Test: Behringer Ultracurve Pro DEQ 2496, Mastering-Prozessor

6. Mai 2016

Es gibt immer was zu verbessern!

Behringer Ultracurve

Oha, das wird ein spannender Test! Warum? Nun, mit dem Behringer Ultracurve Pro DEQ 2496 haben wir ein Produkt im Test, das zum einen in drei verschiedenen Audiobereichen zum Einsatz kommt und das zum anderen je nach Weitsicht des Anwenders echte Verbesserungen am Sound oder aber massiven Schaden anrichten kann. Ach du jemine, ein solch martialisches Vorwort? Keine Sorge, auch mit einem Messer kann man je nach Weitsicht ein Stück Brot abschneiden oder aber anderweitigen Schaden anrichten. Auf ins Getümmel!

Konzeption

Zunächst einmal, was macht der Behringer Ultracurve Pro DEQ 2496 eigentlich? Es handelt sich bei dem 1 HE hohen Prozessor um die Kombination eines Equalizers, Analysers, Feedback Destroyers und Mastering Tools, untergebracht in einem massiven Metallgehäuse. Grob gesprochen, der gesamte Frequenzbereich eines Wiedergabesystems kann analysiert und gegebenenfalls verbogen werden, womit wir uns auch mitten in der oben genannten Wirkungsweise befinden. Frequenzgänge verbiegen will gelernt sein und bedarf einer sehr subtilen und erfahrenen Vorgehensweise, weshalb der Behringer Ultracurve Pro DEQ 2496 auch auf sehr viele Automatismen zur Unterstützung des Nutzers setzt. Erfahrene Nutzer können dennoch manuell in die einzelnen Parameter eingreifen und gezielt am Audiomaterial arbeiten.

Behringer Ultracurve Pro DEQ 2496 - Front

Behringer Ultracurve Pro DEQ 2496 – Front

 

Einsatzbereich

OK, die oben genannten Bearbeitungsschritte lassen den erfahrenen Techniker schnell zwei Schubladen öffnen.

1. Studio

Direkt das heikelste Thema zu Beginn. Die Zeit der akustisch aufwändig berechneten Tonstudios ist aufgrund des finanziellen Zusammenbruchs der Musikindustrie und der damit einhergehenden Vorschüsse weitgehend vorbei, was zur Folge hat, dass immer mehr Produzenten ihre Produktionen in verschiedenen Räumen der heimischen Wohnung oder in anderweitig regulär genutzten Bereichen zusammenzimmern.

Forum
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    penishead  

    Als Benutzer des Vorgängers, frage ich mich, ob man jetzt den Analyzer und den Korrelationsgradmesser gleichzeitig nutzen kann?
    Ich benutze den Ultracurve nur als optischen Analyzer.

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    penishead  

    Ach, ich war zu schnell! Hat das Ding ja wieder nicht! Mann, Mann, Mann! Ach, Uli, die Korrelation wärs halt noch gewesen. Hatte ich schon beim letzten Gerät als Hinweis gegeben.

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    penishead  

    Mir schwant, das es sich gar nicht um einen Nachfolger handelt, sondern das Gerät von 2003 ist. Warum kommt das jetzt hier als Test zu Amazona?

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      Onkel Sigi  RED

      Ja und? Wenn ein Gerät seit Jahren produziert wird, dann ist es doch auch interessant, die Hintergründe zu wissen, warum das so sein könnte.

      Zudem gibt es so viele Neuerscheinungen jedes Jahr, es ist fast unmöglich, jedes Gerät zu testen.

      Ich hatte vor 20 Jahren einige Behringer-Geräte in meinem Studio, damals waren das noch ganz schön massive Teile und hatten auch keinen Schleuderpreis. Danach hatte ich nur noch schlechte Erfahrungen mit diesem ganzen windigen Billigkram, der folgte. Oder die Hardware war Top und die Software Schrott (BCF 2000)……..

      Danach kam mir kein Behringer-Gerät mehr in´s Studio und das bleibt auch so! Diese Firma kopiert in erster Linie bestehende Konzepte in einem mittlerweile schicken aber nach wie vor billigen Gewand. Der Name „Behringer“ ist leider Synonym für Billigware geworden und ein ernstzunehmendes Studio hütet sich seit Jahren, dass dieser Name in irgendeinem Rack auftaucht.

      Dennoch……
      Wenn Axel Ritt als alter Studiohase sagt, das Gerät taugt, dann wird er sich das nicht aus den Fingern gesogen haben. So stehen hier eben meine persönlichen Vorbehalte aufgrund meiner Erfahrungen mit diesen Geräten zu lesen, ob diese heute noch gelten, muss dann jeder für sich selbst herausfinden.

      „Onkel Sigi“

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        Armin Bauer  RED

        Hi Sigi,

        der DEQ2496 ist tatsächlich einer der wenigen Behringer-Sachen, die taugen. D.h. Frequenzgang ist ok, Bedienung funktioniert, Preis stimmt.
        Ich habe ihn, solange das in meinem System noch nötig war, als EQ + Delay in den Delaylines eingesetzt, dafür hat er einen guten Job gemacht.
        Was nicht so optimal ist: Feedbackerkennung zu langsam und unflexibel, Analyzer ist zwar lustiges Gezappel, geht aber natürlich nur mit Smaart o.Ä. adäquat.
        Dem restlichen Signalmanipulations-Humbug stehe ich in einer PA-Anlage sowieso kritisch gegenüber.
        Also: viele Funktionen, wenn man 1-2 für sich findet lohnt sich der Oldtimer immer noch.
        Aber stimmt schon: ein aktuelles Testgerät ist das Ding nicht, vielleicht sollten wir eine Sparte „Vintage Gear“ haben.

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