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Test: Clavia Nord Drum 2 & Nord Pad, Drumsynthesizer

Das Nord Pad ist recht einfach gehalten. Es bietet sechs Gummischlagflächen und besagte Ethernet-Buchse, mehr nicht. Man kann das Pad also nur zusammen mit Nord Drum 2 verwenden – oder gibt es noch ein Modul mit Ethernet-Eingang? Da ich kein Experte auf dem Gebiet der E-Drums bin, wage ich keine wertende Aussage zur Qualität des Pads. Sie sind natürlich lauter als Rolands V-Drum Mesh-Heads (aber deutlich leiser als das alte Octapad) und brauchen schon etwas Kraft, um gespielt zu werden. Trommeln per Hand ist nur in Grenzen möglich, Sticks sind hier klar zu bevorzugen.

Sowohl Nord Drum 2 als auch Nord Pad lasen sich mit einem mitgelieferten Fuß auf ein Drumrack oder Stativ montieren.

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NP angle

 

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Fazit

Clavia hat das positive wie negative Feedback zur ersten Nord Drum offenbar nicht nur registriert, sondern auch konstruktiv verstanden. Im Ergebnis ist die Nord Drum 2 so gut geworden, dass sich eigentlich kaum Kritikpunkte mehr finden lassen – bis auf die fehlenden Einzelausgänge. Aber bei dem nach wie vor hauptsächlich auf den Live-Einsatz ausgelegten Konzept ist dieser Punkt relativ. Ansonsten haben wir es hier mit einem exzellent klingenden, sehr flexiblen Drumsynthesizer zu tun, der seinesgleichen sucht. Die Bedienung ist gut gelöst und stellt einen vernünftigen Kompromiss aus Nutzen und Aufwand (> Endpreis) dar. Wer es komfortabler will, kann sich zur CC-Steuerung seine bevorzugte MIDI-Controllerbox dafür programmieren.

Auch wenn es die Nord Drum 1 derzeit noch zum günstigen Abverkaufspreis von 199 Euro gibt, würde ich trotzdem zur Nord Drum 2 raten. Die Verbesserungen haben aus dem Gerät das gemacht, was es von Anfang an hätte sein sollen. Eine wohlverdiente 3-Sterne-Wertung – und für Livedrummer sogar eine „Best Buy“-Empfehlung, denn es gibt derzeit nichts annähernd Vergleichbares.

Trotz des überaus guten Eindrucks, den Nord Drum2 hinterlässt, gebe ich aber Wunsch und Hoffnung auf eine Nord Drummachine (mit Einzelausgängen!) nicht auf.

Plus

  • großartiger Sound
  • erweiterte Synthesemöglichkeiten (gegenüber Version 1)
  • chromatischer Modus
  • volle MIDI-CC-Steuerung
  • üppiger Speicher

Minus

  • keine Einzelausgänge
  • mehr Bedienelemente zur Klangeditierung wären wünschenswert

Preis

  • UVP: 594,- Euro
  • Straßenpreis: 499,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    xtront  

    Danke für den ausführlichen Überblick. Die Klangbeispiele gefallen mir gut und vermitteln einen sehr guten Eindruck von den Möglichkeiten.

    Beim Nord Drum 1 reicht ein Doppelklick in der entsprechenden Reihe um direkt zum Parameter zu gelangen. Den Umweg über „Row Select“ kann man sich also gerne sparen.

  2. Profilbild
    Mathenedor

    Bekommt man aus dem Drum2 auch realistische akustische Drumsounds raus? Bin schon des längerem auf der Suche nach einer gut klingenden Alternative für mein Td9v2 (mit VexExpressions „Naturals“) für Live-Auftritte und will mir Variante mit PC und VST nicht antun. Stellt das Drum2 da eine Alternative da, oder ist es eher für andere Anwendungsfälle gedacht? Die Soundbeispiele klingen ja eher elektronisch.

    • Profilbild
      der jim  RED

      Nein, Nord Drum macht keine Sounds, die man als ernsthaften Ersatz für akustische Drums nehmen könnte. Es ist und bleibt ein Drum-Synthesizer. Er kann zwar akustische Drums imitieren wie es kaum ein zweiter Drum-Synth kann, aber natürlich hört man den Syntheseansatz immer raus. Eine Alterntive zu Rolands TD ist er diesbezüglich nicht.

      • Profilbild
        Mathenedor

        Ok, danke für die Info! Werd beizeiten mal die Reise zu einem Händler unternehmen der das 2Box DrumItFive im Ausstellungsraum hat, vielleicht ist dieses Modul ja eine Alternative!

        • Profilbild
          Peter Zettl  RED

          Hi Mathenedor,
          kleiner Tipp: Wir haben gerade ein 2Box DrumItFive in der Mangel. Der Test erscheint noch vor Weihnachten!

          • Profilbild
            Mathenedor

            Oh, danke für den Tipp, bin schon sehr gespannt auf den Test! Mich persönlich würde auch brennend die Zusammenarbeit des Moduls mit herstellerfremden Pads (z.B. Roland) interessieren!
            Die 2box Komplettsets scheinen ja im Moment vergriffen zu sein. Nicht mal Big T führt sie.

  3. Profilbild
    martin stimming  

    ich hab das teil seit ca 2 monaten und bin sehr glücklich damit!

    dem test (dem ich in allen punkten zustimme, hatte die erste auch kurz und schnell zu gunsten der zweiten zurück gegeben) möchte ich noch hinzufügen dass auch die hihat/cymbal sounds zwar immer in der elektronischen ecke bleiben, sie aber durch die unfassbar dynamische art zu spielen sehr lebendig und dadurch irgendwie „echt“ klingen.
    das gilt eigentlich für alle sounds – das ist der erste plastikdrummie den ich habe/hatte der durch seine dynamik und spielbarkeit an echte trommeln rankommt.
    und trotzdem kommt da ein druck raus, der es mit meiner vermona drm1 mk3 aufnehmen kann. auch für bassdrums! nur die mbase hat dann noch nen ganzen ticken mehr fett da unten.

    alles in allem ein sehr zeitgemäßes, modernes gerät was ich sicher lange haben werde! hat clavia sehr gut gemacht ;)

  4. Profilbild
    Pavel  

    …hat mal einer zu einer Anzeige geschrieben: „Der Nachfolger kostet weniger, das wird sich nicht verkaufen!“

    Der Nachfolger ist zwar kompakter u. günstiger, hat aber keine Trigger-Eingänge und das Pad fest verbaut („Hau auf de Knöbbe, Erwin!“). Dazu bis auf den 2ten T-Bridge weniger Modelling-Algos. Oh ja toll, Reverb & echtes Delay. Wow… Insgesamt zu 50/50 ein Rückschritt. Der Prototyp kam btw noch im ähnlichen Gehäuse wie die 2er.

    Mittlerweile zahlt man 600-700 für die Unit und wenn man Glück hat (wie ich) nur 130-150 brandneu fürs Nord Pad 6. Man muß halt ganz Europa bzw. auch US abgrasen. Aber das gilt generell. Vllt. kommt in 1/10 der Fälle mal Zoll etc., immer noch günstiger – grade aus Japan. Irgendwie scheint Ihr Deutschen Angst davor zu haben im Ausland zu bestellen. Warum?

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