Special: iPad Music – Synths, Sampler & Controller – Teil 2

19. November 2011

iPad Music Teil 2

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Willkommen zum zweiten Teil unseres iPad Music Special. Den ersten Teil finden Sie übrigens HIER.

Wieder einmal ist es Zeit, sich die Entwicklungen am App-Markt anzusehen und die besten Vertreter unter die Lupe zu nehmen. Diesmal nehmen wir jedoch das iPad unter die Lupe.

Nachdem wir im ersten Teil den Focus auf den eher klassisch designten Apps hatten (1), geht es diesmal wie angekündigt um Apps, die weniger traditionelle Konzepte verfolgen und auf vielfältige Weise die Möglichkeiten des iPads erforschen. Und wie es sich gehört, beginnen wir gleich mit einer Ausnahme, was die Emulation angeht.

Pulse Code – Rhythm Studio
iPad, iPhone: €1.59

Rhythm Studio - Module

Rhythm Studio – Module

Pulse Code sind schon länger in der „Szene“ bekannt. Auf der Sony Playstation PSP zeichneten sie schon für den exzellenten Homebrew-Tracker „PSP Rhythm“ (2) verantwortlich. Ihre erste iTouch App BeatBox BtBx erntete hingegen weniger Beifall. Ihr zweites App, die Emulation DB 303, wurde nicht nur wesentlich besser aufgenommen, die Sound-Engine bildete auch den Grundstein für ihre neuste Kreation. Mit Rhythm Studio zeigen Pulse Code nun, wer die Füße auf den Tischplatte legen darf. Das App ist ein semimodulares Produktionsstudio mit diversen Emulation von klassischer Hardware und einem Satz von Effekten, die schon alle integriert sind und nicht erst über In-App-Käufe nachträglich teuer zugekauft werden müssen. Die derzeitigen Module umfassen eine TB303, eine TR808, eine TR909, den Hornet Ribbon Synthesizer und den ST-1 Rompler. Die Module halten sich nicht nur klangtechnisch, sondern auch von der Bedienung her sehr eng an ihre Vorbilder – vor allem in der Bedienung. Wer also schon Erfahrung mit der Step-Programmierung einer Roland TB303, TR909 etc. hat, kann hier sofort loslegen.

Rhythm Studio - Pattern-Editor

Rhythm Studio – Pattern-Editor

Damit aber auch Neueinsteiger sich nicht gleich alle Haare zerraufen, gibt es das in Tron-Rot gehaltene Control Pad. Hier können monophone Melodien recht komfortabel eingespielt werden. Dabei passt sich die Segment-Klaviatur den Eigenheiten des gerade ausgewählten Moduls an. Es können aber nicht nur auf horizontaler Ebene Noten gespielt werden. Das Control Pad ordnet die vertikale Fingerbewegung noch einem anderen Parametern zu. Delay bei den Synthies, Flam bei den Groove-Boxen oder Cutoff beim 303. Es können vier Module gleichzeitig benutzt werden. Alles kommt dann im Mixer zusammen, der standardmäßig schon über Send-Effekte und Insert-Effekte wie Delay, Flanger und Chorus sowie wie Filter, Distortion, LoFi, Gate und Foldback verfügt. Für eine Komposition stehen 16 Pattern in vier Bänken zur Verfügung, die in einer übersichtlichen Matrix zu einem Song angeordnet und verwaltet werden können.

Rhythm Studio - Settings

Rhythm Studio – Settings

Der aktuelle Song wird dann beim Beenden oder Schließen der Modulansicht automatisch gespeichert, und man gelangt zurück zur Song-Übersicht. Hier werden Songs neu erstellt oder dupliziert. Über das Metronom-Symbol können auch die Module ausgetauscht sowie die Tonarten und BPM-Zahl verändert werden. Wobei der Modultausch mit einem Verlust der betreffenden Musikdaten des Moduls einher geht. Rhythm unterstützt auch AudioCopy und Songex- und -import über iTunes. Weitere Schnittstellen stehen nicht zur Verfügung. Das App hat seine klaren Grenzen. Aber die Nische, die es beansprucht, füllt es richtig gut aus. Es überzeugt vor allem die Umsetzung des Interfaces und der Klang der Module. Nicht nur für den verlangten symbolischen Preis, sondern überhaupt.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    zeitlos  

    Danke für die Vorstellung der Apps und dem entsprechenden Klangmaterial! Habe mir daraufhin gezielt was runtergeladen.
    Ich hoffe, es kommen noch weitere Teile dieses Specials!

  2. Profilbild
    josti1.halle

    Hallo , vielen Dank für die Tipps, könnt ihr vielleicht auf die Installation und Konfiguration konkreet Performer eingehen speziell für Windows ? Ist echt mühselig :) vielen Dank

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      hi josti1,
      hier die Superkurzfassung, denn das ganze Thema wäre schon Stoff genug für einen Workshop.
      Für MIDI over WiFi brauchst du einen Server. Entweder DSMIDIWifi oder rtpMIDI.
      alles kostenlos und beide Greäte müssen am gleichen Netz hängen.

      Für speziell an KP angepasste OSC nach MIDI Konvertierung gibt es dieses Programm:
      http://www.....performer/
      das sollte eigentlich schon deine Probleme Lösen.

      allgemeiner geht es mit
      http://osc.....forge.net/

      es gibt auch noch ein Python-basierten Konverter, aber dazu kann ich noch nicht viel sagen.
      http://cod...../osc2midi/

      Dann musst du „nur noch“ die KP Node-Namen einem MIDI-CC zuweisen. Die gesendeten Werten werden dann automatisch umgerechnet.

      Ich wäre gerne bereit einen Workshop zum Thema MIDI WIFI und OSC für Windows und OS X zu machen, ihr müsst es nur unserem Chefredakteur sagen.

      Grüße,
      M.

      • Profilbild
        josti1.halle

        Hallo m.schroeder,

        ja also erstmal großes Danke für die schnelle

        Antwort,

        also Signal empfängt er nun, gibt es denn für apleton scripts ?? oder muss ich alles selber belegen??

        So ein Workshop wäre echt klasse, da sowas Zukunft bzw. Gegenwart ist.

        Da sollte mann näher drauf eingehen.

        Ansonsten klasse Support von euch, weiter so

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