Test: Empirical Labs Distressor EL8-X, Kompressor

8. August 2016

Moderner Klassiker

Der Empirical Labs Distressor EL8-X der amerikanischen Firma Empirical Labs ist höchstwahrscheinlich einer der meist verkauften Hardware Kompressoren der Welt. Mit mehr als 28.000 verkauften Einheiten ist es mittlerweile schon ein moderner Klassiker.

Hinter dem Unternehmen steht Dave Derr als Ideengeber, Entwickler und Firmenchef. Der Slogan „Something new, something old.“ vereint im Distressor analoge Emulationen von klassischen Kompressoren wie den Urei 1176, den LA-2A oder den Gain Brain plus diverse andere mit moderner digitalen Steuerung und qualitativ hochwertigen, langlebigen Bauteilen.

distressorel8x front

Empirical Labs Distressor EL8-X

Was vielleicht nicht viele wissen: Dave Derr selbst war und ist studierter Musiker, der über Umwege zum Entwickler und Ingenieur wurde. Nach kurzer autodidaktischen Phase bekam er Mitte der 80er einen Job bei Eventide und war an der Entwicklung des H3000 beteiligt. Nach dieser Zeit betrieb er ein analoges 24 Spur Aufnahmestudio in New Jersey. Nebenbei begann die Entwicklung des Distressors und er testete ihn kontinuierlich an laufenden Produktionen, bevor er Mitte der 90er Empirical Labs startete. Seitdem nimmt die Erfolgsgeschichte ihren Lauf.

Nun stellt sich natürlich die Frage, was hat ein 20 Jahre altes Gerät in einem aktuellen Test von Amazona zu suchen? Ganz einfach, zum einen wurde er tatsächlich noch nicht von uns getestet, zum anderen hat Empirical Labs vor ein paar Wochen ein neues Produkt auf den Markt gebracht. Im Grunde ein Distressor Plug-in. Der Arousor, so wird das Plug-in genannt, emuliert quasi den Distressor auf digitaler Ebene und bietet zudem noch ein paar Modifikationen. Der Vergleich liegt auf der Hand. Doch hierzu mehr in einem folgenden Software Test. Zuerst werde ich mal den analogen älteren Bruder etwas beleuchten bzw. unter die Lupe nehmen.

Lieferumfang, Konstruktion und Specs

Angeliefert wird der Distressor EL8-X ganz einfach, aber gut und sicher in Pappe verpackt. Ohne eine extra Verpackung, beigelegt ist eine kopierte Bedienungsanleitung in Englisch und ein Kaltgerätekabel.

Hier denkt sich vielleicht schon der eine oder andere, da hätte man doch mehr erwarten können bei dem Preis. Für mich ist das eher ein erstes Zeichen, worauf am meisten Wert gelegt wird und das ist nicht immer eine „fancy“ Verpackung. Auch das Design kann man durchaus als hässlich oder sogar als überhaupt nicht vorhanden verurteilen, dennoch ist alles übersichtlich, einfach strukturiert und praxisorientiert aufgebaut. Ein Hauptmerkmal des Designs sind definitiv die großen weißen Potiknöpfe, die man auch bei anderen Produkten aus dem Hause von Empirical Labs immer wieder findet.

Der Aufbau des Kompressors ist eine Höheneinheit im 19 Zoll Format, somit kann man den Distressor so platzsparend wie möglich im Rack verbauen. Tief ist er 26 cm, die Potiknöpfe erheben sich 2 cm vom Gehäuse.

Klangbeispiele
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