Test: iConnectivity mio10, MIDI-Interface

19. September 2016

Eines für alle MIDI-Angelegenheiten

Wer derzeit auf der Suche nach standalone arbeitenden MIDI-Interfaces ist, die dazu womöglich noch in ein 19 Zoll Rack passen sollen, hatte bis zum Erscheinen unseres heutigen Testgeräts iConnectivity mio10 keine große Auswahl. Entweder besaß man ein Uralt-Interface aus dem Hause Emagic oder Kenton oder man setzte auf MOTU. Diese machen sich zwar sehr gut im Setup, aber es fehlen einfach zeitgemäße Ausstattungsmerkmale. Hier setzt iConnectivity mit dem mio10 an und verkündet hier gleich den Benchmark. Wir fühlen dem mio10 auf den Zahn.

iConnectivity mio10

iConnectivity mio10

Wem iConnectivity noch nichts sagt, dem empfehle ich zum Einstieg die Lektüre der Testberichte meines Kollegen Markus Schröder zum Test iConnectivity iConnect Audio2 und zum iConnectivity iConnectMIDI2.

Was nach dem Auspacken des mio10 sofort ins Auge sticht, sind der Ethernet-Anschluss und sage und schreibe drei USB-Anschlüsse. Sieben der insgesamt zehn MIDI-Anschlüsse sind rückseitig verbaut, drei befinden sich auf der Vorderseite. Die abgesetzte PSU gibt bei 9 Volt 18 Watt Leistung ab. Bei einer Höheneinheit im 19 Zoll Rack nimmt das mio10 die halbe Racktiefe in Anspruch.

Der zweite Punkt ist, dass das Interface „USB MIDI Class Compliant“ ist, es erfordert – zumindest ab MacOS 10.8 – keine weitere Treiberinstallation zum Betrieb. Des Weiteren ist es möglich, das mio10 mit zwei Computern gleichzeitig zu betreiben oder eben auch standalone. Und vier mio10 können via Netzwerk als Stack betrieben werden.

iconnectivity-mio10-2

Im Folgenden wird die Konfiguration unter MacOS X durchgespielt und getestet. Das Thema Windows und Ethernet-Stack wird hier in zwei Abschnitten beleuchtet, da es hierbei unter Windows einiges zu beachten gibt. Das Thema MIDI stacken im LAN ist eigentlich noch mal ein separater Workshop und wird hier nur exemplarisch angerissen.

One size fits all

Von USB MIDI Class Compliant bekommt man im Idealfall nicht viel mit. Die Geräte werden verkabelt, man weist seinem Equipment einen Kanal zu und alles funktioniert. Das ist zumindest die Erwartungshaltung und das gilt für das mio10 sofort ab Auslieferungszustand. Alle 10×10 MIDI-Ports kommunizieren untereinander, jedes mit jedem. Ein erster Test unseres Setups ist innerhalb einer Viertelstunde erledigt. Das iPad wird mittels CCK und MIDI-Interface eingebunden und frontseitig mit dem USB-Port verbunden. Hier funktioniert alles, Kritikpunkte gibt es keine. Also Zeit für die Konfiguration. Wer die Software zu den anderen Interfaces von iConnectivity, iConfig, schon kennt, erlebt hier keine Überraschung.

iConnectivity setzt bei der iConfig Software auf eine Plattform für alle Betriebssysteme, hier wird nur unterschieden zwischen „mit Audio“ und „ohne Audio“. Für den Anwender hat dies den Vorteil: Habe ich das Prinzip verstanden, kann ich auch alle anderen Geräte konfigurieren.

Demzufolge kann ich die Konfiguration des mio10 mit iPhone, iPad, MacOSX und PC durchführen, ohne groß umzudenken.

Die App ist geladen und installiert. Wir starten unser iPad mit der iConfig App und sehen dann nach einem Refresh unser mio10. Check mit dem iPhone 4 und iOS 7.1.2, läuft. MacOSX hat einen Sicherheitsfallstrick, den es zu beachten gilt. Wer seinen Mac so eingestellt hat, dass nur Software aus dem Appstore installiert werden darf bzw. Software von zertifizierten Entwicklern, muss hier manuell das Ausführen der Software erlauben. Demzufolge sollte die Software nur von iConnectivity bezogen werden. Dies wird nicht gemacht, um den Nutzer zu ärgern, es hat seine Gründe in der Entwicklungsumgebung, mit der iConfig entwickelt wurde.

Forum
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    Leverkusen  

    Sechs der insgesamt zehn MIDI-Anschlüsse sind rückseitig verbaut, vier befinden sich auf der Vorderseite?

    :)

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        TobyB  RED

        Hallo,

        mein Zählfehler es sind natürlich 7 Midi / 2 USB / 1 ETH und vorne 3 Midi plus 1 USB.

        Sorry und Danke :-)

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            TobyB  RED

            Hallo,

            7 Midi IN/OUT = 14 DIN Buchsen, plus 2 USB und einen Ethernetport. Rückseitig. Vorderseitig 3 Midi I/O = 6 DIN Buchse und einen USB Adapter :-)

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    falconi  RED

    Oft übersehen, funktional und zuverlässig, ebenfalls „class compliant“ und viel billiger sind die MIDI-Interfaces von ESI.
    Das 19zöllige M8U XL ist leider seit Längerem nur noch sporadisch lieferbar, die kleineren Interfaces sind aber offenbar alle im Handel.
    Auch gebraucht und unter aktuellen Betriebssystemen nach wie vor empfehlenswert. Die Treiber stammen übrigens von Ploytec.

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        falconi  RED

        Hallo,

        ESI M8U XL: Nein.

        ESI M8U (der Vorgänger): Ja, wenn auch eher rudimentär. Es hat an der Frontseite einen USB/Thru-Umschalter. Offenbar sind auch nur wenige Leute darauf abgefahren.

        Jemand hat mir mal erklärt, dass das Feature gestrichen wurde, um Einfuhrzölle zu sparen; das M8U XL ist als reines „Computerzubehör“ offenbar günstiger aus China in die EU einzuführen.

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          TobyB  RED

          Hallo Falconi,

          das man damit Zoll sparen kann stimmt, Musikgeräte und Elektronik haben einen anderen Zolltarif als PC Periphere. Die ist günstiger. Bekloppt aber isso. Ich stelle hier grade alles um, die zwei DAWs(Logic) sind dann nur noch Bandmaschinen und Midi-Maschine. Alles andere passiert ausserhalb. Insofern passt da das mio10 gut. Das ESI M4U XT wird aber trotzdem im Setup bleiben. Ich find die ESI Kisten schon gut.

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    AMAZONA Archiv

    Ha! Ich quäle mich seit längerem mit 4×4 Midi-Ports (ESI M4U Xl) rum und muss tatsächlich die Latenzen bei gleichem Synth um 2-3ms verschieben wenn ich den jeweils nächsten Port verwende. Bei wechselnden Setups und viel Outboard echt nervig. Nach einer W10 Neuinstallation war es kurz weg, kam aber nach ein paar Wochen wieder. W10 legt wohl nach jedem disconnect ein neues Device an was ich in Cubase an neuen fortlaufenden Ports erkennen kann. Deswegen will ich nun LAN to Midi um diesen Kram zu umgehen. Du sagst kein Problem mit Timing oder vielleicht doch? Alyseum hatte ich bisher im Blick und die sind jetzt nicht gerade alt, nur etwas teurer, maximal 8×8 und haben sogar LAN to CV. Konkurrenz ist da, nur wer ist besser?

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      AMAZONA Archiv

      Firmware Updates haben auch mal Probleme gemacht und liefen nur mit dem M-Audio Profire. Ich bin halt immer skeptisch wenn „keine Probleme“ gesagt wird. Ein „Die Hard“ Test gegen den Alyseum fände ich toll weil dieser wirklich alles aus einer Hand bietet. Wollte schon immer die Bassstation Midi vs. CV testen. Oder den Korg MS20 Mini USB vs. CV vs. MIDI. :)

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      TobyB  RED

      Hallo Kyotonic,

      das mio10 läuft erstmal stand alone. lediglich für Setup und Konfiguration benötigst du App, Rechner. Die Alyseum IF sind noch mal ein Sonderfall. Ich finde die Konfiguration etwas speziell. Ob man nun PoE im Studio braucht, kann ich nicht beurteilen. MIDI over LAN /WifI ist auch noch mal ein Thema für sich. Wenn man das nutzen möchte kommt man um Netzwerke und Optimierung nicht herum. Der Update Vorgang bei den iConnectivity Geräten gestaltet sich wirklich einfach. Zu deinen Latenzen. Ich habe am mio10 keine Latenzen festellen können. Wenn Latenzen aufteten ist meist die Struktur oder Verkabelung nicht richtig. Oder aber ein Gerät erlaubt sich zwischen Input und Output „Bedenkzeiten“ Ich hatte selbst mit dem Setup Synths an mio 10 und 2 iPad mit iRigMidi und Lauchpad nur Latenzen von +1 ms auf den iPad nachzuregeln. Mein Ausreisser war eine electribe(Slave), die zwischen Midi In und Out ca. +8ms Latenz hatte. Lief die electribe als Master war alles okay. Entscheidend ist was du brauchst und wieviel Zeit du für Konfiguration und Setup hast. Und ob du später erweitern willst?

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      falconi  RED

      Was meinst Du mit „2-3ms bei Wechsel zum nächsten Port“? Gibt es bei Dir eine spürbar wachsende Verzögerung mit steigender Portnummer?

      Ich nutze seit einigen Jahren ein ESI M8U und ein M8U XL an einem mittlerweile etwas ältlichen AMD Athlon-PC unter (jetzt) Win10 mit Cubase 8, MIDI-OX 7 usw., oft mit viel zeitkritischem MIDI-Traffic.

      Zusammen mit meinen beiden RME-Digitalkarten, die auch je 2 MIDI-Ports besitzen, habe ich 20 MIDI-Eingänge und 20 MIDI-Ausgänge an meinem PC, die auch in allen DAWs, Audio-Editoren und Utilities korrekt gelistet werden.

      Das Timing der ESI-Interfaces erscheint mir „rock solid“, auch die Gemischtnutzung mit RME HDSP/RayDAT war nie ein Problem.
      Zu den Absolutlatenzen im Vergleich zu anderen USB-Interfaces kann ich keine Aussage treffen, da mir die Vergleichsmöglichkeiten fehlen.

      Am Rande: Das M8U hat völlig andere Treiber und ist meines Wissen nicht optional „class compliant“.

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        TobyB  RED

        Ich noch mal, mit Latenzen ist das immer so eine Sache, entweder fallen sie bei der Übertragung an, was sie nicht sollen. Oder bei der Signalverarbeitung, was mir realistischer erscheint. Ich würde auch sagen das bei ESI das Timing rock solid ist, wenn ich früher Latenzen hatte, kamen die woanders her. Aber nicht aus den ESI Kisten.

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        AMAZONA Archiv

        Yup! Seit dem Umstieg auf X99 Chipsatz mit 6 Core CPU und W10 spinnen die USB-Ports. Beim laden eines alten Projekts stimmte das ganze Timing nicht und erst nachdem alle Ports mit 16tel Hihats nachjustiert waren lief es wieder rund. Ich tippe auf Windows und Chipsatz. Mit CMD als Admin und powercfg -h off bleiben die Latenzen nun wenigstens gleich und auch Audio läuft besser. ESI ist daran wohl am wenigsten Schuld. Mit Ethernet sollte das Problem weg sein und mit mehr Ports ist auch keine Daisy Chain mehr nötig.

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          falconi  RED

          Mein Rechner ist auch ein „Six Core“, nämlich ein AMD Phenom II X6 mit 770er Chipsatz (Codename RX780). Alles gut damit.

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          TobyB  RED

          Hallo Kyotonic,

          mit LAN und Ethernet wird es dann noch mal spassig. Wenn dein Netzwerk nicht schon Midi und Audio optimiert ist, gibt das wieder neue Stolpersteine. Ich habe hier 3 Tage Jugend forscht aufbringen müssen, um einen Telekomrouter als Bremsklotz auszumachen. Ich hab dann das Netz umgestrickt und umgehe die Telekomkiste.

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        AMAZONA Archiv

        Hi Falconi,
        alter Thread aber kannst du mir bestätigen dass das alte ESI M8U auf Windows 10 64bit ohne Probleme läuft? Mit alten Windows 7 Treibern?

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          falconi  RED

          Hallo,
          so als ist der Thread nicht:

          Ja, funktioniert unter Win10, auch in Kombination mit dem M8UXL mit anderen Treibern.

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            AMAZONA Archiv

            Stimmt ja, so alt ist der nicht. Midi weckt halt immer Gedanken ans Mittelalter und Atari 1040ST. :) Danke!

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    Atarkid  AHU

    Eine Midipatchbay wie das AKAI ME80P kann es aber nicht ersetzen, oder? Konfiguration am Gerät selbst, geht nicht, oder? Auch das Aufrufen von gespeicherten Routings geht nicht?… Hab ich vielleicht überlesen, aber wie sieht es mit Midi-Merge aus?
    Ich glaub ich muss mein AKAI pflegen bis ich in Rente gehe…^^

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      TobyB  RED

      Hallo Atarikid,

      klar kann das Merge. Nur nimmst du das so nicht mehr wahr, da du es in der App konfigurierst. Das mio 10 wird komplett über eine Anwendung gesteuert. Du kannst alle Routings und Settings abspeichern und laden. Die Bedienung am Gerät würde beim mio10 keinen Sinn machen. ;-)

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        Atarkid  AHU

        Hey Toby…. Ja, aber wenigstens die einzelnen Programme direkt am Gerät aufrufen, das wär was :). Die Konfiguration macht natürlich bei entsprechender Komplexität mit einem Editor mehr Sinn..
        Und ich finde das Teil auch so ziemlich Cool!

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          TobyB  RED

          Hallo Atari,

          okay, aber wer würde bei so einem Gerät Presets per Schalter wählen? Ich bräuchte eher Presets per DAW, auch wenn das abgefahren ist ;-)

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            A.Vogel  AHU

            Eigentlich die völlig normale Vorgehensweise, wenn man das Ding stand-alone nutzt.
            Fände ich auch prima; dann würde ich auch über die Ablösung meines AMT8 und Unitor nachdenken. Aber wenns letztendlich nicht mehr kann als die beiden alten Damen, dann bleib ich erstmal bei denen. :)

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              TobyB  RED

              Hallo Andreas,

              okay, der Punkt geht an euch. Ich habe aber beim Spielen keine Hand frei und schalte alles mit den Füssen. Programmwechsel und etwaige Konfigurationen gehören dazu. Ich hab dazu mal den Support von iconnectivity befragt, warte aber noch auf Antwort. Ich meine es müsste z.B mit einer Middleware wie CTRLR möglich sein, die Konfiguration live zu ändern.

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                A.Vogel  AHU

                Zonk!
                Es geht ja nicht ums wilde Umschalten im Track, sondern eher um unterschiedliche Scenes aufzurufen, vor allem im Studiobetrieb.
                Also wenn im Szenario 1 der Sequencer von Port 1 das Rackmodul auf Port 5 ansprechen soll und das Masterkeyboard auf Port 2 den Synthie auf Port 10, im Szenario 2 aber dann umgekehrt.
                Kann man auch alles über all-on und dann Schrauberei an den MIDI-Kanälen machen, das ist dann aber auch schon mittelmäßig unsexy.

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                  TobyB  RED

                  Boing!

                  ich schalt ja auch nicht wild. Sondern hab das schon geordnet, was deinem Scenario entspricht. Nur das ich eben mit dem Fuss schalte. Und nicht Presets mit dem Finger wählen möchte. Klar programmieren heisst erstmal wieder Aufwand. Aber ich hab die Anschliessend die Hände frei. :)

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      microbug  

      Nein , das ersetzt keine MIDI Patchbay, da es nur einen Konfigurationsspeicher besitzt, während man bei der ME-80P 128 davon hat. Die ME-80P dagegen kann allerdings nur 2fach Merge mit einem festen Eingang, die iConnectivity Interfaces können beliebig mergen und auch pro Port filtern, mappen etc., also beinahe alles, was eine große MIDITemp kann, nur eben ohne umschaltbare Speicher am Gerät. Ich werde dazu nebenan bei sequencer.de oder hier auch nochmal ausführlich etwas schreiben.
      Ein MOTU hat immerhin 8 Speicher, aber das ist eben auch kein Ersatz für eine MIDITemp, die auch nach 20 Jahren immer noch ungeschlagen sind. Zudem braucht man meist ja die ganzen Kanäle pro Port, die ein solches Interface bereitstellt, nicht, sondern nur Ports zum Anschließen der Geräte.

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    Filterpad  AHU

    Toby, klasse gemacht! Wie verhält es sich denn im Aufnahmeprozess mit der DAW. Wie erkennt die Recordingsoftware, welches Gerät nun an der Reihe ist und kann man dies in der DAW ansteuern? Wie ist die realtime Zeitverzögerung diesbezüglich (Bei mir ein großes Problem)?

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      TobyB  RED

      Hallo Filterpad,

      ich kann nur für Logic sprechen. Dort wählst Du einfach das Interface aus der Bibliothek, den oder die Kanäle und nimmst auf. Ich hatte mit dem mio10 hier keine Probleme. Timing, derzeit ist eine TR-8 und oder MC909 der Master. Die DAW läuft als Slave mit. Probleme hatte ich hier nur am Midi Out mit einer electribe Firmware v1.18 siehe oben. In Version 2.2 hatte ich immer noch 3-5 ms Latenz. Die gehen aber auf die electribe, wenn sie als Slave arbeitet. Als Master tritt das Problem nicht auf.

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      TobyB  RED

      Hallo digital synthologie,

      falsch. iConnectivity weißt ausdrücklich darauf hin, dass sich 2 Rechner/iPad anschliessen lassen und ein dritter über LAN ist auch kein Thema(Works with up to two computers at the same time! (Or use it stand-alone.). Zum anderen peert mio10 nicht nur, du kannst also die Midi Ports so verschalten das sich da nichts ins Gehege kommt.

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        digital-synthologie  AHU

        Nichts von deiner Antwort hat mit dem zu tun, was ich geschrieben habe. Multiclientfähig bedeutet, dass mehrere Programme auf dem gleichen Computer die MIDI-Ports nutzen können. Auf der iConnectivity-Seite steht nichts davon und die Class-Complaint-Treiber von Windows sind nicht multiclientfähig. Die ESI-Interface sind auch nur multiclientfähig, wenn man nicht den windowseigenen Treiber verwendet, sondern den speziellen von ESI.

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          TobyB  RED

          Hallo,

          es werden unter Win von iconnectivity auch Treiber angeboten, ich gehe davon aus das die den selben Funktionsumfang wie die Macversion haben. Nur arbeite ich nicht Multiclient. Wenn dann starte ich aus Logic Plugin-Instanzen und weise den einzelnen Instanzen einen Kanal zu.

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    StevenHachel

    Wie schaut es eigtl. mit der Latenz aus? Ich arbeite noch mit dem uralten Steinberg Midex 8 das damals die berühmte LTB Technologie verbaut hatte und somit eine maximale Latenz von 1ms versporchen hat… Weiß einer etwas dazu, wie die Latenzen dieses Gerätes sind?

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        TobyB  RED

        Hallo Griottier,

        es wird das weitergereicht was du rein gibst. Wie oben geschrieben hatte ich nur Probleme mit der neuen grauen electribe mit der Firmware 1.18. Ansonsten habe ich keine Latenzen spüren können oder hören. Leider schweigt sich iConnectivity hier aus. Die Timingprobleme konnte ich immer wieder auf die electribe zurückführen. Insbesondere wenn sie als Midi Slave lief.

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    psv-ddv  AHU

    Danke für den ausführlichen Test!! ein sehr Interessantes Produkt, wie ich finde. Insbesondere die kaskadier-Fähigkeit ist spannend.
    Wenn ich das richtig verstanden habe könnte man einfach bis zu 4 von den Teilen über einen eigenen Lan Hub verbinden. Die Computer Anbindung könnte über USB laufen (damit ist das LAN nur für Midi zustädig). Wäre so ein Setup möglich, gibt es dadurch zusätzliche Latenzen, oder Jitter? Was wäre die maximale Kabellänge der Lan Verbindung? Fragen über Fragen :-) Vielleicht können meine beiden über RS422 kaskadierten Unitor8 dann doch mal in Rente gehen…

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      TobyB  RED

      Hallo psv-dsv,

      Vielen Dank, die maximale Kabellänge beträgt ab Cat5 100 Meter Cat.5 für 100 MBit, wobei mittlerweile wird eher Cat5e-7 verlegt und genommen, da du dann Gigabit Ethernet haben kannst. Du hast das richtig verstanden, innerhalb eines Netzes kannst du bis zu 4 mio10 betreiben und steuern. Das LAN würde ich dann Audio und Midi optimieren. Mit der richtigen Netzwerkhardware sind 0.5ms Latenzen drin. Jitter, entsteht bei der Übertragung(so hab ich es gelernt), demzufolge würde ich die Übertragung optimieren. Der Knackpunkt sind die LAN Komponenten, DHCP, Switche etc. Ich würde alles über einen Switch laufen lassen Und dem ganzen einen eigenen DHCP spendieren, der gleichzeitig Router sein kann. Wie angedeutet, das ist ein komplexes Thema. Und schlecht in 1400 Zeichen zu pressen

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        psv-ddv  AHU

        Ok, super, das hilft mir schonmal weiter.
        Wollte herausfinden ob es sich für mich lohnt mich mit den Interfaces näher zu beschäftigen. Klares JA.
        Danke Dir für die schnelle Antwort!

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          TobyB  RED

          Hallo,

          Danke Dir, kein Problem. Wie gesagt die Netzwerkkomponenten und Kabel sind die Hürde.
          :)

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    stronoff

    Sehr cooles Teil! Vielen Dank für den Test. Kann mir jemand sagen, ob ich mehrere MIO10 über USB an einem W10-Rechner betreiben kann? Oder gilt die Kaskadierbarkeit nur für den Netzwerkbetrieb?

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Stronoff,

      das ist eine interessante Frage. Laut Handbuch gilt die Kaskadierbarkeit unter LAN. Was bei USB unter WIN10 passiert weiss ich nicht. Unter MacOS würde ich 4 Geräte sehen, die nicht miteinander kommunizieren, dazu müsste ich erst im AudioMidiSetup „Strippen ziehen“ und die einzelnen mio10 verbinden. Was würde man hier unter WIN10 machen?

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      TobyB  RED

      Hallo psv-dsv,

      das ist auch ne Alternative. Das AL88c ist ein gutes Interface. Der Trick mit Cooperlan sein Netzwerk zu pimpen, macht es dem Anfänger in Sachen Lan einfacher. Die anderen Produkte sind für Eurorack Fans auch sehr spannend.

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    Despistado  

    Zu den USB-Treibern in Windows steht aber überhaupt nichts….
    Sind das denn auch solche Class Compliant Treiber?
    Solche mögen zwar praktisch sein, weil man eben nichts selbst installieren muss, sie können aber auch ein Problem sein.
    Bei meinem Midisport 2×2 ist es bspw. so, dass die Class Compliant-Treiber NICHT multiclientfähig sind.
    Das bedeutet, man kann nicht zwei verschiedene Anwendungen gleichzeitig verwenden die beide Midi verwenden.
    Die erste Anwendung beansprucht die Midi I/Os für sich und die zweite geht leer aus.
    Installiert man jedoch die dezidierten Treiber, so wird das Interface multiclientfähig.

    Informationen diesbezüglich wären in dem Test sicher auch nicht verkehrt gewesen.

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      TobyB  RED

      Hallo Despistado,

      es gibt keine Windows-Treiber, ich denke da muss man differenzieren, zwischen dem Betriebssystem und dem Gerät. Midi Multiclient muss vom OS kommen. Windows musst du das separat beibringen. Das heißt entweder ein oder der Treiber des Gerätes oder das System muss das mitbringen. Unter Windows kann man das mit u.a. Loop Midi und Virtual Midi von Tobias Erichsen realisieren. Unter Mac OS zieht man halt Strippen im AMS Util. Das hat primär nichts mit dem mio10 zu tun. Die Entwickler des mio10 haben class compliant entsprechend Anforderungen 1:1 umgesetzt. Nur ist unter Windows eben noch Handarbeit nötig. Wenn also Features fehlen, hier Multi-Client, liegt das am OS. Nicht am Gerät.

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        Despistado  

        Das seh ich dann doch entschieden anders.
        Es gibt ja unzählig viele Geräte die Windows erkennen müsste.
        Gerade neuere Windows-Versionen bringen zwar tatsächlich GB-weise Treiber mit, es ist allerdings nicht zu erwarten dass Windows wirklich für absolut jedes Gerät Treiber zur Verfügung stellen kann.
        Der Class Compliant Treiber ist quasi so etwas wie ein kleinster gemeinsamer Nenner, damit man mit dem Gerät trotz fehlender Treiber überhaupt etwas anfangen kann.
        Ähnlich wie der Standard-Grafikkartentreiber, den man ja im Normalfall auch durch den ersetzt der vom Hersteller der Grafikkarte angeboten wird um wirklich alle Funktionen nutzen zu können.
        Es liegt also keineswegs am OS sondern am Hersteller wenn er keinen Treiber zur Verfügung stellt.
        Ohne entsprechende Treiber ist ein solches Interface für mich definitiv uninteressant und ich kann auch nicht so recht nachvollziehen wieso der Hersteller keine anbietet.
        Aber gut, ich nehme das zur Kenntnis…
        Spricht halt nicht unbedingt für den Hersteller.

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          TobyB  RED

          Hallo Depistado,

          und das sehe ich anders. Warum kann Microsoft das nicht einfach in sein OS implementieren, denn wie du schreibst heißt es Multi Client MIDI und das gehört für mich ins Betriebssystem. Wie ein anständiger Realime Audio und Midi Stack. Die Grundursache ist das Microsoft seine Hausaufgaben nicht umgesetzt hat und du anflaschen mittels Treiber gut findest. Und ich eben nicht. Weil man das einfach nicht macht. Und „kein Multi Client“ ist(war) der Standard unter Windows. Und ich hab in den letzten drei Jahren wenigstens vier Microsoft Developer Konferenzen verfolgt auf denen das angekündigt wurde. Und jetzt kommt in 2016 doch tatsächlich Multi-Client MIDI unter W10 https://blogs.windows.com/buildingapps/2016/09/21/midi-enhancements-in-windows-10/#t4MgJebKrPriTij0.97 . Endlich. Insofern, ist es für mich unfair einen Windows-Designfehler einem Hardware Hersteller ankreiden zu wollen. Zumal es diverse Workarounds gibts, die auf Treiber verzichten. Siehe Tobias Erichsen Midi Tools. Viele Grüße

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            Despistado  

            Wie gesagt, ich sehe das ganz anders.
            Es ist in allererster Linie im Interesse des Herstellers, dass sein Produkt in vollem Umfang genutzt werden kann, denn er möchte ja sein Produkt verkaufen, nicht MS.
            MS kann unmöglich alle Hersteller aller Geräte weltweit abklappern und die Treiber für ihre Geräte programmieren, das wäre ja absurd.

            Wenn MS von sich aus plant Multiclientfähigkeit für Midi-Geräte in ihre Standardtreiber zu implementieren, so ist das absolut begrüßenswert aber sicher nichts was man erwarten oder gar verlangen kann.
            Schließlich handelt es sich bei Midi-Hardware ja nicht unbedingt um Geräte die gerade ganz groß im Kommen sind, eher das Gegenteil.
            Der Anteil an Windows-Nutzern die Midi-Geräte nutzen ist sicher vergleichsweise klein.

            Aber selbst wenn man der Meinung wäre, dass es ganz klar die Aufgabe von MS sei, passende Treiber für Midi Interfaces zur Verfügung zu stellen (was ich wie gesagt überhaupt nicht so sehe) dann würde ich als Hersteller dennoch Treiber für die Gerät programmieren, schließlich will ich ja die Geräte verkaufen.
            Für MS ist das wohl vergleichsweise egal…

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              TobyB  RED

              Hallo Despistado,

              Das Interesse des Herstellers ist ein möglichst geiles Produkt ohne großes Treibertheater herzustellen. Multi Client MIDI gehört ins System. Nicht in den Treiber. Warum? Ich habe hier eine m(Treiber):n(MIDI Anwendungen) Datenbeziehung. Zweitens, Treiber müssen sich nun mal ins System einhängen. Inkompatible Treiber kommen nun mal vor. Und stoppen die Party. Drittens wir haben aus Systemsicht eine 1(System):n(MIDI Clients).
              Und das lässt sich schlichtweg nicht wegreden. Deshalb hat das nichts im Treiber verloren. Sondern gehört in das System. Und auf der anderen Seite ist MIDI eine Untermenge von Classcompliant. Und ich erwarte von Microsoft natürlich das die sich an Standards halten. Und dazu gehört eben auch die Implentierung von Multi Client MIDI, Transportstacks für MIDI über Bluetooth und TCP/IP. Und AVB bitte auch. Und natürlich kann man das verlangen und erwarten. Am Ende des Tages will ich kein IT Experte sein sondern Noten und Track in der Kiste haben. Wenn ich Bock auf IT hab, häng ich mir mein Halsband um und logge mich geschäftlich auf eine HP-UX oder Tandem ein und mach mir einen schönen Tag an der Konsole. :)

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                Despistado  

                Wovon sprichst du?
                1 System n Midi?
                Bock auf IT?
                Nein, hab ich auch nicht.
                Aber was hat das mit dem Thema zu tun?
                Wenn der Hersteller möchte dass sein Produkt vom Kunden vollumfänglich genutzt werden kann und die Windows-Standardtreiber dies nicht ermöglichen, dann muss der Hersteller eben selbst den Treiber programmieren, ganz einfach.

                Natürlich kann auch bspw. der Hersteller einer Grafikkarte auf den Treiber verzichten und den Kunden mit dem Standard-Treiber in Windows allein lassen, besonders clever ist das aber nicht (aus der Sicht des Herstellers!), deswegen tun die das auch nicht. Im Gegenteil, sie betreiben großen Aufwand um möglichst gute Treiber bereitzustellen.
                Das erwarte ich mir auch von jedem anderen Hersteller.
                Tut er das nicht, ist sein Produkt im Vergleich zu Produkten anderer Hersteller die Treiber bereitstellen eben ganz klar im Nachteil.
                Sein Pech.
                Wenn ich ein neues Midi Interface bräuchte würde ich dann wohl eher zu MOTU greifen, denn DIE haben Treiber für ihre Interfaces.

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                  TobyB  RED

                  Hallo Depistado,

                  das waren Datenbeziehungen, 1:n und m:n. Ich bleibe bei meinem Standpunkt, das Windows hier einen Designfehler hatte. Und das ich Treibergedöns für anflanschen halte. Und das das Classcompliant eben keine Treiber benötigt. Weil es interoperabel sein muss. Und wenn Multi Client MIDI unter W7 bis zum letzten kumulativen Update von W10 fehlte aber andere Betriebssysteme(inkl. Linux) dieses können, dann haben sich alle anderen an den Standard (und die Empfehlungen der MIDI.org und IEC) nur eben MS nicht. Und deswegen hat iconnectivity kein Problem. Schlußendlich, wie sollen denn bitte iOS User einen Treiber laden? Und auch auf meinem ollen iPad3 funktioniert Multi Client MIDI. Und ich finde es an den Haaren herbeigezogen, daraus dem mio10 einen Strick zu drehen. Wenn du Treiber brauchst, kann ich damit leben. Ich eben nicht.

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                    Despistado  

                    Die tolle Software hier hat meinen Beitrag gelöscht weil er zu lang war, ich schreib jetzt nicht alles noch mal…
                    Im Grunde habe ich nichts geschrieben was ich nicht sowieso schon erwähnt habe.
                    Wenn es dem Hersteller wichtig ist, dass seine Produkte vollumfänglich genutzt werden können dann sollte er einen dedizierten Treiber zur Verfügung stellen.
                    Selbst die Midi Association empfiehlt darauf zu achten, ob der Hersteller einen solchen Treiber anbietet.
                    Für MS ist es relativ egal ob ein ganz geringer Teil der Windows Nutzer der überhaupt weiß was ein Midi Interface ist, dies voillumfänglich nutzen kann. Dem Hersteller dieser Interfaces sollte dies nicht egal sein.

                    P.S: Ein iPad hab ich nicht aber eine kurze Recherche hat ergeben, dass ein iPad3 selbst mit aktuellstem iOS überhaupt kein echtes Multitasking bietet. Insofern erübrigt sich wohl auch ein multiclientfähiger Midi-Treiber. Das KANN also gar nicht funktionieren.

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                      TobyB  RED

                      Hallo Depistado,

                      wenn du Google nach MIDI Multi Client fragst sind wir auf dem 2 Platz mit unserer Diskussion. Wenn du einen Treiber brauchst und Hardware nur mit Treiber für dich vollumfänglich nutzbar ist. Kann ich damit leben. In meiner Welt sind Treiber Lösungen für etwas was das Betriebssystem nicht kann. Wir reden über classcompliant, da verbietet sich ein Treiber. Und dafür mich Zusammenarbeit zwischen den OS wichtiger ist und Wiederverwendung von HW verzichte ich auf alles was sich als problematisch erweisen könnte. Zu iOS, es geht seit Version 9 Multitasking auf UI Ebene. Und vorher war MT den Kernelfunktion vorbehalten. Zum anderen kann iOS zwischen Apps MIDI Daten austauschen(Backgroundaudio/MIDI). Auch können mehrere Apps über ein MIDI Interface oder mehrere Daten senden und empfangen. Entweder weil die Apps es können oder man Tools wie JACK, Studiomuxx, Audiobus, IAA, Tabletop verwendet. Du kannst nur nicht mehr als eine Instanz eines Programmes öffnen. Und das klappt in der Praxis sehr gut. Zumindest zwischen MACOS und iOS. Windows funktioniert mit den Studiomuxxen und rtpMIDI gut. Ich weiss ja nicht wo du recherchierst, ein Blick in die iOS Kolumne auf Amazona.de hätte gereicht für das korrekte Ergebnisse.

                      PS: Wenn MS die Nutzer egal sind, warum implementieren sie dann Multi Client MIDI ins Betriebsysstem W 10?

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                      AMAZONA Archiv

                      Treiber? Schneller kann man seine Investition nicht entwerten, als auf Treiber zu setzen. Schlimm genug wenn man es muss. Ich für meinen Teil liebe Sätze wie zuletzt bei meiner Presonus Firebox gelesen:
                      .
                      (Please note: no driver installation is necessary for Mac users)
                      .
                      Muss aber jeder selber wissen …

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