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Purple Box: Dual K5000S/W


Doppelt und dreifach

Ergonomie

Was macht denn nun derjenige, der es vorzieht, an Sounds von echten Synthesizern herum zu schrauben und zudem gerne an mehreren Klangerzeugern gleichzeitig spielt? Er oder sie kauft sich diverse Keyboardständer und stapelt mehrere Keyboards über- und nebeneinander. Auf Dauer ist das anstrengend, die Tastaturen sind einfach zu weit voneinander entfernt. Um außerdem auf dem oberen Gerät etwas editieren zu können, wird am besten aufgestanden, dann kann auch das Display und die Tastenbeschriftung gelesen werden.

Tasten im Überfluß

Tasten im Überfluß

Demgegenüber sind zwei Tastaturen im Abstand von 4 cm direkt übereinander wirklich optimal (und seit Jahrhunderten erprobt). Und warum dann nicht gleich noch ein Pedal für Bassläufe, One-Shot-Sequenzen oder Sequenzersteuerung? Außerdem hat ein moderner Synthesizer Multimode-Möglichkeiten, die damit live so richtig zur Geltung kommen. Der Kompromiss, eine Tastatur in mehrere Splitzonen zu unterteilen, hat mich eigentlich nie so interessiert.

Da hilft dann nur noch der

Selbstbau

Mir war eines Tages mein geliebter K5000S vom Tisch gefallen. Die Plastikseitenteile sind so spröde, dass sie wie Sicherheitsglas in hundert Teile zersprungen sind. Totalschaden. Da blieb eigentlich nur, sich auf dem Gebrauchtmarkt nach einem neuen umzusehen. Ich hatte außerdem einmal eine alte Top-Sound Böhmorgel für 1 Euro ersteigert und ausgeschlachtet. Sitz, Ständer und die Grundplatte waren noch übrig. So war die Idee geboren, nach Vorbild des Prophet10 einen Dual-K5000 zusammenzuschrauben.

Auch ein schöner Rücken

Auch ein schöner Rücken

Also noch einen zweiten K5000W, ein MIDI-Pedal mit 13 Tasten und einen Fußschweller besorgen. Einige Holzbretter lässt man sich vom Baumarkt zuschneiden, und Kunstleder zum Beziehen gibt es im Internet. Die Tastatur lässt sich leicht vom Chassis das K5000S abschrauben und auf der Grundplatte befestigen. Eine Etage höher wird der zweite K5000W in einem Stück platziert, und nachdem die Bodenplatte entfernt wurde, wird er sauber auf Holzklötzchen verschraubt.

Eine weitere Etage höher kommt das verbleibende Oberteil des S. Die zwei Flachbandkabel zur Verbindung der abmontierten Tastatur müssen durch längere ersetzt werden. Die Kabel und vor allem passenden Stecker gibt es zum Glück noch im Elektronikladen. Das MIDI-Pedal wird mit einem MIDI-Eingang verbunden. Das Kabel des Fußschwellers wird noch umgelötet, damit er beide Schwellereingänge gleichzeitig versorgt. Schließlich sollen ja beide Manuale darauf reagieren. Im zerbrochenen Seitenteil waren noch das Diskettenlaufwerk und Modulation Wheels, die wären jetzt doppelt und können ganz wegfallen.

Basspedale

Basspedale

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Klangbeispiele

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    Tischhupe

    Schöner Artikel. Schade nur, dass Kawai so gar nichts essentielles zum Thema Synthesizer mehr produziert.

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    Subsonic75

    Hallo,

    die Beschreibung des Multimodes vom K5000W aus dem Artikel, ist so nicht zutreffend bzw. missverständlich. Man muss hier den sogenannten Combimode vom Multimode unterscheiden. Im Combimodus sind zwar bis zu 4 gelayerte Sounds kombinierbar aber das ist kein klassischer Multimodebetrieb und war vom Hersteller auch nicht als solcher gedacht. Das der Combimode über nur einen Midikanal gespielt werden kann ist durchaus sinnig, denn ein Layersound wird immer nur über einen Kanal getriggert. Der Combimode ist für Livemusiker natürlich schon irgendwie eine Brücke um ein klassisches Performance-setting zu realisieren. Die 4 Layer lassen sich dafür auf verschiedene Keyboardzonen splitten und entsprechend der Oktavlage anpassen. Also wäre es hier schon möglich die 4 Layersound von 4 unterschiedlichen Keyboards spielen zu lassen. Hierzu müsste man lediglich 4 Boards in Reihe hängen (Midi IN und True) und jedes auf Kanal 1 senden lassen. Mann muss beim spielen eben nur die Splittzonen einhalten. Der tatsächliche 32fach Multimode des K5000W ist nur im SONG Modus verfügbar. Da der Songspeicher flüchtig ist, muss man das Multiset auf Disk sichern und für jeden Song neu einladen. Fürs Studio ist das zu verschmerzen und für den Livebetrieb sollte man per Midi auch eine Autoload Funktion hinbekommen oder sich einfach einen zweiten K5000 anschaffen. Ich erinnere hier nur an abenteuerliche Bühnenaktionen mit dem Nachladen von Samples für EMU, AKAI und Co. das ging ja auch zu machen :-)

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Purple Box: Dual K5000S/W

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