Test: XVive W3 Memory Analog Delay, Effektpedal für Gitarre

5. April 2016

"Memory" ohne "Man"

Vor Kurzem erst präsentierten wir euch drei winzige Overdrivepedale aus dem Hause XVive in einem Vergleichstest. Im heutigen Artikel geht es um ein Modulationspedal der amerikanischen Firma, genauer gesagt um ein analoges Delay, das allein schon von seinen Gehäusemaßen die Pedale der Micro Serie um ein Vielfaches übertrifft.

Das XVive W3 Memory Analog Delay entstand in Zusammenarbeit mit dem Entwickler Howard Davis, der von 1976 bis 1981 in Diensten von Electro Harmonix stand und damals unter anderem auch an der Entwicklung des legendären EHX Memory Man Deluxe maßgeblich beteiligt war. Ein Schelm, wer bei der Produktbezeichnung unseres Testgeräts eine Ähnlichkeit zum EHX-Pedal findet.

 

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— XVive W3 Memory Analog Delay —

 

Für das W3 Memory Analog Delay werden BBDs (analoge Speicherchips) verwendet, die den Eigenschaften der legendären Panasonic Bauteile der frühen 80er Jahre entsprechen. Das soll für einen warmen und vollen Echosound von bis zu 600 ms Verzögerungszeit sorgen und zudem noch genug Power übrig lassen, um damit das Effektsignal zusätzlich zu modulieren. Wir sind gespannt!

Facts & Features

Das Hammerschlag-grün lackierte Stahlblechgehäuse mit den Maßen von 121 x 70 x 33 mm vermittelt schon auf den ersten Blick einen robusten Eindruck. Die Audio Ein- und Ausgänge befinden sich an beiden Seiten des Gehäuses, es existiert ein Monoklinkeneingang sowie zwei Buchsen auf der Ausgangsseite, um das Memory Analog Delay auch stereo betreiben zu können. Eine weitere Buchse dient zur Aufnahme eines Expression Pedals, mit dem dann die Modulationstiefe gesteuert werden kann.

Klangbeispiele
Forum
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    TobyB  RED

    Hallo Stephan,

    man muss zur Ehrenrettung sagen, das die EHXe Memory Boy und Memory Man DeLuxe auch rauschen und dünn klingen können. Und das man die Modulation die sie aufprägen mögen und einsetzen können muss. Ich habe beide EHX Versionen und habe eine Weile gebraucht bis ich den Sweetspot raus hatte. Und perfekt ist der Memory Man Deluxe auch nicht. Mich als Tastenspieler stört z.B. der Tap Button oder die Umschaltung Tap Divide und Exp.Mode, da ich die Expression via CV steuere. Das ist natürlich Kirschenpicken. Ich glaube das XVive W3 sollte nicht mit dem EHX verglichen werden, da es wesentlich weniger Eingriffsmöglichkeiten hat und Klanglich ein EHX Memory Man Deluxe noch mal was anderes ist. Da man den geschickt angesteuert soweit bringen kann, das er plucky Delayflächen oder Wobblebässe erzeugen kann. Also eigentlich nicht nur ein Effekt ist sondern schon massiv in das Tonmaterial eingreifen kann, so gewollt und gekonnt. Für mich wäre das ein unfairer Vergleich. Das EHX sollte gegen ein Way Huge WHE707 Supa Puss Analog Delay antreten. Das wäre eine Herausforderung.

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