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Test: Zoom H6, mobiler Recorder

Konstruktion

Schon in der Verpackung sieht man einen anderen Ansatz als in der beliebten 200 Euro Klasse. Während im 2 – 4 Spur Segment gerne eine einfache Schutzhülle zumeist in Säckchen-Format für den Transport zum Einsatz kommt, verfügt das Zoom H6 über einen Kunststoffkoffer, welcher neben dem Recorder insbesondere das für Aufsehen sorgende Zubehör in Form von unterschiedlichen Aufsteckmikrofonen aufnimmt. Mit den Abmessungen 77,8 mm x 152,8 mm x 47,8 mm (BxTxH) und einem Gewicht von 280 Gramm ohne Batterien bleibt das Produkt handlich, legt aber in Sachen Handhabung und Gewicht deutlich eine Schippe drauf im Gegensatz zu den günstigeren Mitstreitern. Sagen wir 3x ein iPhone 5 in der Tiefe und jeweils 1x ein iPhone 5 + 20% in der Höhe und Breite. Für den Desktop Betrieb ruht das Produkt auf vier winzigen, aber weichen Gummifüßen, welche auch auf glattem Untergrund eine hohe Rutschfestigkeit gewährleisten.

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In Sachen Stromversorgung ist Vorsicht geboten. Das Produkt kann wahlweise über USB (5V DC), oder über 4 Stck. Mignon AA, möglichst Akaline Batterien respektive Akkus versorgt werden. Was bei einer Stereoaufnahme in 44,1 kHz, 16 Bit noch mit einer Laufzeit von 21 Stunden angegeben wird, schrumpft bei Vollauslastung (6 Spuren: 96 kHz, 24 Bit) auf magere 45 Minuten, wohlgemerkt Werksangaben, welche sich ähnlich der Benzinverbrauchsangaben von Kraftfahrzeugherstellern verhalten. Reservebatterien respektive Netzteil sind ein Muss bei jeder Session, ein passendes USB-Kabel wird vom Hersteller mitgeliefert.

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Zoom H6 - Front 2

Zoom H6 – Front 2

Bemerkenswert sind die Anschlussmöglichkeiten, über welche das Zoom H6 verfügt. Da wären zum einen 4 XLR/TSR-Combibuchsen, welche sowohl das Einspeisen von Mikrofon- als auch Line-Signalen ermöglichen, wahlweise mit individueller Phantomspeisung von +12 / +24 / +48V. Ausgesteuert werden die Eingangssignale mit 4 einzelnen Drehpotentiometern, welche gegen seitliches Verstellen mit einer Kunststoffkante gesichert sind. Vier separate PAD-Schalter mit -20 dB erlauben eine zusätzliche Abstufung des Eingangspegels. Als Attraktion wird das Zoom H6 mit einem Wechselkapselsystem ausgeliefert, welches aus einem X/Y-Mikrofon und einem Mitte-Seite-Mikrofon besteht, wobei der Einfallswinkel bei der X/Y-Variante zwischen 90 und 120 Grad variiert werden kann. Zusätzliche Kapseln wie eine Shotgun Kapsel oder eine zusätzliche Zweifach-XLR/TSR-Kapsel können optional erworben werden.

Als Aufnahmeformat werden folgende Typen unterstützt: 44,1 kHz / 16 Bit, 44,1 kHz / 24 Bit, 48 kHz / 16 Bit, 48 kHz / 24 Bit, 96 kHz / 16 Bit, 96 kHz / 24 Bit, allesamt in WAV oder aber als MP3 von 48 bis 320 kbit/s abrufbar. Über den USB-Port kann das Zoom H6 ebenfalls als Audiointerface zum heimischen PC verwendet werden, wobei man zwischen Stereomix und Multitrack-Einstellung wählen kann. Um einer Übersteuerung während der Aufnahme garantiert vorzubeugen, stehen zudem mehrere Kompressor-, Limiter und Hochpassfilter-Presets zur Verfügung. Als Hosenträger plus Gürtel Sicherheit kommt zudem zum Tragen, dass das aufgenommene Signal parallel mit einem um -12 dB abgesenkten Signal aufgenommen wird, so hat man garantiert eine unverzerrte Aufnahme zur Verfügung.

Zoom H6 - Windschutz

Zoom H6 – Windschutz

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    falconi RED

    Hi Axel,

    schützt die LowCut/Compressor/Limiter-Sektion wirklich vor einer Übersteuerung der A/D-Wandler im Eingang, weil sie analog ausgeführt ist und VOR den Wandlern sitzt (und das auch noch sechskanalig)? In Anbetracht der gebotenen Variantenvielfalt erscheint mir das unwahrscheinlich, weil sehr aufwändig und zudem nur schwer über digitale „Presets“ zu adressieren.
    Konkrete Informationen im Netz habe ich aber auch nicht gefunden…steht zu dem Thema was in der Anleitung?

    Einen lieben Gruß,
    Falk.

    • Profilbild
      Axel Ritt RED

      Hallo Falk,
      ich kann dir deine Frage leider nicht mit absoluter Sicherheit beantworten, da das Testgerät nebst Literatur bereits wieder an den Vertrieb zurück gegangen ist. Ich schätze, dass du mit deiner Annahme richtig liegst und lediglich die zweite, um -12 dB reduzierte Spur eine vorgeschaltete Sicherheitsstufe darstellt, Genaueres müsste man aber tatsächlich beim Vertrieb, respektive Hersteller erfragen.
      VG
      Axel

  2. Profilbild
    Franz Walsch AHU

    Guten Tag,
    im Text steht »Zusätzliche Kapseln wie eine Shotgun Kapsel oder eine zusätzliche Zweifach-XLR/TSR-Kapsel können optional erworben werden.«
    Das ist etwas unglücklich formuliert. Der XLR/TSR- Aufsatz ermöglicht es zwei weitere Mikrofone anzuschliessen. Dieser Aufsatz verfügt aber leider nicht über eine Phantomspeisung – ist also nur für Mikros mit Batteriespeisung oder dynamische Mikrofone geeignet.
    Ergänzend hat der XY-Mikrofonaufsatz auch noch eine Stereominiklinke
    mit Speisespannung für z. Bsp. Ohrwurm- Kunstkopfmikrofone.
    Der »Shotgun« – Mikrofonaufsatz ist leider auch nur Mono!
    ansonsten ein sehr gutes Gerät zu einem fairen Preis. Das Zubehör-Set (Netzteil, DeadCat, Fernbedienung mit Verlängerungskabel) ist dazu sehr nützlich.

    Einen guten Tag

  3. Profilbild
    Duderina

    Moin Achsel,

    Dein Soundbeispiel strotzt natürlich gerade so vor Klangqualität und ist wirklich super für eine Beurteilung des Testobjekts – hier der Zoom – geeignet …

    Manchmal ist Einfaches eben doch einfacher.

    Grüße vom
    Dude

  4. Profilbild
    sipeng

    Schöner test. Ich vermisse nur „leise signale“ klang beispiele. So ewas wie eine leise atmo oder ähnliches. Beim H5 finde ich das rauschen nähmlich richtung hoch.
    Gruß,
    S

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