7. Januar 2020

Slide-Problem gelöst!? Behringer veröffentlicht Update zur TD-3

Wie ich heute Nacht auf Instagram erfahren durfte, gibt es ein Software-Update zur Acid-Kiste von Behringer. Also habe ich mir das heruntergeladen…

Synth Tool V2.2

Das Synth Tool kann man sich auf der Webseite herunterladen. Man findet es am einfachsten, indem man in der Suchmaske oben TD-3 eingibt. Unter Downloads findet man entsprechende Datei.

Das Synth Tool erkannte zunächst mal nicht (!) das Gerät. Ich habe lange hin und her gesucht, Treiber deinstalliert und wieder installiert, bis ich auf die Idee kam, mein neues MioXL-Interface (Midi-Interface) mal abzuklemmen. Und siehe da, sofort wurde das Device erkannt.

Die Firmware lässt sich nun sehr komfortabel updaten und das Ergebnis ist….

… erstaunlich, wie ich finde. Der Slide gelingt nun wirklich deutlich besser. Ich habe im Audio-Beispiel einen Prä/Post-Vergleich hinbekommen. Dummerweise habe ich in meinem hypomanen Anfall, das zu installieren, nicht noch mehr Beispiele recordet. So bleibt es bei diesem einen Vergleich, der aber schon verdeutlicht, was passiert ist. Es stammt aus einem Remix, den ich grad anfertige.

Darüber hinaus nehme ich auch wahr, dass die Resonance nun viel besser auflöst und gerade im letzten Regelweg es viel besser zwitschert. Vorher habe ich das als störend wahrgenommen und musste wieder etwas zurückdrehen, was dazu geführt hat, dass das berühmte Zwitschern weniger intensiv ausfiel. Nun ist das meines Erachtens deutlich besser.

Ob das alles nun nah am Original ist, mag jeder selber entscheiden. Wenn ich nach Gehör und Youtube gehe, stelle ich immer noch Unterschiede fest. Für mich sind die aber derart gering, dass ich sehr zufrieden bin mit diesem Update. Ich kann es daher nur jedem empfehlen.

Fazit
Ein sehr gutes Update, das nicht nur das Slide-Problem löst. Auch die Resonance im Zusammenspiel mit dem Filter löst nun besser auf und es zwitschert gewaltig. Daumen hoch, es kann musiziert werden...

Aciiiiiiiiiiiiiiid!!!!

Plus

  • Gute Verbesserungen
  • Slide-Problem stark verbessert
  • Filter/Resonance-Zusammenspiel besser
  • Clock-Synchronisierung jetzt top

Minus

  • Es ist immer noch kein Original (wie verwunderlich).... :-), man kommt sich aber immer näher
Klangbeispiele
Forum
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    lightman  AHU

    Auch von mir besten Dank für den Tip, bisher hatte ich das Synth Tool nicht benutzt, aber der integrierte Update in der Version 2.2.0 macht das natürlich zur Pflicht. Behringer sollte aber darüber auf ihrer Website im Downloadbereich für die TD-3 meiner Meinung nach besser informieren, da ist nix davon zu lesen, daß Updates im Synth Tool direkt drin sind.

    Gut zu sehen, daß der Produktsupport zumindest bei der TD-3 funktioniert.

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    amyristom  

    Genereller Hinweis zur Problematik, dass das SynthTool von Behringer ggf. den Synthesizer nicht erkennt:
    Das Tool hat Probleme, die eigenen Synthesizer zu erkennen, wenn über USB noch andere Midi-Geräte angeschlossen und eingeschaltet sind! Keine Ahnung warum Behringer das nicht in den Griff bekommt.
    Daher: Alle anderen Synths, Midi-Interfaces, Audio-Interfaces, Keyboards die per USB angeschlossen sind ausschalten, dann das jeweilige Behringer Gerät einschalten, kurzen Moment warten und das SynthTool starten. Nun sollte die Erkennung klappen!

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      Marco Korda  AHU

      Bei mir war es ausschließlich das MioXL, was störte. Alles andere war kein Problem, z.B. Midi-Controller wie Beatstep, NI KompleteKontrol, Festplatten, Dongle, Sticks. Mein Focusrite kommuniziert über Firewire, daher war das auch kein Problem. USB-Interfaces dürften allerdings Probleme bereiten.

      Ein wirklich dummer Software-Bug, der hoffentlich bald behoben wird.

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        amyristom  

        Bei mir sind es wirklich alle „Midi“-relevanten Geräte. Also solange das Midi-Interface und die Synthesizer (alle, die per USB am PC angebunden sind) eingeschaltet sind, findet das SynthTool von Behringer meinen Model D NICHT. Sind die alle ausgeschaltet, klappt es. Ist auch nur ein anderes Gerät davon parallel auch eingeschaltet, scheitert die Erkennung. Ist bei mir so am Windows 10 PC. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Model D direkt an einem separaten USB-Eingang am PC oder mittels USB-Switch am PC angeschlossen ist (alles schon ausgetestet).
        Andere USB-Geräte wie Mäuse, Tastaturen, Festplatten, Dongles, usw. scheinen keinen negativen Einfluss zu haben. Nur eben Midi-Geräte.

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          TobyB  RED

          Halloamystron,

          MIDI Device ID… Die verdirbt dir den Spass. Und Multi Client MIDI unter W10 ist auch eine Spassbremse, denn es wirkt auf dem Rechner und hat Auswirkungen auf die Geräte. Zum einen sollte jedes MIDI Device eine unique MIDI ID haben und auf dem Rechner sollten sich die Tobias Erichsen Tools befinden und konfiguriert sein. Ansonsten gilt ein MIDI Interface an dem alle MIDI Devices hängen. Dann zickt das Synthtool nicht mehr.

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            amyristom  

            Hallo TobyB,

            also in der Praxis hängen bei mir alle USB-Midi Geräte mit Ausnahme des mio10 Midi-Interfaces an einem USB-Switch dran (letzteres direkt am PC). Habe damit in der Praxis keinerlei Probleme, Cubase sieht alle Geräte, kann jedes Gerät auf jedem Midi-Kanal problemlos ansprechen / Daten empfangen und die jeweils zu den Synths gehörige Software (z.B. die Editoren von Moog für den Sub37 oder Minitaur) arbeitet ebenfalls problemlos.
            Nur Behringer kriegt es offenbar nicht sauber hin.

            Btw: Bezüglich MIDI ID: Auch der Model D ist innerhalb Cubase per Midi problemlos parallel mit allen anderen Klangerzeugern ansprechbar. Also hinsichtlich Midi-IN und -OUT Daten empfangen und verarbeiten ist alles fein. Einzig das SynthTool von Behringer hat Stress.

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              TobyB  RED

              Hallo amyriston,

              Behringer hat sich halt relativ strikt an die W10 APIs angeflanscht. MIDI über USB und MIDI über ein dediziertes Interface machen da schon einen Unterschied. Ich hab auf Anhieb auch keinen Workaround. Am Mac zickt nix und unter Windows 10 habe ich einen HP TB G2 Portreplikator.

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              Larifari  

              Hey amyriston,

              kannst du mal kurz erklären wieviel Geräte an dem Switch hängen und um was für einen Switch es sich handelt ?

              Cheers

              • Profilbild
                amyristom  

                Hallo Larifari,

                gern. Bei dem Switch handelt es sich um einen Anker 60W 7-Port USB 3.0 Switch. Daran hängt ein Axiom 61 MKII Masterkeyboard, ein Moog Minitaur, ein Moog Sub37, ein Moog One, ein Kawai MP5 Stagepiano und der Behringer Model D.
                Der Anker-Switch seinerseits steckt direkt in einem USB 3.0 Port meines PC.
                In separaten anderen Ports des PC stecken noch ein iConnectivity mio10 MIDI-Interface und ein UR28M Audiointerface.

                Wie gesagt: Bleiben alle Midi-Geräte ausgeschaltet, hat die Behringer Software kein Problem den Model D zu finden. Ist vor dem Start der Software auch nur eines dieser Geräte zusätzlich aktiv, dann findet die Software den Model D nicht mehr. Daran ändert sich auch nichts, ob der Model D per Switch oder direkt mit dem PC verbunden ist.
                Und ebenfalls wohlgemerkt: Die Probleme hat auschließlich das Behringer SynthTool. In meiner Cubase DAW werden alle Geräte stets korrekt gefunden und sind problemlos ansprechbar bzw. können auch untereinander problemlos MIDI-Daten senden und empfangen. Ebenso arbeiten auch alle anderen Softwareprogramme problemlos (z.B. können die Moog Editoren stets problemlos die Moog Geräte finden und editieren).

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                  Marco Korda  AHU

                  Wenn Du die Geräte ausgeschaltet hast und das Synth Tool aktivierst, kannst Du dann auch wieder die Synths anstellen und beides ist parallel aktiv? Oder muss Synth Tool dafür wieder deaktiviert sein?

                  Ich frage deshalb, weil im Fall, dass ich Synth Tool für die TD-3 nutze, würde ich ja auch gern den Sequenzer programmieren, was ohne MIDI-Interface blöd ist ; machbar, aber dann muss ich an der TD-3 wieder von MIDI auf Internal switchen – dazu bin ich zu faul… und zudem kann ich dann nicht mit den anderen zusammen die Sequenz checken, ob’s zum Arrangement passt

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                    chain25  

                    Also ich habe es so gelöst, dass Ableton die TD-3 über Midi DIN bedienen darf, während Synth Tool gleichzeitig über USB ran darf. Ist nicht schön, aber funktioniert. Allerdings auch nur, solange ich in der Zeit den Crave (ebenfalls doppelt angeschlossen) ausschalte, weil das Synth Tool sonst immer exklusiv dem Crave das Vorrecht bedient zu werden einräumt und die TD-3 in die Röhre schaut ….

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                    amyristom  

                    @Marco Korda:
                    Soeben getestet:
                    – alle Geräte bis auf den Model ausgeschaltet: SynthTool erkennt den Model D
                    – Werden dann alle anderen Geräte bei noch laufendem SynthTool eingeschaltet, bleibt die Verbindung zum Model D bestehen (das Tool verliert NICHT die Verbindung)
                    – Wird dann das SynthTool beendet und neu gestartet während die anderen Geräte noch laufen, kann das SynthTool keine neue Verbindung zum Model D mehr herstellen (Model D wird nicht mehr gefunden)
                    – Erst wenn dann wieder alle Geräte ausgeschaltet werden, ist eine erneute Verbindung zum Model D möglich.

                    Kurz: Alle Geräte aus, SynthTool starten, dann die anderen Geräte einschalten. DAS sollte klappen!

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                  knossos  

                  Nennt mich ruhig Korinthenkacker, aber USB-Switch ist etwas anderes. Das genannte Anker-Gerät ist definitiv ein USB-Hub. Switches sind im USB-Kontext Hubs, die die angeschlossenen Geräte ohne Umstecken für zwei PCs zugreifbar machen.
                  Beim LAN ist ein Hub auch etwas anderes als ein Switch, daher war ich zuerst einmal von der Bezeichnung USB-Switch verwirrt.

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                    amyristom  

                    Womit du natürlich absolut recht hast. Sorry für die falsche Bezeichnung! :-) Aber ich hoffe es weiß trotzdem die Mehrheit hier, was gemeint war. :-)

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        Marco Korda  AHU

        Also bei dir erkennt Synth Tool die TD-3 bei laufendem Betrieb aller anderen per USB angeschlossenen Geräte? Falls ja, sind die einfach direkt am PC angeschlossen oder über ein Interface? Und: hast du überhaupt ein MIDI-Interface dazwischen hängen?

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    ARIMUSIK

    Kann mir mal jemand (oder auch der Autor selbst) den Begriff: „Die Resonance löst besser auf“ erklären? Erst einmal ist dieses „löst besser auf“ immer ein sehr schmerzhaft zu lesender Presseausdruck. Wirklich nirgends anders, als in der Audio-Presse läuft man diesem ziemlich unmöglichen Begriff über den Weg. Jetzt kommt aber noch dazu… wir sind hier analog. Wo kann da irgendetwas auflösen!? Ok, die Kabelverbindungen oder Lötstellen können sich auflösen, ja gut. Aber wie oder was ist eine Resonance-Auflösung? Und was ist eigentlich „besser“? Das ist jetzt nicht gerade ein technischer Begriff, sondern mehr eine subjektive Geschmacksentscheidung. Das ist einfach ein völlig falsch eingesetzter Begriffshaufen (so ziemlich immer wo man diesen Ausdruck liest).

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      penishead  AHU

      Ich denke, damit ist die zeitliche Abklingzeit oder Aufschwungzeit gemeint. Das Schwingverhalten ist eben anders. Wenn ein Bauteil softwareseitig gesteuert wird ist eben das modifiziert worden. Auflösung ist hier ein falscher Begriff. Das Verhalten trifft es wohl eher. Es wurde eben in der Software nicht nur rechnerisch feinjustiert, sondern jetzt eben auch noch indem man das menschliche Gehör verwendet hat.

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      Marco Korda  AHU

      Gerne will ich einräumen, dass ich mich da in der Nomenklatur vergriffen habe. In dem Moment wusste ich es nicht anders zu umschreiben. Danke an Penishead für die treffende Definition.

      Vielleicht hätte es der Satz „verbesserte Korrelation von Resonanz und Filter durch ein modifiziertes Schwingungsverhalten“ besser umschrieben!? Sorry für den missverständlichen Begriff.

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      Larifari  

      Hey Arimusik,

      vielleicht liegt es ja daran daß der Autor kein „Autor“ ist. Wie du oben in dem dicken orangenen Kasten erkennst handelt es sich um eine Leserstory. Kann hier jeder machen..also auch du.
      Marko hat sich die Zeit genommen und uns eine wichtige Info mitgegeben, und dafür daß er eben kein „Autor“ ist – hat er es gut verpackt.
      Bei der Sache mit der Resonanz hätte ich jetzt aber auch nochmal nachgefragt. Dafür gibts ja die Kommentarfunktion. Also eigentlich alles cool !?

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      DrSpan  

      Arimusik für eine bessere welt! :-) Ich hab auch mal irgendwo gelesen das jemand Höhen als „Luftig“ beschrieben hat. Wie Frech!!!! Was bitte ist luftig an Höhen? Was hat Luft mit Höhen zu tun? Das darf man nur bei Kuchen sagen! Die schämen sich nichtmal

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    el-folie  

    Also eigentlich kann sich am Resonanzverhalten nix geändert haben, weil der analoge Teil komplett analog ist, da wird auch nix digital gesteuert oder aufgelöst. Was vom Prozessor kommt, ist Gate on/off und die Pitch CV, die leider auch den „Slide“ beinhaltet (entgegen der originalen TB), alles andere ist analog. Ich lerne allerdings immer gern dazu, falls jmd neue Erkenntnisse hat.

    Die Herren Maffez und nordcore haben da im gearslutz Forum ganze Arbeit geleistet, was die Analyse der TD-3 und die Übertragung auf den TB Schaltplan angeht.

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      Marco Korda  AHU

      Danke für den Beitrag, sehr interessant. Und dennoch ist da was passiert. Ich kann das technisch auch nicht nachvollziehen. Da müsste man Behringer selbst mal fragen. Für meine (subjektiven) Ohren hat sich da drastisch (!) was geändert. Ich habe leider keinen Kontakt zu B., da müsste man das Amazona-Team beauftragen. Aber da ist die NAMM gerade im Fokus.

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      penishead  AHU

      Hier gibt es ja trotzdem nicht nur ein on/off, sondern das Spannungsverhalten des On/offs kann man ja programmieren. Wie schon gesagt: Du legst ein Spannung an das Bauteil und der IC kann dann dem Bauteil durch die Spannungskurve sagen, wie es anspringt. Flach oder steil, oder in welcher Zeit. Dementsprechend reagiert das Bauteil mit seinen spezifischen Eigenschaften. Da kann man ganz schön viel einstellen. Wenn Ihr die Datensheets der verschiedenen Bauteile lest, schlackern einem die Ohren. Aber das geht zu sehr in die Tiefe.

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    lightman  AHU

    So, USB Typ B-Kabel gefunden, Update ist installiert. Die aktualisierte Glide-Funktion läßt den Twang besser hervorkommen und gibt ein insgesamt agileres Gesamtbild, gefällt mir.

    Bezüglich anderer Änderungen durch den Update bin ich mir nicht sicher, ob und was da passiert ist. Man könnte meinen, daß der Cutoff-Regler jetzt irgendwie logarithmisch angelegt ist, aber das kann ja eigentlich nicht sein.

    Wie auch immer, korrekter Update so far, würde ich mal sagen, werde mir mal meine gespeicherten Klassiker-Basslines damit anhören und mit den Originalen vergleichen, vielleicht gibts ja noch neue Erkenntnisse.

    Ein klassisches Changes-File für die Updates wäre nicht schlecht, Behringer!

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      chain25  

      Release Notes befinden sich im Synth Tool direkt unter dem Update.
      Es gab nur 2 Fixes: Der Slide und die Up / Down Speicherung beim Pattern. Zu dem Thema / Bug gab es hier ja auch schon mal eine Unterhaltung.

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      lightman  AHU

      Nachtrag Teil 1: Habe mich eingehend mit dem Update beschäftigt und bin sehr angetan. Die Erhöhung der Glide-Zeit ist subtil, sorgt aber dafür, daß die nach Glides folgenden Noten (besonders mit Accent) wunderbar „bouncen“ wie beim Original.

      Um das zu verdeutlichen, lade ich euch zu einem kleinen Exkurs ein, der die Errungenschaften des Updates demonstriert.

      Die 303-Line von Da Funk von Daft Punk hat alles, was die 303 ausmacht, schöne Glides, gewitzt gesetzte Accents und mächtig viel Funk. Hier die Transkription:

      G Down – N
      A# Up – N
      G – S – N
      F Up – N
      D# – A,S – N
      C# Down – A – N
      C# Down – A,S – N
      C# – A – N
      D# Up – S – N
      D# Down – N
      F Up – S – N
      G Up – A,S – N
      G# Down – N
      G Down – A – N
      C Down – S – N
      G – S – N

      Patternlänge: 16 Steps, Rechtecke-Wellenform.

      (Up/Down = Oktavschaltung, A/S = Accent, Slide, N/T = Note/Tie)

      Die Grundstellung der regelbaren Parameter ist bei dieser Bassline ebenso wichtig, Zahlenangaben beziehen sich auf die Trennstriche der jeweiligen Regler:

      Tune: 11 (Mittelstellung)
      Cutoff: 0
      Resonance: 20 (ein Strich vor 100%)
      Envelope: 11 (Mittelstellung)
      Decay: 0
      Accent: 17

      Im Original wird die 303 stark verzerrt, hier die Simulation durch die onboad-Distortion:

      Distortion: 21 (100%)
      Tone: 16
      Level: 21 (100%)

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        lightman  AHU

        Nachtrach Teil 2: Tempo: Etwa zwischen 10 und 11.

        Hier zum Vergleich das Originalstück: http://bit.ly/daftpunkdafunkk . Die o. a. Geschwindigkeit sollte halbwegs dazu passen, das muß man selbst noch feinjustieren, der Punkt liegt einen Tick vor der Mitte zwischen 10 und 11.

        Die Modulation erfolgt nicht etwa durch Cutoff oder Env Mod, sondern durch Decay, je mehr davon, desto mehr kommt das wundervolle Plastik im Sound raus, dieses so unnachahmliche Detail, das ich bisher bei der TD-3 vermisste.

        Laßt das Dingens mit dieser Bassline ne Stunde oder zwei laufen so wie ich, zwischendrin immer mal wieder Decay auf und zu… so geil, hört euch nur mal die Slides in den letzten fünf Noten der Sequenz an, aber hallo. Danke an werimmer das richtige Gehör hatte, diesen Update zu erstellen.

        Ich weiß nicht, welchen Effekt/Distortion die Daft Punk-Jungs seinerzeit verwendeten, hier gäbe es durchaus noch Raum für Näherungen ans Original, aber das ist sekundär, weil die Kiste selbst in meinen Ohren jetzt okidoki klingt.

        Vorerst mal keine weiteren Fragen, Euer Ehren. :)

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          dflt  

          war auch die erste bassline die ich direkt nachprogrammiert habe :D das update muss ich später aber noch installieren.

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          lightman  AHU

          Nachtrach 3: Für die Faulen habe ich die Da Funk-Sequenz aus meiner TD-3 mit dem Synth Tool abgespeichert und zum Download bereitgestellt: http://bit.ly/dafunkseq (gepackt mit ZIP).

          Zum Einspielen steckt ihr die TD-3 per USB an den Rechner, startet das Synth Tool und aktiviert den Menüpunkt „Sequencer“. Dort wählt ihr zuerst ein freies Pattern an (z. B. Pattern Group 1, Pattern Section A, Pattern 4), klickt danach auf den Button „Import“ und wählt die Datei dafunk.seq aus. Durch Klick auf „Store“ wird die Sequenz auf dem gewählten Speicherplatz der TD-3 abgelegt.

          Viel Spaß!

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    Flying C  

    Vielen Dank Marko, Lightman und an die anderen Kommentatoren!
    Schön wenn Menschen so mit dem Herzen „dabei“ sind!!

    Erstaunlich, die Fakten zusammengefasst ergibt sich bei mir folgendes:

    SynthTool V.2.2 steht bei B seit November ’19 zum Download bereeit. Ich habe es am 29.11. wegen eines Firmware Update der RD-8 installiert, welches übrigens ebenfalls ohne Probleme verlief. Allerdings musste die Firmware der RD als separate Datei Heruntergeladen werden.
    Das Firmware Update der TD-3 um das es hier geht hat die Versionsnummer 1.2.4 , die Release Note Datiert auf den 23.12.19 und ich habe es mit oben genannter Installation vorgenommen.

    Wenn SynthTool nicht „nach Hause telefoniert“ hat…ist das ein verspätetes Weihnachtsgeschenk im „Easteregg“-Gewand??

    Wie dem auch sei, ich werde jetzt bei einer weiteren Tasse Kaffee die Reso [fast ;)] auf Maximum schrauben und mich dabei einfach nur freuen!!! :D

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      lightman  AHU

      Ich denke, daß bei Start der Software ein Poll auf einen Musictribe/Behringer-Server stattfindet, die Version des vorliegenden Updates mit dem aktuellen Versionsstand der angeschlossenen TD-3 verglichen und bei Bedarf der Update nebst Releasenotes eingeblendet wird. Ansonsten müßte ja für jede neue Firmware eines jeden Gerätes immer neue Synth Tool-Versionen erstellt werden, was in kurzer Zeit sehr unübersichtlich wäre.

  7. Profilbild
    chain25  

    Heute wurde eine neue Version des Synth Tool auf der Behringer Website zur Verfügung gestellt: 2.3.3

    Scheint aber für die TD-3 keine neuen Features zu enthalten. In Ermangelung von Release Notes tippe ich mal auf Erweiterung des Tools um den (oder die?) CAT.

    Erkennung der Geräte (zumindest bei mehr als einem) ist auch dieselbe Suppe geblieben. Leider immer noch kein Auswahlmenu …

  8. Profilbild
    wedok  

    kann man patterns eigentlich per sysex dump speichern und laden.
    so wie man es bei vielen geräten mit den programmen machen kann?

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      lightman  AHU

      Bei der originalen 303 geht das nur über eine technische Modifikation (Quicksilver CPU-Upgrade), deshalb glaube ich nicht, daß Behringer das Feature in die TD-3 integriert hat. Für den Austausch von Pattern und Sequenzen funktioniert das Synth Tool ganz gut, und die Werte der paar wenigen Regler kann man sich ja auch notieren oder halt ein Foto davon mit dem Handy machen und die Bilddatei der jeweiligen gespeicherten .seq-Datei zuordnen, feddich.

  9. Profilbild
    Marco Korda  AHU

    Ich hatte Kontakt zu Musictribe wegen des Synth-Tool-Problems. Hier heißt es lapidar:

    „I’m afraid this is simply a matter of device priorities in your operating system: certain devices and software will simply take priority over others by default. There’s not a lot that our developers can do to improve this as it is an OS issue. I’m glad you’ve found a workaround, please don’t hesitate to get back in touch if you have any further issues.“

    Komisch, dass das Problem ausschließlich bei Synth Tool stattfindet. Bei anderen Herstellern ist das alles kein Problem…. Das finde ich ungenügend!

  10. Profilbild
    Morphoder

    Wenn ich eure Kommentare hier lese könnte ich heulen. Ich versuche seit letztes Jahr eine zu kaufen und derzeit ist die Lieferzeit bei 8-9 Wochen (!) bei einem bekannten online Händler.

    • Profilbild
      lightman  AHU

      Nicht verzagen, kommt Zeit, kommt TD-3. Mir geht es ähnlich mit dem Korg NTS-1, habe ihn vor zwei Monaten bestellt, dann kam die Info, daß der Release auf März verschoben wurde. Kann man nix machen.

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