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Feature: Fodera Emporer Standard 6 & Monarch Standard 5, Bassgitarre

6. Juli 2021

Der Mythos Fodera!

Feature: Fodera Emporer Standard 6 & Monarch Standard 5, Bassgitarre

Seit über 35 Jahren kommen aus New York Edelbässe der besonderen Art. Unter Aufsicht von Vinnie Fodera und Joey Lauricella werden Instrumente gebaut, die Bassisten weltweit den Atem anhalten lassen, wenn wieder ein Bild mit der nächsten Schönheit in den sozialen Medien gepostet wird. In Internetforen gibt es dazu rege Diskussionen. Das macht neugierig. Was hat es mit Fodera auf sich?

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Angewandte Kunst und eine Legende als Lehrmeister

Unzählige Fakten und Fiktionen haben einen Mythos um Fodera erschaffen. Allein die Fertigung in Brooklyn, einem der Schmelztiegel von Kulturen aus aller Welt, ist etwas ganz Besonderes und hat ihren Anteil daran. Auch das Who is Who der Top-Bassisten, die sich dort die Hand geben, ist legendär und woanders nicht zu finden. Ein Blick auf die Geschichte zeigt, warum: Bevor Vinny Fodera mit dem Bassbau begann, studierte er Mitte der 1970er-Jahre Angewandte Kunst an der Universität von New York. Um seine Ausbildung als Gitarrenbauer zu finanzieren, jobbte er tagsüber als Kurier und Laufbursche an der Wall Street und besuchte die Abendschule. In der Ausbildung, die sich rein auf die klassische Gitarre bezog, kam er mit einem Kommilitonen ins Gespräch, der „jemanden kannte, der Bässe baut“. Wie sich herausstellte, war das kein Geringerer als der (damals schon) große Stuart Spector. Sofort versuchte Vinny, dort einen Job zu bekommen und schaffte es nach einer gewissen Zeit, mit dem Ausschneiden der Logos beauftragt zu werden. Gute Arbeit machte ihn nach und nach zu einer wichtigen Stütze des Teams, zu dem unter anderem Leute wie Ned Steinberg gehörten.

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Als Ken Smith 1980 auf Stuart Spector zukam und ihn mit dem Bau seines eigenen Bassmodells beauftragte, wurde es zunehmend eng in der Werkstatt und Vinny Fodera bezog seinen ersten kleinen Laden in Brooklyn. Dort baute er nur noch Bässe für Ken Smith. Die brachte er ihm direkt nach Manhattan, wo dieser sich um Setup und Elektronik kümmerte. Über ihn lernte er den Session-Bassist Joey Lauricella kennen. Beide erkannten schnell, wie gut sie sich als gelernter Gitarrenbauer und professioneller Bassist ergänzten und starten 1983 ihre eigene Linie. Fodera war geboren. Bereits ihr zweiter Bass, ein 5-Saiter Monarch, wurde von Tom Kennedy gekauft und schnell avancierte die Marke zum absoluten Geheimtipp der New Yorker Szene.

Im Laufe der Jahre kamen weitere Erfolgsgeschichten dazu. Schon immer wurden ihre Bässe in kleinen Stückzahlen gebaut. Der Legende nach musste man sich in den 90er-Jahren sogar bewerben, um überhaupt einen Fodera bestellen zu dürfen. Ob das wahr ist, vermag ich nicht zu beantworten, befeuerte aber den Hype um Fodera. Auch heutzutage sind die Instrumente gefragt wie eh und je. Einige Musiker reiben sich ein wenig an den tendenziell höheren Preisen. Diejenigen jedoch, die es geschafft haben, einen Fodera ihr Eigen nennen zu dürfen, bereuen den Kauf keine Sekunde lang und geben ihn in den seltensten Fällen wieder her. Was macht nun den Reiz dieser Marke aus? Was ist das Besondere an einem Fodera? Sind die Bässe wirklich so gut, wie es alle behaupten? Oder steckt dahinter am Ende nur gutes Marketing? Einen hatten wir bereist im Test, nun folgen die nächsten!

Fodera Bassgitarren – Emporer Standard 6

Feature: Fodera Emporer Standard 6 & Monarch Standard 5, Bassgitarre

Eigentlich wollte Vinnie Fodera ausschließlich Custom-Instrumente bauen. Mit der Zeit wurde die seine Popularität und Nachfrage jedoch groß, dass irgendwie eine Lösung her musste, um astronomische Wartezeiten für seine Kunden zu vermeiden. Wie viele Marken kam die Idee auf, eine günstige Serie mit Bauteilen aus Fernost zu etablieren. Unter dem Modellnamen NYC entstanden so in den 90ern eine zeitlang Bässe, bei denen die Komponenten woanders hergestellt und in Brooklyn zusammengebaut wurden. Leider war die Qualität nur bedingt zufriedenstellend, weswegen die Reihe nach einigen Jahren wieder vom Markt genommen wurde.

Die heutige Standard-Serie entwickelte sich dann aus einer Mischung aus Team-Build und „Made in Brooklyn“. Über die Aufteilung von Arbeitsschritten und dem Weglassen von Custom-Optionen konnten Bässe zu einem günstigeren Preis angeboten werden, ohne Qualitätseinbußen zu haben. Nach 4- und 5-Modellen kam 2014 der erste Standard 6-Saiter von Fodera auf den Markt. Als Grundlage nahm man das Modell Emporer, das an den klassischen Jazzbass erinnert. Für den Ton sorgt ein Korpus aus leichter Sumpfesche, ein Hals aus Ahorn, gepaart mit einem Griffbrett aus Pau Ferro. 24 Bünde, ein Stringspacing von 17,5 mm sowie die 34′-Mensur sollen für ein angenehmes Spielgefühl sorgen und die Dimensionen einer 6-Saiter kleinhalten.

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Veredelt wird das Instrument durch einen Decke aus geflammten Ahorn, die mit ihrem wunderbaren Farbverlauf von innen dunkler nach außen heller die goldene Bridge sowie die Pickups von Seymour Duncan einrahmt, die man im Modus single und parallel betrieben kann. Eine 3-Band-Elektronik von Mike Pope mit aktiv/passiv Switch und goldene Tuner samt Niederhalter runden das Instrument ab. Einziges Manko ist in meinem Augen der fehlende Matched-Headstock, auf den Fodera bei allen Instrumenten der Standard-Serie verzichtet. Ansonsten sind alle handwerklichen Arbeiten mit einer absoluten Perfektion ausgeführt, wie ich sie nur selten gesehen habe. Da der Emporer 6 Standard der erste seiner Art war und entsprechend auf allen Messen und Magazinen zur Vorführung genutzt wurde, hat man sich hier wohl besonders Mühe gegeben. Im Laufe meiner Zeit als Redakteur für verschiedene Magazine habe ich sicherlich über 500 Instrumente in der Hand gehabt und dieses hier zählt zur absoluten Spitzenklasse!

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Monarch Standard 5 Special „Madrone Burl“

Das zweite Instrument ist neueren Datums. Die Serie ist in Deutschland nur bei Thomann erhältlich und wartet mit einigen Besonderheiten auf. Unter dem Slogan „Be The Builder“ werden Custom-Builds geordert, jedoch zum Preis eines Standards angeboten. So entstehen einzigartige Kreationen, die gegenüber des klassischen Standards klanglich neue Aspekte mitbringen und so ihre eigene Stimme haben. Die Rückseite des Basses ist schnell beschrieben: Der Body besteht aus Mahagoni und weist die für das Holz übliche Maserung auf. Auch der dreistreifige Hals aus Ahorn zeigt die typischen Jahresringe, die gleichmäßig über die gesamte Länge verlaufen. Der Deckel des Elektronikfaches besteht aus schwarzem Alu und wurde passgenau in den Body eingesetzt, genau so wie die vier großen Schrauben zur Befestigung des Halses. Optisch interessanter wird es auf der Vorderseite. Das Top nennt sich „Madrone Burl“ und stammt von einem Erdbeerbaum. Burls werden fälschlicherweise oft als Wurzelholz bezeichnet, es handelt sich jedoch um die überirdisch am Stamm wachsende Maserknolle eines Baumes. Dieses Burl wirkt auf den ersten Blick nicht so spektakulär wie manch andere Edelholzdecke. Bei genauerem Hinschauen offenbart sie indes eine Vielzahl feiner Maserungen, die zwar schlicht, doch umso stilvoller daherkommen. Das helle Orange liegt farblich irgendwo zwischen Apricot und Terrakotta und harmoniert wunderbar mit der schwarzen Hardware und den Pickups.

Feature: Fodera Emporer Standard 6 & Monarch Standard 5, BassgitarreBesonders gelungen finde ich den Übergang des Tops zum Body. Hier sieht man ein dünnes Furnier aus Ebenholz, das nochmals den Hell-Dunkel-Kontrast betont und je nach Blickwinkel mal stärker, mal schwächer auffällt. Dazu passen natürlich das schwarze Griffbrett aus Ebenholz mit seinen hellen Punkten aus Perlmutt sowie der Sattel aus Messing. An der Kopfplatte befinden sich fünf schwarze Mechaniken und ein Niederhalter für die Saiten E und A. Auch hier wurde wieder auf einen Matched-Headstock verzichtet. An der Verarbeitung des Instruments gibt es nichts zu beanstanden, alle Arbeiten sind sorgfältig ausgeführt. Der Hals sitzt bombenfest in seiner Tasche, die Pickups sitzen passgenau in ihren Fräsungen und die Hardware funktioniert einwandfrei.

Fodera Bassgitarren: In einer eigenen Liga

Wichtige Kriterien sind bekanntlich Haptik und Bespielbarkeit. Mit verschiedenen Pickups, Elektroniken, Amps und Effekten lässt sich ja heutzutage im Nachhinein viel am Sound eines Basses ändern. Wie er sich beim Spielen anfühlt, bleibt dagegen eine einzigartige Erfahrung, bei der die Entscheidung über gut oder schlecht meistens bereits in den ersten Sekunden des Anspielens fällt. Ein Teil des Mythos Fodera ist die legendäre Bespielbarkeit und auch der mir vorliegende Bass bestätigt dies sofort. Die Haptik ist bei beiden Bässen vom ersten Moment an traumhaft gut, das Body-Shaping schmiegt den Bass mit wie ohne Gurt perfekt an den Körper in einer ausgewogenen Position.

Die wunderbar flache Saitenlage ohne Schnarren von Werk ist ideal für Finger und Slapping. Bei meinem Monarchen nutze ich aber auch regelmäßig das Plektrum, was mit einer kleinen Anpassung der Saitenhöhe dann auch perfekt klappt. Überhaupt ist die Bridge sehr besonders, bietet sie doch viele Möglichkeiten der Einstellung in alle Richtungen, um sein perfektes Spielgefühl zu finden. Das Prunkstück eines Fodera ist jedoch der Hals. Jede Lage ist bestens erreichbar und fühlt sich außerordentlich angenehm unter den Fingern an. Das mag am asymmetrischen Profil liegen, das in den tiefen Registern ein flaches C beschreibt und auch ein rustikaleres Zupacken erlaubt. In den mittleren Lagen wird es dann immer schlanker und im Bereich des 12. Bundes in einem D-Profil mündet. Während der Monarch 5 eine sehr angenehme Dicke hat, die an einen klassischen Jazzbass erinnert, ist der Emporer 6 insgesamt etwas flacher gehalten, was dem breiterem Griffbrett ungemein gut tut.

Generell muss man sagen, dass der 6er sich genauso gut spielen lässt wie der 5er, wirklich beeindruckend! Genau so tragen die Bundierung sowie das optimale Stringspacing von 18,5 mm bzw. 17,5 mm ihren Teil dazu bei, dass man sich auf den Bässen sofort zu Hause fühlt. All das führt dazu, dass der Spieler zu einem besseren Instrumentalisten (nicht Musiker!) wird. Jeder Lauf, jede Artikulation, jede Nuance lässt sich gefühlt einen Tick leichter und genauer ausführen als auf allen anderen mir vergleichbaren Instrumenten – und das sind sehr viele! So wundert es nicht, dass viele auf technische Details spezialisierte Spieler wie Victor Wooten, Matt Garrison oder Janek Gwizdala auf die Marke zurückgreifen. Virtuosität ist damit kein Hexenwerk mehr! Dass Monarch und Emporer auch unplugged eine sehr gute Resonanz mitbringen muss, versteht sich von selbst. Jeder Anschlag ist mit seiner Vibration über das gesamte Instrument zu spüren und liefert sofort Feedback an den Spieler.

Fodera Monarch – Ein edler und spezieller König

Mit diesem großartigen Spielgefühl geht’s nun an diverse Amps und Boxen. Als ersten nahm ich mir den 5-Saiter vor. Die verbauten Pickups des Monarchen kommen von Aguilar und tragen den Namen „Super Double“. Sie sind mit Alnico V Magneten bestückt und in der 70er Position eines Jazzbasses angebracht. Schon im passiven Zustand sind die typischen Sounds eines Fodera zu hören: Der Bass klingt harmonisch, obertonreich und komplex. Im Unterschied zu den sonst gängigen Pickups von Seymour Duncan wirken die Aguilar Super Double deutlich offener und spritziger, was mir persönlich gut gefällt. Das Mahagoni sorgt für einen runden und unaufdringlichen Basston mit leicht betonten Mitten und weichen, singenden Höhen.

Dazu hat der Bass Sustain ohne Ende! Beide Pickups sorgen für einen voluminösen und räumlichen Ton, der genau die richtige Mischung aus Offenheit und Definition darstellt. Die Höhenblende greift sanft in den Klang ein und ist mit einem eher dezenten Regelweg ausgestattet. Dadurch sind schnell und unkompliziert tolle Sounds abrufbar, ohne Angst haben zu müssen, den Sweet-Spot wieder zu verlieren. Während der Hals-Pickup schön leicht kehlig, tief und warm klingt und bei geschlossener Tonblende sofort Assoziationen von Motown bis Memphis Soul aufleben, kommt der hintere Pickup mit einer guten Portion Attack daher. Die Kombination aus doppelter Spule, 70er Position und Mahagoni sorgt dafür, dass der Ton nie zu dünn oder nasal klingt, sondern immer genug Fundament aufweist. Klasse! In der Mittenstellung beider Tonabnehmer ist dann die typische Auslöschung der Mitten zu konstatieren, die dem Bass sehr gut steht, da er mehr als genug mittlere Frequenzen liefert. Alleine mit den drei Grundsounds und der Höhenblende lassen sich wohl die allermeisten musikalischen Situationen im Bereich Rock/Pop, Funk, Soul, R&B, Jazz und Blues abdecken.

Feature: Fodera Emporer Standard 6 & Monarch Standard 5, Bassgitarre

Mit der Elektronik von Mike Pope steht es dem Spieler offen, sich den fabelhaften Grundklang entsprechend zu formen. Die Frequenzen und Regelwege sind musikalisch gewählt und bringen die in der Praxis benötigten Frequenzen nach vorne. Gerade beim Slappen erzeugt die Mittenstellung beider Pickups mit etwas Boost in Bässen und Höhen ein richtig tightes und knalliges Klangbild, das sich stilistisch zwischen Graham und Wooten ansiedelt – so außergewöhnlich das klingen mag! Aber auch in die andere Richtung ist alles möglich: Bei geschlossener Tonblende (die im aktiven Betrieb weiterhin funktioniert), Hals-Pickup und einem Cut in den Mitten wird es richtig tief und erdig. Ein Kontrabass ist da nicht mehr weit entfernt und der Walking-Bass swingt von alleine. In der Praxis macht der Bass vor allem eines: Spaß.

Von Swing über Latin Jazz, Blues, Funk bis zum Mainstream Pop/Rock gibt der Fodera mit seinem über alle Lagen homogenen Sound eine tolle Figur ab. Er sitzt unaufdringlich gut im Mix, verletzt nie das Ohr durch ungewollte Spitzen im Klang und ist dank seiner enormen Dynamik mit dem richtigen Einsatz der Finger sehr wandelbar. Bei dem komplexen Klangbild geht die Wahl eher zu einem neutralen Amp, der die vielen Farben im Ton widerspiegeln kann. Natürlich funktioniert der Bass aber auch gut mit einer Röhre. Persönlich würde ich diesen Monarch mit einer hochwertigen DI-Box kombinieren. Im aktiven Betrieb bei leicht angehobenen Bässen zaubert man wohl den meisten FoH-Technikern und Tonmeistern schnell ein Lächeln ins Gesicht. Alles in allem ist die Kombination aus toller Optik, phänomenaler Bespielbarkeit und praxisnahem Sound ein extrem  gutes Gesamtpaket. Müsste ich es kurz und bündig auf einen Punkt bringen, würde ich den Monarchen als einen gezähmten Jazzbass Plus zwischen den Klassikern aus 1960er und 70er bezeichnen. Meine Mitmusiker, allesamt natürlich keine Bassisten, waren ebenso sehr angetan von diesem Instrument.

Der perfekte Allrounder unter den Bassgitarren

Im Vergleich zum Monarchen kommt der  Emporer Standard 6 klanglich nüchterner und neutraler daher. Die leichtere und weniger dichte Sumpfesche sorgt für mehr Attack und Knurren im Ton, das Griffbrett aus Pau Ferro lässt die Höhen weicher erklingen. Die Pickups von Seymour Duncan haben einen etwas komprimierten Sound, was dem Instrument viel Definition und Tiefe verleiht, dafür aber an Dynamik nimmt. Im direkten Vergleich mag das vielleicht langweiliger klingen, in der Band hat der 6er jedoch die Nase vorn. Auch wenn beide Bässe grundsätzlich ähnlich klingen, so wirken sie im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten doch recht unterschiedlich. Während man beim Monarchen immer das Gefühl hat, ein Rennpferd unter sich zu haben, das gezähmt werden muss, sorgt der Emporer für ein perfekt entspanntes Spielgefühl. Egal welcher Pickup, ob single oder parallel, ob aktiv oder passiv, mit EQ oder ohne, der Bass ist einfach immer gut zu hören im Mix, ohne dass er sich aufdringlich in den Vordergrund drängt. Die hohe C-Saite bindet sich nahtlos in das Klangbild ein und natürlich lassen sich damit musikalisch einige sehr interessante Dinge anstellen. Der Emporer 6 ist einfach ein perfektes Arbeitstier für den Bassisten, der mit einem Instrument alles abdecken möchte. Der zuverlässige Sound und das tolle Spielgefühl sorgen dafür, dass man sich wirklich auf die Musik konzentrieren kann.

 

Fodera Bassgitarren – der Klang in der Praxis

Sich zwischen einem der beiden Instrumente zu entscheiden, würde mir persönlich sehr schwer fallen. Der Monarch 5 bringt mit seiner Holzkombination eine besondere Note mit sich, die man entweder mag oder nicht. Sein komplexes Klangbild kann Fluch oder Segen sein, richtig eingesetzt hat der Bass aber einen einzigartigen Charakter mit hohem Wiedererkennungswert. Der Emporer 6 ist wiederum ein extrem gutmütiger Zeitgenosse, der mit hohem Komfort und einem allgemeintauglichen Sound einfach immer passt. Was man lieber hat, ist am Ende eine  philosophische Frage. Verarbeitung, Haptik und Klangkultur bringen beide auf dem höchstem Niveau mit, beim Sound wiederum tönen die verschiedenen Hölzer. Was will man mehr?

Für die Klangbeispiele habe ich auf die aktive Klangreglung verzichtet, um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Zuerst hört man den Emporer 6, danach den Monarch 5. Auf beiden Bässen sind jeweils Nickelsaiten von Fodera aufgezogen. Aufgenommen habe ich über eine aktive Tube-DI-Box von WRA, die klanglich etwas die Obertöne glättet, ansonsten aber den Sound nicht wesentlich verändert.

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Fazit

Fodera ist und bleibt eine Klasse für sich. Die Haptik und das Spielgefühl sind außergewöhnlich und setzen Maßstäbe. Man hat das Gefühl, dass jede Technik auf ihren Instrumenten etwas einfacher und flüssiger auszuführen ist, einen Effekt, den ich noch nirgendwo anders gefunden habe. Auch beim Thema Sound bleibt Fodera seiner Linie treu. Wer einmal mehrere Bässe der Marke gegeneinander anspielt, kann sofort hören, wie unterschiedlich sie durch ihre verschiedenen Hölzer klingen. Allen gemein ist jedoch ein dynamisch-definierter Sound mit runden Bässen und singenden Höhen. Extrema oder Pegelspitzen sucht man vergebens. Trotzdem sind die Bässe nicht charakterlos und haben durchaus ihre Portion Mojo im Sound. Es ist alles nur etwas subtiler und feiner. Wer nach einem Bass mit einer einzigartig guten Bespielbarkeit und dem speziellen Klangbild sucht, wird nur bei Fodera fündig. Und genau das lässt viele Bassisten aus aller Welt seit nun über 35 Jahren von diesen Instrumenten träumen … Der Mythos lebt!

Plus

  • perfekte Verarbeitung
  • herausragende Bespielbarkeit
  • man hört und fühlt wirklich das Holz

Minus

  • keine Optionen beim Standardmodell

Preis

  • ab 5.000,- Euro
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