BLACK BOX: AKAI MPC2000XL, MIDI-Production-Center

29. Dezember 2017

King of the 2nd MPC-Generation

Die MPC2000XL und ihre Vorfahren

Der Ursprung der gesamten MPC-Serie findet sich bei einem Mann: Roger Linn. Er war es, der 1980 mit der Linn LM-1 und 1982 mit der LinnDrum Geschichte schrieb. Eigentlich sollte 1984 die Linn 9000 so etwas wie eine High-End Linndrum mit Sampling und Sequencer werden. Letztendlich war sie aber bis zuletzt fehlerhaft und unzuverlässig, wie selbst Roger Linn in einem Interview mit AMAZONA.de bestätigte.

Die Linn 9000 von 1984, Vorläufer der AKAI MPC

1986 ging Roger Linns Firma „Linn Electronics“ schließlich Konkurs. Linn selbst, als genialer Erfinder und Ingenieur, wurde schließlich von AKAI PROFESSIONAL als Creative Designer angeheuert. Als Mitgift brachte Roger Linn die Pläne eines Produktes mit, welchem er den Namen „Linndrum-MIDI-Studio“ nennen wollte. Dieses Linndrum-MIDI-Studio war schließlich die Basis des ersten AKAI MIDI-Production-Centers – oder kurz, der AKAI MPC.

Zwei Jahre später war die AKAI MPC60 marktreif und wurde auf der Sommer NAMM in LA erstmals dem Musikervolk und den Studioproduzenten präsentiert. Während in USA dieses beeindruckende Studio-Masterpiece von Anfang an gut angenommen wurde, stand es vor allem bei europäischen Händlern wie Blei in den Regalen. Der Atari 1040ST hatte sich mit entsprechender Musiksoftware von Steinberg und C-Lab in den Studios breit gemacht. Die Arbeit mit einem Standalone-Sequencer galt in Europa schlechtweg als Anachronismus.

Um die Absatzzahlen dennoch hoch zu halten, wurden europäische Distributor sogar dazu gegängelt, Mindeststückzahlen abzunehmen, wollten sie vermeiden, dass ihnen der Vertriebsvertrag gekündigt wurde. Erst mit der House- und Techno-Welle der Neunziger Jahre wendete sich das Blatt. Die AKAI MPC3000, die 1994 noch immer unter der Mithilfe von Roger Linn entstand, war zwar kostspielig, hatte sich aber in Dance-Music-Kreisen einen enorm guten Ruf erarbeitet.

AKAI MPC2000XL

AKAI MPC2000XL Original-Version 1999 (mit modif. Laufwerk)

Völlig unerwartet trennte sich AKAI PROFESSIONAL nach Beendigung der Arbeit an der MPC3000 von Roger Linn und erschuf eine neue Generation an MPCs. Zu dieser zweiten Generation MPCs gehörten auch die AKAI MPC2000 (1997) und die hier vorgestellte MPC2000XL von 1999. Mir persönlich wurde damals bei einem Besuch der AKAI-Zentrale in Tokyo (ich war damals Marketing-Manager für AKAI Deutschland) mitgeteilt, dass man für die zweite Generation an MPCs keinen der alten MPC-Codes mehr verwendet hat, sondern die Software für AKAI MPC2000 und MPC2000XL komplett neu schrieb.

Obwohl es einige technische Verbesserung gegenüber der MPC60 und auch der MPC3000 gab, so gab es auch deutlich Einschnitte wie z.B. 2 statt 4 MIDI-Ausgänge oder verminderte Realtime-Fähigkeiten. Auch wird von Hardcore-Usern häufig kolportiert, dass die MPCs der ersten Generation einen besseren „Swing-Algorithmus“ mitbekommen hatten.

Die letzte offizielle Generation erschien 2002 in Blau

Die MPC2000 und MPC2000XL wurden dennoch weltweit ein riesen Erfolg und machten die MPC für fast jedermann erstmals erschwinglich.

Im Rückblick gilt heute vor allem die AKAI MPC2000XL als begehrt, da sie neben vielen technisch identischen Ausstattungsmerkmalen zur Vorgängerin ein klappbares Display besaß und ein paar Bedienelemente mehr, wie zum Beispiel Knöpfe zum Umschalten der Pad-Banks. Was sich sonst geändert hat – sowie ein BEST OFF an Tipp und Tricks im Umgang mit der MPC2000XL, schildern wir euch im nächsten Kapitel.

Eines steht jedenfalls fest: Als AKAI PROFESISONAL Anfang 2012 die erste MPC-Generation vorstellte, die eine Rechneranbindung benötigte und nicht mehr „standalone“ funktionierte, begann geradezu ein Hype um alle Vorgängermodelle, die diesen Malus nicht hatten. Egal ob MPC1000, MPC2000XL, MPC2500 – und sogar die Masterclass MPC60, MPC3000 und MPC40000 – alle erlebten ein erstaunliches Comeback, was sich in deutlich steigenden Gebrauchtmarktpreisen ausdrückt, aber auch in zahlreichen Modifikationen, die es mittlerweile für die AKAI MPC-Familie gibt.

An dieser Stelle sei auch nochmals auf Mark-Ephraim Kretschmer verwiesen, der sich mit seiner Company Rawndry auf die Restaurierung und Aufrüstung von Vintage-Sammlerstücken spezialisiert hat und der uns auch die meisten der Bilder für diesen Artikel zur Verfügung stellte.

Ich persönlich war immer ein großer MPC-Fan, hatte bereits die MPC60, später die MPC2000XL und zuletzt dann eine MPC-4000 und MPC-5000. Sogar eine Renaissance hatte ich eine kurze Zeit, bin damit aber nie warm geworden. Und der Gedanke, Musik mit der MPC X zu produzieren, reizt mich schon sehr.

AKAI MPC2000XL black

AKAI MPC2000XL customized in black

 

AKAI MPC2000XL – ein Überblick

(der folgende Testbericht entstand im Dezember 2015 für AMAZONA.de)

Gleich vorab, als Basis zu diesem Report empfehlen wir, unseren MPC2000-Test zu lesen. Diesen finden Sie HIER.

Gerade ein halbes Jahr war die AKAI MPC2000 auf dem Markt, da schrien schon die ersten User nach Updates, die dann aber doch ein Upgrade nötig machten. In erster Linie waren es fehlende Sampler-Features, die die eher abgespeckte Sampler-Sektion vollwertig machen sollte. Fehlende Ressourcen waren die Ursache und gleichzeitig Geburtsstunde der MPC2000XL.

Auf den ersten Blick sieht der MPC2000XL seinem Vorgänger sehr ähnlich, aber man merkt bald, wo die Unterschiede zu finden sind. Auf dem Gerät befindet sich jetzt wieder ein klappbares Display – auch ein vielfach geäußerter Wunsch.

AKAI MPC2000XL

Endlich wieder ein klappbares Display

Die Pad-Banks A-D haben alle einen eigenen Button, was sich – gerade beim Live-Einsatz – als genial erweist. Die Track-Mute Funktion, die sich schon beim MPC2000 bewährte, ist ebenfalls mit einem eigenen Button ausgestattet worden und somit nicht mehr über die Software erreichbar.

Neu hinzugekommen in die Reihe der Live-Tools ist der Button „Next Sequence“, mit dem es u.a. möglich ist, auch die Sequenzen per Pad-Druck zu aktivieren. Diese Reihe der Buttons ist auch „ergonomisch“ über den 16 Gummi-Pads angereiht, um somit wirklich schnellen Zugriff im Live-Betrieb zu haben. Man merkt, dass sich jemand Gedanken gemacht hat.

Rückseitig betrachtet hat sich bis auf die SCSI-Schnittstelle, die jetzt im 50-poligen HD-Format vorhanden ist, nichts geändert. Einzelausgänge, Effektboard und SMPTE-Chip sind wieder optional nachrüstbar. Der Arbeitsspeicher ab Werk beträgt immer noch 2 MB – nicht gerade zeitgemäß, ist aber auf 32 MB Ram erweiterbar.

Rückseite MPC2000XL ohne Erweiterungen

Die Software hat sich auch ein wenig geändert. Der Main Screen ist ein wenig umstrukturiert worden, aber prinzipiell findet sich jeder, der seine ersten Schritte auf der Nicht-XL Maschine gemacht hat, auch hier sehr schnell zurecht. Die Menüs sind annähernd identisch (sogar die schwarze Schrift auf grauem Hintergrund).

Als wichtigste Neuerung ist eben hervorzuheben, dass die Sampler-Sektion des MPC2000XL im Editing jetzt vollwertig ist. Ein leistungsfähigerer Prozessor ist eingebaut worden. Resample, Normalize und Time Stretch finden sich im Trim-Menü. Drumloops lassen sich mit dem MPC jetzt „slice“n, was man ja von Recycle schon gut kennt.

Dies ist allerdings nur auf einfachster Ebene möglich, d.h. man definiert eine Zeitzone, teilbar durch die Gesamtlänge des Loops. Der MPC teilt den Loop dann in diesen Schritte und extrahiert somit „Einzelsounds“ aus diesem Loop und legt diese auch gleich in eine Reihe auf die Pads, womit man wirklich knallige Loop-Cuts und Variationen erzielen kann. Phatt!

Im Load/Save-Menü ist es jetzt möglich, mit einer Ordnerstruktur zu arbeiten, die das ganze Archivieren seiner Projekte und Sounds sehr übersichtlich macht. Grund dafür ist die neue Oberfläche FAT32, auf der die neue MPC-Software geschrieben wurde.

AKAI MPC2000XL

AKAI MPC2000XL mit modifizierten Pads und CF-Cardreader

Zuletzt muss man die Entwicklungsabteilung (Hardware) von AKAI Professional noch loben, denn wer in seinem MPC2000 einmal selbst ein Interface oder eine Speichererweiterung nachgerüstet hat, kann sich mit Sicherheit an das Desaster erinnern, nach dem Öffnen des Geräts satte 28(!) Schrauben in der Hand zu halten. Das Gerät musste von oben geöffnet werden und man hatte unglaubliche vier Ebene zu bewältigen, bevor man nur ein Platine zu sehen bekam.

Bei der MPC2000XL hat sich das grundlegend geändert. Man öffnet das Gerät von unten, schraubt nur das Deckblech runter und blickt sofort auf die Innereien des Production Centers. Wirklich sehr löblich!

Tips & Tricks in kurz & knapp:

1. Schön verspulte Läufe erreicht man, wenn man in der Programm-Page den Sound auswählt (mit dem man den Lauf programmieren möchte), unter Parameter bei die Frequenz auf 0 setzen, Reso hoch, dann mit „Open-Window“ rein ins Untermenü und bei Velo>Freq: 100 eingeben. Diesen Sound dann mit gehaltener Note-Repeat Taste im 16tel mit unterschiedlicher Anschlagstärke reintriggern… knallt!

2. Im Main Screen unter F1 (STEP) mit „Open-Window“ rein ins Untermenü und „Auto Step Increment“ einstellen. Damit programmiert man manuell – je nach eigestelltem Timing und selektiertem MIDI-Sound – auf der jeweiligen Spur wunderschöne Arpeggio-Läufe. Die Länge der Noten lässt sich mit „Duration of recorded notes“ automatisch bestimmen.

Customized (Quelle 16squarez.com)

3. Nur für MPC2000XL: Schon mal die Funktion „2nd Sequence“ entdeckt? Eine Sequenz kann als „die“ Zweite definiert werden und läuft immer simultan mit allen anderen gerade aktive Sequenzen mit… kreative Hammer!!! Zu finden im Menü (Shift+2).

4. Sounds, die durch den MPC über MIDI angetriggert werden, lassen sich auch mit dem MPC „editieren“. Stellt den Sound in eurem Klangerzeuger so ein, dass das Filter sich in Abhängigkeit von der Velocity öffnet und schließt. Bei dem MPC im MainScreen unter den Wert während des Triggerns verändern und schon wird der Griff (oder Gang) zum Klangerzeuger überflüssig.

Customized (Quelle: mpc-forums.com)

5. Im Live-Einsatz kann man den Click-Track des MPC in eine HiHat umwandeln (einfach unter mit „Open-Window“ einen anderen Sound auswählen), dann hört keiner, wenn man live mal schnell etwas dazu aufnimmt.

6. Oder man stellt ihn ganz aus …

7. Für D’n’B Geschichten etc. ist es durchaus interessant, seine Beats vom Tempo in Double-Time zu programmieren (max. bei Beats von 150 bpm = 300 bpm), da man somit seinen 32tel Shuffle in einen 64tel Shuffle wandelt, welcher eben für D’n’B Geschichten sehr interessant ist.

Haben angeblich magische Anziehungskraft…

YT-VIDEOS

Für die MPC2000XL gibt es eine ziemlich umfangreiche Tutorial-Sammlung von einem User namens NOMADIKH. In sieben ausführliches Einzelepisoden behandelt er wirklich alle Themen, um mit der AKAI MPC2000XL intensiv arbeiten zu können.

Wir haben mal drei davon heraus gepickt.

CHOPPING SAMPLES

RECORDING SEQUENCES

Aber auch sonst findet man auf YT ein enorm reiches Angebot an Clips und Tutorials zur AKAI MPC2000XL.

Zum Abschluss noch zwei „Limited Edition“ Modelle der MPC2000XL, die AKAI selbst auf den Markt gebracht hat. Alles eben eine Frage des Geschmacks ;-)

Have Fun.

Fazit

Die MPC2000XL gehört auch noch 2018 nicht zum alten Eisen. Im Gegenteil, das Arbeiten mit dieser Groovebox macht Spaß und fördert kreative Ideen, die am Rechner nur schwer oder gar nicht umsetzbar wären. Dank vieler Upgrades und Modifikationen lässt sich die MPC2000XL auch heute noch wunderbar in moderne Set-Ups integrieren. Auch scheint die Erstatzeillage nach wie vor gut zu sein.

Leider sind die Preise wieder deutlich gestiegen. Eine „nackte“ MPC2000XL dürfte um die 500  bis 600 Euro kosten. Ein voll aufgerüstetes Exemplar mit allen Bords und der Effektkarte kann schon bis zu 800 Euro kosten.

Plus

  • schneller Workflow
  • deutlich mehr Soft- und Hardware-Features als AKAI MPC2000
  • optional Einzelausgänge und Effektbord
  • optional nachrüstbare Kartenleser erhältlich
  • optional nachrüstbare Displays erhältlich

Minus

  • nur zwei MIDI-Ausgänge
  • Time-Slicing nur rudimentär

Preis

  • lt. Syntacheles-Liste 12.2017 je nach Aufrüstung und Zustand zwischen 500 und 800 Euro
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Sehr schöner Bericht mit intressanten Hintergrundinfos! Allerdings muss der Aussage,,Im Gegenteil, das Arbeiten mit dieser Groovebox macht Spaß und fördert kreative Ideen, die am Rechner nur schwer oder gar nicht umsetzbar wären´´ klar widersprochen werden. Die Maschine Mikro fängt den Workflow einer MPC sehr gut ein. Die ganz Harten verzichten auf sämtlichen Content und nehmen nur die internen Effekte und selbst gewählte Samples. Schmale 8fach Outputs wie die ESI Gigaport ersetzen die Einzelausgangoption prima und Das Web ist voll mit allen möglichen alten Vinylscheiben. Ich selber hatte mal ne MPC 2000 mit Vollausbau für 250 und auch mehrere MPC2KXL für 350 bis 450 Euro. Ist schon ne schöne Hardware aber die Einschränkungen lassen sich ganz gut auf heutige Sachen übertragen. Den grottigen internen Filter sowie das miesse Effektboard kann man kaum als kreativfördernd bezeichnen. Der MFC Aufbau sah schon gut aus aber das Filter hat mich qualitativ nicht wirklich überzeugen können. Der schlichte Aufbau und die Einschränkungen sind aber nachwievor eine feine Sache. Auch das Hardware chassis find ich Bombe. Man sieht wie viele ihre MPC Studio anschrägen. Wäre toll wenn Akai/NI mal ne massive Kiste um ihre Controller baut. Das macht viel aus wie ich finde!

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    AMAZONA Archiv

    Habe meinen ursprünglichen MPC2K gegen den MPC2Kxl ausgetauscht und schwöre seit Jahren darauf. So schnell bekommt man mit keiner Software-Lösung Drumcomputer-Lines programmiert. Das richtige Soundset vorausgesetzt, klingen die Sequenzen sehr schnell nach 808 usw.

    Mache alle meine Liveacts mit dem MPC und ein paar Synthesizern, würde mich NIE mit nem Laptop da hin stellen. Dann könnte ich ja gleich mp3s spielen…

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      AMAZONA Archiv

      Ich kann den Bogen von 808 Soundset zu Laptop zu mp3 zwar nicht ganz nachvollziehen aber ich weiss dass sehr zu schätzen wenn jemand mit Gearpark auftritt. Finde dass ja auch okay aber es wäre ehrlicher wenn man einfach sagt,, ich mag den Computer einfach nicht, egal wie gut der auch die Arbeitsweise klonen kann´´ als irgendwelche scheinheiligen Gründe zu bringen. Diese Überzeugung ist dann +-700,- wert. Alle anderen Beatklopper derren Taschen nicht ganz so voll sind, sollte man nicht ausschliessen nur weil sie auf Akai MPD und Live Lite setzen.

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    fritz808  

    die einizge mpc die ich je besessen habe. nichts fürs leben, aber eine zeitlang war es ganz ulkig, damit samples und loops zu generieren. der sequenzer war mir eigentlich wichtiger als der sampler.

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    Atarkid  AHU

    Nach der 2000er hab ich mir damals die XL geholt. Und ich hatte jahrelang Spaß mit der Maschine. Der Sequenzer, traumhaft! Mit den EInzelouts genug Möglichkeiten zum verwursten. Als Datenträger kam ein dickes SCSI-MO-Laufwerk zum Einsatz. Ich hab aber trotzdem irgendwann das Interesse verloren (temporär). Als die ersten Gerüchte über die neuen MPC’s aufkamen, war ich Feuer und Flamme. Dem wich aber schnell Ernüchterung. Also was tun? Letztendlich hab ich mir dann eine fast neue MPC 2500 besorgt mit der ich recht glücklich bin. Aber die 2000XL wird immer mein Favorit bleiben. Klar, mit der hab ich mehr als ein Jahrzehnt verbracht :)… Da war Akai noch Akai…

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    Der_Brechreiz  

    Das zusätzliche Effektboard war scheußlich, mit SCSI möchte ich in diesem Leben nicht mehr in berührung kommen. Aber ansonsten vom Design und der Größe ideal!!!

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    dubsetter

    danke für den bericht
    und auch einige tips kannte ich noch nicht…

    die 2000 xl besitze ich jetzt seit fast 15 jahren,
    und sie hat immer noch einen platz in meinem studio.
    vorher als live schleuder
    (wurde mir dann irgendwann zu schwer..:)
    dann als sampler /sequencer
    und jetzt eigentlich nur noch als drumsampler
    im einsatz.

    die bedienung ist schnöde und einfach,
    aber funktional,
    und robust ist die kiste auch.

    auch die timing qualitäten /groove des sequenzers gefallen heute noch.

    zeitmässig natürlich nicht mehr auf der höhe,
    und eher lokomotive als nen schlankes rennpferd (kompaktheit)

  7. Profilbild
    c.hatvani  AHU

    Wenn man wie ich vorher mit C-Lab Creator/Notator auf dem Atari gearbeitet hat, ist man schon ziemlich verwöhnt und da fallen mir Schwachpunkte des MPC2000XL Sequenzers auf, die man (meiner Meinung nach) leicht implementieren hätte können:
    1. Es gibt nur eine Masterloop in einem Pattern. 16tel Hihats etwa muß man taktelang einhämmern oder hintereinander kopieren (wieder ein Arbeitsschritt mehr)
    2. Bei ein Pattern, das im Song Modus mehrfach vorkommt, kann man keine unterschiedliche Spuren muten.
    3. Im Song Modus kann man nur das ganze Pattern abspielen, aber nicht ein Ausschnitt davon.
    3. Sysex Bänke von Synths können nicht archiviert werden.

    Aber fairerweise muß man sagen, daß andere Hardware Pattern-Sequencer noch weniger bieten und der MPC ist für ein Hardware-Sequencer super ausgestattet. Bei Entwickeln und Ausarbeiten von Song-Ideen stehe ich total auf dem Konzept der Pattern-orienterten Sequencer (also nicht Bandmaschinen-orientiert), und der C-Lab erlaubt mir die größte Kreativität beim Experimentieren mit Arrangements. Ich weiß, Atari und C-Lab sind jetzt über 30 Jahre alt, aber für mich ist es der beste MIDI Sequencer :-)

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