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Test: Gibson SG Standard T 2017 EB, E-Gitarre


Altes Modell ganz neu oder Neues ganz alt?

Grover-Klemm-Mechaniken

— Grover Klemmmechaniken —

Die Gibson SG Standard T 2017 EB

Der erste Eindruck ist sehr gut, beim Koffer gab es schon nichts zu bemängeln. Nimmt man jetzt das gute Stück aus der geschützten Umgebung, wird das erste Bild in keiner Weise getrübt. Vielleicht etwas übertrieben, aber schon der Geruch vermittelt einem eher Positives. Die SG ist im Vergleich zu anderen Serien sehr leicht, was natürlich an der Masse des verwendeten Materials liegt. Mit 2,9 kg ist sie auf jeden Fall ein angenehmer Begleiter im Kampf gegen den Bandscheibenvorfall, was sich auf dem Schoß aber auch bemerkbar macht. Leider nicht nur im Positiven, denn sie ist, wie fast alle SG Modelle, leicht kopflastig. Das kann man aber gut mit dem rechten Unterarm kompensieren. Im Stehen hingegen hat man damit keine Probleme.

Die Verarbeitung der Gibson SG Standard T 2017 EB ist vorbildlich, vielleicht ist das ja nur meine beeinflusste Wahrnehmung, aber ich habe das Gefühl, Gibson gibt sich nach dem Tropenholzskandal vermehrt Mühe, was die verbleibende Reputation betrifft. Das Instrument ist schlicht, aber wie erwartet stilvoll und natürlich klassisch im Design, da gibt es wenige Überraschungen. Was mir sofort ins Auge sticht, sind die großen Gurtpins, das ist mir schon bei meinem letzten Gibson Test positiv aufgefallen. Das Schlagbrett ist klein, zumindest im Vergleich zum 2016er Modell, also nur unter den Tonabnehmern angesetzt. Dafür gibt es noch eine schwarze Zierleiste zwischen dem Halstonabnehmer und dem Griffbrett. Damit kaschiert man Unebenheiten des eingeleimten Schaftes vom Hals.

Hals über Kopf

Hier haben wir ein Slim Taper Halsprofil, was einer eher mittleren Stärke entspricht. Wie das ganze Konzept klassisch schmal, aber doch genug Substanz. Am typischen Gibson Kopf oben und unten jeweils drei verchromten Grover Lockingmechaniken. Auch hier greift man zu Altbewährtem zurück, plus einem durchaus sinnvollen Locking Mechanismus, der das Saitenwechseln einfach gestaltet und Stimmstabilität verspricht. Während der Testphase hat sich das auch bestätigt.

Große Gurtpins

— Große Gurtpins —

Der TekToid Kunststoffsattel sitzt perfekt eingearbeitet am Palisandergriffbrett. Der einteilige Mahagonihals ist eingefasst von einem tadellos verarbeitetem Kunststoff-„Binding“, er verfügt über 22 Medium Jumbo Bünde. Im Palisandergriffbrett sind, auch typisch für Gibson, Trapez Inlays aus Perlmutt eingesetzt. Das Ganze natürlich mit einer Mensur von 628 mm.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    amazonaman AHU

    Eine echte Gitarre ohne wenn und aber. Warum sollte man ständig versuchen mit trickreicher Technik noch einmal den gut situierten Gitarristen zu verwirren. Diese traditionelle Gitarre erfüllt alle Wünsche. Nur üben muss jeder selbst! Da hilft leider nichts anderes.

    • Profilbild
      OscSync

      Das ist das alte Dilemma… Eine SG hat auch ihre eigenen Schwächen. Latente Kopflastigkeit, die durch das Gibson-typische Headstock-Design nicht perfekte Stimmstabilität und andere Kleinigkeiten, die viele Hersteller auf ihre Weise zu adressieren versucht haben. Aber jede Änderung bringt eben potentiell auch klangliche Änderungen mit sich.

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Gibson SG Standard T 2017 EB

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