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Der perfekte Soundcheck: 7 wichtige Punkte, Stage

17. Februar 2022

Wie der Soundcheck optimal umgesetzt wird

Der perfekte Soundcheck

Bevor der Gig beginnt, ist der perfekte Soundcheck angesagt

Man hat’s nicht leicht, aber leicht hat’s einen. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber im Laufe der Jahrzehnte hat sich bei mir der Soundcheck von einem anspornenden und aufregenden Erlebnis zu einem der nervigsten, aber leider auch unumgänglichsten Punkte entwickelt, die es für eine möglichst perfekte Show zu absolvieren gilt. Alle noch so ausgeklügelten Versuche, diesen Bereich mit technischen Hilfsmitteln abzukürzen oder gar abzuschaffen, entpuppten sich letztendlich als nicht umsetzbar. Nun denn, wenn auch ihr euch lieber auf die Show konzentrieren wollt und den Soundcheck und sein Umfeld so knackig und effektiv wie möglich absolvieren wollt, hier ein paar Tipps für die Praxis.

1. Der perfekte Soundcheck: Vorbereitungen

Wer sich in der glücklichen Lage wähnt, einen festen FOH (Anm. Red.: Tontechniker für die Beschallung des Publikums – es gibt auch Tontechniker, die speziell für das Monitoring zuständig sind) zu beschäftigen, der eventuell auch noch Tourleiter-Funktionen übernimmt und den Transporter fährt, hat schon mal einen großen Vorteil gegenüber den Bands, die mit einem örtlichen FOH arbeiten. Nicht dass der Örtliche in irgendeiner Art weniger Klasse besitzen würde, aber mit dem festen FOH entfällt eine Menge Kommunikation, die im Vorfeld unbedingt geführt werden muss und bei der ebenso viel falsch gemacht werden kann. Ebenso macht es einen Riesenunterschied, ob man als einzige Kapelle des Abends auftritt, einen Support hat oder ob es sich um ein Festival handelt.

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Eines der wichtigsten Punkte innerhalb einer Band, die noch nicht für jede Handlung einen Externen wie Management, Booker, Tourleiter, Backliner o. ä. beschäftigt, ist die Zuweisung des Ansprechpartners bzw. der Person, die die Band nach außen hin vertritt. Sowohl der örtliche Veranstalter, der FOH, der Lichtmischer, der Clubbesitzer und weitere Personen brauchen in der Band jeweils einen Ansprechpartner für alles, was die Show hergibt und man sollte tunlichst dafür sorgen, dass nicht alles an einer Person hängen bleibt, die nachher noch auf der Bühne stehen muss. Da die wenigsten Bands im Hobbybereich mit eigenem Tourleiter reisen, ist es hilfreich, die verschiedenen Aufgaben aufzuteilen.

Zum Beispiel ist es sinnvoll, dass ein Vertreter der Band, der auch das Booking übernimmt, sich ebenfalls um den Kontakt zum Clubbesitzer und die anschließende Abrechnung kümmert. Ein anderer in der Band übernimmt die technische Kommunikation, wieder ein anderer kümmert sich um die Logistik wie Parkbereich, Laderaum, Garderoben, Platz für den Merche-Verkauf, Einweisung der Stagehands usw.

Der perfekte Soundcheck

Damit die Show ein Erfolg wird

2. Der perfekte Soundcheck: Tech Rider

Nach außen hin wird immer sehr gerne über den Catering-Rider diskutiert, in der Realität hat aber der Tech-Rider eine vielfach wichtigere Funktion. Dieser sollte unbedingt ein Vertragsbestandteil des Gastspielvertrages sein und ebenso unterschrieben werden. Wer schon einmal in einem Club aufgelaufen ist und keine PA oder vielleicht eine 2x 100 Watt Gesangsanlage vorgefunden hat, weiß wovon ich rede.

Um den örtlichen FOH vorzubereiten, was an dem Abend auf ihn zukommt, empfiehlt es sich, Namen und Kontaktdaten zu erfragen und den FOH entsprechend zu kontaktieren. Neben der Nachfrage, ob er den Rider erhalten hat, lassen sich so auch schnell die Punkte genügend Mikrofone, Kabel, Stative, Monitoranlage etc. erfragen, wo es bis zu heutigen immer noch Missverständnisse im Sinne von „ich dachte, das bringt alles ihr mit“ gibt.

Zudem empfiehlt es sich bei eigenen Songs, dem FOH einen Link zur Website bzw. einer Seite zu schicken, auf dem er sich ein Bild von euren Songs, eurem Sound und eurer Performance machen kann. Aber nicht sauer sein, wenn der FOH sich nicht im Vorfeld schlau gemacht hat, einige Mischer interessieren sich halt für den Künstler, andere hingegen weniger.

3. Der perfekte Soundcheck: Backline

Zunächst einmal gilt es, seinen Kram zusammenzupacken und für den Transport vorzubereiten und glaubt mir, es gibt kaum einen Punkt während einer Show, wo so viele Fehler gemacht werden. Zeig mir eine Backline und ich sage dir, wer du bist. Du kannst geübt haben, bis der Arzt kommt, wenn du deine Kabel in einer Plastiktüte und deine Pedale lose in einem Jutesack transportierst, ist deine Außenwirkung nicht nur gleich null, nein, dein Handwerkzeug wird garantiert in dem Augenblick versagen, wo du es am nötigsten brauchst.

Ich kann es nicht oft genug sagen, transportiert eure Sachen zumindest in einem festen Koffer, Oma hat bestimmt auf dem Dachboden noch den einen oder anderen Samsonite Haltschalenwämmser, der hierfür geradezu prädestiniert ist. Mittlerweile gibt es auch im Budget-Bereich jede Menge einfach gehaltene Cases, die zumindest moderate Schläge und Stöße abfedern.

Ein weiterer Punkt, der sich immer wieder empfiehlt, sind Ladelisten. Einmal eine ordentliche Liste erstellen, was alles mit muss, auf die Innenseite der Proberaumtür kleben und sukzessive abarbeiten. Eine zweite Kopie auf die Ladetür des Transporters kleben und das Ganze nach der Show wieder zurück. Was ist nicht schon alles auf dem Weg hin oder zurück zur Show liegengeblieben, ganze Musikgeschäfte könnte man damit ausrüsten.

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Der perfekte Soundcheck

Der Herr der Knöpfe – „der FOH“

4. Der perfekte Soundcheck: Backline Sharing

Bei kleinen Festivals faktisch ein fester Bestandteil des Bühnenaufbaus, das Backline-Sharing. Ja, ich verstehe absolut, dass jede Band am liebsten über ihren eigenen Kram spielen möchte, aber nichts ist nerviger, als einen kompletten Changeover inklusive Boxen, Drumsets etc. auf einer Minibühne zu absolvieren und dabei das Publikum 30 Minuten lang warten zu lassen. Handelt es sich nicht um eine klassische Headliner/Support-Konstellation, sondern um eine Anzahl annähernd gleichwertiger Bands, sollte man sich im Vorfeld auf möglichst viel gemeinsam genutztes Equipment konzentrieren.

Für Gitarristen und Bassisten sollte es ein Einfaches sein, nur die Topteile zu tauschen. Eine 4×12“ für Gitarre und eine 4×10“ für Bass sollte immer irgendwo gemeinsam nutzbar vorhanden sein, wobei es sich natürlich anbietet, dass die Band, die als letztes spielt, ihren Kram aufbaut und die anderen Bands einfach ihre Topteile auf die Cabinets setzt. Hier ist die Gefahr von verschobenen Mikrofonen und falsch gesteckten oder vergessenen Kabeln sehr gering.

Bzgl. Drums gibt es natürlich deutlich größere Probleme, aber auch hier kann man mit den Standards eigene Becken, eigene Fußmaschine und eigene Snare schon vergleichsweise viel erreichen.

Es erklärt sich natürlich von selbst, dass die Drummer, die das Set der letzten Band mitbenutzen, nach der Show zusammenlegen und dem Drumset-Steller einen neuen Satz Felle bezahlen!

5. Der perfekte Soundcheck: Ankunft und Aufbau

Während man in einem Club normalerweise gegen Nachmittag ankommt und in Ruhe seinen Soundcheck erledigen kann, regiert auf Festivals immer ein immenser Zeitdruck. Für den Künstler nicht immer nachzuvollziehen, für den Promoter hingegen eines der wichtigsten Punkte überhaupt. Für jede Minute, die ein Act überzieht, bekommt ein anderer Spielzeit entzogen, denn eins ist sicher, den Headliner interessiert es nicht, wenn die Support-Bands überziehen und wer nicht rechtzeitig von der Bühne ist, dem wird der Strom abgestellt. Selbst auf Mega-Festivals wie dem Wacken Open Air befindet sich auf jeder Bühne eine große Digitaluhr und wer mehr als 1 Minute überzieht, bekommt den Strom abgestellt, egal wie groß die Namen auf der Bühne sind.

Von daher, zunächst einen Parkplatz suchen, dann den Stagemanager kontaktieren, dann ausladen und seinen Kram an dem euch zugewiesen Ort lagern, dann den Transporter wieder wegfahren und das persönliche Equipment so weit wie möglich vorbereiten. Wahrscheinlich gibt es nur einen Line-Check, bei dem der FOH prüft, ob überhaupt ein Signal durch den Kanal kommt, den eigentlichen Sound macht er erst in den ersten 2-3 Songs. Ja, es ist stressig, ja, alle sind angespannt und nein, es geht leider nicht anders.

6. Der perfekte Soundcheck

Eins vorneweg, der FOH ist euer Freund! Ja, man hat manchmal den Eindruck, die Kollegen wären etwas abwesend bei der Sache, aber der Eindruck täuscht. Im Regelfall ist es auch im Interesse des FOH, dass euer Sound so perfekt wie möglich ist, da er bei einer entsprechenden Leistung auch entsprechende Folgeaufträge erhält. Wie ein FOH seinen Job macht, ist durchaus unterschiedlich, aber nur in sehr, sehr seltenen Fällen bekommt der FOH eine Ansage vom Management des Headliners, den Sound nicht ganz so gut wie möglich zu gestalten. Von daher, konzentriert euch auf eure Performance und gebt den Technikern einen ordentlichen Vertrauensvorschuss, denn eins ist sicher, wer den FOH wegen jedem Pups anpflaumt oder seine persönliche Anspannung über ihn kompensiert, hat verloren!

7. Der perfekte Soundcheck: technische Probleme

Ich weiß, auch der folgende Rat ist ein alter Hut, aber er wird immer noch von vielen Bands nicht ernst genommen. Man sollte jeden, wirklich jeden Artikel doppelt dabei haben, seien es Instrumente, alle! Kabel, Batterien, Saiten, Verstärker, Cabinets, In-Ear-Systeme usw. oder aber Vorrichtungen, mit denen man zur Not eine Show zu Ende bringen kann. Einen Bass kann man zur Not über eine D.I. Box fahren, aber eine Gitarrist ohne Amp? Und schon ist die komplette Show vorbei!

Zur Not einen Lieblingsverzerrer mit einpacken und im Notfall freundlich bei dem Gitarristen einer anderen Band anfragen, ob man kurzfristig seinen Head nutzen darf. Je autarker ihr mit eurem Equipment seid, umso besser für euch. Des Weiteren eine Kopie aller Verträge dabei oder zumindest ein PDF dergleichen auf Dropbox oder sonst wo gespeichert immer zugänglich haben.

Der perfekte Soundcheck

Die Ruhe vor dem Soundcheck

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Fazit

Je ruhiger und realistischer ihr an einen Soundcheck herangeht, umso besser für alle Anwesenden und Involvierten. Der Soundcheck ist keine Probe, keine Diskussionsplattform und kein Schauplatz für Ego-Affentheater, sondern ein notwendiges Übel, was im Normalfall jeder möglichst knackig und routiniert hinter sich bringen möchte. Einzig die finale Show zählt, daher lohnt es sich, vor, während und nach dem Soundcheck möglichst wenig falsch zu machen.

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Forum
  1. Profilbild
    Kutscher  

    Hallo Axel sehr Konstruktiver Artikel.

    Aber bei dem Punkt das mut doch BitteLinks der eigenen Songs für den ortlichen FOH mitschicken soll muss ixh dazwischen grätschen.

    Kanns man machen, mehr als dam mal kurz durch die Songs geskippt wird mit der Erkenntnis oh ja ist ne klasische Stoenr Band etc. wird nicht passieren.

    Wenn man wirklich erwartet das sich der örtlichen FOH damit auseinander setzt sollte auch mindestens eine halbe Tagesgage überwiesen werden.

    Da ich das selbst beruflich mache, wann soll das denn stattfinden? Die Tonkollegen sind genauso lange wenn nicht länger in der Halle als die Band. Es sind meist Profis die damit ihren Lebsubterhalt verdienen und täglich arbeiten. Seblst wenn man nicht jeden Tag Bands betreut gibts ja noch Tagungen und co die auch eher einträglicher sind.
    Sprich man müsste das in der knappen Freizeit machen oder den aktuellen Job/Band vernachlässigen.

    Wie du als Profimusiker auch deinen Aufwand wir Vorbereitung und Zeit im Proberaum langfristig Monetarisieren willst, ist das für den Profi Techniker doch auch legal.
    Daher ist das sicher ein guter Rat, aber halt in der Realität wird es nicht passieren das sich ein örtlicher FOH mit jedem Song auseinander gesetzt hat.

    Oder was erwartest du?

    • Profilbild
      Axel Ritt  RED

      Hallo Kutscher

      ich persönlich kenne es nicht anders, als wenn ein neuer FOH, der mit uns das erste Mal arbeitet, sich vorher das Material anhört und seinen Mix entsprechend angleicht, sei es um bestimmte Passagen wie z. B. Pausen, Breaks etc. tonal zu unterstützen oder aber den Live Grundsound der Plattenproduktion anzugleichen. Die meisten FOH’s machen sich auch im Vorfeld Notizen, bevor es z. B. im Laufe einer Tour zur Routine wird.

      Ich persönlich halte das auch nicht für abwegig, ich bekomme mein persönliches Üben für die Proben / Shows ja auch nicht entlohnt und dennoch hat jeder (zu Recht) die Erwartung, dass ich meinen Part perfekt beherrsche.

      • Profilbild
        ctrotzkowski  

        Unbestritten dürfte sein, daß der freiwillige FOH vom Weihnachtsmarkt Sprockhövel sich die VHS Aufnahmen des Vorjahresprogramms der Seniorenband Betreutes Rocken des Stiftung-Tebarz-van-Elst Seniorenheimes „Goldene Badewanne“ nicht vor dem Gig im Detail anhören wird.

        Aber auch unbestritten ärgerlich dürfte sein, wenn man als Musiker sich nach einem wichtigen Gig die Raum-Aufnahme anhört und feststellt, daß die aufwändig geübten Solo-Passagen komplett unhörbar geblieben sind, weil der FOH schlicht nicht wußte, daß es überhaupt ein Solo in dem Stück gibt, weil ja auch alles irgendwie „ok“ klang.

        Ein zumeist ohnehin vorhandenes Demo per Mail oder Messenger-Link bereitzustellen beinhaltet ja zumindest die Chance, daß der FOH es zur Optimierung nutzen kann; und wenn er sich die Zeit nicht nehmen mochte, dann war es ja zumindest nicht viel Aufwand für uns.

      • Profilbild
        Kutscher  

        Hallo Axel,

        Ja klar befasst man sich mit der Vand mit der man zusammen auf Tour gehen will mit dem Matarial. Aber da geht es ja auch darum mehr als einen Termin vorzubereiten. Also doch eher Tour FOH als örtlicher FOH.
        Aber auch hier ein. Tag an dem man sich intensiv mit dem Arangemant beschäftigt ist ein Tag an dem keine Jobs angenommen werden können. Für Industrieveranstaltung werden auch Planungstage bezahlt. Daher sehe ich auch hier eine Entschädigung des Aufwandes für angemessen.

        Na klar bekommst du das Proben nicht direkt bezahlt. Aber deine Einnahmen wachsen mit der Marke der Band. Tantiemen Plattenverkäufe (Streamplays) und Merch landet (anteilig wenn Management und so) bei den Mitgliedern der Band. Als FOH ist man eher Dienstleister und wird pro geleisteter Einheit bezahlt. Es ist mir nicht bekannt das der Tagessatz des FOH Mannes abhängig von der Größe der Venue oder des Umsatzes etc. ist. Daher ist die Rechnung ganz einfach Zeiteinheit gegen Geld. Und man kann es sich ab einem gewissen Punkt nicht mehr leisten on Vorleistung zu gehwn, alles andere wäre auch unprofessionell.

        • Profilbild
          Axel Ritt  RED

          Hallo Kutscher

          das ist alles legitim, was du anführst, jeder soll seinen Beruf so ausüben, wie er es für richtig hält und wenn genügend Aufträge rein kommen, ist ja auch alles in Ordnung.

          Und ja, unsere Crew bekommt bei größeren Shows ein höheres Entgeld als bei kleinen Shows.

          • Profilbild
            Kutscher  

            Ich findes es sehr gut das eure Tourcrew mehr bekommt wenn ihr größere Giga spielt. Aus meiner Erfahrung ist aber so bei 600€ Tagessatz das obere Ende erreicht. Dss ist weit entfernt von den Umsätzen die bei ausverkauften Stadium Tour von Coldplay als Beispiel erziehlt werden.

            Mir geht es vor allem darum das Live Business Nachhaltig attraktiv zu behalten. Die Branchenverbände unken schon das es für die ganzen Nachzuholenden Konzerter kein Personal mehr gibt. Ja warum wohl.

            Wenn man jetzt als Lichtmann als Betriebselektriker bei Siemens arbeitet und unterem Strich mehr Freizeit und Geld hat, und regelmäßig Wochenende. Dann ist das halt deutlich angenehmer. Und die Familie zerbricht dann auch nicht mehr daran.

            Bei einem Eventdienstleister bei dem ich angestellt war gab es die Ansage wer auf Tour mitfahren will soll bitte nicht erwarten das es Überstunden gibt. (Angefallen sind die natürlich)
            Aber für irgendwen muss sich das ganze ja rechnen, und wenn dann bitte so das die Techniker und Helfer das nicht mittels Selbstausbeutung Subventionen.
            Mir ist bewusst das dee Touralltag mit den Arbeitszeitgesetzen schwer zu koordinieren ist, aber Warum eigentlich? Und selbst wenn es organisatorisch nicht geht soll dann auch genug drin sein damit man nach der Tour auch mal ausspannen kann und den Akku wieder aufladen zu können.
            Bisher gibg die Rechnung dahingehend nur fūr sehr wenige auf.

            • Profilbild
              Axel Ritt  RED

              Nichts für ungut, aber die Fans zahlen dafür Coldplay spielen zu sehen. Es sind Stars, sprich „Sterne, die am Himmel leuchten“. Damit die „Stars“ ihre Show abliefern können, brauchen sie ein gute Crew, welche dann auch entsprechend entlohnt wird. Ich meine, bei einer durchgehend gebuchten Tour ca. 18.000 € im Monat vor Steuern zu verdienen, ist meines Erachtens ein ordentlicher Batzen Geld und kann nicht damit verglichen werden, dass alleine der Merche Umsatz von Coldplay pro Show wahrscheinlich schon ein Vielfaches darstellt.

              Es bleibt letztendlich jedem selber überlassen, welchen Beruf er wählt. Einen „ordentlichen“ Technikerberuf, der im Moment mehr denn je, faktisch immer benötigt wird oder den Versuch des „Stars“, bei dem die Chance, auch nur von der Musik leben zu können, im Hunderdstel Promille Bereich liegt. Auf jede Coldplay kommen ca. 100 Mio. Bands, welche es nicht schaffen werden, von daher …

              • Profilbild
                Kutscher  

                Klar da gebe ich dir Recht. 18.000 im Monat sind ne Menge das ist keine Frage.
                Hier würde mich mal die Arbeitszeit pro Tag, und die Gigs pro Monat plus Paid Offdays intersssieren.

                Wenn ich den 24 Stundeen durcharbeite komme ich sicher auch auf ne ganze Menge Geld. Aber das ist auch gar nicht das Ziel.

                Ich wollte eher darauf hinaus dass wenn ich eine schon eine Wette eingehen soll, also Arbeit vorschießen in Form von Vorbereitungen dann wäre auch die Wette einer Gewinnbeteiligung angebracht. (Die es für die Techcrew eher weniger gibt)
                Aber da ich schon die Wette mit dem Musiker sein nicht eingegangen bin bin ich bei anderen Wetten auch eher zurückhaltend.

                Naja und die Hallenrigger und Hands bekommen auch nicht mehr nur weil die für Coldplay arbeiten. Beides braucht man aber in der Größe damit Ton Systemer FOH erst otimal arbeiten können.
                Auch das Bild vom Techniker der Auf Tour ist weil ihm der Lifestyle halt gefällt ist massiv überholt. Gerade weil der Anspruch and das Technische Können Wissen und auch Musikalische Kenntnisse auch massiv zugenommen haben. Wben weil.das Ganze halt auch massive komerzialsierte Industrie ist. Daher kann man da nur mithalten wenn man sich professionell Aufstellt und auch berechnet.
                Aber der Beginn unseres Streitgesprächws war ja. das der Tagessatz für das Konstruktive Demohören dann dem Budget das Managements oder Band doch zuviel abverlangt

  2. Profilbild
    ozzardofwhizz

    Mit will ich auch mal meinen Senf dazu geben
    ich bin bz auch schon um die 13 Jahre als Veranstaltungstechniker unterwegs und ja bei ausreichend großen und erfolgreichen Bands mag es durchaus für große gigs mehr tagespauschale geben als für kleine gigs in der konzertmasse der nur durchschnittlich erfolgreichen bands ist das as ber alles andere als üblich.
    klar ist es eine nette sache den tonleuten demomaterial mitzuschicken aber mehr auch nicht
    erstens halte ich es für wesentlich wichtiger dass ein lokaler tonmensch die örtliche raumakustik gut kennt
    zweitens muss ich zustimmen dass wer erwartet dass ein techniker sich das material anhört und soli etc rausarbeitet diesen menschen auch bezahlen sollte das ist arbeit! (ja bei 18k€ pro tag sehe ich das als abgedeckt aber das betrifft einen mitreisenden techniker dem man auch eine andere kenntnis der musik abverlangen können muss und nicht einen lokalen dem man material vorab zuschickt)
    und drittens (dafür werde ich bestimmt gegrillt) tut es mir ja herzlichst leid aber wer glaubt dass es totaaaal wichtig ist dass sich die tonmenschen das demomaterial analytisch durchhören überschätzt meiner meinung nach zu weit über 90% den klanglichen alleinstellungsfaktor seiner musik – wenn ich ein Konzert so abmische dass soli und stark dynamische passagen ohne große analytische vorbereitung verloren gehen sollte ich meine berufswahl sehr dringend grundsätzlich überdenken
    sorry

    • Profilbild
      Markiman  

      Auf welche Aussagen antwortest Du?
      Axel hat ja nur geschrieben, dass es sich empfiehlt dem FOH einen Link zu schicken über den er sich ein Bild von euren Songs, eurem Sound und eurer Performance machen kann, aber dass man auch nicht sauer sein soll, wenn dieser nicht reinhört.

      Zu erstens: das stimmt, aber das eine schließt das andere nicht aus

      Zu zweitens: auch das stimmt, wer das erwartet sollte es auch vergüten. Aber dass es jemand erwartet hat doch keiner gesagt, oder?

      Zu drittens: auch das stimmt, hat aber auch keiner gesagt.

      Meine Erfahrung ist genau die, dass sich manche FOHs (z.T sogar sehr) dafür interessieren, manche nicht. Das heißt aber noch lange nicht, dass die „Interessierten“ deshalb einen besseren Sound machen ;-)

      • Profilbild
        Kutscher  

        Ich bin da voll bei. Dir Wissen um die Raumakustik ist schon äußerst wicht wie auch Kenntniss wie sich die PA denn so verhält.

        Bei Bands die ich nicht kenne bin ich eher von Typ Steve Rat
        Sprich die Grundeinstellung muss passen. Auch ubter der Annahame das eine Band ja auch Proberaum funktioneren muss und da gibts keinen Mischer sondern das Klangbild entstehet über das Arrangement.

        Und nur wenn ih wirklich Dinge erarbeitet habe und mich auch Rūckversichern konnte das dies der Musikalischen Vision dienlich ist, greife ich drastisch ein und spiele quasi mit.

  3. Profilbild
    dr_rollo   1

    Man kann auch einem externen FOH Menschen eine Setlist an die Hand geben, die für ihn relevante Informationen enthält, wie z.B. Song startet mit Keyboards, wer Lead Vocals (bei wechselnden Sängern), Wechsel von E- auf Akustik Gitarre, wann ein bestimmter Effekt gewünscht ist, ggf. Tempo für Delays oder Tap wenn gewünscht usw. Ein ambitionierter Mischer wird so etwas gerne annehmen und nach Möglichkeiten berücksichtigen.

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