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Test: AiAiAi TMA-2 Studio, Studiokopfhörer

29. Oktober 2021

Modularer Bausatz mit sehr gutem Klang

aiaiai tma 2 studio test

AiAiAi TMA-2 Studio, Studiokopfhörer

Die Kopfhörer des dänischen Herstellers AiAiAi hatten wir hier bei AMAZONA.de bisher vorwiegend im DJ-Bereich zum Test. Mit dem TMA-2 Studio bietet das Unternehmen aber auch einen speziell für den Home- und Tonstudiobereich konzipierten Kopfhörer an. Schauen wir einmal, wie sich dieser im Test schlägt.

Was bietet der AiAiAi TMA-2 Studio?

„Konzipiert“ ist, ehrlich gesagt, nicht ganz richtig bei AiAiAi, denn die Firma bietet ihre Kopfhörer in einer modularen Bauweise an. Jegliche Einzelteile können separat im Handel bestellt und individuell zusammengefügt werden. Kopfband, Ohrpolster, Kabel, Tasche – all das lässt sich nach den eigenen (Klang-)Vorstellungen zusammenstellen und zu Hause eigenständig zusammenbauen. Das gelingt ohne große Handwerkerkenntnisse, denn die Einzelteile werden letztlich nur zusammengesteckt, so dass man im Handumdrehen den Kopfhörer einsatzbereit vor sich liegen hat.

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aiaiai tma-2 studio test

Doch eine Schwierigkeit besteht zu Anfang: welche Komponenten sind die richtigen bzw. die, die den eigenen Vorstellungen am nächsten kommen? Um das Ganze für den User einfacher zu gestalten, bietet AiAiAi acht fertig konfigurierte Kopfhörer an. Vom Allround- über das DJ- bis hin zum uns heute vorliegenden Studio-Preset sowie einigen drahtlos einsetzbaren Bluetooth-Kopfhörern bietet das Unternehmen unterschiedlich abgestimmte Versionen. Die jeweiligen Konfigurationen können auf der Website von AiAiAi eingesehen werden, so dass man sich vorab zumindest ein grobes Bild davon machen kann, was ungefähr funktionieren könnte.

aiaiai tma-2 studio test

Die Einzelteile des TMA-2 Studio im Überblick

Für meinen Test schickte mir AiAiAi – wie jedem anderen Käufer des TMA-2 auch – die folgenden Einzelteile zu:

  • S05 Speaker Units
  • E08 Alcantara Over Ear
  • H04 High Comfort Headband
  • C02 Coiled Cable
  • A01 Pouch Accessories (Tasche)

Alle Einzelteile werden separat in schwarze Kunststofftüten verpackt und erreichen so den Endkunden. Erfreulicherweise setzen die Dänen hierbei auf 100% recyceltes Plastik.

AiAiAi TMA-2 Studio, Studiokopfhörer

Zusammenbau des AiAiAi TMA-2

Wie bereits erwähnt, erfolgt der Zusammenbau auf denkbar einfachste Weise. Der Kopfbügel ist bereits mit einem innen verlegten Kabel ausgestattet, so dass die Speaker Units nur auf das untere Ende des Bügels aufgesteckt werden müssen, um sie per Miniklinkenkabel zu verbinden. Linke bzw. rechte Einheit sind mit L und R gut identifizierbar. Auf die Speaker Units werden die Ohrpolster aufgesetzt. Das zugehörige Audiokabel kann dann auf beiden Seiten des Kopfhörers eingesteckt werden. Das alles dauert keine 2 Minuten.

Optisch ist der TMA-2 Studio extrem zurückhaltend designt. Die Dänen setzen hier auf matten, schwarzen Kunststoff; alles ist insgesamt sehr dezent umgesetzt.

Ebenfalls im Paket des TMA-2 Studio enthalten sind eine Softtasche für Aufbewahrung und Transport sowie ein 1,5 m langes, halb gerades, halb spiralförmiges Kabel. Das Kabel endet beidseitig auf einem vergoldetem 3,5 mm Miniklinkenstecker, wobei eine Seite abgewinkelt ist und sich hierauf der ebenfalls zum Lieferumfang gehörende Adapter auf 6,3 mm Klinke aufschrauben lässt.

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AiAiAi TMA-2 Studio, Studiokopfhörer

Die Verarbeitungsqualität empfinde ich als gut. Der Kopfbügel ist aus einem Stück gefertigt und sauber abgerundet. Die Ohrmuscheln lassen sich beidseitig in neun Stufen verstellen, um die Größe des Kopfhörers einzustellen. Hochwertiger geht es natürlich schon, das zeigen die vielen oftmals mit mehr Metall konzipierten Kopfhörer, die dadurch einfach robuster und haptisch ansprechender wirken.

Technische Eigenschaften des TMA-2 Studiokopfhörers

Insgesamt bringt es der komplett aus Kunststoff-Einzelteilen zusammengestellte Kopfhörer auf 280 Gramm Gewicht. Damit befindet sich der TMA-2 Studio gewichtstechnisch im Mittelfeld. Während des Tests empfand ich den TMA-2 Studio keineswegs als störend, er saß grundsätzlich angenehm auf dem Kopf auf. Lediglich die Polsterung des Kopfbügels könnte für meinen Geschmack etwas breiter bzw. weicher sein.

Angenehm weich fallen dagegen die Ohrpolster aus, in meinem Fall die E08 Alcantara Ohrpolster. Diese umschließen meine Ohren komplett und dichten hierdurch auch sehr gut nach außen ab. Schon ohne anliegendes Signal rücken Außengeräusche entsprechend etwas zurück. Trotz der geschlossenen Bauweise fühlt man sich aber nicht gänzlich von der Außenwelt abgeschottet, was dem Gesamteindruck positiv zugute kommt.

aiaiai tma-2 studio test

Technisch setzt AiAiAi auf 40 mm Neodym-Treiber sowie Membrane aus Biozellulose. Den Frequenzbereich geben die Dänen mit imposanten 10 – 40.000 Hz an, der maximale Schalldruck liegt bei 113 dB, die Impedanz bei geringen 32 Ohm. Die niedrige Impedanz ist ein Anhaltspunkt dafür, dass der TMA-2 Studio auch im mobilen Umfeld und an den entsprechenden Abspielgeräten gut funktionieren kann.

Wie klingt der AiAiAi TMA-2 Studio?

Ausgesprochen gut bildet der TMA-2 Studio den Bassbereich ab. Schon alleine aufgrund der Bauweise ist der Bass deutlich wahrnehmbar und stets präsent, bleibt aber glücklicherweise immer akkurat und verschwimmt nicht. Fließend geht es zu den Mitten über, die ebenfalls sauber klingen. Dabei schafft es der TMA-2 Studio ,auch frequenznahe Instrumente und Mix-Bestandteile sauber zu trennen. Auch im Stereofeld bringt er dies gut ans Ohr und erlaubt es beim Mixen, einzelne Elemente schön zu verteilen und die Position im Raum nachzuvollziehen. Etwas schneller könnte er bei kurzen Akzenten ansprechen, da fühlt er sich meiner Meinung nach etwas behäbig an.

aiaiai tma-2 studio test

Ein weiterer (kleiner) Kritikpunkt sind die höheren Frequenzbereiche. Während ich mit meinem (offenen) Vergleichskopfhörer AKG K812 da sehr viele Details wahrnehmen kann, gerade in Bezug auf Live-Orchester-Aufnahmen, kommen diese beim TMA-2 Studio leider nicht ganz so schön ans Ohr bzw. sind kaum wahrzunehmen. Wie immer: hier muss man stets auch den Preisbereich im Auge behalten, aber zur Einordnung ist es eben wichtig, günstigere Kopfhörer (wobei der TMA-2 Studio mit 229,- Euro auch kein kompletter Einsteiger-Kopfhörer ist) auch mit höherpreisigen zu vergleichen.

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Fazit

Mit dem modularen Konzept bietet der dänische Hersteller AiAiAi tolle Kopfhörer für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete. Egal ob zum reinen Musik hören, für DJs, für den drahtlosen Bluetooth-Einsatz oder fürs Tonstudio – das Einsatzgebiet ist je nach Wahl des Modells sehr weit gefasst. Auch als Kombi-Kopfhörer ist er somit denkbar: Mittags im eigenen Studio mit Setup A produzieren, abends im Club andere Speaker Units und Ohrpolster aufgezogen, fertig ist der DJ-Kopfhörer!

Klanglich überzeugt der hier getestete TMA-2 Studio auf ganzer Linie. Er bietet ausreichend Bassfundament, tolle Mitten und gute Höhen. Für meinen Geschmack könnte er in den höheren Frequenzbereichen aber noch etwas detaillierter zu Werke gehen. Alles in allem aber ein guter Studiokopfhörer zum angemessenen Preis.

Plus

  • tolles modulares Konzept
  • guter, ausgewogener Klang
  • beidseitige Kabelführung

Minus

  • Kopfbügel sitzt etwas hart auf

Preis

  • 229,- Euro
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Forum
    • Profilbild
      Basicnoise  

      Hatte neulich in einer Synth Gruppe mal um Feedback dazu gebeten, da hier neue Studiokopfhörer anstanden und ich ziemlich angefixt vom Aiaiai Marketing war. Das Feedback war sehr verhalten. Der Sound selbst aber auch die Langlebigkeit wurden da recht oft bemängelt. Wenn ich mich recht erinnere gab es da gar kein wirklich positives Feedback. Dafür wurden Sennheiser (HD600/650) und Beyerdynamic (770/990 Pro) immer wieder hervorgehoben.
      (Der Vollständigkeit halber: Habe mich dann für die neuen 900 Pro X von Beyerdynamic entschieden. Bin sehr zufrieden mit der Wahl. Sehr ausgewogener und detailreicher Sound – auch tief nach unten noch. Komme von den AKG 271 MKII – der Unterschied ist gigantisch.)

      • Profilbild
        zipzditch

        Ich hab die tma 2 in young Guru version.
        Der Kopfhörer ist meiner Meinung nach soundtechnisch unaufgeregt. Alles ist grundsolide und da, aber irgendwie ist es nichts besonderes. Nicht was irgendwie auffällt, positiv wie negativ. Dafür aber ist der bügeldruck auf den Kopf zu stark, länger als 2h kann man den nicht wirklich tragen. Ich hab mir einen dt880 für zuhause und produzieren gekauft, den mag ich.
        Mit dem aiaiai würde ich rausgehen oder im Club auflegen, oder edrums spielen bspw

        Solides Teil, Ersatzteile etwas teuer, kleine on ear pads haben nicht lange gehalten. Ein Kabel mit Fernbedienung ist mal kaputt gegangen. Alles in allem zu teuer

      • Profilbild
        Bill Clark five

        Hmpfff, Sorry, musste spontan lachen; so ziemlich alles(!) ist gegen den 271er gigantisch…………nichts für ungut….

  1. Profilbild
    Muckemann

    Als DJ und Produzent kann ich aus meiner Erfahrung mit der TMA-Young Guru folgendes berichten:
    Habe bis vor 6 Jahren nur den Sennheiser HD25 dafür genutzt und diesen für solche Einsätze konkurrenzlos erachtet. Höhen und Bässe sind knackig und laut. Beim Aufsetzen kann man Umgebungsgeräusche abschirmen. Teilweise habe ich die Hd25 im Flugzeug oder Zug aufgesetzt nur um meine Ruhe zu haben. Tragekomfort: Schwitzen, Klingeln in den Ohren, Schmerzen durch Druck, aber nach einem tollen Gig schmerzhaft zu verkraften ;)

    Vor ca. 6 Jahren durfte ich das AIAIAI Office in Kopenhagen besuchen und habe als Geschenk die TMA Young Guru Edition bekommen. Nach dauerhaften Einsatz (sagen wir 4 Jahre – Pandemiezeit abgezogen) mit meiner AIAIAI hatte ich bisher nicht einen Defekt! (Beim HD25 permament das Wackelkontakt Problem). Kein Schwitzen, Druck und Klingeln in den Ohren.
    Die Tragekomfort Kritik hier beim AIAIAI kann ich absolut nicht nachvollziehen!

    Nun aus Produzentensicht. Wenn ich unterwegs bin und am Laptop arbeite sind die AIAIAI ebenfalls prima zu gebrauchen. Der Klang ist ausgewogen, aber auch hier wie die anderen Kommentare „Nichts Besonderes“ hervorzuheben. Bässe sauber und warm. Höhen und Mitten gut gestaffelt und ausgewogen. Die Mixe lassen sich grob sehr gut bewerten.

    Im Studio wäre die AIAIAI nicht meine erste Wahl, aber gerne als Zweitabhöre.

  2. Profilbild
    zirkuskind  

    Als DJ: Meine Erfahrung mir den AIAIAI Kopfhören sind durchweg super. Hatte ewig den Klassiker von Technics, über 15 Jahre vielleicht 3 Stück im Laufe der Zeit, plus ein zwei mal die Polster gewechselt. Meinen Umstieg auf AIAIAI TMA 2 DJ hab ich nicht bereut, finde sie noch n Zacken besser.
    Daneben habe ich eine andere Variante der AIAIAI zum zu Hause hören, größere Ohrpolster und andere Treiber, auch da gibts nix zu meckern.
    Bei den AIAIAI Kopfhörern kommt es eben darauf an, welche Kombi von Polstern und Treibern gewählt wird, du kannst es super der gedachten Anwendung oder deinen Geschmäckern anpassen.
    Das Konzept ist nachhaltig. Und beide Kopfhörer wirken solide, auf die ist Verlas. Meine DJ Variante hat nun auch schon einiges durch und von Auftritt zu Auftritt hab ich mich mehr gefreut auf die Teile umgestiegen zu sein.
    In Sachen Studiokopfhörer denk ich mir: Dass es ganz oben auf der Skala teurere und auch besser klingende Kopfhörer gibt, ok, aber die AIAIAI Teile sind -je nach Konfiguration- auch dort angenehme Arbeitstiere, die fürn guten Taler obere Mittelklasse bieten. Und für wenig Geld um- oder nachgerüstet werden können.

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