Test: GRP, A4, Analogsynthesizer

23. Februar 2013

Die Analog-Synthesizer-Königsklasse bekommt Zuwachs!

GRP A4

Groß, teuer und edel. Die GRP Synthesizer wurden bereits auf einschlägigen Synthesizer-Treffen vorgeführt. Nach der ersten Serie mit verschiedenen Ansätzen:

A3 ähnlich eines Minimoog,

A6 ähnlich eines doppelten Minimoogs und dem schon bombastischen

A8 ebenfalls ein Doppelkonzept welches dem A4 nahe kommt.

Günstig sind sie nicht. Auch kompakt sind sie nicht. Man wird sie wohl auch seltenst auf eine Bühne stellen. Italien ist als Land der Synthesizer nicht unbekannt. Bisher waren es jedoch vorwiegend kompakte Typen oder Zulieferer (Crumar/DNB, Siel/Kiwi, Elka, Fatar/Studiologic) mit großer Geschichte beim Thema String-Machines. Nach dem großen A8 hat man sich noch einmal zurück gezogen und ein neues Konzept ersonnen, welches ohne Bombast oder Doppelung auskommt, dadurch wird auch der Synthesizer günstiger. Der A8 hat klanglich in der Synthesizerszene Anklang gefunden, war jedoch vielen schlicht zu teuer (Einstiegspreis direkt lag bei 5700€, später im Vertrieb lag er zuletzt bei gut 7k€). Man hat das „Stereo-Konzept“ nun also überdacht und überlegt – welche Verbindungen braucht man im täglichen Gebrauch für 95% der erstellten Klänge wirklich. Heraus kam der A4.

Strikt monophon und integriert in einem Holzgehäuse, welches auch ein großes Modulsystem beherbergen könnte. Das ist der A4. Herausgeführt ist tatsächlich nur die Steuerung des Sequencers und die Steuerspannung für die Stimme selbst. Der A4 hat MIDI und kann deshalb auch ohne analogen Hintergrund betrieben werden. Er ist für den ambitionierten Musiker gemacht. Auch der Preis ist nicht weniger ambitioniert. Lohnt es sich zu sparen?

Klangbeispiele
Forum
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    dr.a

    WOW klingt phantastisch. nur leider viel zu teuer für mich. bei mir wird’s nur für einen waldorf, maximal für einen kleinen dave smith reichen :-)

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    Filterpad  AHU

    Da muss man ja schon richtig in die Tiefen der Klangsynthese eindringen. Ich mache das zwar auch mit meinem VA-Synth (und auch mit meinen VSTs) aber ich denke das ist kein Vergleich zu dieser (klanglich tollen) Maschine. Kann man diesen Synthesizer auch bedienen wenn man die Grundeinstellungen der Klangsynthese kennt (OSC, LFO, ADSR) aber keine Ahnung von richtigen Synthesizer-Modulen hat?

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    DocNoize

    Dem Testbericht kann ich mich nur anschließen. Der A4 ist eine überausgelungene Kiste. Fehlende Flexibilität (gegenüber Modularsystemen) habe ich eher selten vermißt. Tatsächlich wundert man sich zwischen all den Möglichkeiten ein wenig, dass eine anschlagdynamische Steurung der Filterhüllkurve nicth möglich ist. Auch ein paar andere banal erscheinende Modulationen sind nicht möglich: Steuerung des Mixers oder Modulation der Resonanzen. Ein wenig ein Dorn im Auge ist, dass die Pulsbreite des Sequencers im 2*8 Modus nicht durch die Zweite Sequencerspur geregelt werden kann. In einer E-Mail hat der Macher mir allerdsings verraten, dass er an eienen externen Sequencer denkt, der eben diese Fähigkleit besitzt.

    Eine – überraschende – Funktion lässt der Bericht aus (oder habe ich das überlesen?): Man kann über eine Sequencerspur die Geschwindigkeit des selben steuern. Recht abgefahren.

    Hier noch ein wenig Audiomaterial – mein erster Kontakt mit diesem Prunkstück:
    A4 Sequences

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    Klangzaun

    Vielen Dank für den Test.

    Neben Überzeugungsarbeit vor dem Kauf ist er auch nach dem Kauf immer noch eine tolle Informationsquelle.

    Da Musik eher oldschool-mäßig von der Berliner Schule inspiriert ist, stellt der GRP A4 genau das richtige Instrument für mich da. Hier kann man wirklich tolle sich verändernde Sounds/Sequenzen basteln.

    Ich habe den Kasten seit 2 Wochen hier im Studio und kann jetzt schon sagen, dass er bleiben wird.

    Obwohl ich noch an der Oberfläche der Möglichkeiten kratze, gelingt es irgendwie schon jetzt überzeugende Ergebnisse zu basteln. Es bleibt dabei immer nachvollziehbar und logisch. Auf Fotos oder Skizzenblätter kann ich wohl verzichten. Lediglich schöne Sequenzen zur Filtermodulation notiere ich mir kurz.

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