Test: Dnipro Modular DOT, Eurorack Trigger-Sequencer

10. Juli 2020

DOTs Punktlandung fürs Eurorack

dnipro modular dot eurorack test

Dnipro Modular DOT, Eurorack Trigger-Sequencer

Nach den News ist vor dem Test: Dnipro Modular DOT, ein 3-Kanal 16 Step-Trigger-Sequencer für das Eurorack Modularsystem bei uns im Test.

Dnipro Modular DOT, im Vornamen benannt nach der viertgrößten Stadt der Ukraine und dort auch ansässig, sind erst seit kurzer Zeit auf dem mittlerweile fast unüberschaubaren Eurorack-Modulmarkt tätig und stellen mit dem DOT nun schon das zweite Modul vor. Wir werden testen, welche Features der kleine Antreiber mitbringt und ob es sich lohnt, dafür die nötigen Scheine locker zu machen.

Auf den Punkt gebracht: Was ist der DOT?

Der Dnipro Modular DOT ist (bei sparsamen 6 TE) ein 3-Kanal Trigger-Sequencer mit 16 Steps pro Kanal. Er besitzt einen Euclidean-Pattern-Generator, kann aber auch über die normale Lauflichtprogrammierung, hier XOX genannt, editiert werden. Die manuelle Step-Eingabe in Echtzeit ist natürlich ebenfalls möglich.

Die erstellten Patterns können über CV-Signale in Echtzeit manipuliert und mit Swing angereichert werden. Das allseits beliebte Ratcheting ist selbstverständlich auch an Bord. Dazu können die abgespeichert und in Echtzeit nachgeladen werden. Mehrere DOTs lassen sich über ein Link-Kabel zu einem komplexen Trigger-Sequencer-System kaskadieren. Wer lieber eine schwarze Frontplatte in sein Eurorack schrauben möchte, kann auch diese Option wählen.

Ausgepackt

Das Modul kommt per Folie gut geschützt in einer kleinen Pappschachtel mit rot-schwarzem Logo-Sticker. In der Schachtel befinden sich die heute üblichen Beigaben: vier Schrauben für den Einbau, ein extravagantes, mit Sicherungsbügeln versehenes Eurorack-Powerkabel und ein fünffach gefaltetes, auf Vorder- und Rückseite bedrucktes Handbuch im Miniaturformat.

DNIPRO MODULAR DOT VERPACKUNGSINHALT AUSGEPACKT

Auf der Website zum Modul liegt das Handbuch auch noch einmal umweltfreundlich für den Download bereit. Das ist sicher auch die bessere Option, falls die Augen nicht mehr so leistungsstark für die Minischrift sind, denn im PDF-Viewer gibt es ja bekanntlich einen Zoom. Was purzelt hier noch aus der Schachtel? Ah! Dem Modul liegt zusätzlich noch ein Link-Kabel dabei. Mit diesem ist es möglich, mehrere DOTs über eine interne Busverbindung zu einem komplexen Triggersystem zu erweitern.

Mit 42 mm ist das schmale Modul noch gut freundlich zum Einbau in Skiffs, die mobilen Modular-User wird das sicher freuen. Der Stromverbrauch liegt für das kleine Modul auf der +12 V Leitung bei ordentlichen 70 mA, die -12 V Leitung saugt … ? Hm … meine Recherchen bringen mich ins Stutzen: Auf diversen Webseiten zum Modul werden immer andere Werte angezeigt, sehr komisch! Die jeweils dort angezeigte Palette reicht von 7 mA, 20 mA über 120 mA bis hin zu sagenhaften 7 A auf der offiziellen Seite zum Modul! Gibt es doch nicht? Also nun ist mein Ehrgeiz geweckt, das wollen wir doch genauer wissen! Wozu habe ich mir eigentlich das Joranalogue Test3 gelötet? Schnell den DOT für den ungeplanten Test umgestöpselt und siehe da?

DNIRPO MODULAR DOT USERBILD TEST3 AUSWERTUNG

Die -12 V-Leitung wird laut Anzeige des Test3 mit 5 mA belastet, auf der 5 V-Leitung tut sich wie angegeben nichts. Damit wäre das auch geklärt und ein paar Webseiten haben jetzt Hausaufgaben. Nebenbei, die Aussage bei +12 V konnte mit dem Test im Grunde bestätigt werden, exakt gemessen waren es bei Vollauslastung sogar 73 mA als Peak.

Die Rückseite des Dnipro Modular DOT zeigt sich sehr aufgeräumt. Zwei übereinander gesteckte PCBs, übersichtlich mit SMD und Through-Hole-Bauteilen bestückt. Man erkennt die verpolungssicher ausgeführte Eurorack Power-Buchse, in die das extravagante mitgelieferte Powerkabel rutschsicher einrastet, sowie zwei Buchsen für die Aufnahme des oben schon genannten Link-Kabels.

DNIPRO MODULAR DOT Userbild Rückseite Powerbuchse Sicherung

Rutschfest und verpolungssicher!

Je nachdem, welche Rolle der anzuschließende DOT in dem kaskadierten Verbund spielt, kommt das Kabel in die Buchse LINK OUT oder LINK IN. Dabei übernehmen die Slaves vom Mastermodul die CLOCK und den RESET. Diese interne Verbindung wird beim Einstecken eines Patch-Kabels bei CLOCK IN oder RESET IN am Slave wieder unterbrochen, so dass ein Slave auch wieder unabhängig zu einer anders aufgelösten CLOCK betrieben werden kann.

Punkt, Punkt, Poti, Taster, Buchse – die Frontplatte

Damit wären wir bereit für einen virtuellen Rundgang über die Frontplatte. Visueller Blickpunkt ist das viereckige DOT-Display im oberen Bereich des Moduls. Hier werden die Spuren mit den namensgebenden Dots und die angewählten Modi per Symbol angezeigt. Direkt darunter, als Dreh- und Angelpunkt der Bedienung, befindet sich ein Poti mit Push-Funktion, also als Drehregler und Druckknopf einsetzbar, zur Anwahl von Funktionen und dem Bestätigen von eingestellten Werten.

DNIPRO MODULAR DOT HERSTELLERBILD FRONTANSICHT

 

Darunter befinden sich drei hintergrundbeleuchtete Track-Taster, die zur direkten Track-Anwahl und in einigen Fällen auch als Bestätigungs-Button für Track-Operationen dienen.

Die Taster können dabei verschiedene Farben annehmen: grün, rot und orange. Diese Farben decken sich mit den angezeigten Farben im DOT-Display. Die Beschriftung der Spur-Taster fällt ein wenig unorthodox aus, nämlich von links 1, 3 und dann 2. Das hat sicher systemtechnische Gründe, auf den Alltagsbetrieb hat das aber keinen Einfluss, da sich die Bedienung von oben nach unten durchzieht.

DNIRPO MODULAR DOT Herstellerbild Handbuch Workflow

Unter den Tastern folgen in derselben Anordnung drei CV-Eingangsbuchsen. Hier kann mit angelegten CV-Signalen Einfluss auf die Patterns genommen werden.

Darunter folgen zwei selbsterklärende Eingangsbuchsen, einmal CLOCK IN und RESET IN. Mit CLOCK IN wird der DOT zu anderen Modulen oder externem Setup synchronisiert und mit anliegendem CV-Signal auf RESET IN wird der DOT auf Step 1 zurückgesetzt. Das gilt immer für alle drei Spuren. Zu guter Letzt folgen ganz unten die drei Ausgangsbuchsen für die Ausgabe der drei Spuren des DOT.

Für den Test habe ich mir einen kleinen Drumcomputer zusammengestellt. Spur 1 des DOT triggert meinen selbstgelöteten Befaco KickAll, Spur 2 und 3 kommen vom Vermona Twincussion.

DNIPRO MODULAR DOT USERBILD TEST SETUP 1

Punkte sammeln: Die Bedienung und Arbeitsmodi

So genug der Theorie, nun kommt die Praxis! Das Handbuch lege ich erst einmal beiseite und versuche mich intuitiv an das Modul heranzutasten. Mal sehen, wie weit ich damit komme. Als erstes suche ich den Play-Schalter: vergebens! Okay, der DOT braucht also eine Clock, wird demnach nie Schaltzentrale sein. Schnell das Rechteck aus einem LFO per Kabel angelegt und schon setzt sich das DOT-Display in Bewegung und der Befaco Kickall antwortet mit ordentlichem Umpf, Umpf, Umpf … so muss das!

Dann drehe ich zur Probe am Push-Poti und auf der ersten Spur erscheinen immer mehr grüne Punkte, bis es in Sechszehnteln durchhämmert. Wo ist MUTE? In Panik drücke ich die Taster, drehe am Poti und schon füllen sich Spur 2 und 3 mit weiteren grünen Punkten und am Output klopft’s und scheppert’s in heillosem Durcheinander. Okay, so wird das nichts! Das Handbuch muss also doch her!

Umpf, Umpf, Schepper, Krach, Umpf … nachdem ich das Kabel für die CLOCK gezogen habe, herrscht wieder Ruhe. Einen Stopp-Taster gibt es ja nicht. Vor den DOT schraube ich also das selbstgelötete Shakmat Clock O’Pawn in das Case und nun ist auf Knopfdruck Ruhe.

Wo ich schon mal am Schrauben war, wurden auch gleich die beiden Drum-Module gegen ein paar Module von MFB ersetzt. So entstand aus MFB BASS-522, SNARE-522 und DRUM-07 für die HiHats sowie dem MIXER-DRUM-99 der neue Drumcomputer. Warum der schnelle Wechsel? Ganz einfach: Kompatibilität checken! Ich kann hier vorwegnehmen: Alles im grünen Bereich! Das vom DOT ausgesendete Trigger-Signal löste bei allen der mit ihm getesteten Drum-Module sauber aus.

DNIPRO MODULAR DOT USERBILD TEST SETUP 2

Nach dem Studium des Handbuchs stellt sich die Bedienung als gar nicht so schwer heraus. Ein bisschen Umdenken ist hier und da gefragt, aber es stellen sich keine unüberwindbaren Hürden in den Weg. Es gibt zwei Arbeitsmodi, den EUCLIDEAN MODE und den XOX MODE sowie zwei Menüs für diverse Operationen und Einstellungen. Sehr überschaubar!

Zuerst befindet man sich im EUCLIDEAN MODE und schraubt dort sein Pattern auf dem angewählten Track zurecht. Track-Taster 1 gedrückt, dieser wird grün und mit dem Push-Poti nach rechts gedreht füllt sich Spur 1 mit grünen Punkten, berechnet nach Euklid durch den Pattern-Generator.

Die Darstellung der Spur teilt sich dabei in zwei Reihen zu je acht Punkten, die die 16 Steps im Raster darstellen. Abgespielt wird zuerst die linke Reihe, dann die rechte Seite, wobei drei durchlaufende orangefarbene Punkte die aktuelle Abspielposition im Pattern anzeigen. Drückt man nun noch einmal Track-Taster 1 leuchtet dieser rot und man kann nun mit dem Push-Poti die Länge für den Track einstellen und per Druck bestätigen. So kann jedes Pattern unterschiedliche Längen aufweisen, Stichwort: Polymetrik.

Ein weiterer Druck auf den Track-Taster und er leuchtet orange. Jetzt kann man mit dem Push-Poti den Offset für das Pattern einstellen und per Druck auf das Poti bestätigen. Offset meint hier, wo das eingestellte Pattern im Verhältnis zu den anderen Pattern mit dem Abspielen beginnt, wobei die Noten beim Drehen des Potis nicht nach hinten aus dem Raster rausfallen, sondern vorn wieder eingeschoben werden. Man verschiebt also das Pattern mit der Drehrichtung des Potis über die 16 Steps. Die eingestellte Länge des Tracks in Steps hat natürlich auch darauf Einfluss, wie selbstredend auch auf den gesamten EUCLIDEAN MODE. Die vom Pattern-Generator eingeschobenen Noten verteilen sich nach der Berechnung also immer nur auf die durch die Einstellung vorhandenen Steps.

Die Bedienung ist im Großen und Ganzen ziemlich einfach gelöst. Wenn man das Schema erst einmal verinnerlicht hat, kommt man ganz schnell zu gut groovendem Material. Jetzt geht es an das Feintuning der Spuren. Man kann nun mit dem Push-Poti durch die Spur fahren, sichtbar an einem roten Punkt und per Druck weitere Steps setzen oder vorhandene löschen. Das ist quasi die temporäre Variante des XOX MODE. Oder man wandelt das ganze Pattern gleich in ein XOX Pattern um. Dazu muss das Pattern aus dem EUCLIDEAN MODE in den XOX MODE transferiert werden. Ein längerer Druck auf den Track-Taster und man kommt in das OPTIONAL MENÜ. Per Drehung am Push-Poti kommt man zum Symbol für EUCLID TO XOX CONVERT und kann sein Pattern nun nach Belieben im Stile der Lauflichtprogrammierung weiter bearbeiten, hat also direkten Zugriff auf die Steps.

Das war die grundlegende Bedienung und nun schauen wir uns die beiden Menüs noch einmal genauer an.

Global Menu

Das GLOBAL MENÜ erreicht man über einen längeren Druck auf das Push-Poti. Mit diesem dreht man sich auch durch das Menü, das seine fünf Funktionen durch verschiedene Symbole darstellt.

DNIRPO MODULAR DOT Herstellerbild Handbuch Global Menue

Mit INITIALIZE TRACK kann man einen Track komplett löschen. Per RECORD ist die Echtzeitaufnahme von Steps möglich. Dazu einfach auf dem Taster für jede Spur weitere Steps in die Pattern klopfen, fertig.

LOAD/SAVE dürfte klar sein. Hier werden erstellte Patterns abgespeichert oder wieder geladen. Für diese Operationen stehen 16 Slots zur Verfügung.

Der nächste Menüpunkt CV SETTINGS bringt Leben in die Pattern. Zu jeder Spur gibt es dazu einen farbigen Balken in der Anzeige, den man über die Tracktaster farblich umschalten kann. Die Farben repräsentieren dann, auf welchen Parameter ein an den CV-Eingangsbuchsen anliegendes CV-Signal dynamisch Einfluss nimmt. GRÜN auf FILL, ROT auf LENGTH und ORANGE auf den OFFSET.

Der nächste Menüpunkt ist MUTE. Ein bisschen versteckt, was dem Live-Zugriff nicht wirklich zuträglich ist, aber das kann man vor der Performance einstellen. Einmal ausgewählt, kann man über die Track-Taster die Spuren direkt stumm- oder wieder einschalten. Die Track-Taster färben sich im stummen Zustand rot, wobei trotzdem im Takt ausgehende Events in grünen Balken pro Spur im DOT-Display angezeigt werden.

Optional Menü

Das OPTIONAL MEUÜ erreicht man durch längeren Druck auf einen der Track-Taster. Anschließend kann man mit dem Push-Poti durch die Menüseiten navigieren und Funktionen für die Tracks auslösen. Ein Druck auf einen der Track-Taster und man verlässt das OPTIONAL MENÜ.

DNIRPO MODULAR DOT Herstellerbild Handbuch Optional Menue

Erster Menüpunkt ist die oben schon beschriebene Konvertierung von Patterns, genannt: EUCLID TO XOX CONVERT. Als zweiter Menüpunkt kommt dann das selbsterklärende ERASE, mit dem man spezifische Parameter der Patterns je nach gerade benutztem Mode löschen kann. Dass der DOT auch Ratcheting kann, erwähnte ich bereits. Diese Funktion, genannt RATCHET, ist der dritte Menüpunkt. Per Druck auf das Push-Poti aktiviert man die Funktion und kann nun für Steps das Ratcheting einstellen.

Swing-Funktion

Per Druck auf die beiden oberen Track-Taster gelangt man in die Funktion SWING. Im Display wird nun das entsprechende Symbol angezeigt und wenn man nun das Push-Poti im Uhrzeigersinn dreht, fängt der DOT an zu swingen.

DNIPRO MODULAR DOT USERBILD HANDBUCH SWING

Der Kreis des Symbols für den Modus dient gleichzeitig als Anzeige. Je weiter man am Poti dreht, desto mehr füllt sich der sonst grüne Kreis mit roten Punkten und der DOT swingt entsprechend mehr … fetzt!

Zusätzlich hat der Dnipro DOT noch zwei Spezialfunktionen: Zum einen das pragmatische FLIP INTERFACE, mit der das Display des DOTs umgedreht angezeigt werden kann. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn man das Modul aus irgendwelchen Gründen andersherum in das Case einbauen muss.

Die zweite Spezialfunktion ist der META MODE, der durch längeren gleichzeitigen Druck auf alle drei Track-Taster aktiviert wird. In diesem Mode kann man per Poti und/oder CV-Steuerung aus den Slots Patterns schnell nachladen und austauschen. Ehrlich gesagt, ist es mir damit nicht gelungen, musikalisch verwertbares Material herzustellen, zu unberechenbar waren die Ergebnisse. Ich schiebe das jetzt trotzdem mal auf meine Unzulänglichkeit. Wenn man dafür mehr Zeit aufwendet, die richtigen Trigger benutzt und feinjustiert, kann die Funktion sicher auch ein mächtiges Tool sein.

Alles in allem geht die Bedienung nach einer Weile mit dem Modul recht flüssig von der Hand. Die zwei Hände voll an Symbolik in den Menüs hat man auch recht schnell verinnerlicht, so dass man sich voll auf das Rhythmusbasteln konzentrieren kann.

Die an sich schnörkellose Bedienung beschränkt sich im Wesentlichen auf die drei Track-Taster und das Push-Poti, die auf der kleinen Arbeitsoberfläche erstaunlich gut ergonomisch bedient werden können. Die Taster lösen die Funktionen schnell und sauber aus und auch das Push-Poti ist im Regelweg angenehm aufgelöst und reagiert sehr flott. Sehr gut gelöst: Dicke Pluspunkte!

Stellt sich nun die alles entscheidende Frage: Für wen ist das Modul interessant? Wenn ich mal schnell im Kopf die Rechnung aufmache, dann würde eine Kaskadierung auf ein 16-Spur-System mit weiteren fünf DOTs zu Buche schlagen. Okay, das wären nach Adam Riese sogar noch zwei Bonusspuren, aber das würde dann auch schon 36 TE Rack-Verbrauch bedeuten und einen Gesamtpreis von über 1.000,- Euro nach sich ziehen. Ergibt das Sinn? Ich merke gerade an dieser Stelle, dass vielleicht mal eine kleine Auswertung mit Gegenüberstellung der bisher getesteten Trigger-Sequencer nötig wäre. Über KPIs könnte man für die Probanden dann das Preis-Leistungs-Verhältnis in Relation zu den verbrauchten Teileinheiten im Vergleich darstellen. Wäre sicher interessant als kleine Kaufberatung? Na ja, vielleicht wird das mal eine kleine Wochenendaufgabe für mich.

Im Endeffekt sehe ich den Dnipro Modular DOT entweder als kleinen Antreiber für eng bestückte und mit ständigem Platzmangel kämpfende Mobil-Cases oder als Erweiterung von bestehenden Setups. Ab einer Kaskadierung auf sechs Spuren rechnet sich das aber nur noch, wenn genau diese Teileinheiten im Case dafür gebraucht werden, ansonsten wird man sicher auf die zahlreich vorhandenen Alternativen mit mehr Spuren zurückgreifen.

Andererseits ist die Bearbeitung ja nicht unbedingt auf Drum-Trigger beschränkt und so kann man das kleine Modul auch zum Auslösen anderer Events nutzen, zum Beispiel für das Auslösen von Hüllkurven, dem Reset von LFOs oder das stepweise Weiterschalten weiterer Sequencer. Seinen gestellten Aufgaben kommt der DOT in jedem Fall bestens nach. Von daher wird der kleine Antreiber sicher auch den Weg in das eine oder andere Case finden.

Fazit

Auch wenn mir der fehlende Start- und Stopp-Schalter am Anfang ein wenig auf den Magen geschlagen ist, würde ich sagen: Solide abgeliefert! Mit dem zweiten Wurf gelingt den Ukrainern mit einem kleinen Modul ein Großer!

In den immer eng bestückten mobilen Modularcases dieser Welt oder auch im großen Modularverbund als Erweiterung, pumpt der DOT zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk seine Patterns ins musikalische Machwerk. Wenn man die kleine Einstiegshürde der Einarbeitung über das Handbuch genommen hat, liefert das hübsche Modul schnell brauchbare rhythmische Ergebnisse und bietet mit der im Takt mitarbeitenden coolen Punktmatrix zusätzlich auch noch einen sehr hübschen optischen Zauber. Wenn man auf der Suche nach einem kleinen, aber feinen Trigger-Sequencer ist, kann man hier also bedenkenlos zuschlagen.

Plus

  • wertige Verarbeitung
  • geringer Platzverbrauch
  • gut gelöster Workflow
  • ergonomische Bedienbarkeit
  • Euclidean Mode
  • Kaskadierbarkeit
  • cooles Display

Minus

  • kein Start/Stopp-Taster

Preis

  • 180,34 Euro
Forum
  1. Profilbild
    pol/tox   1

    Schöner Bericht, danke. Jetzt weiß ich mehr darüber als vorher.

    Penishead hat Recht, ein süßes Modul (ist das schon Objektophilie?), wobei in schwarz finde ich es noch netter.

    War schon kurz davor mir das Teil zu besorgen; v.a. dass die Gates easy mutebar sind finde ich spitze.

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