13. Mai 2019

Tobys kleine Superbooth 2019 Nachlese

Man ist ja nicht nur als Autor und Reporter auf der Superbooth, sondern auch als Synthmensch. Und demzufolge geht es hier in erster Linie um meine privaten Eindrücke. Aus Sicht des Autors für amazona.de kann ich das in einigen Sätzen zusammenfassen. Die Superbooth hat sich ihren festen Platz im Messekalender zu Recht erarbeitet. Die Bedingungen für uns und die Kollegen anderer waren im Vergleich zum Vorjahr wesentlich besser. Auch wenn, ab 13:00h die Lautstärke in den Booths merklich anzog und gescheites Monitoren von Tonaufnahmen fast unmöglich war.

Der Sauna Schlauch mit verstecktem Oberheim

Sehr schön war auch das man das Einlasskonzept noch mal verbessert hat und Besucher mit Online Tickets durch Smartdevice und Scan in Empfang genommen wurden und sich das Schlange stehen sparen konnten. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Generell hatte ich den Eindruck, dass man sich nach der letzten SB noch einmal Gedanken gemacht hat und an einigen Stellschrauben gedreht hat. Die Gastronomie und Feldküche hinter dem Westflügel und jenseits des FOH an der Agora zu platzieren, war jeden Falls eine kluge.

Innerhalb der Ausstellungsfläche war es wieder so wie in den Vorjahren das die Bigplayer mit den kleinen Firmen wieder bunt gemischt waren. Die Anordnung ist sehr sportlich und der Schrittzähler auf dem Smartphone zählt für einen Rundgang 14.865 Schritte. Was gemäß der Maxime, 10.000 Schritte sollst du tun ausreichend ist. Allerdings, eine Empfehlung an den Messeneuling, unbedingt den Lageplan der SB Aussteller holen und vorher eine Tour festlegen. Das FEZ ist in dieser Hinsicht prädestiniert für „verlaufen“.

Mittagschläfchen bei Gamechanger Audio – Die mit den dröhnenden Motoren

Was auch sehr schön zu sehen war, das sich die Hersteller schon Gedanken machen, wie sie ihre Stände attraktiv halten und trotz des knappen Platzangebotes ein Maximum rausholen. Wobei als Fachbesucher wäre ich für die Einführung von Speedtickets für alles lauter 75 dB(A).  Macht auch das Monitoren vom Ton zum Bild einfacher. ;-) Nun sind allerdings die geschlossenen Kopfhörer schon bestellt.

Was auch auffiel, das der Promifaktor bei der 2019er Ausgabe sehr hoch war. Neben den großen Namen der Branche Rossum, Smith, Döpfer uvm., waren auch viele bekannte Musiker im FEZ und tummelten sich. Dies zeigt die Superbooth wird ernstgenommen und ist angekommen. Das ist halt das Schöne an der SB, auf der einen Seite kann mit den Machern sprechen und vielleicht die eine oder andere Frage klären und kann sich mit Kollegen austauschen.

Waldorf Kyra

Oder aber die Performances von diversen Künstlern ansehen. Ein Fest ist es immer Ken Mac Beth Performances anzusehen. Oder aber KEBU, Daniel Miller, Thorsten Quäsching oder Panicgirl aka Martha Bahr. Die Spannbreite dessen was geboten wurde ist schon erstaunlich. Kleine Spitze in Richtung Musikmesse Frankfurt, so geht das und nicht gefühlte zehn Jahre hintereinander die Cordial Allstars zur Mittagszeit auf der Agora.

Lila Bass – Tief in den Magen

Der Pressebesucher war natürlich schon vorgewarnt, dass es auf der Messe einiges neues zu sehen gibt. Tatsächlich war es so, dass es sowohl bei den großen Austellern und einigen kleinen spannende und auch innovative Produkte zu sehen waren und ich nach dem ersten Messetag durchaus positiv überrascht war. Und es ist 2019 wieder für jedes Budget was dabei gewesen, vom Volca NuBass, bis zu Ehrfurcht gebietenden Maschinen wie The River. Oder Doepfer bis Herr Jalass und Marienberg. Nur um einiges rauszupicken.

Lieblings Synth

Fazit:

Sooperbooth muss man sich geben, dass ist weniger wie Messe, sondern wie Klassenfahrt auf dem Raumschiff FEZ, Abteilung Maschinenraum. In diesem Sinne wir sehen uns im nächten Jahr!

Fazit
Sehr geil, nächstes Jahr wieder!
Forum
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      TobyB  RED

      Nächstes Jahr hab ich auch mehr Zeit, ich häng noch einen Tag dran ;-)
      Der UDO hat schon imponiert. Da gibts mal nichts.

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      TobyB  RED

      Wenn du Freitag da warst, hab ich dich gesehen. Zum nette Leute kennenlernen ist die SB sooper :)

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    AMAZONA Archiv

    Synthesizer? Nebensache. Kennste einen, kennste alle. Das hat keine Prirorität für mich.
    Die SB ist für mich vorallem Treffen und Austausch mit alten Bekannten und Kollegen. Dafür ist sie perfekt. Bier und ein Würstchen noch…mehr brauch ich da nicht.

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      TobyB  RED

      Du bist mir bei Bratwurst und Bier abgegangen. Ich hab dann mit Ken ein Bier gezischt. Nächstes Jahr bist du dann fällig. Geb mir dann alle Tage. ;)

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      PULSAR

      Der Spruch ist gut: „Kennste Einen — kennste Alle“. //
      Ist ein Sägezahn von Arturia zu unterscheiden von einem von Sägezahn von Korg? //
      Wer braucht den ganzen Modul-Kram der gezeigt wurde? Wenn mein Rentenbezug in der Zukunft nicht zu klein ist, wird von dem Modular-Zeugs entweder Kistenweise oder Häppchenweise gekauft bei ebay und Co. //
      Ich habe habe vor vielen Lichtjahren Fernseher mit Bildröhre massenhaft entsorgt. Ich hatte Widerstände, Transistoren und Kondensatoren ohne Ende. Wie froh wären die Jungs heute: damit könnte man soviele analog VCO’s bauen. Rauskommen tät‘ immer: Sägezahn — naja oder ähnliches Wellenzeugs ….

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    Larifari  

    Vielen Dank für die Berichterstattung. Ich konnte nur kurz vor Ort sein und war daher über das „Vorfiltern“ durch Amazona sehr dankbar.

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    PULSAR

    Diese Verzücktheit die ich bei garnicht so wenigen jungen SB-Besuchern erlebt habe, hat mich schon umgehauen, erschreckt, ins Zweifeln gebracht. //
    Wissen die, was sie da tun/wollen? Es erinnert mich an John Cage. Wann ist der nächste Klangwechsel?
    Oder, was ist so faszinierend, wenn durch überlagern von Wellenformen rhythmische Strukturen entstehen? Ja klar, erstaunlich aufregend. Und mal gerade 290 € aus der Tasche ziehen und ins Rack damit und dann im Freundeskreis vom aufregend neuen Modul erzählen. Fragt man dann nach 2 Jahren: „Und wie läuft’s, haste das neue Modul kräftig in Gebrauch?“ > „Ja, äähmmm — welches Modul meinst Du?“ ……. //
    Kein Laden dieser Welt konnte das bieten was da auf der SB am jaulen, zirpen und kreischen war. Alles anfass- und antestbar. Besser als jeder Youtube-Film! War schon ein einmaliges Erlebnis. //
    Die FEZ-Location tat noch den (guten) Rest dazu. //
    Von den unscheinbarsten Besuchern habe ich das beste erlebt/gehört. Die Schrillen und Hippsten glänzten durch sich selbst. //
    Die Bootstour mit Dr. Motte auf der Spree war ’ne denkwürdge Nummer. Schön dabeigewesen zu sein: //
    Komme wieder — falls es SB noch geben wird. — Nicht lachen! Dachte ich von der CeBIT auch einmal.

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      TobyB  RED

      Hallo Pulsar,

      Vielen Dank für die beiden Kommentare :-) Ich finde die Superbooth beweisst, das elektronisch gemachte Musik immer noch Relevanz hat. Und bunter denn je ist. Modular erzeugte Musik hat ihre eigenen Regeln, ich verstehe auch nicht alles. Und man findet auf der SB wirklich gute Performer, neben den „Schrillen“.
      Das Fachsimpeln gehört dazu, ich hatte dieses Jahr wenig Zeit dazu, dehalb nächstes Jahr einen Tag mehr.

      Die Bootstouren und die Performances auf der SB sind mittlerweile legendär, Und dieses Jahr war von Kebu bis Daniel Miller einiges dabei. Selbst Jean Michel Jarre war auf der SB und hat mit Herrn Schneider den Eröffnungsrundgang gemacht. Den haben wir leider verpeilt ;)

      Ich denke es wird die SB noch einige Jahre geben, offentsichtlich geht doch nichts über den persönlichen Austausch.

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