Interview: Harold Faltermeyer – Teil 3, Back to Germany

14. November 2010

For Ever "Axel F"? - Teil 3

Auch der dritte Teil unseres Exklusiv-Interviews mit Harold Faltermeyer gibt spannende Einblicke in die Karriere eines Ausnahmekünstlers. Teil 2 finden Sie übrigens HIER. Teil 1 finden Sie HIER.

Von l.n.r. Mats Björklund, Günther Gebauer, Rick Matotta, HF, Al Corley, Uli Rudolph

Von l.n.r. Mats Björklund, Günther Gebauer, Rick Matotta, HF, Al Corley, Uli Rudolph

AMAZONA.de:
Du besitzt ein Synclavier mit mächtig Speicher und Funktionen. Aber eines Tages kamen die bezahlbaren 16Bit Sampler auf den Markt. Bist Du da mit eingestiegen, und warst Du dann eher im Emu- oder Akai-Lager?

Harold Faltermeyer:
Natürlich bin ich auch da eingestiegen. Ich war der Emu-Typ.

AMAZONA.de:
War das mit dem Emu 3 Keyboard, der noch analoge Filter hatte, oder erst später?

Emu EIIIXP

Emu EIIIXP

Harold Faltermeyer:
Das war mit dem Emu IIIXP. Ich hatte diese Einschübe, diese Turbo-Dinger. Die hatten 64 Voices. Die habe ich sogar heute noch. Ein paar Samples davon gehören zu meinen Lieblingssounds und die feuere ich heute noch mit den XPs ab.

AMAZONA.de:
Aus der Original Library?

Harold Faltermeyer:
Nein, aber da gibt es von Miroslav Vitous ein paar Orchesterstreicher für den EIII, die sind heute noch richtig gut einsetzbar.

AMAZONA.de:
Ensemble Klänge?

Harold Faltermeyer:
Genau, da konntest du quasi einen ganzen Satz spielen, und wenn ich heute komponiere, nehme ich ab und zu eins von den Dingern zur Seite, weil das sehr gut klingt und du ein instant reboard hast. Das ist ein gutes Streichorchester und gut zu Komponieren. Beim Film komponierst du sehr schnell, und du hast keine Zeit, um bei einzelnen Stimmen hängen zu bleiben.

AMAZONA.de:
Apropos Orchester. Bist Du der Mann, der dann im Orchester mit dabei ist und dirigiert?

Harold Faltermeyer:
Nein, ich „???“ Früher dachte ich ja, dass ich alles selber machen muss, ich habe auch selber dirigiert. Aber es ist viel schlauer und du hast viel mehr Ruhe und Overview, wenn du da Leute ranlässt, die genau wissen, wie sie mit dem Orchester umgehen sollen. Die sprechen eine Sprache mit dem Orchester. Wenn du da als Laie reingehst und etwas erklärst, musst du dir auch erst wieder einen Namen und ein Standing erarbeiten. Es ist viel schlauer, dass du dich in deinen Regieraum setzt und zuhörst. Dann kannst du sofort beurteilen, ob es dir gefällt oder ob es dir nicht gefällt. Du musst nicht wieder reingehen und abhören, während du mit den Fragen beschäftigt bist, ob das jetzt ein Fis ist oder ein G. Es ist wirklich schöner, wenn du dich in den Regieraum hineinsetzt und der Sache zuhörst.

AMAZONA.de:
Machen wir einen Zeitsprung – in der heutigen Zeit produzierst Du ja hauptsächlich mit Sequenzern und Bildschirmen und nicht mehr so viel mit Hardware. Hast Du da das Gefühl, dass es dadurch weniger sexy ist? Trauerst Du der Zeit mit den ganzen Hardware-Kisten ein wenig nach, oder ist Dir das so lieber?

Harold Faltermeyer:
Damals bist du der Musik einfach irrsinnig nahe gewesen. Weil man die analogen Kisten ja programmieren musste. Da mussten Kabel gezogen werden, man hat an den Knöpfen herumgedreht und man hat geschwitzt, bis man einen Sound hatte. Außerdem musste der Sound ja auch auf ein Band oder auf was immer aufgenommen werden, und wenn du einen anderen Sound wolltest, hattest du Pech. Du warst der Musik wirklich sehr nah, du hast wirklich hart arbeiten und viel tun müssen.

Harold Faltermeyer mit Donna Summer

Harold Faltermeyer mit Donna Summer

AMAZONA.de:
Es war am Schluss einfach Dein Sound und nicht einfach nur ein Preset.

Harold Faltermeyer:
Auf der anderen Seite, wenn du siehst was es für Plug-ins gibt und was da für Sounds drauf sind, einfach toll. Wenn man zum Beispiel das Omnisphere ein bisschen durchstept – da sind Dinger drauf, bei denen du wirklich „Wow“ sagen musst. Aber der Wermutstropfen ist immer der, dass das alle anderen auch haben. Du bist nicht mehr so wirklich unverwechselbar, wenn du dich nur mit diesen Sounds beschäftigst. Heute muss man schauen, dass man sich mehr durch die Musik unverwechselbar macht. Durch das, was man mit diesen Dingern spielt. Wie du sie kombinierst. Durch welchen Wolf du sie drehst, das ist dann wichtig. Im Großen und Ganzen muss ich aber sagen, dass ich es heute schon sehr sexy finde.

AMAZONA.de:
Inzwischen bist Du auch Logic-User.

Harold Faltermeyer:
Ja, schon lange. Ich mache im Prinzip das selbe wie viele anderen Komponisten. Ich programmiere und sequenze meine ganzen Musiken auf Logic, und auf Protools mache ich das ganze Realtime Zeug und das Tracking. Das ergibt in der Summe eine ähnliche Arbeitsweise wie damals mit dem Synclavier.

AMAZONA.de:
Du spielst die ganzen Hardware-Synthie-Spuren raus auf Protools?

Harold Faltermeyer:
Ich spiele sie raus, weil ich sehr viel Peripherie habe. Ich habe immer noch – das ist Teil meines Sounds – die analogen alten Kisten, wie zum Beispiel auch Modularsynthesizer. Es gibt zum Beispiel einen Moog „model fifteen“, der mir heute immer noch einen Großteil der ganzen Bässe liefert. Das ist einfach das Tiefste, das Breiteste und das Satteste, was es gibt. Da kann ein Plug-in einfach nicht hinreichen. Daher nehme ich diese Dinge auf, und wo sonst außer auf Protools willst du die denn aufnehmen.

Moog Model 15

Moog Model 15

AMAZONA.de:
Warum nicht auf Logic?

Harold Faltermeyer:
Ich finde Logic vom Audio-Teil nicht so komfortabel wie Protools.
Mit beiden Systemen parallel zu arbeiten hat zwei Gründe. Zum einen, die beiden Dinger laufen hundertprozentig synchron. Egal wo ich es starte, läuft alles immer quasi wie eine Maschine. Protools könnte auch ohne weiteres sequenzen. Der Sequenzer wird jetzt ja auch immer besser, und irgendwann werde ich wahrscheinlich auch umschalten, aber es gibt noch etwas, was mich im Moment davon abhält. Das ist die Sicherheit!
Beim Filmemachen in Amerika ist ja alles eine Zeitangelegenheit. Du musst sehr diszipliniert in deiner Zeit liegen und wenn tatsächlich mal ein Track ausfallen würde, was ja heute fast nicht mehr passiert, dass eine Harddisc crasht, dann bist du nicht ganz gelähmt, sondern nur halb. Du kannst noch irgendwo weiter arbeiten. Darum dienen diese beiden Systeme auch als Sicherheits Backup. Ich habe mir die Environments so hergerichtet, dass es für mich zwar ein hochkomplexer, dafür aber ein irrsinnig einfacher Gang ist, die Musiken aufzunehmen. Immerhin haben wir ab und zu sechs bis zehn verschiedene 5.1 Stams.

AMAZONA.de:
Was sind Stams?

Harold Faltermeyer:
Stems sind quasi 5.1 Sets, könnte auch Stereo-Sets sein, als Master, wo du quasi ein 5.1 Image kreierst nur für Geigen. Das wäre dann Geigen-Stem, oder du hast dann ein Orchester-Set ohne Schlagzeug auf einem Stem ist. Du hast quasi immer sechs Spuren, das sind „Sets of six“. Da kommt zum Beispiel ein Regisseur und sagt, „du, die „High Hat“ muss da weg.“ dann wird nur das Schlagzeug-Stam gestoppt und alle anderen spielen weiter. Damit ist die High Head weg, weil die vielleicht auf einen Dialog gefallen ist. Das ist bei mir alles so professionell gerouted, dass du da irrsinnig schnell arbeiten kannst.

AMAZONA.de:
Wie brieft Dich ein Regisseur, der zu Dir kommt? Bringt der irgendwelche Tracks mit, die ihm gefallen?

Harold Faltermeyer:
Das große Leiden, das der Hans genau wie alle anderen auch hat, ist die Tempmusic. Sprich die temporäre Musik. Für die Tempmusik beginnen die Musiceditor irgendeine Musik auf den Film zu schneiden, in einem Stadium, in dem der Rohschnitt passiert. Da werden dann irgendwelche Musikstücke aus irgendwelchen Scores zusammen gesucht, damit schon mal irgendetwas unter den Szenen liegt.

AMAZONA.de:
Und das gefällt dann den Regisseuren so gut, dass sie von Dir eine ähnliche Musik haben wollen.

Harold Faltermeyer:
Genau, und damit hast das riesen Problem, dass die mit ihrer Tempmusic „in love“ sind, was ab und zu dazu führt, dass wir nur noch die Tempmusic kopieren. Wir machen zwar unsere eigenen Melodien, wir müssen aber meistens bereits das Tempo der Tems hernehmen, nachdem sie schon geschnitten haben. Das ist das Einzige, wo du dann überhaupt noch einen Klick darauf bekommst, damit du noch einen ordentlichen Szenenumschnitt machen kannst. Da ist man dann schon sehr am „rumwursteln“, damit der Score noch irgendwie deine Signatur erhält und trotzdem dem Regisseur gefällt und der nicht sagt: „Ich nehme lieber die Tempmusik“.

AMAZONA.de:
Ridley Scott hat zusammen mit Vangelis bei Bladerunner offensichtlich die Musik vorher komponieren lassen und hat sie sogar am Set abspielen lassen, ist das eine Ausnahme?

Harold Faltermeyer:
Das sind Ausnahmen. Bei Top Gun zum Beispiel hat das Thema auch schon vorher gestanden. Das Top Gun Thema haben sogar die Piloten schon vorher zu hören bekommen.

AMAZONA.de:
Machst Du auch für dich selbst noch Musik oder nur noch für Aufträge?

Harold Faltermeyer:
Ich mache wirklich nur noch Aufträge. Für mich selber spiele ich wenig Musik. Ab und zu, wenn das Studio wieder zusammengebaut ist und wenn alles funktioniert, dann werde ich schon mal zum Spaß rübergehen. Aber du weißt einfach, in einem Studio ist immer Arbeit. Es gibt nicht einen Tag, an dem du keine Arbeit hast, weil dann gibt es irgendetwas zum Aufräumen, es gibt irgendetwas zum Abspeichern, etwas zum Sampeln oder noch kurz etwas anders mischen. Aber es kommt schon vor, dass ich mich setze, und dann spiele ich so gedankenverloren vor mich hin.

Harold Faltermeyer mit Herbie Hancock

Harold Faltermeyer mit Herbie Hancock

AMAZONA.de:
Du hast eine Tochter und …

Harold Faltermeyer:
Ich habe drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn.

AMAZONA.de:
Und machen die auch Musik? Hast Du sie musikalisch erzogen?

Harold Faltermeyer:
Ja, sie sind alle drei musikalisch. Mein Sohn geht auch ein wenig in die Technik rein. Der studiert auf der SAE in München Audio Engineering.

AMAZONA.de:
Wie alt ist er?

Harold Faltermeyer:
Der ist jetzt 19 und hat seine Prüfung im August. Er hat eine Zwillingsschwester, die studiert Kunst hier in München an der Kunstakademie in der Augustenstraße. Sie macht gerade ihre Portfolios fertig im Bereich Design. Was sie dann in der Kunst machen wird oder wie es weitergeht, weiß ich nicht, aber sie hatte auch eine wahnsinnige Begabung im Fotografiebereich. Sie hat schon ein paar wunderbare Fotoausstellungen in der Schule gegeben, von denen ich sehr begeistert war. Und meine Große ist jetzt schon 21 Jahre alt. Sie hat bei Horst Kirchberger in München Make-up Artist studiert und geht jetzt nach London. Es sind also alle drei versorgt.

AMAZONA.de:
Seht ihr euch noch regelmäßig?

Harold Faltermeyer:
Ja, eine meiner Töchter ist gerade hier herumgerannt. Die leben hier bei ihrer Mutter – ich bin ja seit längerer Zeit geschieden.

AMAZONA.de:
Und wo wohnst Du?

Harold Faltermeyer:
Ich wohne nicht mehr hier. Hier habe ich nur noch mein Set up.

AMAZONA.de:
Dann habt ihr ein gutes Verhältnis?

Harold Faltermeyer:
Wir haben ein gutes Verhältnis. Ich habe mir einfach gesagt, die Kinder sind hier aufgewachsen, in diesem Paradies und ich kann jetzt nicht sagen „ich bin jetzt geschieden und alle müssen deswegen raus“. Die Kinder wären sicherlich auch mit der Mutter mit gegangen, das ist gar keine Frage. Deshalb habe ich zu meiner Ex-Frau gesagt, dass sie wenn sie will, mit den Kindern hier bleiben kann. Ich habe hier mein Studio, und in der oberen Etage habe ich ein kleines Appartement, in dem ich übernachten kann, wenn ich mal lange im Studio bin oder wenn ich sehr früh starten will. Ich habe eine Lebensgefährtin und wohne mit ihr in einem Haus in Baldheim, direkt hier um die Ecke.

AMAZONA.de:
Möchtest Du dir deshalb noch ein Haus hier bauen?

Harold Faltermeyer:
Genau, momentan leben wir ungefähr 800 Meter von hier weg. Wir haben eine schöne Landhaushälfte, ich möchte mir hier aber trotzdem mein eigenes Haus bauen. Das kommt dann an einen hinteren Teil des Geländes. Weil meine zwei Frauen – also die Ex und die Jetzige – verstehen sich natürlich nicht so besonders gut.  So wäre das dann weit genug auseinander. Das Grundstück hat ja 65.000 Quadratmeter.

AMAZONA.de:
Bist Du derzeit öfters hier oder in Amerika?

Harold Faltermeyer:
Ich bin mehr hier.

AMAZONA.de:
Ich habe den Eindruck, dass Du jetzt wieder mehr Filmmusik machst statt Pop. Ist das so?

Harold Faltermeyer:
Ja, das stimmt, eine Zeit lang habe ich viel weniger gemacht oder sogar überhaupt nichts. Letztes Jahr habe ich drüben zwei Filme gemacht plus den Dieter Wedel mit „Gier“. Der hat mich bekniet, dass ich ihm doch bitte die Musik mache. Ich habe also richtig viel gearbeitet und war bis März/April heftig beschäftigt. Dann sind meine Agenten gekommen und hatten zahlreiche weitere Pläne, woraufhin ich gesagt habe „wisst ihr was, ich habe jetzt so viel gearbeitet, ich möchte jetzt ein wenig meine Ruhe haben“. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich gesagt habe „ich mache jetzt mal zwei Monate lang gar nichts und im Herbst geht es weiter“. Mittlerweile habe ich zwei neue Drehbücher bekommen, die ich mir anschauen muss, eines ist eine Comedy, und dann entscheide ich mich. Aber die schauen beide gut aus, der eine ist ein „20th century Fox“ Film.

AMAZONA.de:
Also wieder Hollywood?

Harold Faltermeyer:
Ja, vom Arbeitsvolumen und von meinem Interesse wird Amerika wieder im Vordergrund sein.

AMAZONA.de:
Du hast ja gesagt, dass Du gegen Hans ein wenig verloren hast, weil Du nicht in Amerika warst. Ist es jetzt möglich, dass Du deine Arbeit von hier aus machst?

Harold Faltermeyer:
Nein, du musst schon dauernd dort sein. Ich reise einmal im Monat oder alle zwei Monate rüber. Momentan bin ich schon überfällig. Ich warte nur noch, ob sich hier noch ein paar Termine ergeben, dann bleibe 10 bis 14 Tage in Amerika. Wenn ich jetzt ein Projekt mache, miete ich mir in LA immer eine Wohnung. Wenn ich den nächsten Film mache, dann werde ich mir sicher ein Haus mieten. In Amerika bekommst du momentan alles, der Markt ist ja vollkommen am Boden. Ein Studio habe ich dort auch, da muss ich bloß reingehen, alles anschalten und auf geht’s.

AMAZONA.de:
So groß wie hier?

Harold Faltermeyer:
Nein, aber es hat einen schönen, großen Regieraum. Die Akustik, die Leinwand und alles andere ist auch da.

AMAZONA.de:
Du warst ja in der Popmusikschiene ganz dick drin. Mit der Popmusik ist aber auf Grund der ganzen MP3s, Downloads und dem Internet eher nicht mehr großartig viel Geld zu verdienen. Die Vermarktungschancen sind nicht mehr so spannend wie vor zwanzig Jahren. War das auch ein Grund, warum Du jetzt wieder Filmmusik machst?

Harold Faltermeyer:
Richtig, da verdienst du kein Geld mehr. Es ist sehr mühsam. Ich widme mich jetzt schon seit längerer Zeit einem deutschen Projekt und möchte eine deutsche Künstlerin aufbauen, wir haben aber bis dato nur auf die Mütze bekommen. Es ist so schwierig, du kannst einer Plattenfirma heute nicht mehr so einfach sagen, „lass uns das machen“ und hast dann ein Wort. Das sind alles Kollektiv- und Kalkülentscheidungen, die so marketingbetont sind, dass das Musikmachen als solches eigentlich keinen Spaß mehr macht. Es ist so schwierig – und dann die Budgets – du musst über Budgets reden, bei denen wir damals nicht einmal angefangen hätten zu arbeiten. Ich bin froh, dass wieder ein wenig was geht und dass es Künstler wie Lena gibt, die mal wieder so richtig toll verkauft haben. Oder Unheilig – das finde ich einfach toll, dass sich da auch eine deutsche Musik formiert. Im Großen und Ganzen lohnt es sich aber kaum, ein paar tausend CDs für einen Nummer 10 Hit zu verkaufen.

AMAZONA.de:
Ja und vor allem, was ist heute ein Nummer 10 Hit? Es gibt einfach so viele Quellen, bei denen man gar nicht mehr sehen kann, in welche Kanäle alles fließt.

Harold Faltermeyer:
Das Geschäft in Amerika ist etwas anderes, das ist einfach ungleich größer. Es ist eine ganz andere Dimension, vor allem auch im Filmmusikmarkt. Im CD Markt gibt es schon auch noch Künstler, die heute 10/15 Millionen CDs verkaufen. Hauptsächlich in den Bereichen HipHop, RnB oder Country. Man kann sich gar nicht vorstellen, was ein Garth Brooks verkauft. Das ist unglaublich. Das sind aber natürlich die Ausnahmen. Aber da sind trotzdem mal plötzlich 16 Millionen CDs weg.

AMAZONA.de:
Bei uns gibt es ja schon gar keine Läden mehr, in denen Du eine CD kaufen kannst.

Harold Faltermeyer:
Das ist grauenhaft.

AMAZONA.de
Lieber Harold, vielen Dank für dieses lange und ausführliche Interview. Wir wünschen Dir bei Deinen nächsten Hollywood-Projekten viel Glück und sind gespannt was kommt.

Forum
  1. Profilbild
    futureformer

    Vielen, vielen Dank für dieses Klasse Interview !

    Ist sehr interessant zu erfahren, daß Harold wieder aktiv als Produzent tätig ist. Habe vor kurzem meine alten KEYBOARDS-Magazine aus den 1980er Jahren durchgelesen und da war unter anderem auch ein sehr spannendes Harold Faltermeyer-Interview drin. Kann auf Anfage gerne einen Scan davon machen. :-)

    Mich würde wirklich begeistern, wenn Ihr solche Interview zukünftig regelmässig bringt. :-)

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    AMAZONA Archiv

    Hatte das Vergnügen ihn vor kurzem kennenlernen zu dürfen. Ein wirklich lieber, bodenständiger und nachwievor sehr ernstzunehmender Komponist! Da wird noch einiges kommen…

  3. Profilbild
    Cana

    Richtig gutes Interview. War zwar viel, aber dadurch dass es geteilt und dazu auch noch recht interessant war, hab ich es regelrecht verschlungen ;)

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Gratulation an das AMAZONA Team.

    Wollte urprünglich nur ‚mal wieder auf eurer Seite vorbeischauen und nun sitze ich schon eine ganze Weile lesend vor dem Laptop. Zunächst, quasi als Nespresso Alternative in aller Früh, das Axel Hartmann Interview und im Anschluß das von Harold Faltermeyer. Letzterer ist – zumindest kommt Harold so für mich im Interview rüber – unprätentiös, das Interview informativ.. und somit ein verschlungenes. Harold’s Arbeit und sein Erfolg kann einem nur Respekt abringen. Von nichts kommt nichts.

  5. Profilbild
    Fahnder99

    Oh mann ist das geil, erst Scarr und jetzt auch noch Harold F. bei euch im Interview! Allein schon der leckere Kommentar von Henry Mancini zu den Verlagsrechten, ich liebe euch. Und vielen Dank, daß ihr Harold nicht zu tode gefragt habt!!

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