Green Box: Korg 01/W FD Pro X, 01R/W, 03R/W, 05R/W

15. August 2010

Die Korg M1 Nachfolgerin

Ein wenig Korg-Workstation Geschichte

Nach dem großen M1-Erfolg war es fraglich, ob KORG mit etwas Ähnlichem nachziehen könnte. Dass das in der Form der sagenhaften Korg 01/W-Serie wiederum der Fall sein würde, konnte nicht unbedingt erwartet werden. Aber der Erfolg der 01/W-Serie belehrt uns eines besseren. Von verschiedenen Magazinen ausgeschriebene Bestenlisten der Leser dieser Magazine tauchte die Korg 01/W bzw. Korg 01/W FD mehr als nur einmal unter den Top-Ten auf, ja wurde sogar des öfteren als bester Synthesizer eingestuft. Aber was ist so besonders an dieser merkwürdig bezeichneten Workstation?

Ist doe Korg 01/W eigentlich überhaupt der tatsächliche M1-Nachfolger. Um letztere Frage vorweg zu beantworten: eigentlich nicht. Laut KORG ist die X 3 der definitive M1-Nachfolger, denn während die 01/W-Serie angeboten wurde, war die M1 bzw. M1 EX und dessen Expander nach wie vor erhältlich gewesen. Andererseits ist die 01/W nichts weiter als ein technologisch ausgebautes System, welches doch auf der M1 basiert. Da wären alle die Komponenten zu nennen, die auch schon die M1 berühmt machten: Tonerzeugung – jetzt 16/32-stimmig statt 8/16-stimmig -, da wären die zwei studiotauglichen Effektprozessoren und natürlich auch der eingebaute leistungsfähige Sequencer. Das oft gewünschte Diskettenlaufwerk ist sogar bedacht worden – mit einem eigenen Modell, der Korg 01/W FD. Die Tonerzeugung ist überarbeitet worden und nennt sich nunmehr AI2-Synthese.

In der Korg 01/W Serie stehen nicht nur mehr Samples im nunmehr sechs MByte großem ROM bereit, nein, sie sind sogar noch qualitativ zum Teil erheblich verbessert worden. So hat man 254 verschiedenen Wellenformen/Multisamples ins ROM gebrannt, wobei neben den komplexen Samples auch einfache Wellenformen vorhanden sind (Sinus, Sägezahn, Rechteck, Pulswellen mit verschiedenem Tastverhältnis usw.), wie auch die aus der M1 und dem DW-8000 bekannten DWGS-Wellenformen. Dazu gesellen sich noch satte 118 Schlagzeugklänge. Alles lässt sich durch 2 MByte-PCM-Karten erweitern, wovon sich schon einige im Angebot befinden (sind übrigens kompatibel zu den PCM-Karten der WAVESTATION SR). Doch sehen wir uns zunächst die Äußerlichkeiten ein wenig näher an:

Die überarbeitete äußerliche Gestaltung lässt die Korg 01/W elegant und zeitlos aussehen. Das Design ist noch „windschnittiger“. Leider ragt die Tastatur über die seitliche Gehäusekante hinüber – für mich immer wieder ein optisches Ärgernis (besonders beim ENSONIQ ASR-10!) – ist aber wohl Geschmackssache. Die Tastatur ist anschlagsdynamisch und umfasst 61 Tasten. Monophone Druckdynamik ist natürlich auch vorhanden, wobei man von einer wirklich professionellen Maschine vielleicht auch polyphone Druckdynamik hätte erwarten können. Aber da gibt es noch viel kostspieligere Instrumente mit „nur“ monophoner Druckdynamik (WALDORF WAVE, YAMAHA VP1).

Die Bedienung erfolgt über nur wenige Bedienelemente. Die Intuition bei der Klangformung wird durch die (zumindest der deutschen) Bedienungsanleitung nicht unbedingt gefördert. Aber wenigstens hat man am Display gearbeitet und ein großes hintergrundbeleuchtetes grafikfähiges Display eingebaut. Pitchbending und Modulation wird von dem für Korg typischen Joystick aus gesteuert, welcher sich recht angenehm bedienen lässt. Zwar gibt es immer wieder Rufe nach den guten alten Rädern, andererseits lässt sich hier mit einer Hand einfach und effektiv zweidimensional arbeiten – Geschmackssache. Rückseitig befinden sich die Card-Schlitze für jeweils eine PCM- und eine Programmkarte. Das Netzkabel ist abnehmbar, die MIDI-Drillinge sind eingebaut und weitere Spielhilfen sind anschließbar (ein mal fest ein Sustainpedal und zwei weitere frei programmierbare Buchsen für Fußschalter und -pedale). Das Audiosignal gelangt entweder über die Phones-Buchse in den Kopfhörer oder über die vier Audioausgänge (entweder als Stereoausgang oder als vier

Die Tonerzeugung

Die Korg 01/W verfügt über 32 Oszillatoren, welche sich aus dem oben bereits beschriebenen Sample-ROM bedienen. Sie können entweder als Singlesounds konfiguriert werden (dann 32-stimmig) oder auch gedoppelt werden, wobei die Polyphonie sich dann auf 16 Stimmen reduziert. Eine Besonderheit der 01/W ist das Waveshaping. Aus einer Liste von 60 verschiedenen Möglichkeiten kann per Waveshaping-Hüllkurve der gewählten Wellenform Harmonien hinzugefügt werden. Mit der Waveshaping-Funktion sind auch resonanzähnliche Effekte erzielen, denn der VDF (Variable Digital Filter) der 01/W-Serie bietet keinen Resonanzparameter an. Und durch diesen VDF gelangt das Signal, um über den Verstärker durch die zwei wahlweise in Serie oder parallel schaltbaren Effektprozessoren zu gelangen.

Sowohl für Oszillator (OSC), Waveshaping (WS), Filter (VDF) und Verstärker (VDA) stehen Hüllkurven zur Verfügung. Die Modulationsmöglichkeiten erweitern sich natürlich noch durch die LFOs und den Spielhilfen. Nicht ganz ohne ist der Effektteil, denn hier haben wir gleich zwei unabhängige Effektprozessoren mit jeweils 47 verschiedenen Algorithmen. Hier finden wir neben den gängigen Hall- und Echoprogrammen auch Chorus-, Exciter-, Enhancer-, Flanger-, Distortion-, Phaser-, Rotary-Speaker-, Equalizer- und auch Kombinationseffekte. Die Auswahl an Effekten ist breit gefächert und deren Audioqualität professionell. Ohne Zweifel bietet die 01/W-Serie alle klanglichen Möglichkeiten für jedweden Einsatzbereich – ob im Studio, auf der Bühne, für den Techno-Freak oder den Alleinunterhalter. Für jeden ist etwas dabei.

Weitere Features der Korg 01/W

16-fache Multitimbralität, 16-Spur-Sequencer mit 7000 Noten Speicherkapazität. Die Begrenzung der Speicherkapazität liegt in der Tatsache begründet, dass bei der 01/W die Daten auf RAM-Karten gespeichert werden müssen (kein Diskettenlaufwerk) und halt nicht mehr Daten auf eine solche passen. Der Sequencer kann diese Daten aber in 10 Songs und 100 Patterns verwalten. An Klangprogrammen fasst die 01/W 200 Klangprogramme (Programs) und 200 Programmzusammenstellungen (Combinations). Über zahlreiche Softwaretitel lassen sich pro Karte jeweils weitere 200 Programs samt 200 Combinations dazuholen. Natürlich können auch eigene Kreationen auf RAM-Karten bzw. im internen Speicher abgelegt werden. Alles in allem hat man mit der 01/W-Serie alle Kritikpunkte der M1 berücksichtigt: grafikfähiges Display, doppelte Stimmenzahl und im Falle der 01/W FD das Diskettenlaufwerk. Der Sequencer ist noch leistungsfähiger, und es ist sogar möglich, die Korg 01/W GM-kompatibel zu programmieren.

Angesichts der nunmehr immer häufiger auftauchenden Stimmenzahlwunder (ROLAND JV-1080 oder auch das KORG X 5 DR) mit ihren 64 Stimmen und teilweise noch mehr (OASYS mit über 100 Stimmen), dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, bis eine stimmenmäßig aufgerüstete Version der 01/W-Serie erscheint, denn angesichts komplexer Kompositionen können 16 Stimmen im häufig verwendeten Double-Modus schon sehr knapp sein. Aber in der Regel sind mehrere Klangerzeuger vorhanden, so dass sich dieses Problem relativiert. Die Möglichkeiten und vor allem die nicht nur dadurch resultierende Klangqualität haben viele Musiker überzeugt, und so hat sich die 01/W-Serie in all jenen Studios festgesetzt, in denen früher mal die Verkaufshits YAMAHA DX 7, ROLAND D-50 oder KORG M1 standen. Ein Klassiker zu Lebzeiten – ohne Zweifel.

Man darf aber nicht verschweigen, dass die Programmierung der Korg 01/W-Serie nicht in Sekunden erfolgt und die Intuition bei der Klangfindung leider des öfteren auf der Strecke bleibt. Auch ist das Fehlen des Resonanzparameters des VDF ein Manko, gibt es doch bereits seit dem (ROLAND D-50 (1987!) schon sehr gute digitale Filter. Vielleicht wären das ja die Kritikpunkte, die in der nächsten Workstation-Generation von KORG ihre Berücksichtigung finden werden.

Korg 01/W FD (1992)

Entspricht dem 01/W, jedoch zusätzlich mit Diskettenlaufwerk und erhöhter Sequencer-Kapazität (jetzt bis zu 48.000 Noten). Spätere Serienversionen sind zudem SMF-kompatibel. Ältere 01/W FD können mit dieser Option nachgerüstet werden. Die 01/W FD kann schon heute als der vom Verkaufserfolg her gesehene Nachfolger der M1 angesehen werden und ist zu Lebzeiten schon ein Klassiker unter den Synthesizern. Seit 1994 wird nur noch die 01/W FD (und PRO bzw. PRO X) angeboten. Die 01/W ist also aus dem Angebot verschwunden, was wohl auf das fehlende Diskettenlaufwerk und die mittlerweile kostengünstigeren Alternativen 05 R/W und X 5 DR zurückzuführen ist, welche ja prinzipiell bis auf das Waveshaping die Möglichkeiten der 01/W anbieten. Bleibt noch zu erwähnen, welches der FD-Version eine Diskette mit den Werkssounds beigelegen hat, leider ein Teil, welches bei einem Gebrauchtkauf häufig fehlen dürfte.

Korg 01/W PRO (1992)

Entspricht dem 01/W FD mit einer nicht gewichteten 76er-Tastatur. Der Sample-Speicher wurde von 6 auf nunmehr 10 MByte ROM erweitert, so dass noch mehr Klangmöglichkeiten in der Standardversion zur Verfügung stehen. Wahrscheinlich dürfte es sich bei den vier zusätzlichen MByte um Samples aus der PCM-Card-Serie zur 01/W handeln, so dass grundsätzlich jeder 01/W die Wellenformen des 01/W PRO zur Verfügung stehen. Von der Ausstattung her ist die 01/W PRO der Nachfolger des T 2 EX.

Korg 01/W PRO X (1992)

Das Flaggschiff der 01/W-Reihe entspricht technisch dem 01/W PRO, wurde jedoch in das T1-Gehäuse eingebaut und besitzt demzufolge auch eine gewichtete 88er-Tastatur! Der 01/W PRO X wiegt stolze 36 kg. Das edle Design, das Gewicht und die technische Ausstattung lassen kaum erahnen, dass vor nur 10 Jahren mit dem TRIDENT MK II ein über 1000,- DM teureres Modell erschienen war, welches die Möglichkeiten dieses Gerätes nicht einmal andeutungsweise darzustellen vermag. Hier haben wir wieder ein Beispiel dafür, wie schnell der technologische Fortschritt uns eingeholt hat. Einerseits hat der Musiker von heute die Qual der Wahl aus den zahlreichen hochwertigen Klangerzeugern und allen erdenklichen Formaten und Preisklassen, andererseits ist es noch nie so einfach gewesen, mit wenig Equipment studiotaugliche Aufnahmen herzustellen. Vor 10 Jahren sah das noch ganz anders aus.

Korg 01 R/W (1992)

Der Expander (2 HE) der 01/W wird in typischer KORG Bauart (WAVESTATION A/D, M1R) mit abschraubbaren Rackwinkeln geliefert. Eine gute Idee, will man im kleine Heimstudio sich nicht ständig an den Rackwinkeln des einzigen Rackgerätes die Arme aufschlitzen. Außerdem ist das dann auch optisch schöner anzusehen – mitgedacht! Der Funktionsumfang und die Möglichkeiten entsprechen exakt denen der 01/W.

Korg 03 R/W (1992)

Die kleinere Version der 01 R/W ist ebenfalls im Rackformat (1 HE) erschienen. Es lassen sich ebenfalls die Rackwinkel abschrauben. Was hat sich verändert? Nun, zum einen ist das Display nur noch zwei mal 16 Zeichen groß und nicht grafikfähig, zum anderen haben sich die Bedienelemente auf wenige Miniaturdrucktaster reduziert. Der Lautstärkeregler des 03 R/W ist genauso groß im Durchmesser, wie die darunter liegende Kopfhörerbuchse. Es ist alles halt ein wenig kleiner. Entgegen der noch kleineren 05 R/W sind hier noch die PCM- und Programmdatenkartenschächte vorhanden, so dass sowohl Programme als auch Wellenformen grundsätzlich unbegrenzt nachgeladen werden können. Besonders lobenswert ist die Option, mit dem RE1 einen separaten Programmer anzuschließen.

Für den Programmer ist eigens eine Remote-Buchse vorhanden, so dass die MIDI-Schnittstelle nicht unnötig belastet wird. Gegenüber der 01 R/W fehlt in der Tonerzeugung das Waveshaping und auch ist das Sample-ROM um ein MByte kleiner (40 MBit = 5 MByte). Das 03 R/W ist speziell als General-MIDI-Expander konzipiert worden. Dafür sind eigens 128 Klänge und ein Drumkit im ROM-Bereich der 03 R/W gespeichert. Im RAM-Bereich können 100 eigenen Programs und 100 Combinations gespeichert werden. Außerdem können zwei weitere Drumkits programmiert werden. Auf entsprechenden RAM-Cards (SRC-512) lassen sich dann nochmals 200 Programs und 200 Combinations speichern.

Das Modul ist 32-stimmig, 16-fach multitimbral und bietet im Wesentlichen alle Möglichkeiten der 01/W-Serie an. Alles in allem ist insbesondere mit der Fernbedienung RE 1 eine kostengünstige Alternative zur 01/W erschienen, welche zudem bedienbar ist (entgegen beispielsweise der 05 R/W bzw. X 5 DR) und auf dem Gebrauchtmarkt preiswert zu erstehen ist. Letztendlich ist es die preiswerteste Möglichkeit überhaupt, den Klangvorrat per PCM- bzw. Programmdatenkarten zu erweitern, denn diese Möglichkeit ist ja bei den o. g. Halbrackmodulen nicht gegeben. Seinerzeit bestand das Absatzproblem allerdings im recht hohen Preis des Programmers RE1. Das Paket 03 R/W plus RE1 war dabei nur unwesentlich preiswerter als eine 01 R/W.

Korg 05 R/W (1993)

Halfrack-Modul mit der Tonerzeugung des 01/W, jedoch ohne Card-Schächten. Die Features: 6 MByte Sample-ROM bei 32-stimmiger Polyphonie, zwei Effektprozessoren, sowie ein Hostadapter (vgl. YAMAHA TG 100) zeichnen dieses Gerät aus. Das Gerät arbeitet wie alle Geräte der 01/W-Serie mit der AI2-Synthese. Es ist General-MIDI-kompatibel. So sind neben den obligatorischen 128 GM-Klängen samt 8 Drum-Kits über 100 verschiedene Schlagzeugklänge abrufbar. Die Speicherorganisation umfasst 100 Einzel- und 100 Kombinationsprogramme, so dass klanglich reichlich Material abrufbar ist. Der GM-Spezifikation entsprechend ist der 05 R/W 16-fach multitimbral. Das Ganze befindet sich in einem handlichen Gehäuse von gerade mal 1100 Gramm Gewicht, entbehrt dafür allerdings einer guten Benutzerführung, insbesondere dann, wenn man in die Tiefen des Moduls vorzustoßen gedenkt. Aber dies ist grundsätzlich ein Problem dieser kleinen General-MIDI-Halfrackmodule. Seit 1994 wird die 05 R/W mitsamt 300 Klängen auf Diskette (für Atar ST) auf dem deutschen Markt verkauft und schließlich erschien die Keyboardversion in Form des kompakten X.

UPDATES

Korg 01/W FD M (1993)

Entspricht dem 01/W FD, ist jedoch in der Lage, Standard-MIDI-Files zu lesen. Alte 01/W FD können nachgerüstet werden. In der Regel dürfte die Mehrzahl der als 01/W FD angebotenen Synthesizer mit dieser Nachrüstung ausgestattet sein.

Korg 01/W FD UP (1993)

Standard-MIDI-File-Option für den 01/W FD. Seriengeräte der 01/W FD ab 1993 sind bereits mit diesem Feature ausgestattet (= 01/W FD M). Die Preisspanne versteht sich ohne/mit Einbau.

Der Korg 01W/FD on YouTube

Forum
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    studiodragon  

    Die Seiten von Synrise.de wahren wirklich sehr interessant, habe da oft Stunden lang drin rumgestöbert.
    Sonst zu dem Korg 01 FWD der war auch schon in meinem Studio, wirklich ein sehr gute Synth von den Tasten bis zum Sound.
    Der wurde dann leider irgendwann doch eingetauscht gegen einen Quadrasynth von Alesis …

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      AlterSack

      Ich habe damals den 01/w pro neu gekauft, ewig als Alleskönner auch live benutzt. Die sehr guten Programmiermöglichkeiten das Teil als bequemen Master mit Rackteilen einzusetzten sind hier leider nicht erwähnt. Das Arrangement habe ich vor einigen Jahren gegen einen Motif7 ausgewechselt, der jetzt alles alleine macht. Soundprgrammierung und Einsatz als Master ist beim Yamaha im Vergleich nach meinem Geschmack ein Krampf, der Sound freilich qualitativ meilenweit überlegen. Den Korg habe ich aber immer noch.

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        AlterSack

        Ha, das habe ich 2011 geschrieben. Heute bin ich bei Kurzweil…. hätte ich damals im Musikgeschäft stattdessen den K2000 genommen (wie vom Verkäufer empfohlen) hätte ich mich musikalisch wahrscheinlich weiter entwickelt als mit dem 01/W… das war keine gute Entscheidung. Das erkenne ich jetzt erst, nachdem ich vor einigen Jahren einen K2 gekauft hatte.
        Ich habe geschrieben „die sehr guten Programmiermöglichkeiten“. Okay… er war recht einfach zu programmieren, weil es eben nicht so viele Optionen gab. Eigentlich ist er ziemlich eingeschränkt. Auch der Sound ist ziemlich eingeschränkt. Ich würde heute keinen mehr haben wollen.

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    homeboy

    Die M-1 war früher meine erste Workstation und wollte sie eigendlich nie wieder
    hergeben…hab ich dann aber leider doch gemacht ! Nun ist ja die Zeit der VSTi´s ,
    da habe ich die M-1 nun auch, aber ich wollte wieder ein bisschen zurück zur Hardware , darum habe ich mir in der Bucht für lächerliche 80,- eine Korg M3/R & eine Korg 03R/W zugelegt ! Beides für 80.- Euro , nicht zufassen !
    Und….die Hardwareversion der Korg M3R klingt doch um einiges druckvoller als die M-1 VSTi Version. Fazit : Diesmal behalte ich sie !!
    Ich lasse beide auf einem Midikanal laufen mit jeweils einer Combi …was für ein Sound !

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    rauschwerk  

    Übrigens: die 01/W (inkl. ihrer sub-Versionen) verfügt über 48MB Sample-Speicher, aus dem die jeweiligen Wellenformen (Sounds) entnommen werden können und Korg-typisch zu PRG und/oder Combi’s verarbeitet werden können. Die physikalische Grösser von 48MB konnte später nicht mal von Trinity (24MB) und/oder Triton (32MB) Series überboten werden können. Die X3/R (tatsächlicher Nachfolger der M1 = 4MB), sowie die oft zitierte X5D/DR verfügten hingegen über 6MB (X3) sowie 8MB (X5) Sample-Data. Die 01/w ist in meinen „Ohren“ nach wie vor eine echte Geheimwaffe, was Flächen/Pad-Sounds, Sphäres, etc. angeht. Angesicht der aktuellen Gebrauchpreise sollte man (sofern man auf synthetische Soundscapes ala Michael Cretu’s „Enigma“ steht) auf jeden Fall zuschlagen ! … Grüsse aus Bremen.

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      Rapture

      Du irrst Dich. Die 01/W Serie hatte 48MBit, nicht -Byte… somit durch 8 = 6 Megabyte, also soviel wie die X3. Die Korg X2 hatte 64mBit = 8Megabyte.

      Ich kann aber nochmal in meinem alten 1993er Korg Infoheft nachschauen nach den genauen Megabit-Angaben. Ich dachte, die 01 Serie hatte von haus aus ebenfalls 64mBit.

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      Tyrell  RED 111

      Rapture hat Recht. Korg hat damals mit dem Trick Mbit statt Mbyte anzugeben, den User böse reingelegt ;-)

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    monophase

    Vielleicht weiß jemand Rat: Ich habe meine 01W/FD nach über 20 Jahren verkauft. Etwa 10 Jahre davon habe ich Disketten vollgeschrieben mit Sequenzer-Songs und den Rest der Zeit es nur noch als Masterkeyboard genutzt. Welche Möglichkeit habe ich diese Songs auszulesen, ohne mir wieder eine 01W/FD kaufen zu müssen? Kann mann vielleicht ein externes FD an eine 01/R hängen? Bin dankbar für jeden Gedanken!

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      TobyB  RED

      Hallo Monophase,

      du müsstest gucken in welchem Format die Disketten sind. Ich hatte bei einer T3 ein ähnliches Problem. Ich habs mit Hilfe der u.g. Threads lösen können. Anschliessend habe ich das Floppy LW gegen einen USB-Stick/Speicherkarten Floppy Emulator getauscht. Damit du die Daten dann weiter verarbeiten kannst, brauchst du ein Programm, was die Daten versteht, ich weiss nicht ob die Songs im Standard Midiformat gespeichert werden. Ich hoffe auf Standardmidifile mit Korg Sysex angereichert.

      http://www.....1w.503349/

      http://for.....6&

      Ich meine das die 01r/w keine Anschlüsse für externe LW hatte. Und vermutlich willst du nur die Daten retten? Lies dir erstmal die Threads durch. Vielleicht hilft das?

      Grüsse ToB

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        monophase

        Die Daten möchte ich natürlich gerne Retten, auch wenn es ’nur‘ die Midi-Daten wären. Per Midi-Dump habe ich vor Jahren, damals noch am PC, SysEx-Daten angelegt. Das war nur ein einseitiger Versuch, den ich nicht weiter verfolgt habe. Genial wäre ein Midi-Import -letztenendes- nach Logic. Ich lese erst einmal Deine Empfehlungen nach. Meine Idee mir einen 01w/R zuzulegen, ist dann erst einmal aufgeschoben.
        Herzlichen Dank, TobyFB!

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          TobyB  RED

          Hallo Monophase.

          wenn es Standard Midifiles sind frisst Logic die, weiss aber nichts mit den Sysex Daten anzufangen, die sind vermutlich auch egal, da du keinen 01/w hast. Aber ich denke der 01/w hat ein eigenes Format. Liess den Thread bitte genau durch, wenn du Logic hast und einen Mac, musst wie Post #11 beschrieben verfahren. Vielleicht hilft auch noch diese Seite. http://ind.....#DiskImage
          Ich würde aber mal gucken ob ein gängiges 01/w bekomme, ich habe relativ viel Zeit gebraucht um die T3 zum fliegen zu bekommen. Korgs 90er Schätzchen sind sehr speziell. Viel Erfolg! :-)

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