Test: JBL One Series 104, Aktivboxen

22. April 2019

Kompakte Studiomonitore als Referenz

jbl 104

JBL One Series 104, Aktivboxen

JBL ist als Traditionshersteller von Lautsprechern bekannt und ging inzwischen, wie auch AKG, in der Harman-Gruppe auf, die wiederum zum Samsung-Konzern gehört. Abgesehen vom Hi-Fi-Markt bedient man auch professionelle Anwender, die Control One und LSR-Serie seien neben den PA-Systemen als Beispiel erwähnt.

Die JBL One Series 104 hat jedoch nichts mit den Control One zu tun und wurden nicht auf der NAMM in Anaheim vorgestellt, sondern bereits auf der CES in Las Vegas. Laut JBL richten sich die als Referenz bezeichneten Monitore an Projektstudios und Arbeitsumgebungen mit wenig Platz, im Fokus stehen dabei Podcasting und Videoanwendungen. Liest man unsere Produktankündigung und berücksichtigt den Preis von derzeit 159,- Euro, preist JBL die 104 ziemlich an. Ein Blick in die technischen Daten bringt allerdings etwas Ernüchterung. Warum sie jedoch trotzdem überzeugen, verrate ich später. Schauen wir uns zunächst mal das Produktvideo an.

Auspacken der JBL One Series 104

Geliefert im Karton – mit der für JBL typischen orangenen Farbgebung – findet man das eiförmige Boxenpaar, ein Euro-Netzkabel, ein 2 m langes Lautsprecherkabel, ein 1,8 m langes Cinch-Klinkenkabel und eine mehrsprachige Kurzanleitung.

Die rechte Box ist aktiv ausgeführt und beherbergt alles vom Netzteil über Anschlüsse und auch den mit insgesamt 60 Watt Musikleistung angegebenen Digitalverstärker. Wie bei solchen Boxen üblich, ist die Frequenzweiche nachgeschaltet und so wird das Signal nicht nur analog zugeführt, sondern auch aufgeteilt und an die passive Box weitergereicht. Die einseitige Ausführung der Aktivbox ist in diesem Fall sinnvoll, denn hier geht es um Kompaktheit und Flexibilität. USB- oder Digitaleingang bieten sie nicht, das hätte ich früher kritisiert. Heute denke ich jedoch, dass ein Digitalsystem unveränderbar ist und man in diesem Fall frei bei der Wahl des Audiointerfaces bleibt. So nutzte ich vor Jahren die Bowers & Wilkins MM-1 mit USB-Anschluss, die aber nur mit 16 Bit bei 48 kHz auflöst und ohne ASIO auskommen muss. Daher sehe ich den Class-D-Verstärker der JBL 104 sogar etwas kritisch, weil Harman keine Angaben über Abtastung und Auflösung macht.

jbl 104

Das runde Gehäuse könnte strömungsoptimiert sein, vermutlich folgt es eher einer Designentscheidung. Irgendwie erinnern sie mich an die Kugelboxen, die man in den 70ern als Autolautsprecher verwendet hat. Diese waren auf einem Sockel montiert und hatten ein konvexes Gitter. Die Front der JBL 104 ist hingegen gerade und als Ei benötigt sie auch keinen Sockel. Die Gehäusehälften scheinen fest miteinander verbunden zu sein, Löcher für Schrauben gibt es nicht. Zwar ist Design Geschmackssache, aber mir gefallen sie optisch und aus dem Einheitsbrei stechen sie jedenfalls hervor. Die Unterseite ist komplett gummiert und mehr als ein ABS-Gehäuse wird man in dieser Preisklasse wohl nicht erwarten, wenn die inneren Werte stimmen. Grundsätzlich ist die Verarbeitung tadellos und dem Preis mehr als angemessen.

Mittig hinter dem soliden Metallgitter ist das Koaxialsystem eingelassen, das metallische JBL-Logo im oberen Bereich vermittelt eine gewisse Wertigkeit. Beim aktiven Teil wird die Front unten von einem kleinen Terminal durchbrochen, der fest sitzende Aluminiumdrehregler ist gerastet und etwas schwergängig, darüber befindet sich die unauffällige Power-LED.

Die beiden 3,5 mm Klinkenbuchsen sind für Kopfhörer und Line-Quellen vorgesehen, beide schalten jeweils die Lautsprecher bzw. die hinteren Eingänge ab.

jbl 104

Rückseitig wird das recht lange Euro-Kabel in einer leicht versenkten Buchse eingesteckt, so ragt der Stecker auch nicht so weit aus dem Gehäuse. Darüber befindet sich der metallene, etwas schwergängige Drucktaster zum Einschalten. Eine automatische Abschaltung wird nach ungefähr 15 Minuten aktiv, die frontseitige LED dunkelt dann ab.

In der Mitte findet man die Anschlussklemmen für die linke Box, so kann man das Kabel notfalls verkürzen oder austauschen, diese Klemmen hat entsprechend auch der passive Lautsprecher. Darüber befindet sich je ein TRS- und Cinch-Pärchen mit einer Empfindlichkeit von jeweils +4 dB(u) und -10 dB(v). Die rückseitigen Eingänge können parallel genutzt werden.

Technisches zur JBL One Series 104

Die Gehäuse sind mit knapp 25 cm nicht wirklich hoch, bei einer Breite von 15,3 und einer Tiefe von 12,4 cm kann man sie fast noch als portabel bezeichnen. Jedoch wiegt die aktive Box mit 2,06 kg nicht wenig, die passive bringt 1,73 kg auf die Waage. Das Koaxialsystem setzt sich aus einem 118 mm großen Woofer und einem 19 mm kleinen Seidenhochtöner zusammen, respektive 4,5 und 0,75 Zoll. Rückseitig ist oben je ein Bassreflexrohr eingelassen, so dass man etwas Platz zur hinteren Wand lassen sollte.

JBL One Series 104 angeschlossen

Der Frequenzgang von 60 Hz bis 20 kHz klingt bei den kompakten Abmessungen schon ziemlich ambitioniert, damit kommen wir auch zur Trickserei. Bei der Produktbeschreibung wird dieser nämlich angegeben und als Musiker denkt man folglich an eine Abweichung von -3 dB. Nur bezieht man sich stattdessen auf die Hi-Fi-Norm mit -10 dB Abfall, in den technischen Daten werden entsprechend 88 Hz bei -3 dB angegeben. Sorry, aber Referenz steht bei mir nicht nur für Solidität, sondern auch für eine gewisse Verlässlichkeit bei den Daten. Wir sind doch bei JBL Pro und Equipment für Musiker, oder etwa nicht? Auf der Produktseite vom Musikhaus Thomann werden immerhin beide Angaben berücksichtigt.

Die Übergangsfrequenz ist bei 1.725 Hz angesetzt, der gewichtete Rauschabstand von 75 dB untertrifft sogar CD-Qualität. Entsprechend ist bei Vollanschlag auch ein Rauschen hörbar, allerdings nur dann, wenn kein Pegel anliegt. Daher muss man das bei den JBL 104 etwas differenzieren.

Während man einen Studiomonitor stets mit festem Pegel betreibt und die Lautstärke am Audiointerface regelt, wird man bei diesen Boxen eher zum integrierten Lautstärkeregler greifen. Bei normaler Abhörlautstärke ist daher so gut wie kein Rauschen wahrnehmbar, da habe ich selbst in höheren Preisklassen deutlich mehr Rauschen vernommen. Erst ab Dreiviertel der Lautstärke nimmt es langsam zu und ist selbst bei Vollanschlag noch deutlich unter meiner Toleranzgrenze. Der maximale Schalldruck bei -4 dB(u) wird mit 92 dB angegeben, ein Brummen des Netzteils bleibt ebenfalls aus. Somit gibt es auch hier nichts zu kritisieren.

JBL One Series 104 Rückseite

Der Klang der JBL One Series 104

JBL setzt bei der One Series 104 auf einen praktischen Koaxialtreiber. Eine sehr weise Entscheidung, wenn man den oftmals sehr geringen Hörabstand berücksichtigt. Ein kleines Boxenpärchen kann diesbezüglich vorteilhafter sein als der Bolide mit Acht-Zoll-Treibern, bei dem man aus nächster Nähe einen örtlichen Höhenunterschied der Treiber wahrnimmt.

JBL empfiehlt einen armlangen Abstand auf dem Schreibtisch, verweist zugleich auf einen weiten Sweetspot. Das klingt irgendwie widersprüchlich, so ist doch gerade die Punktschallquelle eines Koaxialsystems ein Vorteil. In diesem Fall aber stehen die Boxen auf der Tischplatte, also deutlich unterhalb der Hörposition, der weitere Sweetspot begünstigt in diesem Fall also die Schallausbreitung. Ganz ehrlich, der Winkel passt trotzdem nicht, daher ist auch bei den JBL 104 Höhe ein Vorteil und da keine Ständer beiliegen, kann man sich auch anders behelfen.

JBL One Series 104 auf Bierdosen

Ein Ständer wäre nicht nur wegen der Höhe sinnvoll, denn tiefe Frequenzen übertragen sich schon etwas auf die Tischplatte. Zwar bewirbt JBL die optimierte Konstruktion für die Tischaufstellung, vielleicht meint man damit auch die Bassübertragung, dadurch klingen die Boxen schon etwas satter. Rufen wir uns aber den professionellen Anspruch in Erinnerung, ist damit eine Frequenzbeurteilung unterhalb von 250 Hz nicht wirklich möglich. Dafür aber lässt sich mit ihnen gut Musikhören.

jbl one series 104

Im mittleren Frequenzbereich, besonders bei Aufstellung auf Höhe der Ohren, überraschen sie doch mit einer guten Mittendarstellung und einer vielleicht etwas zu breitgezogenen Bühne. Hier bin ich etwas zwiegespalten, denn aus Sicht von PC-Lautsprechern ist das Klangbild wirklich sehr gut und würde sogar meine Bowers & Wilkins MM-1 in Transparenz und Luftigkeit übertreffen.

Als Abhöre sind sie mir jedoch fast etwas zu schönfärbend. Hier kommt es wirklich auf den Anspruch an, für Podcasting und Multimedia-Anwendungen sind sie richtig super. Sie übertreiben es nicht zu doll und bringen trotzdem etwas Musikalität mit ins Spiel, als Abhöre fehlt es ihnen vielleicht zu sehr an Ehrlichkeit. Sie klingen durchweg angenehm und verzerren nicht bei maximaler Lautstärke, komprimieren den Sound auch nicht so stark, wie manch andere Kandidaten. Im Hochtonbereich klingen sie absolut rund, nicht harsch oder unangenehm, auch nicht bei hoher Lautstärke. Allerdings fehlt es ihnen hier etwas an Transparenz, was allenfalls bei der detaillierten Frequenzbeurteilung störend sein könnte.

Aber mal ehrlich, es geht hier um ein Boxenpaar von rund 160,- Euro, das geht natürlich nicht ohne Kompromisse. Überrascht hat mich der frontseitige Kopfhöreranschluss. Viele in Lautsprechern konnten mich nicht überzeugen, die JBL 104 sind eine absolute Ausnahme. Mein AKG K-702 wurde ausreichend laut angesteuert und auch die Transparenz konnte durchaus überzeugen, natürlich bemessen am Gegenwert.

jbl 104

Bewerte ich die JBL 104 als PC-Lautsprecher, sind sie exzellent. Musikalisch, ohne nennenswertes Rauschen oder Störungen, im Bassbereich weniger enttäuschend, als es das Datenblatt vermuten lässt, laut genug sind sie auch.

Musik hören macht mit ihnen Spaß, bezogen auf kleine Räume und den Umstand, was man gewöhnlich von kleinen Lautsprechern erwarten kann. Gemessen an der Eigenwerbung sind sie keine Referenzlautsprecher, dafür fehlt es ihnen im Bassbereich und den Höhen etwas an Transparenz, auch wenn JBL selbst einen Sound ohne Einfärbung bewirbt.

Fazit

Die JBL One Series 104 sind günstige Aktivlautsprecher für den multimedialen Einsatz. Für Computernutzer bieten sie als PC-Lautsprecher einen hohen Gegenwert und können klanglich durch ihr musikalisches Auftreten überzeugen. Zur Klangbeurteilung fehlt es ihnen hier und da an Transparenz. Zwar tendieren sie in Richtung neutral, aber die Zielgruppe scheint nicht primär die Musikerfraktion zu sein. Wer aber auf der Suche nach kompakten Boxen für den Arbeitsplatz ist, mit denen sich auch gut Musikhören lässt, macht mit den JBL 104 alles richtig.

Plus

  • gute PC-Lautsprecher mit musikalischem Klang
  • solide Verarbeitung
  • automatische Abschaltung
  • kompakt und flexibel

Minus

  • weniger ein Referenzmonitor
  • Höhen fehlt es etwas an Transparenz
  • Basswiedergabe abhängig vom Aufstellungsort

Preis

  • Ladenenpreis: 159,- Euro
Forum
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    synaesthesia

    Die Ausführung des Verstärkers in Class D hat mit einer Bit- und Samplerate überhaupt nichts zu tun.
    Class D wird zwar Umgangssprachlich auch Digitalverstärker genannt, diese Bezeichnung ist aber etwas irreführend, da ein Class D Verstärker wie jeder andere Verstärker auch analoge Signale verstärkt. Class D Verstärker unterscheiden sich in der Schaltung von Class A/B Verstärkern wodurch sie energieeffizienter arbeiten und nur noch 10-20% ggü. ca. 50% bei Class A/B in Wärme wandeln und wesentlich leichter bei gleicher Leistung werden. Wegen dieser Vorteile gehen DSP und Class D bei modernen (insb. mobilen) Geräten oft einher,
    ein DSP kann aber ebenso in einen Class A Versärker integriert werden. Die Frage ist also nicht ob Class D oder Class A/B, sondern ob DSP + AD/DA Wandlung oder nicht und wenn ja mit welcher Bit und Sample Rate.

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      Stephan Merk  RED 1

      Danke für die Aufklärung. Ich ging bislang immer davon aus, dass Class-D-Verstärker zugleich auch PWM-Endstufen zur Folge haben, die naturgemäß einer Quantisierung unterliegen müssen.

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        cosmolab  

        …und so ist es auch. ;-)
        „Class D- Verstärker“ sind in der Tat natürlich „Digitalverstärker“, und ja – dabei ist idR. immer auch Pulsweitenmodulation im Spiel (Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Klasse-D-Verst%C3%A4rker) .

        synaesthesia hat aber durchaus insofern Recht, als nämlich das Verstärkermodul selbst wohl in den meisten Fällen mit einem analogen Eingangspegel „gefüttert“ wird. Und das womöglich sogar dann, wenn die Zuspielung auf einem Digitaleingang erfolgt.

        In diesem Falle würde dann also sogar DREIMAL gewandelt:
        -D/A beim Eingang, um es an den Verstärker schicken zu können
        -A/D im Verstärker (aber mit internen Taktfrequenzen von durchaus mal 2MHz, also nicht zu verwecheln mit einem der üblichen Digitalformate)
        -D/A direkt am Ausgang zum Lautsprecher

        Diese dreifache Wandlung klingt erstmal nach Qualitätsverlusten, aber ich denke, der Einfluß ist wohl in der Gesamtkette vernachlässigbar. Wäre spannend zu wissen, ob es tatsächlich Digitalverstärker gibt, die wirklich ein digitale Eingangssignal direkt „umformen“ können und dann nur noch einmal – am Lautsprecher – wandeln…

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          Stephan Merk  RED 1

          Also bei der Nubert NuPro-Serie wird genau damit geworben, dass der Signalfluss (Ausnahme Analogeingänge) rein digital ist und die Wandlung erst am Lautsprecher erfolgen soll. Bei PSI Audio habe ich gelernt, dass man bewusst auf Analogtechnik setzt, weil bei Digitalverstärkern immer ein Quantisierungsrauschen besteht. Man hat bei der Entwicklung wohl parallel digital und analog ausprobiert und sich schlussendlich deshalb für die Analogtechnik entschieden. Vielleicht ist es auch so, dass die Class-D-Verstärker in diesem Fall der JBL einfach günstigere Bauteile sind. Grundsätzlich aber wird man sich ohne Schaltplan nur auf die eigenen Ohren verlassen müssen.

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            cosmolab  

            Das mit dem Nubert ist interessant – aber bestätigt vielleicht auch meine Vermutung, dass die anderen es eher nicht so machen – weil Nubert das ja extra herausstellt.

            Andere trauen sich vielleicht an Digitalverstärker nicht ran, weil sie damit zu wenig Erfahrung haben und es ev. bei Einsatz hochwertiger Teile zu teuer wird – man weiß es nicht.

            Aber die ersten (teuren) Hifi-Digitalverstärker (denen allerdings gern mal „rauher Klang“ attestiert wurde) gab es bereits vor gut 20 Jahren, das sollte inzwischen kein Hexenwerk mehr sein.

            Der Hauptvorteil des Digitalverstärkers ist halt nicht unbedingt der Sound, sondern seine extrem viel bessere Effizienz. Mein Pro-Ject Maia hier am Arbeitstisch verheizt im „Idle-Mode“ bestenfalls 4-5W und nimmt höchstens Zimmertemperatur an. Wenn ich den auf die Vollast von ca. 35W/Kanal hochreißen würde, würden mir wohl die Ohren wegfliegen. D.h. im „Regelbetrieb“ ist überhaupt keine Erwärmung spürbar. Mit analogen Verstärkern sähe das anders aus.

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              Stephan Merk  RED 1

              Das kenne ich auch, dafür aber dann keine Latenz bzw. kaum Eigenrauschen. Wie sieht das denn mit dem Rauschverhalten und Details bei minimaler Abhörlautstärke aus? Da wäre ja auch die Frage wichtig, ob digital oder analog geregelt würde. Ich denke ohnehin, schlussendlich überzeugt der Höreindruck oder eben nicht.

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                cosmolab  

                Zu Latenzen kann ich nix Konkretes sagen – sie sind aber bei meinem Gerät offensichtlich so gering, dass ich mir bisher nicht mal die Frage gestellt habe…
                Das Eigenrauschen ist insgesamt sehr gering – aber nicht völlig verschwunden. Ich kann aber keinesfalls feststellen, dass es bei sehr leisen Pegeln (die ich oft nutze) in irgendeiner Weise rauer oder gar „blocky“ klänge – oder dass Quantisierungsfahnen zu hören wären.
                Das wundert mich auch gar nicht, weil wie schon geschrieben solche Digitalverstärker idR. mit 1-Bit Delta-Sigma-Verfahren und um den Faktor 10-100(!) höheren Taktfrequenzen als die üblichen „Übertragungsprotokolle“ arbeiten (ich lese gerade im Wikipedia, dass typische Standard – Treiber-ICs mit bis zu 8Mhz takten) . Das heisst, dass Quantisierungsrauschen wäre wirklich SEHR weit oberhalb des Hörbereichs.

                Was ich aber beobachtet habe war ein ziemlich unterschiedliches Verhalten an verschiedenen Lautsprechern – und zwar was Rauscheindruck und Lautstärke betrifft. Und das, obwohl die Lautsprecher nominell dieselbe Impedanz hatten. Es scheint also auch für Class-D – Verstärker gut und weniger gut geeignete „Lasten“ zu geben…
                Bei Aktivboxen ist das natürlich überhaupt kein Thema – da sollte man davon ausgehen dürfen, dass der Hersteller sich auskennt. ;-)

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                  Stephan Merk  RED 1

                  Danke, das ist für mich in sofern spannend, als dass ich die „Digitalangst“ mancher HiFi-Freaks akustisch nämlich nie nachvollziehen konte. Es sei denn wirklich, man hat eine sehr schlechte digitale Lautstärkeregelung bzw. macht dies über die Soundkarten. Mich hatte auch gewundert, dass viele Hersteller oftmals auch eine Frequenz angeben, das mag aber dann durchaus nur für die Digitaleingänge gelten.

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    bluebell  

    Die Lautstärke nicht am Rechner zu regeln, ist immer eine gute Idee. Damit erspart man sich auch das je nach Audio-Interface laute Ploppen beim Einschalten des Audio-Interfaces.

    Für meine Aktivmonitore (keine eingebauten Lautstärkeregler und zu weit entfernt) habe ich daher einen passiven Lautstärkeregler zwischen Audio-Interface und Aktivmonitoren eingeschleift, der meist recht leise eingestellt ist. Das ist superbequem und gut für die Monitore.

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    TobyB  RED

    Die Schöfferhofer Boxenständer sind der Hammer :) Die Basswiedergabe ist der Bauform geschuldet, das geht aber für diese Boxen in Ordnung und hat mich an meinen JBL Control 1 Pro auch nicht gestört. Dafür sind die Boxen sehr gut für Multimedia Projekte und für die letzte Abnahme.

  4. Profilbild
    mofateam

    Mich wuerde ein Vergleichstest zu den iLoud und anderen „Reise“-Monitoren interessieren, vielleicht wäre das ja mal ein gutes Artikelthema ?
    Oder hat da vielleicht jemand bereits Erfahrungen bzw Tipps, was es in diesem Bereich so gibt, und kann mir das hier mitteilen ?

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