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Test: DAS Audio ACTION-M512A aktiver Bühnenmonitor

22. Juli 2021

Viel mehr als nur ein Bühnenmonitor

Test: DAS Audio ACTION-M512A aktiver Bühnenmonitor

Test: DAS Audio ACTION-M512A aktiver Bühnenmonitor

Für gute Performance auf der Bühne ist optimales Hören eine Grundvoraussetzung. Dafür gibt es heutzutage die unterschiedlichsten Lösungen in allen Preisklassen. Doch die klassische Form ist und bleibt der Bühnenmonitor, in manchen Kreisen auch gerne als Wedge bezeichnet. Und schon sind wir beim aktuellen Testkandidaten, dem aktiven Bühnenmonitor DAS Audio ACTION-M512A. Aber dieser 12-Zoll 2-Wege Lautsprecher kann noch mehr. Er lässt sich noch als Topteil in Kombination mit einem Bass oder als Fullrange Lautsprecher einsetzen. Dabei helfen nicht zuletzt das drehbare Horn und der integrierte 35 mm Hochständerflansch.

Wer ist DAS Audio?

Obwohl das Familienunternehmen mit Sitz in Valencia (Spanien) in diesem Jahr schon sein 50-jähriges Jubiläum feiert, ist die Firma DAS Audio in Deutschland noch nicht so bekannt wie die allgegenwärtigen Platzhirsche. Im spanischen Werk gibt es viele Spezialisten und eine umfangreiche Entwicklungsabteilung für die Bereiche Transducer (Woofer und Treiber), Akustik, Mechanik, Elektronik und Software. Bis auf wenige Ausnahmen im Installationsbereich werden alle Lautsprecher inkl. Gehäusebau, Lackierung, Elektronikfertigung und Endmontage vor Ort in Valencia gefertigt.

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Als einer der wenigen Hersteller entwickelt und produziert DAS Audio übrigens noch eigene Transducer im Segment mobile Beschallung für Musiker, DJs und ähnliche Anwendungen. Dies hat allerdings auch seine Grenzen, sodass die Woofer in der Altea 400- und der Action-Serie zwar selbst entwickelt, aber bei einem Partner in Asien gefertigt werden. Ab Altea 700 und der Vantec-Serie aufwärts sind dann die Woofer auch aus spanischer Produktion.

Weil DAS Audio seinen Schwerpunkt vor allem im Touring- und Installationsmarkt hat, kommt dies den Kunden in unteren Preissegmenten immer wieder zugute. Denn für die Holzgehäuse z.B. in der Action- und Vantec-Serie kommen das gleiche hochwertige Birkenmultiplex und der gleiche PU-Lack (ISO-Flex) zum Einsatz, wie in den professionelleren Serien. Und on top sind auch die Verarbeitungsqualität und die Qualitätssicherung identisch mit den teuren Produkten.

DAS Audio ACTION-M512A – technische Daten

Der Aktivmonitor arbeitet mit einer konvektionsgekühlten, zweikanaligen Class-D Endstufe, die insgesamt 1000 Watt in der Spitze leistet und 500 Watt kontinuierlich bereitstellt. Die verbauten Lautsprecher aus hauseigener DAS Audio Entwicklung sind ein 12-Zoll Tieftöner mit 2,5-Zoll Voice Coil sowie ein 1-Zoll Hochtontreiber mit Titanmembran. Gekoppelt ist dieser HF-Treiber an ein drehbares 80° (horizontal) x 50° (vertikal) abstrahlendes Hochtonhorn. Von daher lässt sich, wie schon erwähnt, diese Aktivbox auch sehr gut als PA-Lautsprecher auf einem Hochständer einsetzen.

Die kraftvolle Endstufe ermöglicht einen maximalen Schalldruckpegel von 130 dB (1 Meter), den Frequenzbereich bei -10 dB gibt DAS Audio mit 60 Hz bis 20.000 Hz an.

Aktivmonitor DAS Audio ACTION-M512A – Gehäuse

Test: DAS Audio ACTION-M512A aktiver Bühnenmonitor

Das ist die passende Position für den Einsatz als Bodenmonitor

Mit seinen Abmessungen von 335 x 650 x 450 mm (H x B x T) wiegt der Monitor 19,5 Kilogramm. Das Gehäuse aus robustem Birkenmultiplex kommt in der trapezförmigen Konstruktion wie man es von einem klassischen Bühnenmonitor erwartet. Die schwarze Beschichtung, die DAS Audio ISO-Flex PU-Lack nennt, macht einen sehr robusten Eindruck und lässt lange Haltbarkeit vermuten. Sicherheit und Schutz vor Blessuren der Schallwand liefert dann auch noch das Frontgitter aus stabilem Metall. Um die verbauten Treiber noch besser vor ungeliebten Eindringlingen zu bewahren, ist das Frontgitter mit einem feinen Kunststoffgewebe hinterlegt. Das ist speziell bei Bodenmonitoren besonders sinnvoll. Schließlich ist auf der Bühne nicht selten zu sehen, wie manche Protagonisten bei ihrer Performance gerne einen Fuß auf dem Frontblech der Monitorbox abstellen.

An den beiden Schmalseiten des Gehäuses gibt es ordentliche Eingriffsmulden mit stabilen Griffen aus Metall. Damit man hier besonders gut zupacken kann, sind die Griffe an den hinteren Flächen mit Gummierungen versehen. In der rechten Griffmulde (beim Blick auf das Frontgitter) sitzt der 35 mm Boxenflansch. Er ist so angebracht, dass der Lautsprecher ausgewogen auf einem Hochständer platziert werden kann.

Test: DAS Audio ACTION-M512A aktiver Bühnenmonitor

Ein solider Tragegriff und der Flansch für den Hochständer sind an der rechten Seite angebracht

In den unteren Bereich hinten ist das Bedien- und Anschlusspanel etwas vertieft eingelassen. Es besteht aus einem einzigen großen Modul. Passive Kühlrippen leiten die Abwärme nach außen. Somit kann sich beim Einsatz dieses aktiven 12-Zoll Bühnenmonitors kein Lüftergeräusch als Störenfried bemerkbar machen.

Test: DAS Audio ACTION-M512A aktiver Bühnenmonitor

Hier sind die rutschfesten Füße und die Seriennummer zu sehen

Auf der Unterseite sorgen vier großformatige Füße aus Kunststoffmaterial für sichern und rutschfesten Stand. In einer kleinen Aussparung, auf einer angeschraubten Trägerplatte, ist unten auch die Seriennummer zu lesen.

DAS Audio ACTION-M512A – Anschlüsse und Bedienung

Zwei getrennt regelbare Kanäle (CH 1 und CH 2) stehen zur Verfügung. Die Eingangsverstärker der beiden verriegelnden XLR Combo-Buchsen lassen sich in ihrer Empfindlichkeit von Linepegeln bis hin zu Mikrofonsignalen (nur dynamisch möglich) anpassen. Zum Durchschleifen der Eingangssignale gibt es eine XLR-Buchse. Alternativ lassen sich hier per Schalterstellung beide Signale weiterleiten oder jeweils der Kanal 1 oder 2.

Als zusätzlicher AUX-Eingang dient eine 3,5 mm Klinkenbuchse. Das sehe ich übrigens immer häufiger an Aktivboxen. Die traditionellen Cinch-Eingänge scheinen so langsam durch diese Mini-Buchse verdrängt zu werden. Vielleicht auch aus Kostengründen?

Test: DAS Audio ACTION-M512A aktiver Bühnenmonitor

Anschlüsse und Bedienfeld

24-Bit DSP mit LCD-Display

Wesentliches Instrument zur individuellen Anpassung und Steuerung ist das LCD-Display mit dem großformatigem Push/Drehregler. In der Grundeinstellung lässt sich mit diesem Drehrad ganz schnell die Gesamtlautstärke einstellen. Erst nach dem Drücken komme ich in den erweiterten Bereich, der mir zahlreiche Optionen bietet.

So kann ich hier zwischen drei Voicings wählen: Monitor, Dance, Live. Meine noch folgenden Messungen gehen näher auf die entsprechenden Frequenzkurven ein. Ein schaltbarer Hochpassfilter bereitet den Monitor auf den Einsatz mit einem Subwoofer als möglichen Partner vor.

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Eine Delay Line lässt sich in diesem Menü ebenfalls schnell einrichten. Entfernungen von 0,0 Meter (aus) bis 9,9 Meter können hier ausgewählt werden. Die Angaben in Meter (oder wahlweise Feet) halte ich übrigens für wesentlich praxisorientierter als Angaben in Millisekunden, wie sie teilweise noch bei Konkurrenzprodukten anzutreffen sind.

Damit das LCD-Display unter verschiedenen Lichtbedingungen gut ablesbar ist, können Helligkeit und Kontrast verändert werden. Um nicht ständig als helle Fläche zu erscheinen, lässt es sich dann auch noch wahlweise nach einer gewissen Zeit automatisch dimmen.

Das frontseitig montierte Logo ist in der Standardeinstellung beleuchtet und dient damit beim Einsatz gut sichtbar als Netzkontrolle. Auswählen kann ich im Menü zwischen den Zuständen an / aus oder dem Einsatz des Logos als Kontrollinstrument beim Eingriff des Limiters.

Menülock, Reset und Systeminformation sind weitere Unterpunkte, die mir zur Verfügung stehen.

Professionelle PowerCon Netzanschlüsse

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Professionelles Anschlusskabel mit PowerCon Stecker wird mitgeliefert

Der Netzein- und -ausgang zeigt mir, dass dieser Monitor durchaus in die Riege der professionellen Tools gehört. DAS Audio setzt hier in beiden Fällen auf PowerCon Anschlüsse, was für mich bei Produkten dieser Preisklasse auf jeden Fall auch zum Standard gehören sollte, aber nicht überall anzutreffen ist. Mitgeliefert wird das passende Netzkabel mit einer Länge von immerhin knapp drei Metern und mit einem recht ordentlichen Kabelquerschnitt.

Messungen der Frequenzgänge

Meine Messungen im Nahbereich haben ich unter normalen Bedingungen durchgeführt, also nicht in einem speziellen Messraum. Dabei kommt natürlich das Messmikrofon zum Einsatz und ein Interface mit hervorragenden technischen Werten. Die abgebildeten Messkurven sind mit einer 12er Glättung gezeigt. Das ist für mich ein guter Kompromiss, mit dem ich häufig arbeite.

Messung 1- Preset Monitor

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Die Messung mit dem Preset Monitor

Besonders gut ist zu erkennen, dass die Kurve unterhalb von etwa 70 Hertz schnell abfällt, was mit den Frequenzangaben des Herstellers übereinstimmt. Auch bei 20.000 Hertz sind immer noch Werte von gut 60 dB auf der Skala zu sehen. Tendenziell ist dieser Monitor eher etwas basslastig (Peaks zwischen 90 Hertz und 125 Hertz). Um die 400 Hertz bis hin zu 600 Hertz sind ebenfalls Betonungen im Frequenzspektrum zu erkennen. Zwischen 1.500 Hertz und 10.000 Hertz zeigt meine Messung im Hochtonbereich ein recht ausgeglichenes Klangbild.

Messung 2- Preset Dance

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Die Messung mit dem Preset Dance

Der Vergleich zwischen der Messkurve Monitor und der Messkurve Blau (Einstellung Dance) macht das deutlich, was grundsätzlich zu erwarten ist: Die Bässe sind kräftiger, die Mitten und oberen Mitten etwas reduzierter und die Höhen ab etwa 6.000 Hertz sind angehoben.

Messung 3- Preset Live (orange Kurve)

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Vergleich von zwei Messkurven. Rot = Monitor, Orange = Live

Der Vergleich zwischen der Messkurve Rot (Einstellung Monitor) und Orange (Einstellung Live) ergibt im Bereich Live eine abgeschwächte Kurve zwischen 250 Hertz und 650 Hertz. Dafür ist etwas mehr Präsenz um die 900 Hertz und 1.000 Hertz zu erkennen, sowie eine mit zunehmender Frequenz steigende Kurve ab 6.000 Hertz.

DAS Audio ACTION-M512A – Hörtest mit Konservenmusik

Hier kommen jetzt verschiedene Musikstile zum Einsatz. Dabei habe ich jeweils auch die drei unterschiedlichen Voicings geschaltet. Die folgenden Titel stellen neben einigen anderen die Auswahl meiner bei diesem Lautsprecher abgespielten Musik dar.

  • Billie Jean, Michael Jackson
  • Hey Brother, Avicii
  • Frenchtown, Allan Taylor
  • No Sanctuary Here, Chris Jones
  • Lose Yourself, Eminem
  • Love Again, Dua Lipa
  • Higher Power, Coldplay

Der DAS Audio ACTION-M512A Aktivmonitor liefert in allen Musikstilen hervorragende Klänge. Speziell das Bassfundament finde ich ausgezeichnet und ist für einen 12-Zoll Woofer spitze. Diese besonderen Qualitäten im Tieftonbereich ließen ja bereits meine Messungen vermuten. Die Bässe sind konturiert, knackig und immer präsent. Auch die Höhenwiedergabe ist sehr ordentlich. Da klingt nichts schrill oder aufdringlich, sondern sauber und transparent. Was die Mitten betrifft, kann ich ebenfalls ausschließlich von guten Ergebnissen berichten – und das alles auch bei hohen Lautstärken.

Die unterschiedlichen Voicings liefern das ab, was die Messungen ergeben haben. Unterschiede gibt es in der Bass- und Höhenwiedergabe sowie bei den Mitten. Zur besseren Veranschaulichung folgt hier noch das Diagramm mit allen drei Messkurven auf einen Blick.

Test: DAS Audio ACTION-M512A aktiver Bühnenmonitor

Drei Messkurven im Vergleich

Preset Monitor = rot / Preset Dance = blau / Preset Live = orange

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Fazit

In seiner Paradedisziplin ist der aktive Bühnenmonitor DAS Audio ACTION-M512A für die Platzierung vor den Füßen und dort als professionelles Kontrollinstrument gedacht. Dafür hat er schließlich die entsprechende Formgebung. Und auch das beleuchtete Logo kommt nur bei dieser Anwendung optimal zur Geltung, es lässt sich nämlich nicht drehen. Dennoch hat diese Aktivbox weit mehr auf dem Kasten. Abgedeckt werden können noch andere Einsatzgebiete wie zum Beispiel als Topteil, Delay Line oder Fullrange PA. Der 24-Bit DSP liefert dafür die passenden Einstellungen. Presets mit Anwendungs-Voicings, präziser Klang, saubere Verarbeitung, robuste Lackierung und gute Tragegriffe sind weitere Pluspunkte. Bei der gebotenen Qualität in allen Bereichen ist der Verkaufspreis aus meiner Sicht auf jeden Fall gerechtfertigt. Mein Tipp: antesten und sich selbst von der Qualität überzeugen. Ich schätze, von DAS Audio werden wir in Zukunft bestimmt noch mehr hören.

Plus

  • sehr guter Klang
  • flexibel einsetzbar (Presets)
  • stabiles Holzgehäuse
  • robuste Schutzschicht
  • professionelle PowerCon Buchsen
  • langes Netzkabel mit PowerCon Stecker

Preis

  • 845,- Euro
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