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Test: ECLER Smac Pro 30

6. Juni 2002

ECLER Smac Pro 30

 

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Der ECLER Smac Pro 30 begleitet mich schon seit einigen Monaten – eins der ersten ausgelieferten Exemplare konnte ich ergattern. Seitdem habe ich ihn bei unzähligen Parties, Mixtape- und 4-Deck-Sessions auf Herz und Nieren prüfen können. Dabei sind mir nicht nur die Bedienoberfläche, sondern auch die kleinen Eigenheiten des schlanken Mixers ans Herz gewachsen.

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Auf drei Kanalzüge verteilt findet man sieben Eingänge – drei Phono, zwei CD, ein Line und ein Mic. Die Auswahl erfolgt über Kippschalter.
Meine Auswahl: Drei Plattenspieler, zwei CD Player und ein DAT-Player laufen bei mir im Wohnzimmer durch den schlanken Schwarzen – mehr wäre übertrieben und anstelle des DAT-Players könnte man ja beispielsweise einen weiteren Mixer anschließen, wie beim mixen mit vier Plattenspielern und mit zwei DJs üblich.

Raus geht’s mit einen XLR und einen Cinch Out; für Aufnahmen gibt es auch noch einen Recording Ausgang. Das genügt, um beispielsweise eine PA zu bedienen, einen Verstärker für das Monitoring anzusteuern und gleichzeitig auch noch aufzunehmen. In der Praxis habe ich nie eine Situation erlebt, bei der die Anzahl der Outs nicht gereicht hätte.

Pro Kanalzug steht ein Killswitch und Dreiband-EQ zur Verfügung. Ratsamerweise auch eine Lautstärkekontrolle mit +/- 20dB Anhebung/Absenkung. Die Potis fassen sich gut an und haben eine Mittenrasterung, was von Vorteil ist, wenn einen die Sicht im Club fehlt. Die EQs bzw. die Absenkung durch die Killswitches sind sehr musik-alisch, es wird tatsächlich ein Bereich bis zur vollkommenen Auslöschung unterdrückt: Wenn man alle EQs auf maximale Minusstellung dreht, ist das gesamte Signal verschwunden! Das kann man schlitzohrig dazu nutzen, gar nicht mehr mit den Fadern zu mischen, sondern nach Lust und Laune die Lautstärke durch die Frequenzauslöschung zu reduzieren. Gebräuchlichere EQs habe ich bisher nur bei Mixern gefunden, die preislich zwei Ligen höher spielten.

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Pro Kanal wurde auch noch ein Drehpoti für einen zumischbaren Effektweg spendiert. Das angeschlossene Effektgerät wird durch Cinch Ein-/Ausgänge eingeschliffen. Leider eignet sich diese Schleife nur für Effekte, die keinen Anteil von 100% benötigen – wie zum Beispiel der beliebte Filter. Denn ungewöhnlicherweise fließt nicht der ganze Kanal bei maximaler Zumischung durch die Effektschleife, ein Teil wird auch direkt und ohne Effektbearbeitung an die Ausgänge geliefert. Für ein Reverb oder Delay reichts aber allemal und das kann schon ordentlichen Schwung in den Mix bringen!

Wer nicht so trickreich mit den EQs mischen möchte, der macht das im Normalfall mit dem Crossfader für Kanalzug zwei und drei; der erste ist durch Kippschalter zusätzlich dem Fader zuweisbar.

Der Kreuzblender hat eine gewöhnungsbedürftige Charakteristik: Das Signal kommt erst nach einen Weg von etwa 3mm und dann geht’s linear weiter, bis zum vollkommenden Fade. Schmooves rübergleiten ist kein Thema – schnelle Scratches sind leider unmöglich. Dafür bieten aber die Kanalzüge zwei und drei Punch und Cut Tasten, die „Transforming“ zulassen. Das befriedigt den HipHopper nicht so ganz – wer scratchen will wie Chef, braucht Fader wie im Testbericht des HAK320 beschrieben – für den Techno und House DJ, der ab und an mal über den Tellerrand der 4/4 Beats hinaus schaut, sollten die Möglichkeiten ausreichen.

Außerdem ist die Smac Pro Serie auch kompatibel zu den neuen Crossfadermodulen von ECLER, bei der die Crossfadercharakteristik einstellbar ist. Durch ein neues Modul wird der ECLER so zur Scratchwaffe! Ein Austausch ist ein günstiges und schnelles Unterfangen: De/Montage erfolgt von der Frontseite aus.
Ob die schräge Anordnung der Kanalfader wirklich ergonomisch ist… Naja, spektakulär sieht’s allemal aus!

Der Sound kann durch zwei Kopfhörer Ausgänge abgehört werden. Einer auf der Front, einer auf der Vorderseite. Das erlaubt variablen Einbau und unterstützt auch sinnvoll Gelegenheiten, bei denen man „Unwissenden“ mal zeigen möchte, was man eigentlich auf dem Kopfhörer so hört. Die Ausgangsleistung reicht locker, um Schmerzen zu provozieren. Das Signal wird aber selbst bei Kamikaze – Lautstärke nicht verzerrt. Die Vorhöreinstellung ist etwas exotisch aber durchaus intuitiv und praktisch. Wenn alle Auswahlkippschalter auf „PFL“ stehen hört man auf den Kopfhörerausgängen des Mastersignal – durch umkippen auf „On“ hört man jeweils die ausgewählten Kanäle in allen möglichen Konstellationen. Das Lautstärkeverhältnis beim Vorhörvorgang kann durch die Gain und/oder EQs beeinflusst werden. Das ist echt sehr luxuriös und läßt gute Übergänge in jeder Umgebung zu.

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