Zoom in and find out - Das neue Zoom MS-70CDR+ MultiStomp
Zoom stellt das neue MS-70CDR+ MultiStomp Multieffekt-Pedal vor. Der neueste Spross der MultiStomp-Familie kümmert sich hauptsächlich um Modulationseffekte und dürfte, neben den Gitarristen und Bassisten, vor allem auch für Keyboarder interessant sein.
Zoom MS-70CDR+ MultiStomp Modulation Effects
Das MS-70CDR+ bietet 149 räumliche Effekte, die von Chorus über Delays bis hin zu atmosphärischen
Reverbs reichen. Die Stereo Eingangsbuchse verträgt Instrumenten- und Line Level und kann somit auch direkt von Synthesizern angesteuert werden. Die Bedienung und Programmierung erfolgt entweder am Gerät, oder man nutzt die Guitar Lab App, die es allerdings bislang nur für iOS geben wird und die demnächst im App-Store verfügbar sein wird.
Bis zu sechs Effekte gleichzeitig kann ein Effektpatch enthalten, die Auswahl der Effekte wird durch die sich verändernde Farbe des Displays optisch unterstützt. So dürfte auch auf dunklen Bühnen und bei fehljustierter Gleitsichtbrille die Orientierung gelingen. 80 mitgelieferte und weitere 100 User Presets dürften ausreichend Möglichkeiten bieten.
Der Aufbau der MultiStomp Pedale ist immer gleich. Im oberen Drittel des Pedals dominiert das Display, in der Mitte befinden sich vier leicht schräg angebrachte Regler, die die vier virtuellen Regler im Display repräsentieren und der größte Teil des Pedals wird von der Bedienfläche vereinnahmt. Das Konzept der Bedienfläche habe ich im Test des Zoom G2X FOUR bereits vorgestellt, hier noch mal in Kürze:
Auf dem Pedal befindet sich ein Block mit vier Gummitastern und einem Switch. Diese „Kreuztasten Navigation“ ist am besten mit einer Maus vergleichbar. Die Tasten „Scroll Left“, „Scroll Right“, „Memory Up“ und „Memory Down“ navigieren durchs Display, der in der Mitte befindliche Taster entspricht einem Klick mit der Maus. Die vier Regler sind jeweils mit einer Push-Funktion ausgerüstet und ermöglichen weitergehende Navigation.
Die Auswahl der Patches kann, neben der Navigation mit den Kreuztasten, auch per MIDI erfolgen, hierzu verfügt das Pedal über USB-To-MIDI Schnittstelle.
Zoom MS-70CDR+ MultiStomp – Was ist drin?
Was kann denn das Zoom MS-70CDR+ MultiStomp nun im Detail? 43 Chorus- und weitere Modulationseffekte eröffnen den Effektreigen, dazu kommen 29 Delays in Mono und Stereo, die mit Delayzeiten von jeweils bis zu 4 Sekunden arbeiten.
33 Reverbs von Spring, über Hall, Plate und Arena stehen zur Verfügung, zusätzlich laden 44 Dynamikeffekte und Filter wie EQs, Compression, Noise-Reduction und andere, spezielle Effekte zum Experimentieren ein. Die Stromversorgung des Zoom MS-70CDR+ MultiStomp erfolgt entweder per 9 V Netzteil oder durch Einsetzen von zwei AA-Batterien. Mit Maßen von 33 mm (T) × 79 mm (B) × 61 mm (H) und ca. 400 g Gewicht ist dem Zoom MS-70CDR+ ein Plätzchen auf dem Pedalboard schlecht zu verwehren.
Der Preis für das Modulations-Multieffekt Pedal liegt bei 169 €, was mir angesichts der Möglichkeiten sehr fair erscheint. Die Lieferbarkeit ist für das zweite Quartal angekündigt.
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Worin unterscheidet es sich denn vom Vorgänger?
@Klangzaun Im doppelten Preis.
Ernsthaft.
Gibt es kein Sync? Wieder nur Tap.
Fürn Ar…
@Klangzaun mehr speicherplätze, deutlich mehr effekte, 4 statt 3 regler, je nach gewähltem effekt farblich hinterlegtes display.
@dflt USB-C statt micro-USB. Der Preis ist ok.
@dflt Vielleicht sind die Effekt hochauflösender/höherwertiger? Vorgänger ist ja immerhin fast 10 (?) Jahre alt? Bin gespannt. Frage ist, was der Unterschied zum fast gleichen MS-50+ sein soll? Den gibts ja schon…
@MattFfm Die Effekte scheinen die gleichen zu sein. Ich nutze das MS100BT und technisch, was die Auflösung angeht, scheint alles beim Alten zu bleiben (20-20.000 Hz. bei 24 Bit AD/DA 128x Oversampling und 32 float interner Verarbeitung).
Noise-Level Level ist auch für CD-Aufnahmen gut genug beim alten.
Allerding finden ich den dunkelblauen Glitzerlack deutlich hübscher.
Zudem ist mit der StompShare App beim Zoom MS-100BT (fast) alles an Effekten (116+) verfügbar, was Zoom anbietet. Auch die Eventide-„Simulationen“.
https://www.zoom.co.jp/StompShare_Free
Was die interne CPU angeht, kann ich das nicht einschätzen.
Beim MS-100BT kommt man mit dem Shimmer (das 70CDR+ hat ein 2. neueres Shimmer mit längerem PreDelay) und Loophole schon an die CPU-Grenze.
Aber das ist zugegebenermaßen auch mehr als unsinnig. Ich hatte aber auch schon abgedrehte Effektketten, mit 5 Effekten gleichzeitig.
Neidisch bin ich allerdings auf die großen Cursor-Buttons. Das ist bei den alten Modellen zu fummelig und im Live-Einsatz zumindest kaum schnell benutzbar.
Für analoge Single Voice Synths ala Model-D, Crave, oder diverse Dreadbox, sind eigentlich alle Zoom MS, ob alte oder neue Editionen, eine echte Bereicherung und ähnlich wie beim Dreadbox Typhon eine tolle Ergänzung zur Klangformung.
@lookandlisten Habe jetzt nochmal nachgezählt – es passen nicht alle 116 zusätzlichen Effekte auf den Zoom MS-100BT – ingesamt sind aktuell 182 Effekte auf dem Pedal – von rund 216 verfügbaren. Auch Bass, Distortion, Compressor, Amps, etc.
Schade, dass man wieder nur auf Apple-Geräte setzt. Windows oder Android-Nutzer bleiben außen vor. Schade, ich glaube wäre ein schöner Effekt-Einstieg für den Synthesizer gewesen… :(
@Andreas Für solche Fälle einfach ein gebrauchtes, altes ipad oder iphone für 50 EUR kaufen. Ich war es irgendwann leid, die mittlerweile zahlreichen Studiogeräte nicht voll nutzen zu können. Es gibt unter Apple zudem einiges an Software-Tools, die die Arbeit erleichtern können. 😉
@lookandlisten Habe ich auch schon mal überlegt. Aber ich kenne mich. Dann geht das bei mir los und am Ende habe ich meinen kompletten Workflow auf Apple umgeschaltet :D
Ich kenne mich allerdings auch nicht wirklich aus um zu wissen, was man wirklich benötigt. Wird es ja auch Unterschiede geben, denke ich.
Zum Zoom: Gestern habe ich wieder so überlegt, dass der kleine Würfel eigentlich die interessanteste Wahl als Keyboard-Effektgerät ist: Schön klein, alle Effekte die man so braucht mit an Bord… Alternativ hatte ich einen Hotone Ampero II Stomp im Auge, der natürlich auch toll ist. Aber halt auch viel Dinge mit drin hat, die ich als Keyboarder vermutlich nicht wirklich brauche.. Schwere Entscheidung :D
@Andreas Kauf dir doch gebraucht einen Zoom MS-70 oder 100 (beide Mono- und Stereo-In zum Testen. Wenn es für dich nix ist, kannst du es für das gleiche Geld wieder abgeben.
Sicher kein Effektgerät für die erste Wahl. Aber als Klangformung hinter einem beliebigen Instrument/Synth allemal sein Geld wert.
PS.: Apple hat bei mir trotzdem kein Bein an den Boden bekommen. Ich nutze ein iPad 1 für die Fernbedienung meiner MOTU-Soundkarten und als Editor für den Integra-7 und Moogs Theremini. Manchmal noch, um Midi-Protokolle von diversen Synths zu protokollieren.