einem komplexen Sequencer-System kaskadieren.

WMD METRON TRIGGER GATE SEQUENCER AMAZONA TEST HERSTELLERBILD FROTNPLATTE SCHWARZ BLACK

Zum Abschluss noch die gesamte Feature-Liste des Metron im Überblick

  • 16 Kanäle für Trigger- und Gate-Signale
  • super intuitiver Drum-Sequencer
  • betrachte 4 Kanäle gleichzeitig und wechsle einfach die Ansicht
  • die Einzelspuransicht ermöglicht es, eine einzelne Spur heranzuzoomen und 64 Schritte auf einmal zu sehen
  • bis zu 256 Schritte Pattern-Länge
  • unterschiedliche Pattern-Längen pro Kanal
  • fünf sofort abrufbare, editierbare Variationen
  • Anzeigen und Bearbeiten von Variationen, die nicht abgespielt werden, für einfaches Cue- und Non-Stop-Performance-Spiel
  • speichere Muster im SD-Speicher für einen einfachen Abruf beim Einschalten.
  • Non-Stop-Laden aus dem Speicher
  • mit der einfachen Ansicht der Speichervorschau kann man ein Muster sehen, bevor man aus dem Speicher lädt
  • SD ermöglicht eine einfache Aktualisierung sowie eine einfache Sicherung/Dateiübertragung von Gerät zu Gerät
  • FX/Fills für sofortige/momentane Variation
  • 2 zuweisbare Eingänge für externe CV-Steuerung
  • Tap in Pattern mit quantisierter Aufnahme mit den Tasten oder externer Quelle
  • Schnellkopie/Einfügen/Löschen von Funktionen
  • interne Clock mit Swing
  • dedizierter Reset-Ausgang
  • Im MIDI-Preset-Modus kannst du MIDI-Befehle an andere Module auf dem Doepfer-CV-Bus senden (zur Verwendung mit WMD SSM, Malekko Voltage Block und mehr)
  • zufällige Pattern-Erzeugung
  • Wahrscheinlichkeit pro Schritt und Gruppenwahrscheinlichkeitsfunktionen
  • Burst pro Schritt für Ratchet/Rollsounds
  • benutzerdefinierte Fill-Patterns für sofortige Fills
  • Auslöser Stummschaltung
  • Step-Looping
  • manuelle Gates

Fazit

WMD hat den Mund nicht zu voll genommen! Der Metron ist ein Arbeitstier für Komposition und Live-Betrieb mit vielen ausgefuchsten Funktionen. Mit seiner schnellen und intuitiven Bedienung sind Variationen und Fills über laufende Sequenzen ein Kinderspiel. Dazu kommt die Speicherbarkeit der erarbeiteten Daten, mit der man Gigs vorbereiten oder den laufenden Arbeitsprozess für weitere Schritte im Momentum einfrieren kann. Wer bereit ist, die 36 TE im Case zu opfern, erhält hier eine gut strukturierte Schaltzentrale als Rundumglücklichmacher, die durch den sehr guten Support auch für die Zukunft gewappnet ist. Der aufgerufene Preis ist mit Blick auf die Mitbewerber und die riesige Feature-Liste mehr als angemessen. Klare Kaufempfehlung!

Plus

  • ergonomische und gut strukturierte Arbeitsfläche
  • Handbuch, Video-Tutorials, interaktive Website
  • umfangreiche Funktionen und Bearbeitungsmöglichkeiten
  • COMPOSE MODE mit Varianten
  • FILL FX MODE als Creative Tools
  • RANDOM MODE als Ideengeber
  • Speicherbarkeit
  • Erweiterbarkeit
  • Systempflege

Minus

  • -

Preis

  • 619,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    penishead  AHU

    Hab ich was überlesen? “ wo sich das Konzept des Sequencers in seiner Funktionalität von den Mitbewerbern abhebt „. Wo unterscheidet sich das Konzept denn nun von den anderen Platzhirschen eines allumfassenden Sequencers? EIn Absatz mit Schwerpunkten zu den anderen All-in-One großen Sequencern wäre ganz hilfreich gewesen. Ist es im Vergleich zum Eloquencer flexibler. Oder zum ER-101, Vector Sequencer, Nerdseq und dem Hermod. Nur mal so als Anregung.
    Ich mein, es wäre ja egal, wenn es nicht ausdrücklich im Text erwähnt wurde.

    • Profilbild
      Dirk E. aka Xsample  RED

      Du hast Recht. Wenn ich mir den Test so ansehe, dann hätte ein kleiner Abriss über die Alternativen nicht geschadet. Aber hey, darüber kann man ja jetzt hier diskutieren. Die von Dir genannten Sequencer sind ja alles richtige Sequencer für Notation und bilden daher eher eine eigene Klasse. Den WMD als Trigger und Gate Sequencer sehe ich eher in einer Reihe z.B. mit Robaux SWT16, Doepfer TriggerSeq. A-157 oder dem letztens hier behandelten Intellijel Steppy. Hier hat der WMD nicht nur preislich die Nase vorn, sondern auch Ausstattungsmäßig. Mehr Spuren, größere Featureliste, aufgeräumte Oberfläche und als Alleinstellungsmerkmale den Compose Mode und den Fill FX Mode mit dem man ebenfalls tolle Muster in den vorprogrammierten Ablauf bringen kann. Dort sind regelrecht Pattern hinterlegt für diese Sachen und können instand abgefeuert werden. Alleine diesem Feature hätte ich noch ewig Zeilen widmen können. Man kann es gar nicht alles beschreiben, deshalb meine Empfehlung an Kaufwillige: WMD-Seite besuchen und Videos schauen und dann entscheiden … :)

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