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Test: iZotope Ozone 5, Mastering Plug-in

Auch die Multiband Dynamics profitieren vom neuen Layout – kann man doch nun bequem die wichtigsten Einstellungen an allen Bändern gleichzeitig vornehmen. Die Option auf Hard- oder Softknee ist ebenfalls dazu gekommen, in der Advanced Version lässt sich das Knie sogar stufenlos anpassen. Bei negativen Einstellungen des Verhältnisses kann neu eine Aufwärtskompression erreicht werden, um zu leise Signalanteile gezielt lauter zu machen. Ganz überarbeitet wurde der Reverb: die neuen Algorithmen machen die Halltypen edler und weicher. Damit ist er nun für den minimalen Einsatz – beim Mastering soll’s ja meist nur eine Hauch von Hall sein – völlig ausreichend bestückt. Der Exciter ist ein weiteres Gerät, das in der neuen Version natürlicher und weicher klingt, denn die Sättigungsstufen wurden allesamt überarbeitet.

Der Maximizer mit neuem „IRC III“-Modus und dem Advanced-Feature „Transient recovery“

Der Maximizer mit neuem „IRC III“-Modus und dem Advanced-Feature „Transient recovery“

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Mit Stereo-Imaging hat man nun dank neuer Anzeigen bessere Kontrolle über die Verteilung des Klangs im Raum und über die Mono-Kompatibilität. Die „Anti Phase Prevention“ sorgt zudem dafür, dass der Klang rund bleibt. Zu guter Letzt hat auch der Maximizer eine wichtige Neuerung zu bieten: Der Modus IRC III (Intelligent Release Control) bewahrt das Klangbild auch bei hohen Werten. Die Experten sagen, dass er damit einer der Besten seiner Klasse sei.

Insgesamt also eine beachtliche Liste an Neuerungen, die Ozone 5 mit sich bringt. Es klingt besser, ist übersichtlicher geworden und hat viele nützliche Funktionen dazu gewonnen. Wer es ganz genau wissen will, der findet auf der Website von iZotope einen Vergleich zwischen den zwei Versionen, komplett mit allen Neuerungen.

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Praxis

Die Installation auf meinem MacBook Pro verlief schnell und problemlos. Zum Glück funktioniert die Autorisierung mittels Seriennummer und Internetfreigabe ohne lästigen Dongle. Ich lade das VST-Plug-in in Ableton Live 8 auf meinen Stereomixdown und will loslegen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Wie soll ich bloß anfangen? Auf was muss ich achten? Am besten versuche ich es mal mit einem Preset. „Dance Club Master – Crisp Drums“ tönt vielversprechend. Doch ich will es genauer wissen. Dazu haben die Macher von Ozone freundlicherweise ein sehr nützliches Lehrbuch herausgegeben („Mastering with Ozone – Tools, Tips and Techniques“), das einem praxisnah und leicht verständlich erklärt, wie man am besten vorgeht und auf was man beim Mastering achten soll. Allerdings gibt es das 60-seitige Werk nur in Englisch. Nach der Lektüre weiß ich, wie man die Cutoffs der Multibandeffekte einstellt, kenne die Crossover-Optionen und kann mir vorstellen, wie Limiter, Kompressor und Gate funktionieren. Ich finde mich bald zurecht in der Fülle an Reglern. Ein gutes Gefühl.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Jesus

    Bei „Minus“ gehört eigentlich noch die CPU-Lust dazu, sofern man dieses eine „Hauptplugin“ mit gewissen Presets benutzt.

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      CPU- LUST??

      Jesus, was ist das denn?
      Eine neue sexuelle Orientierung?

      ;-)

      Es grinst sich einen

      der

      „Onkel Sigi“

  2. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Zu den Hörbeispielen:
    Hier hört man, dass Mastering eine Kunst ist. Gerade im abschließenden Schritt mit allen Bearbeitungen wurden die meisten Fehler gemacht. Vergleicht man das letzte Hörbeispiel mit dem Ausgangsmaterial, merkt man, dass zwar Equalizer und Exciter das etwas mumpfig klingende Signal aufgefrischt, Kompressor und Maximizer aber dafür alles kaputt gemacht haben. Die Instrumente, die aus gutem Grund im Original nach hinten gemischt wurden, weil sie eher eine begleitende Funktion haben oder ein Effekt sind, treten plötzlich so stark in den Vordergrund, dass sie keinen Sinn mehr machen und sogar nerven. Zugegebenermaßen interpretiere ich jetzt hier etwas Deine Musik, doch das ist ja genau das, was ein Mastering-Ingenieur machen würde (und der Zuhörer letztendlich auch).

    Eine gute Art an eine solche Sache heranzugehen ist immer, vor der Maximierung der Lautheit, einfach mal den Track auf die altmodische Art am Lautstärke-Regler laut zu drehen und aufmerksam zu hören, was passiert. Meistens werden die Bässe und die unteren Mitten weiter hervortreten, im Allgemeinen der Mix aber erhalten bleiben. Möchte man nun eine größere Lautstärke erzielen, wäre das Ziel, genau diesen Effekt durch das Mastering zu erzielen. Die am Markt befindlichen Tools erreichen (vor allem in den Händen von Laien) aber genau das Gegenteil. Es wird alles an die Wand gefahren und der mühselig erstellte Mix ist hin.

    Ich finde es deshalb gut, dass im Text auch immer wieder darauf hingewiesen wird, dass Mastering eine Kunstform ist und ein solches Tool wie das hier vorgestellte kann eben auch großen Schaden anrichten. Das letzte Hörbeispiel demonstriert das m. E. sehr deutlich. Wer sich ein solches Tool zulegt (meistens erfüllen die in der DAW vorhandenen Tools den Job aber genauso gut), sollte sich mit den Grundzügen des Masterings gut vertraut machen und wissen, dass nicht alles, was im ersten Moment „besser“ klingt, auch tatsächlich besser ist. Das Gaukeln solche Tools gerne vor.

    • Profilbild
      ukm  

      Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen. Besonders der letzte Schritt ist mir einfach zu „amtlich“. Nach einmaligem Hören entscheidet dann das Unterbewußtsein – ok, das reicht.

    • Profilbild
      Degenberg

      Tja, da habe ich einen „no go“ auf Lager. No go zumindest dann, wenn man diesen Typen folgt, die allerorten als die großen mastering-gurus gehandelt werden. Nämlich, den Limiter (maximizer or whatever) bereits beim mixing in die Summe zu schalten und gegen diesen abzumischen. Außerdem die Lautstärke der jeweiligen Spuren zu automatisieren. Wenn jetzt wieder einer gegen den loudness war wettert…schön. Dann kommt er vielleicht genauso in den Himmel wie derjenige, der lieber an einer U-He Diva oder gar einem echten Analogen rumschraubt, weil er meint, beim zehnten mal hören da noch einen Unterschied zu praxistauglichen tools wie einem Sylenth1 zu hören. Wenn es laut sein soll (in meinen Augen muss es das sein, zumindest im EDM Bereich) ist gegen den limiter abzumischen, um die vom Vorredner zurecht kritisierten Punkte ganz ganz einfach auszuschalten. Cheers

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