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Über den Autor

Voltage Control

Michael Strauch Michael Strauch gründete 1993 die Firma Voltage Control und stattet seitdem Musiker und Studios in der Region Weser-Ems mit Hard- und Software aus. Sein Spezialgebiet sind leistungsstarke Silent-PCs. Als Anwendungsprogrammierer entwickelt er seit dem C64 hochspezialisierte Softwarelösungen. Den ersten Chart-Erfolg gab es 1994 mit einem Dance-Projekt. Seine Passion sind Synthesizer aller Art.

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Test: Sonic Charge Synplant

07.01.2009
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Rein pflanzlich und fast ohne Nebenwirkungen präsentiert sich der erste genmanipulierte Synthesizer der Firma Sonic Charge für PC und MAC.  Synplant, eine Wortschöpfung aus Synthesizer und Pflanze, sorgt mit einer völlig neuen Bedienphilosophie für Aufsehen. Malström-Entwickler Magnus Lidström (Reason) zeigt sich verantwortlich für dieses Instrument, das fast völlig ohne Drehregler und Schaltflächen auskommt. In diesem Testbericht erfahren Sie, ob das ungewöhnliche Benutzerinterface hält, was es verspricht und ob man dem Synthesizer auch ohne Gärtnerausbildung brauchbare Klänge entlocken kann.

Unter der Haube ist Synplant ein fast ganz normaler subtraktiver Synthesizer mit zwei Oszillatoren inkl. Sub-Oszillator, Rauschgeneratoren, Filtern, Hüllkurven und Modulatoren. Auf der Bedienoberfläche gibt es jedoch keine Regler, mit denen sich diese Dinge einstellen ließen. Zentrales Bedienelement ist eine kreisrunde Schale mit einem Pflanzenkern in der Mitte. Dieser Kern enthält das genetische Erbmaterial des Klanges. Um den Kreis herum liegen die einzelnen Noten einer Oktave. Klickt man an den Rand des Kerns und zieht die Maus Richtung Kreis-Außenseite, wächst ein wunderschön animierter Zweig, der sich sanft im Wind bewegt. Je weiter man den Zweig an den Außenrand wachsen lässt, desto mehr weicht er vom Anfangssound ab - aus einem einfachen Pianoklang wird so ein verzerrtes organisches Klanggebilde (s. Klangbeispiele am Ende des Testberichtes). Entspricht der Klang den eigenen Vorstellungen, kann er mit einem Klick auf den Samen als neuer Ursprungssound definiert werden (Mutation), und die Wachstumsphase kann erneut beginnen. Da jeder Zweig einer Note entspricht, kann der Sound je nach Wachstum der einzelnen Zweige unterschiedlich klingen. Zur Unterstützung eines gleichmäßigen Wachstums aller Zweige kann das Modulationsrad eingesetzt werden (Empfindlichkeit ist einstellbar). Mit Hilfe des Rotation Controls wird festgelegt, welche Note welchen Zweig ansteuert – durch Automatisation dieses Parameters  kann erreicht werden, dass jeder Tastenanschlag einen anderen Zweig (Klang) spielt.


- unter der Haube verbirgt sich ein vollwertiger Synthesizer -

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Klangbeispiele

Bewertung

Bewertung: 4 von 5
Bewertung: 5 von 5
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  • elektronalin, 17.01.2009 - 22:07 Uhr:
    Hallo FischerZ,

    dieser kurze Erfahrungsbericht über den Hartmann Neuron VS hat hier natürlich nichts verloren, aber aufgrund Deiner Anfrage, möchte ich dazu Stellung beziehen.

    Einleitung: Ich kann in der heutigen Zeit nur von dem Kauf eines Hartmann Neuron VS abraten!


    Positive Aspekte:

    1. Controller in hochwertigster Verarbeitungsqualität gefertigt. Sprich, Materialien sind Metall (also schwer und sicher auf dem Tisch) und sehr gute Dateneingaberegler bzw. Potis, die beim bewegen, den absolut profitypischen Gleitwiderstand besitzen.

    2. Sehr schönes gedrucktes Handbuch, ausführlich in Deutsch und Englisch dokumentiert.

    3. Das Gesamtdesignkonzept.


    Negative Aspekte:

    1. Riesige Probleme mit dem Controller-Chip bzw. der Treiberqualität in Verbindung mit aktuellen Computersystemen und modernen Chipsätzen auf den aktuellen Motherboards.
    Damit sind System, bzw. totale Programm- oder Audiotreiberabstürze garantiert.

    2. Die Presetprogrammierung ist zwar ansatzweise genial, aber zum größten Teil total unausgewogen. Damit sind die teilweise unmöglichen Lautstärkeunterschiede gemeint. Sprich, ein Sound ist kaum zu hören, der nächste funktioniert überhaupt nicht und wieder ein anderer zerfetzt fast die Monitorboxen. (Vorsicht!!!)

    3. Wirklich schlechte programmierung, wobei ich jetzt auf keinen Fall den Hersteller Hartmann ankreiden möchte, denn der hätte garantiert noch mehr aus dem Neuron gemacht und ihn dementsprechend perfektioniert, was ja leider nicht mehr möglich war. Also bitte nicht zu persönlich nehmen Axel!

    4. Ja, was soll man noch schreiben? Wer das Risiko für ein paar gigantische Sounds eingehen möchte, dann sollte er auf keinen Fall mehr als 200 EURO für die VS Version ausgeben, denn der Wiederverkauf wird bestraft.


    Ich hoffe, dass ich etwas weiterhelfen konnte, da ich aus Erfahrung spreche und der Einsatz des Neuron VS auf 3 Computern total gescheitert ist.

    Schade! Ich war im übrigen auch einer von den Leuten, die den Neuron damals auf der Musikmesse in Frankfurt, zum ersten mal bei einer Vorführung mit offenem Mund bestaunt haben und bin traurig, dass Hartmann keine Chance hatte.

    Gruß an alle Synth-Bastler

    Elektronalin
  • elektronalin, 09.01.2009 - 22:30 Uhr:
    Ich hab mir das Demo auf der Webseite des Herstellers angehört und er klingt wirklich sehr gut und besitzt einen eigenen Klang!

    Sehr gut gemacht. Über die Anschaffung des Synplant werde ich nachdenken.

    Jetzt habe ich erst mal nen Neuron VS erstanden und bin mal gespannt, ob man mit dem Plug-In brauchbar arbeiten kann, da er ja leider kaum noch weiterentwickelt wurde. Aber ich bin auch auf der Suche nach guten Sounds, die das gewisse etwas besitzen.
    • Benutzerbild von FischerZ
      FischerZ, 17.01.2009 - 14:37 Uhr:
      Vielleicht kannste ja mal a bisserl was drüber schreiben wenn Du den kleinen Hartmann getestet hast. Würde mich schon interessieren wie der klingt. Man hört und liest ja gar nichts mehr davon.
  • Jonson, 07.01.2009 - 10:38 Uhr:
    Zusätzlich zum Test sollte unbedingt noch erwähnt sein, das sich ein einzelner Zweig auch clonen lässt. Heißt, man "schraubt" an den einzelnen Ästen herum, bis ein passender Sound gefunden ist, um diesen dann mit einem Recktsklick auf den Samen zu clonen. Es entsteht ein neuer Ursprungs-Grundsound, der nun auf allen Zweigen / Noten klanglich gleichmäßig wächst.
    So wird der - ohne Zweifel sehr inspirierende - Randomfaktor auf Wunsch herausgenommen...


    Grüße,
    Jonson
  • Jonson, 07.01.2009 - 10:23 Uhr:
    Synplant ist klasse - habe diesen Synth schon seit Wochen in Benutzung, und schon lange nicht mehr so ausbiebig an einem Synth herumprobiert bzw. einfach Spaß am "immer-wieder-wachsen-lassen" gehabt.
    Hätte übrigens gerne auch noch einen Demotrack anzubieten, den es auch in der Sonic Charge Jukebox zu hören gibt...



    Grüße,
    Jonson
    • Till, 18.01.2009 - 21:51 Uhr:
      Mir ging´s genauso.
      Die Pflanze hat, genau wie der Drumcomputer aus gleichem Hause einfach einen unglaublichen Workflow: Kein ständiges Überlegen, wie man was zu bedienen hat. Statt dessen ist man schnell im Musikrausch und spielt... spielt... spielt...

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