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Black Box: SONOR Mammut Digital Drum System von 1987

21. September 2019

Das E-Drum von Sonor - Made in Germany

MP-10 (Oberseite) (Quelle: Markus Einheuser)

Es waren die Achtziger Jahre, als die elektronische Klangerzeugung in der Popularmusik mit Nachdruck und auf ganzer Linie Einzug hielt. Und diese Synthese machte auch vor den Schlagzeugen und ihren Sounds jener Zeit nicht Halt. Jeder Hersteller, der auf sich hielt, versuchte mitzuhalten. Auch wenn die britische SIMMONS Ltd. mit ihren prägenden Sechsecken den Markt mit weitem Abstand klar für sich entscheiden und dominieren konnte, entwickelten traditionelle Instrumentenbauer wie Pearl, TAMA, YAMAHA, sogar Premier (!) neben rein elektronisch ausgerichteten Wettbewerbern wie ddrum, DYNACORD, Roland, CASIO und WERSI (!) E-Drums. Klar, dass auch sie einen Teil des Kuchens abhaben wollten, den Dave Simmons in St. Albans gebacken hatte.

So auch SONOR, ein auf Holzverarbeitung spezialisiertes Unternehmen mit (damals noch) eigenen Metallwerkstätten für die Hardware-Produktion. Ein mutiger, aber wichtiger Schritt. Schließlich versprach man sich von den neuen elektronischen Drum-Sets enorme Absatzmöglichkeiten. Dabei war das gesteckte Ziel alles andere als bescheiden: SONOR wollte auch mit diesem neuen Produkt Marktführer werden.

Vom Komplett-Set zum Add-on. Ursprünglich sollte es ein vollständiges Set werden, mit dem die internationale Konkurrenz auf die Plätze verwiesen werden konnte. Ein E-Drum, das konsequent auf den neuen synthetischen Sound setzen sollte, der für die Popmusik der 80er Jahre so bezeichnend war. Geworden aber ist es ein variables System aus modularen Bestandteilen. Darauf ausgelegt, als elektronische Ergänzung eines konventionellen Drumkits genutzt zu werden.

Los ging’s jedenfalls im Februar 1987: Markteinführung. Damit war SONOR allerdings ziemlich spät dran, vergegenwärtigt man sich, dass das „SDS V“ von SIMMONS immerhin bereits 1981 (!) auf den Markt kam. Ein schwieriges Unterfangen, mit etwa sechsjährigem Versatz dem britischen Platzhirsch das Revier streitig machen zu wollen.

Mammut Komponenten (Quelle: Markus Einheuser)

Das System war von herausragender Qualität – gebaut für die Ewigkeit. Oder fast. Und zwar sowohl mit Hinblick auf die technische Ausstattung als auch auf die materielle Ausführung. Hochwertigkeit war denn auch das erklärte Ziel des Unternehmens. Made in Germany eben. Und ganz schön schwergewichtig – zu diesem Merkmal ließ sich eine gewisse Gemeinsamkeit mit dem namensgebenden „Urtier“ nicht verleugnen. Allein das Gehäuse der „Minis“ bestand aus 3 mm starkem massiven Metall. Und ein 10“ Pad wog immerhin stattliche 2,75 kg! Zum Vergleich: Ein SIMMONS-Pad aus der „SDS 2000“ Serie brachte gerade einmal die Hälfte, nämlich 1,38 kg auf die Waage.

Das Mini Mammut MSU (Quelle: Markus Einheuser)

Es sollte ein Premium-Produkt werden, ganz sicher. Ähnlich vielleicht wie im akustischen Segment das SONOR „Signature“, das ja seinerzeit gleichsam Maßstab und Meilenstein für die gesamte Branche war. Vergleichbar möglicherweise aber auch mit dem Anspruch des (ebenfalls 1987 vorgestellten) „SDX“ von SIMMONS, wenngleich dieses sowohl in konstruktiver als auch in preislicher Hinsicht einer anderen Kategorie zuzuordnen war.

Das „System“ bestand aus sieben Komponenten:

  • Mini Mammut (Modul)
  • Mammut Cartridge (Einschubkassette mit Sound/s)
  • Mini Mammut Halter
  • Mammut Pad
  • Pad Halter (und Ständer)
  • Trigger Stick
  • Percussion Mikrofon System

Das komplette System wurde damals ausführlich in einem gesonderten Farbprospekt beschrieben, mit dem SONOR das Instrument bewarb.

SONOR Mammut Digital Drum System – Farbprospekt 1987 – Cover (Quelle: Henk Claessen)

 

  • Es war schon ein durchdachtes Konzept, auch durch seine modularen Komponenten, die vielfältige Einsatzmöglichkeiten eröffneten. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang auch das zum System gehörende Percussion-Mikrofon, das den Reigen auf konsequente Weise komplettierte. Kaum ein kein anderer E-Drum-Hersteller der 80er Jahre hielt wohl Mikros bereit (außer SIMMONS mit seinen aufklebbaren „Hexabug“ Drum-Triggern). Sogar Endstufen und Lautsprecher waren vorgesehen.
  • Ein hochwertiges Produkt. Die erstklassige Qualität und Stabilität suchte ihresgleichen: Wer allein nur einmal ein „Mammut“-Pad in Händen gehalten hat und dies mit einem x-beliebigen Pad eines anderen Anbieters jener Zeit vergleichen konnte, wird keinen Zweifel an der Güte der Hardware hegen.
  • Eindeutig „punkten“ konnte SONOR in der Rückschau und ganz eindeutig mit den originalen Schlagzeugfellen und Rims.
  • Die Pads besaßen eine sensible Triggeransprache, die 10-Zöller und die „Mini Mammut Units“ waren auf Kompaktheit ausgelegt.
  • Auch der gabelartige „Trigger Stick“ verdiente Anerkennung wegen seiner konstruktiven Ausführung.

Trigger Sticks (Quelle: Markus Einheuser)

  • Das System stellte eine prima Ergänzung zu akustischen Sets dar – mit einfacher, intuitiver Bedienbarkeit. Mit zudem geradezu enormer Klanggestaltung über 12 Schieberegler, die wiederum zu einer schnelleren Erfassbarkeit der aktuellen Einstellungen beitrugen.
  • Das „Mammut“ bot erfreulich viele Anschlussbuchsen und damit -möglichkeiten, unter anderem einen Mikrofonanschluss mit Phantomspeisung!
  • Das breit gefächerte Soundangebot war darüber hinaus schon ein Argument für sich. Sogar Cymbal-Sounds existierten! Zur Markteinführung waren 17 Cartridges mit annähernd 100 Sounds erhältlich. Die Anzahl der Sounds auf einer Karte richtete sich nach ihrer Dauer, da nur ein begrenzter Speicherplatz zur Verfügung stand.

Cartridges des Mammut Systems (Quelle: Markus Einheuser)

  • Ein lang ausklingendes Becken zum Beispiel nahm mitunter die gesamte Speicherkapazität einer Cartridge in Anspruch. Die Anzahl der verfügbaren Percussionsounds war ungewöhnlich hoch: Nicht nur Bongos, Cabasas und Kastagnetten (!) waren verfügbar, sondern auch Claves, Congas, Cowbells, Gato Drums (Schlitztrommeln), Guiros, Maracas, Templeblocks, Timbales und Timpani. Unter anderem. Damit bildete SONOR einen beachtlichen Teil seines akustischen Percussion- und Orff-Instrumentariums aus eigener Fertigung ab, für das das Unternehmen als unangefochtener Weltmarktführer rangierte. Aber auch die für die damalige Zeit so typischen und beliebten elektronischen Sounds („piuw piuw“) fehlten natürlich nicht.
  • Auch in ihrer Qualität waren die Sounds hervorragend: Ein toller, kräftiger Sound. Kristallklare Klänge in CD-Qualität. Feinste Triggeransprache, die ihresgleichen suchte (und auch nach heutigen Maßstäben noch überzeugt). Eine vielseitige Tongestaltung. Gelungene Effektsounds (hier sei beispielhaft der „Waterclip“ erwähnt).

Mikrofon C 8 (Quelle: Markus Einheuser)

Die Zeitschrift „musik spezial“ meinte 1986, dass das „Mammut“ und „… dessen Eigenschaften auch eingeschworene Akustik-Drummer überzeugen dürfte. SONOR orientiert sich in allen Bereichen sehr eng an den Bedürfnissen des normalen Trommlers.“

Markus Einheuser hat sich über sechseinhalb Jahre intensiv mit dem „Mammut“ beschäftigt. Sechseinhalb Jahre, in denen er sich auf die Spurensuche dieses archaisch-fossilen „Geschöpfes“ begeben und die „Funde“ in aufbereitenden Rekonstruktionsversuchen ausgewertet hat. Zusammengefasst auf einer eigenen Website, die im August 2019 veröffentlicht wurde:

www.sonor-mammut.de

In dieser Darstellung sind eigene Erkenntnisse mit Inhalten aus Primär- und Sekundärquellen zusammengeflossen. Dabei sind viele Zeitzeugen und Protagonisten jener Jahre zu Worte gekommen, die mit zahlreichen Zitaten neben einer größtmöglichen Authentizität einen schlüssigen Realitätsbezug herstellen.

Interview mit Markus Einheuser zum SONOR Mammut

Peter:
Hallo Markus, dein www.sonor-mammut.de-Web-Projekt war ja ein ziemlich großes Unterfangen. Wie kam es dazu?

Markus:
Wie es zu dem Web-Projekt kam? Nun, das war eine Mischung aus starkem Interesse am Thema und einem Mangel an verfügbaren Informationen. Als ich im Winter 2012 mit dem Projekt begann, gab’s praktisch NICHTS, was man sich „mal eben“ zu Gemüte hätte führen können. Auch auf einschlägigen Websites (z. B. www.sonormuseum.com) nicht. In Schlagzeug-Foren wurde das „Mammut“ – wenn überhaupt – eher beiläufig erwähnt. Zu unbedeutend war dieses Kapitel wohl im Vergleich zu den weltweit sonst hohes Ansehen genießenden Produkten des Unternehmens.

Aufgewachsen bin ich 34 km nördlich von Aue/Westfalen (dem Firmensitz von SONOR). Daher das naheliegende Interesse an SONOR. Als jugendlicher Schlagzeugschüler und junger Erwachsener war ich dann genau im „empfänglichen Alter“, als SIMMONS, DYNACORD … und eben auch SONOR sich anschickten, mit ihren neuen, atemberaubenden E-Batterien um die Gunst der Kundschaft zu werben. Eine spannende Zeit!

Irgendwann, das muss so um 2003/04 gewesen sein, habe ich dann begonnen, mich mit SIMMONS Drums (später auch mit den Schlagzeugen von DYNACORD) zu beschäftigen. Etwa neun Jahre später verspürte ich schließlich das „Bedürfnis“, mich intensiver mit dem E-Drum von SONOR auseinanderzusetzen …

Markus Einheuser mit SONOR Pads, 2019

Peter:
Wie aufwändig waren die Recherchen dafür und wie lange hat die Fertigstellung gedauert?

Markus:
Sehr aufwändig! Meine ersten Anlaufstellen waren natürlich SONOR und HOHNER (das „Mammut“ war ja – zumindest anfangs – eine Kooperation der beiden Instrumentenbauer). Dort war aber leider nicht viel in Erfahrung zu bringen. Also musste ich erst einmal mit einer ziemlich mühsamen Quellensuche vorlegen. Dazu habe ich jede Menge E-Mails geschrieben und Telefonate geführt. Mit der Zeit kam dann einiges zusammen. Und mit der einen oder anderen Quelle, mit dem einen oder anderen Protagonisten bzw. Zeitzeugen kamen dann neue Hinweise, aber auch wiederum neue Kontakte zustande, die ich „antriggern“ konnte. Bundesweit. Einige Lücken musste ich interpretieren und – um im digitalen Duktus zu sprechen – „interpolieren“.

Das Ganze hatte schon ein bisschen was von „Paläontologie“, sich auf die Spurensuche dieses archaisch-fossilen „Geschöpfes“ zu begeben und die „Funde“ in aufbereitenden Rekonstruktionsversuchen auszuwerten. Nicht immer einfach. Beharrlichkeit, Akribie und ein „laaanger Atem“ waren da gefragt!

Über sechseinhalb Jahre hat’s gedauert, in denen ich mich mal mehr, mal weniger – je nach Zeit, Lust und Laune – mit dem Thema beschäftigt habe. Sechseinhalb Jahre aber auch, in denen ich mich so richtig „eingegroovt“ habe …

Peter:
Was ist für dich das herausragende Kriterium am SONOR Mammut?

Markus:
Das, was mich am meisten am „Mammut Digital Drum System“ von SONOR fasziniert, ist wohl, dass sie überhaupt ein elektronisches Schlagzeug entwickelt haben! Und dass es sich dabei um eine sehr konsequente Interpretation eines Add-On-Konzeptes (für akustische Schlagzeuge) handelte, dessen Komponenten vielseitig und flexibel einsetzbar waren. Auch von der Qualität bin ich begeistert. Überzeugend finde ich die wertigen Pads, den patentierten (!) „Trigger Stick“ und natürlich das Percussion-Mikrofon „C 8“. Hervorheben möchte ich auch die umfangreiche „Sound-Library“ mit ihren starken und sauberen Klängen.

Heute sind solche betriebswirtschaftlichen „Abenteuer“ nicht mehr vorstellbar! Heute würde man ein komplett fertiges – und anderswo entwickeltes – Produkt zukaufen und unter eigenem Label verkaufen.

Peter:
Die Klangerzeugung des SONOR Mammut war ja bereits digital, ich nehme an, auf Basis von Samples. Kannst du ein paar Hintergrundinfos zur Klangerzeugung geben?

Markus:
Genau, das „Mammut“ benutzte digitale Samples, die in einem hochentwickelten Verfahren auf einem PCM-Masterband aufgenommen wurden. Bei der weiteren Verarbeitung kam ein Macintosh „Sound Designer“ zum Einsatz, mit dem die Samples bearbeitet wurden. Dabei wurde größter Wert darauf gelegt, im leisen Bereich sehr rauscharm zu arbeiten (was dem später eingesetzten Dolby-Verfahren entsprach). SONOR arbeitete mit einem 14-Bit-System und einer Sample-Rate von 41,7 kHz!

Jedes Modul verfügte werksseitig über einen internen Sound (und zwar den eines 13“ Rocktoms). Das Gerät war an seiner Vorderseite mit Reglern für Volume, Volume Dynamic, Pitch, Pitch Dynamic, Pitch Bend, Cut Off, Cut Off Dynamic, – Decay, Noise, Panorama, Attack und Level ausgestattet. Mit ihnen konnte der ausgegebene Sound zum Teil ganz erheblich und eindrucksvoll verändert werden.

Peter:
Würdest du sagen, dass das Mammut ein reines Sammlerobjekt ist oder durchaus heute noch eingesetzt werden könnte? Ein Simmons SDSV ist ja zum Beispiel noch oft in Elektronik-Produktionen zu finden.

Markus:
Die Komponenten des „Mammut“ Systems sind super selten geworden. Allein deshalb dürften nur noch wenige aktiv im Einsatz sein. Schlagzeuger benutzen sie heute wohl nicht mehr, behaupte ich mal. Allenfalls in (Home-) Studios stehen vielleicht noch ein paar Module, die von Keyboardern und Synthesizer-Freaks verwendet werden. Das Problem sind die Cartridges, die einfach nicht mehr verfügbar sind. Und ohne (passende) Steckkarten sind die Geräte praktisch nutzlos.

Peter:
Hat das Sonor Mammut heute noch eine Fangemeinde?

Markus:
Das ist schwer zu beantworten. Eine internationale Vintage-E-Drum-Szene gibt es ja durchaus. Und die ist gar nicht mal so unbedeutend. Die meisten dieser „Anhänger“ frönen aber den englischen Hexagonen. DYNACORD und TAMA kommen da weniger vor. Und mit den „Mammuts“ beschäftigt sich kaum einer. Mir ist zumindest noch niemand begegnet. Vielleicht ergeben sich aber über meine Seite neue Erkenntnisse …

SONOR-Enthusiasten gibt’s natürlich auch, aber die huldigen ausschließlich den akustischen Drums des Herstellers. Viele wissen nicht einmal, dass es ehedem mal ein E-Drum von SONOR gegeben hat.

Peter:
Vielen Dank für das Interview, Markus und viel Erfolg mit deinem Webprojekt!

Markus:
Vielen Dank!

Das SONOR Mammut on YouTube

Forum
  1. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    An diesen Trigger Stick erinnere ich mich, aber ich weiß nicht mehr, in welchem Zusammenhang.
    .
    Ansonsten war man bei Simmons sicherlich nicht die Speerspitze in Sachen elektronischer Perkussion — die Synares von Star Instruments in den USA, der UltSound DS-2 und DS-4 ProMuzer (wie ihn YMO verwendeten), die Pollard SynDrum, nicht zuletzt die Pearl Syncussion. Und allesamt mit lustigen Trommeloberflächen.
    .

  2. Profilbild
    amyristom  

    Woran ist das System denn gescheitert? Offensichtlich scheint es ja nur homöopathische Verbreitung gefunden zu haben.

  3. Profilbild
    swissdoc  RED

    Leider gibt es zum Mini Mammut keine technischen Unterlagen (jedenfalls hat meine Suche nichts erbracht). Auf dem einen Bild sieht man aber ein paar interessante Details. Analog kommen einige TL074 OpAmps zum Einsatz. Der DAC ist ein AM6070DC (ein 12-Bit Monolithic Companding DAC), wie auch im ROGER LINN LM-1 und Linndrum oder SEQUENTIAL DrumTraks verbaut. Der interne Sound ist in einem 27256 EPROM enthalten, offenbar gesockelt. Dort kann man also mit etwas Geschick eigene Samples transplantieren.
     
    Sollten die Infos aus einigen Auktionen stimmen, so lässt sich die Tonhöhe der Sounds von Aussen über den CV In steuern.

  4. Profilbild
    JohnDrum  

    Vielen Dank für den Bericht. Auch der Link zu sonor-mammut.de sehr interessant. Konnte das Teil mal (glaube ich) bei Manni von Bohr hören.
    Damals war halt die Konkurenz sehr groß und die Teile von Dynacord sahen einfach super aus. Hatte später mal den Add Two.
    Das Simmons SDS 7 hatte ich auch mal zum Ausprobieren. War zu verkaufen. War aber auch irgendwie defekt und sehr komisch zu bedienen.
    Die Zeiten, wo ddrum sehr weit verbreitet war, darf man auch nicht vergessen! Man könnte fast meinen, dass ddrum das Design der Pads von Sonor übernommen/ gekauft hat!?

    An den Entwicklungskosten mussten schon einige Firmen leiden.
    Letztes trauriges Beispiel vermutlich ist von Gewa die G9 E-Drum Workstation. Groß angekündigt und jetzt hört man seit einem Jahre nichts mehr davon.
    Heute ist wahrscheinlich die beste Kombi irgendein Roland TD in Kombination mit einem Toontrack SD3 (zur Ergänzung von Akustik Drums).

  5. Profilbild
    dAS hEIKO  

    Ingenieursmäßig für damalige Verhältnisse sehr sauber. Aber das Sonor war viel zu teuer und wenig sexy. Ein E-Drum mitte der 80er hatte hexagonale Pads zu haben und für den Sound galt Simmons als Referenz. Das Prinzip E-Drum mit natürlichen Klängen, mit Modulen oder Speicherplätzen, wurde beispielsweise von Dynacord deutlich flexibler umgesetzt. Dabei war der dienstältere Percuter zuverlässig und preiswert, während mit dem ADD-one ein nicht ganz günstiges Referenzteil präsentiert wurde, das aber offensichtlich besser ankam. Selbst bei „Tanzbands“ sah man das Teil.
    …und clavia war schließlich das Einhorn unter den Digitaldrums.

    Wenn ich mich zurückerinnere, denke ich, dass der Modulare Aufbau das System zu unhandlich und im Endeffekt für ein komplettes Set zu teuer gemacht hat. Trotzdem schön, dass Tyrell sich so viel Mühe gegeben hat. Und die verlinkte Internetseite ist auch spannend zu studieren.

  6. Profilbild
    gaffer  AHU

    Der Musikalienhändler, bei dem ich Ende der 80er arbeitete, hatte die im Showroom, auch die Dynacords und Simmons. Habe aber aber nie gesehen, dass die jemand kaufte.

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