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Patch Point Fénix II PP, Modular-Synthesizer

Neuauflage des Synton-Monsters

29. November 2023

Patch Point Fénix II PP Modular-Synthesizer aufmacher

Patch Point wird den analogen Modular-Synthesizer Fénix II in einer limitierten Stückzahl wieder auflegen. Das Original wurde von dem holländischen Hersteller Synton bis Ende der 80er-Jahre produziert.

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Patch Point Fénix II PP

Fénix II ist kein Modularsystem, sondern ein Modular-Synthesizer. Der Signalweg muss zwar komplett gepatcht werden, aber man kann keine einzelnen Module austauschen. Doch angesichts der großzügigen Ausstattung scheint das auch nicht nötig. Fénix gehört zur Banana-Fraktion, d. h. die Patch-Verbindungen werden über Bananenstecker hergestellt. Zur Einbindung von Eurorack-Modulen und semi-modularen Synthesizern gibt es sechs Banana-to-Minijack-Adapter. Auf dem Panel sind der Bereich für die Regler und das Patch-Feld klar voneinander abgesetzt.

Fénix II besitzt drei VCOs, die jeweils bzgl. der Funktionen und Steuereingängen leicht unterschiedlich ausgestattet sind. Dazu kommen eine analoger und eine digitaler Noise Generator. Es gibt vier Filter mit unterschiedlichen Schaltungen: SVF , 24 dB LP, BPF und 12 dB LP. Zur weiteren Bearbeitung der Audiosignale sind je ein Waveshaper, ein Wavemultiplier, ein Wave Rectifier und ein Ringmodulator vorhanden.
Als Effekte gibt es einen Phaser und ein duales BBD-Delay, beide sind natürlich spannungssteuerbar.

Patch Point hat beim Fénix II PP drei Änderungen gegenüber dem Original durchgeführt. Das VCF 3 Formant-Filter nutzt Chips anstelle von Vactrols, wodurch die Resonanz spannungssteuerbar ist und der Frequenzbereich vergrößert wurde. Auch beim VCF 4 LPG wurden die Vactrols durch Chips ersetzt. Das Filter reagiert hiermit schneller und die LPG-Abklingdauer kann genauer eingestellt werden. Beim dualen Delay gibt es eine dritte Schalterposition, mit dem die beiden Delays zusammengeführt werden können.

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Patch Point Fénix II PP Modular-Synthesizer front

Insgesamt gibt es sieben Mixer, drei für Audio und vier sind für Steuerspannungen gedacht, können aber ggf. auch anderweitig genutzt werden.
Mit drei unterschiedlich ausgestatteten Hüllkurven, fünf LFOs (vier davon mit CV-Eingang), einem Sample&Hold und einem 8-Step-Sequencer lassen sich die Funktionen steuern. Die Modulationssignale können mit einem Comperator, einem Slew Limiter und einem Gate Delay ergänzt werden. Die vier VCAs können sowohl für Audio als auch zur Steuerung von CV-Signalen eingesetzt werden.

Weiterhin gibt es eine CV Source mit +/-5 V, eine Input-Sektion und eine Stere- Output-Sektion mit dualen Panning-Steuereingängen und dualem VCA. Optional kann ein Set mit 60 Patch-Kabeln unterschiedlicher Länge mitbestellt werden. Ebenso sollen in Kürze auch Holzseitenteile als Option angeboten werden.

Vom Patch Point Fénix II PP wird es insgesamt nur 100 Stück geben, die in kleineren Batches produziert werden. Das erste Batch umfasst 30 Einheiten, von denen bereits die Hälfte vorbestellt ist. Der Preis beträgt 5.948,81 Euro. Mit dem optionalen 60-teiligem Kabel-Set beträgt der Preis 6.199,- Euro.
Das Gerät kann ab sofort vorbestellt werden, wobei die Lieferfrist von der Höhe der Anzahlung abhängt, die zwischen drei bis 12 Monate angegeben ist.

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Preis

  • 5.948,81 Euro
  • 6.199,- Euro - mit Kabel-Set
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Forum
  1. Profilbild
    Nvelope 11

    Ein insgesamt sicher sehr interessantes Gerät mit vielen Möglichkeiten …
    Ich hatte in früheren Jahren nur ein- oder zweimal Fotos des sehr raren Synthesizers gesehen und nie Details hierüber gefunden.
    Schön, dass auch dieses Gerät nach einigen Jahrzehnten in eine neuerliche Produktion gehen wird, auch wenn nur 100 Exemplare vorgesehen sind.
    Der Preis ist allerdings auch etwas hoch, da sind viele Interessenten nicht bereit oder in der Lage, diesen Preis zu investieren.

    @ Jim – ich hatte früher für diese Bauweise von Synthesizern vielfach den Namen > quasi-modular < gelesen; es sind ja keine individuellen und somit austauschbaren Module im Gerät - dennoch sind die electronischen Funktionseinheiten (bis auf die gemeinsamen Versorgungsspannungen aus dem Netzteil) voneinander unabhängig - also quasi modular. Allerdings leidet die Übersichtlichkeit dieser Synthesizer-Oberfläche erheblich, weil die Module optisch nur äußerst wenig voneinander getrennt und ausgewiesen sind. Zumindest die Rahmen, die im unteren Anschlussfeld die unterschiedlichen Funktionseinheiten voneinander trennen, wären in der oberen Hälfte des Synthesizers zur besseren Übersicht und Orientierung hilfreich. Von einem auf seiner Oberfläche den Signalfluss darstellenden Synthesizer wie dem '2600' ist man hier also maximal entfernt, seine Architektur optisch sehr schwer - nahezu nicht - erschließbar.

  2. Profilbild
    Nvelope 11

    Bananenstecker (4 mm Durchmesser, keine Plastikteil im Steckelement) als Patchkabel-Stecksystem sind robuster als 3,5 mm TS-(‚Klinken‘-)Stecker. Vielfaches Ein- und Ausstecken von Klinkensteckern schwächt langfristig den Federkontakt in den Einbaubuchsen – Austausch kann deshalb langfristig notwendig werden … und ist natürlich recht aufwändig!
    Bei Bananensteckern ist das mechanisch belastete Teil ausschließlich im Stecker – sei dies die im Stecker liegende Feder oder das Büschel von Metallteilen, welches sich beim Einstecken in die starre Buchse zusammendrückt. Sollte also einmal ein solcher Stecker ausfallen (i.S.v. zerbrechen / habe ich in Jahrzehnten der Arbeit mit ‚bananas‘ extrem selten erlebt), wird einfach ein neuer Stecker angebracht oder das Kabel ersetzt.
    Ein weiterer Vorteil von Bananensteckverbindungen ist die leichte farbliche Kennung der Buchsen (in vielen Farben erhältlich) auf der Front; das ist bei 3,5er Klinkenbuchsen etwas aufwändiger und nur über zuzukaufende farbige Rändelmuttern möglich.
    Und die einpolige Ausführung der ‚banana‘-Patchkabel reicht ja völlig – die Gerätemasse liegt ja eh an jedem Modul über die gemeinsame Stromversorgung an – sie muss deswegen nicht noch extra über Patchkabel hergestellt werden; niederohmige Ausgänge von tonerzeugenden oder -verarbeitenden Modulen erspart auch innerhalb des Systems die Nutzung abgeschirmter Kabel …

    • Profilbild
      Tai AHU

      @Nvelope Danke dir. Jeder kennt die Klinkenstecker Problematik, die Vorteile dieser Verbindung waren mir nicht klar.

      Beim Design bin ich auch deiner Meinung @Nvelope. Das dürfte eine gewisse Zeit dauern, das zu lernen. Allerdings finde ich die Aufteilung gut, weil so die Patchkabel nicht über den Potis hängen. Ein Punkt, der mich bei fast allen Modularen stört.

      Das Bezahlmodell ist interessant. Je mehr ich vorauszahle, desto schneller kommt mein Instrument. Das dürfte dazu führen, dass der Hersteller nach der Planungsphase das komplette zum Bau notwendige Geld erhält und so sich die Finanzierung erspart. Wenn‘s denn gelingt. Die Stückzahl ist auch gut gewählt. Mehr als 100 davon zu verkaufen dürfte schwierig werden.

  3. Profilbild
    iggy_pop AHU

    Groß, unübersichtlich, teuer, und klanglich so speziell, daß man sich wirklich fragen sollte, ob man dafür soviel Geld auf den Tisch legen möchte.

    Die Exklusivität macht den Fenix eher zu einem Sammler- und Anlageobjekt als zu einem klanglich ergiebigen Musikinstrument — mich konnte schon der erste Fenix 1997/98 nicht wirklich überzeugen. Klang in meinen Ohren wie ein MS20 auf Steroiden, mit ein paar netten Ergänzungen.

    Für diejenigen, die ihn damals bekamen, hat es sich dennoch gelohnt, denn den damaligen VK holt das Ding heute locker mit Aufschlag wieder rein.

  4. Profilbild
    Thomas W.

    Irgandwas hab‘ ich verpasst! Warum sollte man soviel Geld ausgeben. Das geht doch als Plug-in sicher genau so gut.

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @Thomas W. Selbstverständlich! Aber diese Frage stellt sich heutzutage nicht mehr. 😁 Es gibt eben Liebhaber von Analoggear oder eben nicht. Oder Leute die beides benutzen (ich). Zugegeben überwiegend allerdings Softwaresynthesizer. Diese sind inzwischen unfassbar gut. Dennoch schalte ich gerne meinen Hardwaresynthi ein.

  5. Profilbild
    ossi-lator

    Fail: „Das Original wurde von dem holländischen Hersteller Synton bis Ende der 80er-Jahre produziert.“

    Leider komplett falsch:

    Das Synton 3000 Modularsystem wurde in den 80er Jahren produziert.
    Fenix I wurde von 1997 bis 2000 gebaut und verkauft
    Fenix II wurde von 2010 bis 2014 von Bert Vermeulen auf Bestellung gebaut

    Ich hatte den (vor)letzten Fenix II in 2014 bei Bert gekauft und bei ihm abgeholt. Bei dem allerletzten Gehäuse war leider der Siebdruck verwischt. Ob Bert den doch noch gebaut oder entsorgt hat, weiß ich allerdings nicht.

    Das Formantfilter im Fenix ist allerdings eher enttäuschend und kommt nicht annähernd an die Klangqualität des Synton Sytinx heran. Es wurde für den Fenix auch neu konzipiert.

    Aber ansonsten ein toller Modular-Synth.

    Bischen rumgeorgelt habe ich damit auch ;-)

    https://www.youtube.com/watch?v=lPxgsTUhQ9o

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